Das Geheimnis | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit „Er zog genüsslich das Messer aus ihrer Brust, wischte es ab und …“ beginnt.

Das Geheimnis

Er zog genüsslich das Messer aus ihrer Brust, wischte es ab und legte es beiseite. Dann fuhr er vorsichtig mit seinen Fingern in ihr Leib. Behutsam nahm er das kleine Herz in die Hand. Es war ein eigenartiges Gefühl, so als würde er das Leben an sich in der Hand halten. Für einen kurzen Moment glaubte er, es würde noch schlagen, doch den Gedanken schüttelte er ab. Seine Fantasie ging mit ihm durch. Sie war schon lange tot und von der Gefriertruhe selbst im Inneren eisig kalt. Nun löste er auch die Lunge langsam von der Wirbelsäule ab, um schließlich auch Niere und die restlichen Organe zu entfernen. Ordentlich legte er sie auf einem extra präparierten Tablett ab. Um sie würde er sich im Anschluss kümmern. Zum Schluss entfernte er Darmausgang und Darm. Aus irgendeinem Grund musste er an Zombiefilme denken. Er beschloss den Darm gleich zu entsorgen und stopfte ihn in einen schwarzen Sack. Aus den Augen, aus dem Sinn, dachte er sich.

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Neues aus dem Sketchbook | Bildhaftes

Ein letzte reguläres Sketchbook-Update bevor der Inktober losgeht. Viele der Zeichnungen sind für mein Artbook/Kurzgeschichten-Band. Allerdings eben nur Skizzen. Tatsächlich habe ich schon fast alle digitalisiert, die ihr hier seht und vor allem verwandelt. Leider kommt die Acrylmalerei gerade viel zu kurz. Im November starte ich wieder durch.

Wer sich fragt, was der Inktober ist. Hier ein Link: *Klick*

der name | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund
Lyrikfeder
Nachtwandlerin
Lindas x Stories
La parole a été donnée à l’homme
Gedankenweberei
Myna Kaltschnee
Wortverdreher
Lebensbetrunken

Das Gedicht kann am Ende positiv gelesen werden. Ich habe es für das Gedicht offen gelassen, es aber zunächst nicht so gemeint. Geschlechterrollen sind schwierig und irgendwie wünschte ich wir würden den Quatsch lassen.

der name
dass diese botschaft weggesperrt wird. ich
habe einen namen auf ein zettel geschrieben.
in der flasche aufs meer geschickt. in inneren
flammen verbrannt. wenn sie namen sagen
meinen sie konsequenzen. menschen sind
namen sind menschen. du reichst mir ein
blatt papier. klebst ihn mir auf den rücken.
wie engelsflügel reißen seine kanten ecken
in den wind. blut tropft auf seidiges gras.
nehme ich ein messer. löse es ab. es fließt
sedimentgestein. ich nehme einen meißel.
die flasche kommt zurück. der zettel fügt
sich zusammen. hier. ich schreie es hinaus
soll sie jeder hören. ich schreibe in den wind,
lasse stürme gesetze erbeben, orkane feste
muster brechen. namen haben konsequenzen.
meiner ist frau.

Lara strickt | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz „Von Natur aus war Lara eigentlich nicht so, doch…“ beginnt.

Ich habe die Geschichte „Lara strickt“ überarbeitet. Ihr könnt sie nun unter dem namen „Elisabeth strickt“ in meinem Buch „andernorts“ lesen:

ANDERNORTS

Gespräche mit Rüdiger – Vom Beweisen | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 39 + 40 beinhaltet die Worte „Pile“, „schlafen“ und „traurig“, gesponsert von Kommunikatz.

Rüdiger ist wieder da und diesmal hat er meinen Lieblingsphilosophen im Gepäck.

Gespräche mit Rüdiger – Vom Beweisen

Rüdiger landet elegant vor seinen vollen Fressnapf.

„Na du Streuner, ich habe endlich eine unfehlbare Küchenwaage gefunden. Ab jetzt kriegst du genau 100g Katzenfutter.“

Rüdiger sieht mich gleichzeitig entsetzt und traurig an. „Erstens: Ich bestimmte wieviel Hunger ich habe, nicht die Waage. Zweitens: Woher willst du wissen, dass sie unfehlbar ist?“

„Ich habe gestern die mitgebrachten Pilze verarbeitet und das erste Mal ist das Pilzragout was geworden. Sicher lag es an der Waage. Außerdem habe ich unterschiedliche Gewichte draufgelegt und es war immer EXAKT.“

„Das heißt nichts. Beweisen kannst du es nicht, nur widerlegen.“

„Klar. Wenn es immer funktioniert…“

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alleine blühen veilchen grau | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
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Myna Kaltschnee
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Lebensbetrunken

Ich finde Nähe kompliziert. Noch komplizierter ist es, das zu erklären – daher ein Gedicht.

alleine blühen veilchen grau
eine weiße fläche wie ein bettlaken
meine gedanken in deinen träumen.
fangen an zu brennen. aber es ist
frostig. roh. es ist stumpf. das kissen
liegt in der mitte. wir erdolchen es mit
federn, nackten knochen, blanker liebe.
all you need. ich falle von der kante
meiner wärmflasche. das verbrannte
gummi riecht nach zimt, dein atem
nach weihrauch. warum sind mauern
höher als bügelfalten. warum pocht
die sprungfeder dauernd gegen mein
herz. alleine blühen veilchen grau.

Der Herbst | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Ich war mal wieder experimentierfreudig. Ganz rund finde ich den Text nicht, aber zu Tode überarbeiten wollte ich ihn auch nicht.

Thema: Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein: Laub, kühl, gesund, Beeren, Vorfreude

Der Herbst
Zwischen Äpfeln, Beeren, heruntergefallenem Laub und Haselnüssen ist er Zuhause. Tagsüber lässt er die letzten Früchte des Sommers reifen, schüttelt die Faulen und Gärenden ab. Oftmals holt er seinen Farbtopf und beginnt die Blätter zu bemalen. Seine Lieblingsfarbe ist Orange, aber auch Rot und Braun befinden sich in seinem Repertoire. Selbst das grüne Gras bedeckt er mit den bemalten Blättern. Wenn sein Tagwerk vollbracht ist, leuchten seine Wangen gesund in einem Apfelrot.
Nachts schläft er und sein kalter Bruder sendet die ersten kühlen Winde. Erst wenn seine sonnige Schwester die letzte Wärme herüberhaucht, erwacht er und beginnt von Neuem. Wenn ihre Kraft nicht mehr ausreicht, wacht er nicht mehr auf und träumt vom nächsten Jahr. Von Blätterhaufen, Kinderlachen und Kürbissen. Er liebt seine Aufgaben so sehr, dass er vor lauter Vorfreude ab und an im April erwacht und seine blühende Schwester ärgert. Doch diese frühen Monate sind nicht sein Zuhause. Es ist zu grün und duftet zu sehr. Nein, seine Heimat liegt viel später im Jahr, hinter Sonnenbädern und Schwimmbadbesuchen, wenn sich verregnete und sonnige Tage abwechseln, wenn die Natur sich zurückzieht, um im nächsten Jahr mit neuer Kraft zu erwachen.

Die Kälte | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 37+38 beinhaltet die Worte „Idee“, „engelhaft“ und „vergraben“, gesponsert von Ludwig Zeidler.

Ok, etwas überdramatisch, aber mir war so danach.

Die Kälte

Anoki vergrub sich in einem Berg aus Decken. Ihr war kalt und das bereits seit Wochen. Nicht weil sie krank oder es draußen kalt war, sondern weil sie die Kälter ihrer Mitmenschen nicht mehr abschütteln konnte. Anfangs hatte sie noch mit engelhafter Geduld versucht, den Menschen Empathie beizubringen, aber immer wieder lief sie vor Mauern. Anoki hatte keine Kraft mehr sich zu wehren und so hielt die Kälte auch in ihr Inneres Einzug. Die Ärzte hatten keine Idee, wie es zu dieser enormen Senkung ihrer Körpertemperatur kam oder wie sie es aufhalten konnten. Noch Montag waren es 31 Grad gewesen. Heute war Freitag und Anokis Fieberthermometer zeigte 22 Grad an. Sie hatte die Heizungen auf Stufe vier gedreht, bei 30 Grad Außentemperatur. Nun lag sie hier, unter vierzehn Decken. Eine Wärmflasche lag auf ihren Füßen, eine am Bauch und eine in ihrem Rücken.

Anoki schlief das Wochenende und als sie den Montag erwachte, maß das Themrometer nur noch 11 Grad. Hoffnungsvoll hörte sie in die Welt, aber sie hörte nur die Eiskristalle klirren und die kalte Luft rauschen. Anoki füllte ihre Wärmflaschen auf, drehte die Heizungen eine Stufe weiter hoch und kuschelte sich in hren Berg aus Decken. Ein letztes Mal atmete sie tief ein, dann verließ sie die letzte Wärme und sie begann zu schmelzen. Zurück blieb ein Haufen feuchter Decken und ein letzter Hauch menschlicher Wärme.

in anderen gärten | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Mit von der Partie sind bisher

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
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Nachtwandlerin
Lindas x Stories
La parole a été donnée à l’homme
Gedankenweberei
Myna Kaltschnee
Wortverdreher
Lebensbetrunken

Wenn ich nur an Moria denke, wird mir schlecht und wenn ich dazu noch Kommentare von gewissen Leuten oder Politikern lese, überlege ich alles, was Medien oder soziale Medien ist, ab jetzt zu meiden. Das hilft nur auch nicht, deswegen ein Gedicht:

in anderen gärten

wenn ich ihren hass rieche. ihre feigen
worte atmen höre. ich will mich auf
meine zehenspitzen stellen und in
andere gärten sehen. statt lilien sehe
ich elendsblüten. büsche aus armut.
kranken, toten, trauer, verzweiflung.
meine hände greifen ins leere und so
drehe ich mich um. vertrocknet riecht
die erde. das wasser verbrannt. neben
disteln aus neid, angst, missgunst steht
ein baum mit fehlendem mitgefühl und
ignoranz.
welche mauern reißt man leichter ein.
die aus synapsen oder die aus stein?

Der Herbsttee | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Eine Kräuterhexe mixt einen besonderen Tee, für wen ist dieser und welche magische Wirkung hat er? Verpacke das Ganze in eine kleine Geschichte.

Der Herbsttee

Karpo, die Hexe des Herbstes, lächelte. In elf Tagen war es wieder soweit: Herbstanfang. Langsam musste sie mit den Vorbereitungen beginnen. Ein neues Rezept musste her. Elegant zückte sie ihre Krähenfeder und tunkte sie in die schwarze Tinte. Sie hielt einige Momente inne und atmete durch, dann begann sie zu schreiben:

  • Getrocknete Äpfel als Symbol für die Erntezeit
  • Hagebutten zum Ausgleichen der Süße
  • Eine Prise Pfeffer, damit einem warm wird
  • Herbstlaub, rot, gelb, viel orange, ein bisschen braun als Zeichen der Vergänglichkeit
  • Kürbisse für das Halloween-Gefühl
  • Kamille gegen das Süßigkeitenbauchweh
  • Eine Prise alter klarer Wind der schon vom Winter erzählt
  • Zu frühe Dominosteine zum Abrunden
  • Die letzten Tomaten und
  • Spätblüher, um vom vergangenen Sommer zu erzählen

Karpo unterbrach ihre Liste. Etwas fehlte. „Sag mal Ostara, was sagte ich im Frühjahr darf ich auf keinen Fall vergessen?“

Ostara grinste. „Schwesterchen, seit wann mache ich denn deinen Job?“ Dann gab sie ihr einen Samen in die Hand.

„Seitdem ich dir im Frühjahr immer Kaffee einschenke, weil du da immer so müde bist. Vielleicht sollte ich Herbstschläfrigkeit erfinden, so als Ausgleich.“ Sie zwinkerte ihrer Schwestern zu, dann fuhr sie fort:

  • Ostaras Samen als Erinnerung daran, dass alles was stirbt, irgendwann zu neuem Leben erwacht.

Karpo nickte zufrieden. Das würde der beste Herbsttee sein, den sie je zusammengezaubert hatte. Nachdem dieses Jahr schon so voller Hindernisse war, würde ihnen sicher ein wundervoller Herbst bevorstehn.