
Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund
Lyrikfeder
Nachtwandlerin
Lindas x Stories
Gibt die Woche doch was Neues und nicht das verpennte Gedicht von letzter Woche. Dieses Gedicht hat sich irgendwie so aufgedrängt und wollte aufs Blatt.
synapsenparty
als würde jemand absichtlich regentropfen in
die gedankenwolken säen. als wäre der wind
eines ventilators stärker als jeder sturm. der
innere gaul gallopiert über blühenden mohn.
ein schwarzes erwarten, errötende neugierde,
grünleuchtende ungeduld. mit einem klecks
gelber hoffnungspatina. färbend tragen sie
die vibration ins erdinnere. der kern schwankt.
atmet. breitet sich aus. auch in den untiefen der
erdkruste spürt man das nervöse hufgetrappel.
hört kleine steine, körnchen staub sich in die
luft erheben. die erde bebt. rumort. gerölllawinen
agieren losgelöst. frei. tummeln sich mit solchen
aus schnee und sand. tanzen mit den erdbeben,
fluten, mit orkanen. die wahre welt. dort. bleibt
ungerührt, wenn die synapsen eine party feiern.