lyrimo 21-28

Es ist wieder lyrimo = Lyric Month!! Alles Wissenswerte dazu findet ihr auf diesem Blog: https://lyrimo.wordpress.com/

Tag 21Haiku zum Lied von Deuter
übers weite land
mit bergwind und blütensturm
es weht mich hinaus

Tag 22 – Lied „POW“ von Bollmann
als sie über die haut fließt.
in poren eindringt. bahnen
schwimmt. durch meinen
ganzen körper. auf den
muskeln sitzt sie und zieht
an unsichtbaren fäden. der
fuß wippt. das herz tanzt.

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Lyrimo 15-20

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Tag 15 – Sommersprossen, Panton
rufe erklingen auf weiter flur
der frühling, der macht frei
es geht ab in die natur
holt die sonnenhüte herbei

der frühling, der macht frei
und so malen wir zum schluss
sommersprossen in den mai
gegen trübsal und verdruss

Tag 16 – Medientransfer: Miles Davis
ich gleite auf bassseiten in
soundbahnen. töne leiten
meine notenschlüssel. öffnen
meine ohren. schwarz weiß
kupfer gold. der beat vibriert
im magen, darm. lässt meine
lunge beben. tanzen. so what.

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Lyrimo 8-14

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Tag 8 – Geschlossene Gesellschaft
staatische türen schwingen.
erschwinglich. und der boden
knarzt. einen blick riskieren.
dahinter. weißt du, sagt der
pförtner. sie speisen auch nur.
bei wein, brot und ewigkeit.

Tag 9 – Der Mai ist gekommen
kirschblütenwolken ziehen über
den meerblauhimmel. durchatmen.
ich bade in sonnenfarbenen
maiglöckchenträumen.

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leise rieselt der puderzucker | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Berlin Autor
Nachtwandlerin
Lindas x Stories
La parole a été donnée à l’homme
Gedankenweberei
Myna Kaltschnee
Wortverdreher
Lebensbetrunken
Vienna BliaBlaBlub
Heidimarias kleine Welt
Traumspruch

INFO: Ich habe Lyrikfeder und Wortverzauberte aus der Liste geworfen, weil die Links nicht mehr funktionieren. Wenn ihr weiter mitmachen wollt, schickt mir doch mal bitte die Links zu euren aktuellen Sites.

Dieses Gedicht habe ich nach einem Impuls von lyrimo geschrieben. Mehr als 2 Weihnachtsgedichte pro Jahr sind nicht drinnen, also verbinde ich frecherweise die beiden Aktionen (plus wir haben entsprechenden Zuwachs bekommen. 😉 ).

leise rieselt der puderzucker

leise rieselt der puderzucker. fein,
flockig, zärtlich bedeckt er die
küchenlandschaft. nur in den
tiefsten tälern liegen schichten
aus mehl. lass uns mit den füßen
schneemänner bauen. nasen aus
marzipan, augen wie streusel. in
stürmen aus nelken, zimt und
spekulatius. lass uns tanzen. hier
im schein der backofensonne die
ganze welt vergessen.

Lyrimo 29 und 30

Ich nehme dieses Jahr am lyrimo = Lyric Month teil. alles Wissenswerte dazu findet ihr auf diesem Blog: https://lyrimo.wordpress.com/

Die letzten beiden Gedichte vom Lyrimo. Mir hat der Monat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Ich habe viel rumprobiert und extrem viele tolle Gedichte gelesen. Das war eine wirklich inspirierende Zeit. Danke an die liebe Organisatorin. 🙂

Tag 29 Blinde Begegnung
bis zur dunkelheit. wir sehen
uns nachts. die räume sind
unbeleuchtet. diastole.
systole. dein atem riecht
nach knoblauch. sind wir
dann fishermans friends? du
lachst höflich. sonnenklang.

Tag 30 – Kaffeesatz
der kaffee ist getrunken. die bohnen leer. nur noch der kaffeesatz erzählt von einer schönen zeit.

Lyrimo Tag 22 bis 28

Ich nehme dieses Jahr am lyrimo = Lyric Month teil. alles Wissenswerte dazu findet ihr auf diesem Blog: https://lyrimo.wordpress.com/

Tag 22 – Quersumme

wenn ich uns beide addiere, sind wir keine summe mehr. unsere windschiefen geraden schneiden sich niemals und unsere binome können sich nicht verformeln. vielleicht sollte unsere querrsumme ein negatives vorzeichen bekommen.

Tag 23 Schrödingers Box

wenn ich dich mit einem messer
öffne, sehe ich dein herz schlagen.
lunge, leber, niere, magen. blut,
muskeln. innerstes. innen. du
stirbst so offen. wenn ich dich
nicht öffne, weiß ich nichts. du
bist mehr als die summe deiner
organe. innen außen. und alles
zusammen.

Tag 24Ich sollte ein Buch schreiben

ich sollte gedanken an gedanken
knüpfen. wörter mit einander
verweben. sätze wie ein puzzle
zusammenbauen. sollte absätze
wie skulpturen formen und
kapitel wie ausstellungskonzepte
sorgfältig planen. stattdessen
sitze ich hier und schreibe nur
ein schnödes gedicht.

Tag 25Mundart

do rinn. meine klangwellen
fliegen in deine ohren. do
russ. und verlassen sie. bass
uff. sag ich. doch du verstehst
mich nicht. sprache ist krieg.

Tag 26Erasure von Schillers Bürgschaft

von den bergen. bäche, ufer,
strand. meere. ich kann die
stadt nicht erreichen. wie
rieselndes rauschen. stille.
und die sonne geht unter.

Tag 27klein und eckig

2 zieh nicht weiter. 4 ab ins
gefängnis. 6 eine karte. 3 du
gehst zurück auf start. 7 du
hörst auf zu spielen. die augen
zahlen, dein leben würfelt.

Tag 28Netzwerken

verbunden durch. gefangen
mit. wir sliden durch bytes
und seelenlose zeilen. aber
du bist mein freund. an
gestubbst. geliked durch.
und ich kenne dich nicht.

Lyrimo Tag 15 bis 21

Ich nehme dieses Jahr am lyrimo = Lyric Month teil. alles Wissenswerte dazu findet ihr auf diesem Blog: https://lyrimo.wordpress.com/

Tag 15 – Phraseologismus
in der kraft liegt die ruhe. sagst
du. und ich erwidere. ohje, da
ist hoffnung und schmalz
verloren, denn schließlich
müssen wir alle am selben
boot ziehen. zum glück
brauchen wir keine arche.

Tag 16 – Medientransfer
wenn wir ausgedient haben, hängen
wir einfach so rum. oll, unbrauchbar,
nutzlos. da um da zu sein. wenn wir
ausgedient haben, chillen wir einfach
so rum. vielleicht können wir ja etwas
festhalten. anderes olles zum beispiel.

Tag 17 – Dienstag/Akristichon
dicht dichter
ich schreibe
ein gedicht. zeile
nach zeile, wort,
silbe, fragmente. punkt.
trennstrich, komma. ende,
aus. das
gedicht ist leer.

Tag 18 – Radwege
ritter der poolnudel, erhebt
euch! schwingt den langen
gummispeer und räumt die
radwege frei. auf die rösser
ihr mannen. wir werden sie
und ihre blechhöllen richten.

Tag 19 -Triolett
meine herbstkruste
hart und aus stein
so fest und robuste
meine herbstkruste
was ich nicht wusste
lässt niemand rein
meine herbstkruste
hart und aus stein

Tag 20 – Einsilbig
es ist da. schwarz, kalt. still
und leis. es lebt. ein und aus
und ein und. was fragst du
dich. frag ich mich. der hass.
ruft das tor und schluckt all
das, was noch gut ist. es
schmatzt. laut. das buch
schreibt über alt das neu.

Tag 21 – Pantun
ich träume, meine seele fliegt mit
von kirschblüten in rot und in weiß
von gärten, von bergen, ein schritt
auf weite felder aus wind und aus reis

im norden die kälte, im süden ist heiß
auf berge, zwischen stränden lauf ich
halte mit dem shinkansen an jedem gleis
zwei wochentickets für mich und für dich

für eine reise, nur wir zwei, du und ich
ein abenteuer, eine erfahrung, ein ritt
wir erleben, sind ausgelassen, fröhlich
ich träume, meine seele fliegt mit

Lyrimo Tag 8 bis 14

Ich nehme dieses Jahr am lyrimo = Lyric Month teil. alles Wissenswerte dazu findet ihr auf diesem Blog: https://lyrimo.wordpress.com/

Tag 8 – Hotel
in den klappen wohnen die
tagesgäste. die zaungäste für
die wochen und monate in
den herzkammern. nur die
gäste auf lebzeit kommen und
gehen, wie sie wollen. auch
ohne zimmer sind sie zuhause.

Tag 9 – DiesDas
idee, samen, das
versprechen einer blume. eines
baumes, wald, wiese, erde, leben.
wir sähen heute gedankengut, das
in wenigen jahren über die
straßen rennt. es ruft. ich sehe
samen und rieche blüten.

Tag 10 – Zettelkasten
eine kanne mut. will über unsagbares reden. reif ist die zeit. will ich sagen. toribu. sag ich. habgobe. ich will dir blumen geben und es sind nur saure beeren. garibi. ich gebe auf. vielleicht morgen. wahrscheinlich nie. ich trinke mut. mit nachsicht.

Tag 11 – „Hinter dem Festner wartet…“
rollladenlider verschlossen. meine
geheimnisse hütet ein dünnes
häutchen. adern und gargoyles.
feine haare wie stacheldraht. ich
blinzle. hinter dem fenster wartet
ein ich. und das du spiegelt sich.

Tag 12 – Lied von Reinhard Mey
du stiftest brand. worte löschen
keine fuer. namen erschaffen
keine häuser. unruhiger schlaf
und brennendes abendrot. ein
käuzchen singt arschloch.

Tag 13 – Zwischen Menschen
zwischenmensch. du surfst an
meinem leben vorbei. vielleicht
streift dein kometenmoment
einmal meinen. dein allwissen
könnte meine meere ebben. dein
horizont meinen überfluten.

Tag 14 – 280 Zeichen/Twitter
worte wie flügelschläge. dein atem weht über eine verspiegelte fläche. das nirvana geöffnet. ein weißes feld aus zahlen und namen. wind und silben. und blauen eiskristallen.
du sprichst worte wie speere. keiner verfehlt die leere. keiner fliegt am nichts vorbei. es bricht anonym.