Katalogwelt | Impulswerkstatt

Zettel und Federhalter. Über dem Federhalter steht Impulswerkstatt

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Zu Bild 3

Katalogwelt

Ratsch. Er riss noch ein Stück Papier ab und ließ es auf den Boden fallen. Langsam türmten sich die Fetzen. Weiß, blau, rot, gelb, braun. Auf einigen sah man Köpfe, auf anderen Hände, Füße, Rockzipfel, Schuhe, Mützen, Uhren, Ringe und eine Menge Nummern. 45,99-, 29,99-, 12,49-. Immer wieder irgendwas mit neun am Ende. Die Zahlen davor waren kryptisch lang und keine schien sich auf irgendeine andere zu beziehen. Davor standen die Bezeichnungen von Kleidungsstücken, zum Beispiel Pullover, Kleid oder Socken. Dann Farben, von denen er noch nie etwas gehört hatte, wie zum Beispiel ecru oder zimt.

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Der Wind weht | Impulswerkstatt

Zettel und Federhalter. Über dem Federhalter steht Impulswerkstatt

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Ich habe diesmal die erste Schreibaufgabe genommen und sie auf alle vier Bilder angwendet. Ist irgendwie so entstanden, weil es gepasst hat.

Der Wind weht

Der Wind weht über eine Brücke. Er fährt einem Mann unters Hemd, einer Frau in die kurze Hose, einem Jungen ins Haar. Der lacht. Der Mann und die Frau bemerken ihn kaum. Selbst als er stärker wird, haben sie keine Zeit für ihn. Wenigstens die Oberleitungen reagieren mit einem Knistern. Sie kitzeln und er lacht, wie der Junge.

Der Wind weht durch eine Galerie. Bilder kann er nicht bewegen, aber die Farbe auf der Oberfläche streicheln. Er reibt sich an blauen Pigmenten, grünen Roten, an Dingen, die keine eindeutige Gestalt haben und Gestalten, die wie Dinge aussehen. Zum Schluss bringt er die Flyer neben dem Eingang zum Rascheln. Zu laut. Der Aufseher sperrt ihn aus.

Der Wind weht über das tosende Meer. Er und das Wasser stacheln sich gegenseitig an. Es schunkelt und schaukelt. Ob die Fische etwas mitbekommen, fragt er sich. Er kitzelt einen, der am Haken über dem Wasser hängt, doch er bleibt stumm. Frustriert klaut der Wind einem Angler den Hut, dann saust er wieder aufs Meer hinaus.

Der Wind weht in das sanfte Abendrot. Er schickt Wolken Richtung Sonne, damit sie den Himmel anmalen. Einige wollen die Sonne verdecken, doch er hindert sie daran. Dann lässt der Wind die Blätter rascheln, damit der Abend noch stimmungsvoller wird. Ein Pärchen bleibt stehen. Sie lobt die warme Abendbrise, er bewundert die Zeichnung der Wolken.

Der Wind weht in die Nacht. Für ihn ist jeder Tag ein Erfolg, aber erst mit einem Lachen und einem Lächeln wird er vollkommen.

Ein letztes Mal | Impulswerkstatt

Zettel und Federhalter. Über dem Federhalter steht Impulswerkstatt

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Diesmal habe ich nur den Anfang der Schreibaufgabe mehrfach verwendet.

Ein letztes Mal …

Ein letztes Mal den Sonnenuntergang am späten Abend genießen. Bald werden die Tage zu früh enden, um das Farbenschauspiel an den Pflichten vorbei genießen zu können.

Ein letztes Mal mit den Kollegen schnacken, den Gang hinuntergehen und ausstempeln. Bald macht man das woanders, wo es andere Kollegen, Gänge und Stempelautomaten gibt. Irgendwie doch das gleiche, nur anders.

Ein letztes Mal das Hotelzimmer kontrollieren, dass man auch nichts vergessen haben. Nachschicken geht, ist aber immer teuer. Außerdem will man noch kurz den letzten Rest Urlaub einatmen.

Ein letztes Mal durch die beleuchtete Einkaufsstraße gehen. Bald hängen die Geschäfte die Lichterketten ab und dann ist der letzte Rest Weihnachten verschwunden.

Ein letztes Mal diesen herrlichen Rosenduft einatmen. Nach dem angekündigten Regen haben die Rosen sicherlich alle Blätter verloren und am Boden zu schnüffeln, ist irgendwie auch nicht dasselbe.

Ein letztes Mal von der süßen Verheißung namens Schokolade naschen. Es sind nur noch wenige Wochen bis zum Sommer. Alles neu kaufen ist ätzend, teuer und man will sich ja auch wohlfühlen, so schwitzend und halbnackt bei vierzig Grad.

Ein letztes Mal vom 5-Meter-Turm springen. Man würde gerne länger bleiben, aber die Eltern werden sauer, wenn man zu spät zum Abendbrot kommt. Nächste Woche dann wieder.

Ein letztes Mal den Tag beginnen. Vielleicht ist es gar nicht das letzte Mal, sondern nur ein mittendrinnen, aber vielleicht kommt heute schon das Ende.

Dann ging sie | Impulswerkstatt

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Dann ging sie

Sie öffnete die Tür. Langsam, so als könnte sie im nächsten Moment etwas von draußen anspringen. In ihren Albträumen waren es Monster, wenn sie tagsüber über ihre Angst nachdachte, waren es meist die Nachbarn. Nur einen Spalt traute sie sich die Tür zu öffnen, dann schloss sie sie wieder und schob die beiden Riegel davor. Zweimal drehte sie den Schlüssel, dann ging sie.

Sie öffnete die Tür. Mit einem Ruck, aber nur ein Stück. Sie dachte, dann fiele es ihr leichter, aber die Angst schlug schneller zu, als sie erwartet hatte und mit ihr schlug dir Tür ins Schloss. Zwei Riegel, zweimal abschließen. Sie ließ sich an der Tür zu Boden gleiten. Die Hände zitterten noch eine Weile, aber die Knie fühlten sich nach einer Atemübung nicht mehr wie Pudding an. Vorsichtig stand sie auf, dann ging sie.

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Hexenfreunde für immer | Impulswerkstatt

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Ich habe eine Geschichte aus den vier Bildern in „richtiger“ Reihenfolge gewoben. War spannend sich durch Bilder leiten zu lassen.

Hexenfreunde für immer

Rowena, die eigentlich Mira hieß, und Aradia, die eigentlich Judith hieß, schritten hocherhobenen Hauptes den Waldweg entlang. Das mussten sie auch, denn die Roben, die die beiden Mädchen trugen, waren ihnen zu groß. Eigentlich gehörten sie Rowenas Mutter, die sich an Halloween mit ihrer Freundin als irgendwas Traditionelles verkleidet hatten, doch Rowena und Aradia waren sich sicher, dass es in Wirklichkeit Hexenkleider waren. Rowenas Mutter wusste das nur nicht. Immer wieder verfingen sich ihre Roben in dem Geäst und sie mussten sich gegenseitig befreien, aber keine der beiden sah es ein, die Gewandung abzulegen. Sie waren auf einer gefährlichen Mission, denn nur sie konnten die Hexenwelt noch retten. Als sie nach einer Viertelstunde endlich ihr Ziel erreicht hatten, waren beide durchgeschwitzt.

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Ho ho ho | Impulswerkstatt

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Ho ho ho

Luisa fröstelte es, als sie am Kloster vorbeiging. Eigentlich war es heute wärmer als die letzten Tage, doch das, was sie fühlte, war kein Frösteln vor Kälte, sondern eines aus Angst. Während das Kloster, wenn sie mittags daran vorbeiging, friedlich aussah, wirkte es in der Dunkelheit bedrohlich, wie ein Monster mit zwei Reihen spitzer Zähne. Vor allem die Südseite, die sie für wenige Meter entlang musste, jagte ihr eine Gänsehaut über den Rücken. Es gab nicht viel zu sehen. Eine Mauer, ein zugemauerter Eingang, eine Bank und darüber eine Art Guckloch. Wenn man bei Tag hindurchsah konnte man den derzeit weihnachtlich geschmückten Innenhof sehen, aber nachts schien etwas Böses dort hindurch zu blicken. Luisa wusste, dass das albern war und von ihrem hohen Horrorfilmkonsum stammte, trotzdem hatte sie sich nie getraut weniger als zwei Meter daran vorbeizugehen. Leider blieb ihr heute nichts Anderes übrig. Eine Baustelle verengte den Gehweg und wenn sie nun den Arm ausstreckte, konnte sie die Mauer berühren.

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sie | Impulswerkstatt

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sie

sie schreiten über braches land. sind
geschritten. werden schreiten. müssen.
ihre stimmbänder wehen wie gräser
im wind. eine botschaft. ein zeichen
und oftmals nur ein schemen. hinter
seidenen gitterstäben spinnen sie
regen ins land. wie augen blinzeln sie
uns an. ihre gedanken sind geschichten.
inspieren uns. und erschrecken. aus
leid erwächst erwachen. aus kampf
neue wörter und welten. wenn der
regen das land überschwemmt hat.
gleitet die nächste generation auf der
oberfläche. sie. spiegel gibt es nur in
der zukunft. der geruch von algen in
bücher gepresst. sie

ich steige aus mir aus | Impulswerkstatt

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Ich konnte es auch diesmal nicht lassen und habe alle Bilder miteinandner verknüpft. Diesmal inspiriert von meinem Fernweh.

ich steige aus mir aus

ich steige aus mir aus. in bewegtes, bewegendes. auf dem weg. suche mich, dich und
.brücken über breiten flüssen. städte aus stein, stahl, plastik, glas und
holz. in kellern und gewölben, in kirchen, durch straßen, gassen, häfen laufe ich. es
rauscht. ich kann den grauen beat nicht halten und sehe mich neugierig um.
.fauna in der weite und in käfigen. ihre haut ist weich, stachelig, schuppig,
fedrig. fahre ich mit meinen augen über ihre fremdartigkeit. fühle ich mich
wie ein entdecker unbekannter welten. finde meine natur in ihrer.
.andere existenzen. ich rieche an den rosen, wate durch farben und lausche
in die gärten. welche geschichten sie erzählen, was ihre blätter ausfüllt. in
musik, kunst, brötchen holen, wandern, mittagessen, arbeiten, sitzen.
.große und kleine steine. nenne sie kultur aus jahren, jahrhunderten,
jahrtausenden. die vergangenheit ist fühlbar hart und kalt. und voller gelebter
adern. pulsierend taste ich nach den mysterien. heute ist wie damals.
ich steige aus und ein. fahre mit, lass mich treiben. fliehe aus mit zu mir.

in bewegung | Impulswerkstatt

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Für mich haben alle vier Bilder etwas mit Bewegung zu tun und da ich gerade ein Buch über aktives Faulsein lese, habe ich versucht den vier Bildern unterschiedliche mentale Einstellungen/Zustände zuzuordnen.

in bewegung

manchmal. ich fließe. bewege mich
der sonne entgegen. bewusst. mein
verstand ist glasklar. mein körper
kristallscharf. wenn ich die luft teile,
bleiben kleine partikel an meinem
sein hängen. ich verweile. in der
ruhe. und schaffe mir durch klarheit
neues bewusstsein. manchmal.

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wie | Impulswerkstatt

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Ich habe die vier vorgeschlagenen Bilder in einem Gedicht verknüpft. Irgendwie habe ich gleich dase Thema Natur bzw unsere Bezihung zu ihr darin gesehen.

wie

wie allein. ihr gesicht betrachtet uns
jeden tag. wir starren zurück. fahren
linien in ihre oberfläche. moleküle.
atome. wir kreisen in ihr. und sind
doch außenseiter.

wie gemeinsam. sitzt er zwischen ihr.
ihnen. flügelschlagen beflügelt ihn.
ohne abheben sitzt er auf leblosen
beton. ohne nachdenken, denkt er
in ihr. und ist doch kein teil.

wie getrennt. wir schwimmen nur im
fluss des lebens. bedeutungslos. wir
treiben hinab in unsere teile. zu ihr.
mikro. verschmilzen wir. und vergiften
ihre ursprungsmomente.

wie entfremdet. sie lebt in unserer
welt. läuft ungelenk. stolpert durch
unser erdachtes paradies. Fällt. sieht
sich um sich selbst um. und ist fremd
im eigenen land.