Gespräche mit Rüdiger – Tierethik | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 47 + 48 beinhaltet die Worte „Quelle, griesgrämig, stöbern.“, gesponsert von Café Weltenall.

Rüdiger beendet das Jahr der „normalen“ Etüden. Freut sich noch jemand wie bolle auf die Adventüden?

Gespräche mit Rüdiger – Tierethik

Rüdiger läuft an seinem Napf vorbei und setzt sich griesgrämig dreinschauend auf den Esstisch. Ich weiß, dass er weiß, dass er das nicht soll. Also gehe ich davon aus, dass es was Ernstes ist.

„Was ist passiert?“, frage ich besorgt.

Rüdiger schnaubt. „Menschen sind der Quell allen Übels.“

„Und warum das?“

„Singer hatte Recht. Ihr seid verdammt Speziezisten! Und bevor du fragst, was das ist: Ihr habt eine Haltung der Vorgenommenheit zugunsten der Interessen der Mitglieder eurer Spezies gegenüber denen von anderen.“

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Gespräche mit Rüdiger – Impera-was? | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 43 + 44 beinhaltet die Worte „Schmutzfink“, „fabelhaft“ und „mopsen“, gesponsert von mutiger leben.

Diesmal widme ich mich Kants Kategorischen Imperativ. Zumindest habe ich versucht ihn in 300 Zeichen runterzubrechen. Ursprünglich wollte ich was zu Hannah Ahrend machen, aber der muss ich wohl mal eine Doppeletüde widmen.

Gespräche mit Rüdiger – Impera-was?

„Rüdiger, du Schmutzfink saust alles ein“, brülle ich dem ungehobelten Kater entgegen, der schlammverschmiert in der Küche sitzt.

„Du kannst mir deine Maxime nicht aufzwingen.“

„Bitte was?“

„Ich meine, dass wir den kategorischen Imperativ nicht als gemeinsames Prinzip nutzen können.“

„Impera-was?“

„Dieses universelle Prinzip nach Immanuel Kant.“

„Du meinst diesen fabelhaften Satz: Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg auch keinem anderen zu?“

„Nein, das ist die Goldene Regel. Bei der geht es darum Dinge zu vermeiden, die du als schlecht empfindest.“

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Gespräche mit Rüdiger – Vom Beweisen | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 39 + 40 beinhaltet die Worte „Pile“, „schlafen“ und „traurig“, gesponsert von Kommunikatz.

Rüdiger ist wieder da und diesmal hat er meinen Lieblingsphilosophen im Gepäck.

Gespräche mit Rüdiger – Vom Beweisen

Rüdiger landet elegant vor seinen vollen Fressnapf.

„Na du Streuner, ich habe endlich eine unfehlbare Küchenwaage gefunden. Ab jetzt kriegst du genau 100g Katzenfutter.“

Rüdiger sieht mich gleichzeitig entsetzt und traurig an. „Erstens: Ich bestimmte wieviel Hunger ich habe, nicht die Waage. Zweitens: Woher willst du wissen, dass sie unfehlbar ist?“

„Ich habe gestern die mitgebrachten Pilze verarbeitet und das erste Mal ist das Pilzragout was geworden. Sicher lag es an der Waage. Außerdem habe ich unterschiedliche Gewichte draufgelegt und es war immer EXAKT.“

„Das heißt nichts. Beweisen kannst du es nicht, nur widerlegen.“

„Klar. Wenn es immer funktioniert…“

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Gespräche mit Rüdiger – Vom Erkennen | Etüdensommerpausenintermezzo

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Diesmal mit dem Etüdensommerpausenintermezzo. Ziel ist es mindestens 7 aus 12 Wörtern (siehe Bild) in einem Text unterzubringen und einen echten Ort einzubauen.

Nach einer Pause ist er wieder da: Rüdiger! Die, die Rüdiger schon kennen, merken vielleicht einen kleinen Wechsel der Erzählweise. Ich habe bisher philosophische Thesen ohne Benennung dieser erklärt. Das will ich jetzt ändern. Mein Ziel ist es, meine Liebe zur Philosophie zu vermitteln…und natürlich meine Liebe für Katzen, aber das ist selbstverständlich.;)

Etüdensommerpausenintermezzo: Gespräche mit Rüdiger – Vom Erkennen

„Da bist du ja wieder.“

„Ja, irgendwie schön zurück zu sein und dich kleine Fellnase wiederzusehen.“ Ich gehe zum Fensterbrett in der Fehlannahme, dass Rüdiger, weil er mich vermisst hat, einen Schmatzer auf den Kopf will. Doch er duckt sich und geht zum Fressnapf. Ich gebe laktosefreie Schlagsahne zur Feier des Tages aus.

„Liebe geht durch den Magen,“ grummelt er schmatzend und ist vollends auf sein Essen fokussiert, bis nur noch eine Sahnewölkchen übrig bleibt. Ich unterdrücke einen Kommentar zu seinem kleinen Sahnebärtchen.

„Es war auf jeden Fall schön. Auch wenn ich dich vermisst habe.“

Rüdiger rollt sich auf meinem Schoß zusammen. „Jetzt darfst du. Aber keine Küsschen.“ Weiterlesen „Gespräche mit Rüdiger – Vom Erkennen | Etüdensommerpausenintermezzo“

Gespräche mit Rüdiger – Ursache/Wirkung | abc.etüden

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 17+18 beinhaltet die Worte „Teppich“, „gläsern“ und „flattern“, gesponsert von Myriade.

Gespräche mit Rüdiger

Genervt sprühte ich Oxiclean auf den Teppich „Sag mal, musst du denn immer auf den Teppich kotzen?“

„Wohin den sonst?“ Rüdiger rollte sich mit kätzischer Eleganz auf dem Küchenstuhl ein und beobachtete mich.

„Auf die Fliesen zum Beispiel, wo ich es einfacher wegwischen kann oder gleich ins Waschbecken. Ist es so schwierig sein eigenes Nest sauber zu halten? Du musst doch auch hier leben.“

„Ich benutze schon das Katzenklo und wenn ich kotzen muss, habe ich keine Lust noch rumzurennen. Plus, auf dem Teppich spritzt es weniger.“ Weiterlesen „Gespräche mit Rüdiger – Ursache/Wirkung | abc.etüden“

Gespräche mit Rüdiger – Wert| abc.etüden

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 12+13 beinhaltet die Worte „Sonnenuntergang“, „warm“ und „fliegen“, gesponsert von Elke H. Speidel.

Noch kann ich raus, aber das Damokles-Schwert schwebt schon irgendwie über uns. Ich bin trotzdem optimistisch und habe das genutzt in einer Etüde zu verwursten.

Gespräche mit Rüdiger – Der Wert von Dingen

„Sei froh, dass du raus kannst.“

„Da solltest du eher froh sein. Wenn du mich einsperren würdest, würde ich es wie Hektor machen.“

„Hektor? Die Katze von der Nachbarin, die ihr immer ins Bett kackt.“

Rüdiger kniff die Augen zusammen, dann ließ er sich elegant auf den kühlen Boden fließen. Ich seufzte und zweifelte keine Sekunde daran, dass er das tun würde. Freigänger ließen sich nicht einsperren.

„Mal schauen, wie das ankommt, wenn ich der Bundeskanzlerin ins Bett kacke….Ich bin jedenfalls neidisch.“

„Na immerhin erfrierst du nicht. Nächste Woche soll es kalt werden.“

„Ich kann mich wärmer anziehen, aber das Spaziergehen werde ich vermissen. Die ersten Blumen zu sehen – Maiglöckchen, Krokusse, Forsythien…Da merkt man erst, was man sonst nicht zu schätzen weiß.“ Weiterlesen „Gespräche mit Rüdiger – Wert| abc.etüden“

Gespräche mit Rüdiger – Eitelkeiten | abc.etüden

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 06+07 beinhaltet die Worte „Schabernack“, „breit“ und „erheben“, gesponsert von BerlinAutor.

Gespräche mit Rüdiger – Eitelkeiten

Ein Rumpeln ertönte. Schnell spurtete ich in die Küche und sah das Chaos. Das Trockenfutter lag verstreut auf dem Boden.

„Rüdiger! Warum musst du immer Schabernack treiben?“

Rüdiger sah mich erstaunt an, während er genüsslich die Trockenfutterbröckchen vom Boden verspeiste.

„Jagen ist kein Schabernack.“

„Meine Küche verwüsten schon.“

„Pure Übertreibung. Schließlich esse ich alles auf.“

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Gespräche mit Rüdiger | abc.etüden 06+07

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 04+05 beinhaltet die Worte „Grippe“, „gebleicht“ und „knuddeln“, gesponsert von Make a Choice Alice.

Mir hat es Spaß gemacht in Feliversum die Dialoge mit der Katze zu schreiben, daher habe ich mir eine neue Serie überlegt. Sie heißt Gespräche mit Rüdiger.

Gespräche mit Rüdiger

Müde stolperte ich aus meinem Schlafzimmer in die Küche. Das Wort „Kaffee“ formte sich in meinem Kopf, noch bevor ich einen klaren Gedanken fassen konnte. Der Boden war kalt und half mir auf dem Weg zumindest wach genug zu werden, um die Kaffeemaschine fehlerfrei zu bedienen.

„Guten Morgen.“

Vor Schreck fiel mir die zum Glück noch leere Kaffeetasse zu Boden. Der Henkel brach ab. Nun gut, ich wollte sowieso reduzieren. Kein Mensch braucht fünfzig Kaffeetassen, vor allem nicht welche mit ausgebleichten Aufdruck.

„Guten Morgen Rüdiger. Warum so früh?“

Ich ging zum Kühlschrank und holte normale Milch für mich und Katzenmilch für Rüdiger. Er nahm ein paar Schlucke, dann antwortete er. Weiterlesen „Gespräche mit Rüdiger | abc.etüden 06+07“