Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichtenden findet ihr am Ende.
pinguine
heute habe ich pinguine watscheln sehen. rote, blaue, schwarze, gelbe. kleine füße, große. mit gepäck und ohne. morgen werden sie wieder rennen und vergessen haben, dass nicht sie das tempo vorgeben.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Was an Schnee toll ist
Nach der ersten Freude über Schnee hat sich wohl allgemein die Schneeunmut eingeschlichen und ich höre überall, dass es zu glatt, zu kalt, zu sehr Winter ist. Wir haben in Deutschland mittlerweile so selten Schnee, dass ich das Gefühl habe, für den Schnee mal in die Bresche springen zu müssen. Hier also eine kleine Auflistung…
Was an Schnee toll ist:
Es ist viel heller, wenn es dunkel ist
Man sieht den Müll auf den Straßen nicht mehr
Schneebälle werfen ist sehr befreiend, vor allem wenn der Schneeball jemanden trifft, auf den man wütend ist
Bergab ist man schneller unterwegs, wenn man statt Füßen den Popo benutzt
Heiße Schokolade schmeckt besser
Der orangefarbene Himmel am frühen Abend
Tierspuren im Schnee
Man hat eine gute Ausrede fürs Zuspätkommen
Schneemänner lauern an jeder Ecke
Spielende Kinder im Schnee
Spielende Hunde im Schnee
Schneehassende Katzen mit einer Pfote im Schnee und dann schnell wieder drinnen
Eisbrocken zertreten ist sehr kathartisch
Schlittenfahren, Schneeengel, Schneetunnelbau
Hundeköttel sind gefroren und man kann bedenkenlos über Rasen gehen
Statt dem klassischen Inktober nehme ich wieder am Inktober 52 teil. Ich zeichne also jede Woche ein Bild zu einem vorgegebenen Thema. Alle Bilder habe ich auf DIN A5 gezeichnet und abfotografiert (und Hintergrund entfernt).
DIe letzten Bilder von 2025. Bis auf das Krokodil bin ich mit allen zufrieden. Das letzte Bild des Jahres war der Sonnenuntergang mit der Bank und auch mein Favorit. Am meisten Spaß gemacht zu zeichnen, war allerdings der Gänseschirm. Irgendwie musste ich die ganze Zeit an Marry Poppins denken. 😉
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türschwellen
häuser fahren an mir vorbei. auf autobahnen mit schildern. ich sehe geschlossene fenster mit geöffneten augen, haustüren, die fußabtreter sind. tausende leben. millionen gefühle. fahren an mir vorbei. auf autobahnen. mit schildern. ich sitze, klein, ohne fenster und türen. meine augen flattern und mein kopf stolpert über unüberbrückbare türschwellen.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Alte und neue Vorsätze (2026)
Erstmal wünsche ich euch allen einen guten Start ins neue Jahr! Ich habe mal meine Vorsatz-Liste aus 2025 vorgekramt und lasse Revue passieren:
„öfter ohne Anlass Komplimente verteilen oder Leuten sagen, was für tolle Arbeit sie leisten„ Habe ich ganz gut umgesetzt, vor allem dank meinem Kind. Es ist so spannend zu sehen, wie anders er sich gibt, wenn ich ihn lobe und wie er selbst begonnen hat Lob zu verteilen. Trotzdem möchte ich besser werden und das auf Kollegen, meinen Mann und auch das Internet ausweiten
„Postkarten an Unbekannte schicken und ihnen erzählen, wieviel Positives es auf der Welt gibt“ Keine. Bisschen traurig, aber irgendwie hatte ich nicht die Kapazitäten. Dafür habe ich meine guten News jeden Tag gepostet und auf Patreon jetzt schon den 50sten Newspost rausgehauen.
mal ernsthaft mit jemandem von den Zeugen Jehovas sprechen Hat sich wieder nicht ergeben. Die sind irgendwie faul und kommen nicht in den 4ten Stock. Ich gebe es auf.
„Hallo“ in den gängigsten Sprachen zusammen mit dem Kind lernen, wenn das gut läuft auch „Schön dich kennenzulernen“ Wir sind jetzt bei 6 Sprachen, aber wir basteln gerade ein Plakat, auf dem wir das festhalten wollen, damit wir daran denken. Außerdem ist es einfacher das visuell zu haben.
„Menschen nette Notizen hinterlassen, zB meinem Mann, Nachbarn, Kollegen, Freunden…“ Ein paar Mal. Am Ende hat sich das nicht so recht ergeben, aber man kann es auch nicht erzwingen.
„wenn ich das Gefühl habe, nichts zu können, anderen Kunstschaffenden Komplimente über Social Media machen“ Ja und es hat auch mir geholfen. Ich will es auch weiterhin machen.
Fazit und neue Pläne
Nicht alle Vorsätze waren umsetzbar oder sinnvoll, aber ich habe auch nichts unter Zwang probiert. An sich bin ich zufrieden, weil ich jetzt auch nciht unbedingt ambitioniert war. Ich werde wieder einige für 2026 übernehmen und neue aufnehmen.
öfter ohne Anlass Komplimente verteilen oder Leuten sagen, was für tolle Arbeit sie leisten
„Hallo“ in den gängigsten Sprachen zusammen mit dem Kind lernen, wenn das gut läuft auch „Schön dich kennenzulernen“
die Erfolge anderer mehr feiern, auch um zu lernen meine eigenen Erfolge zu feiern
mehr Dinge lokal und von Kunstschaffenden kaufen und weniger über Amazon
statt „Wie geht es dir?“ öfter genau nachfragen und hinhören
weniger mit Trollen mehr mit denen reden, die wegen der Trolle übersehen werden
neue Patreon-Accounts finden, die kaum Follower haben
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boom und wieder fliegen all die guten vorsätze in die luft, bevor sie gemacht werden konnten. ein paar finger explodieren mit, vögel, igel, maulwürfe, scheinchen, die unverschmutzte luft, ein paar leben, auch junge. das neue jahr beginnt mit einem boom damit der krach des restlichen jahres nur noch wie ein furz klingt. den geruch nach faulen eiern ignoriert man lieber. hauptsache boom.
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Zuerst einmal: Ich wünsche euch schöne Feiertage, egal wie ihr sie verbringt! Nun zu meinen gekritzelten Gedanken…
Vielleicht bin ich ja doch der Grinch
Die erste Zeit meines Erwachsenenalters habe ich damit verbracht, Weihnachten zu hassen, vor allem weil ich mich einsam gefühlt habe. Ich habe dann Anti-Weihnachten, eine Party für Weihnachtsgenervte ins Leben gerufen und das hat zumindest etwas geholfen. Weihnachtlich gestimmt war ich trotzdem nie. Jetzt mit Mann und Kind ist das wieder etwas ganz anderes. Allein bin ich nicht und mit Kind muss man halt auch klassisch feiern. Ich mag unser Weihnachten, aber ich habe kein Weihnachtsgefühl. Bin ich vielleicht doch der Grinch?
Was ich nicht so mag
Ich hasse jetzt per se nichts an Weihnachten, aber es gibt viele Dinge, die ich weniger gut finde. Weihnachtsmärkte finde ich zu voll, Weihnachtsdeko zu kitschig und Weihnachtslieder nuja, sie sind halt da und mein Kind hört sie. Außerdem finde ich die Weihnachtsbaum-Tradition mit echten Bäumen in Zeiten des Klimawandels ebenso fraglich wie den Überkonsum. Und dann ist da noch die Einsamkeit. Ich fühle sie nicht mehr, aber ich muss oft an die Menschen denken, die dieses aufdringliche unausweichliche Gefühl an Weihnachten kennen.
Was ich liebe
Beleuchtung. Die Engelchen, Kugeln und Weihnachtsgnome können gerne abziehen, aber Lichterketten sind das beste an Weihnachten. Es ist so dunkel und es ist so schön, wenn warmes Licht die Wohnungen, Häuser und Straßen erhält. Nur schade, dass viele sie bereits im Januar verschwinden lassen.
In Stimmung sein
Was mir auf jeden Fall fehlt, ist das „in Weihnachtsstimmung sein“. Ich erinnere mich an die Aufregung als Kind, aber nicht so sehr an das festliche Gefühl. Irgendso ein Gefühl war da, aber es ist mehr ein Schatten. Jetzt kann ich mir nicht so recht etwas darunter vorstellen, was das für ein Gefühl sein soll.
Manchmal denke ich, ich hätte kein Problem damit, wenn Weihnachten ausfallen würde, solange nur die Lichter bleiben, dann erinnere ich mich aber an die kleinen Sachen, die ich vermissen würde, wie Adventskalender, Weihnachtsfeiern, leuchtende Kinderaugen und Plätzchen. Vielleicht bin ich doch nicht der Grinch, aber ganz grün bin ich mit Weihnachten trotzdem nicht.
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alle jahre
alle jahre wieder. unterm baum liegen versprechen. gebrochene, gehaltene, zukünftige. wir tauschen raschelndes papier gegen lächeln und schieben warme herzen in regale. greifbar ist es. das bleibende nicht. ein bisschen zimtig riecht der große familienstreit. wohlig warm sind omas tröstende hände. alle jahre anders. es bleibt nur das wieder. alle jahre.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Ein Appell an Kinderbuchautor*innen
Ich habe auf X mal wieder in ein Wespennest gestochen, mit einem Post über meinen Sohn. Er war frustriert darüber, dass in seinem neuen Büchereibuch, niemand so aussieht, wie seine Freunde, weil dort alle Kinder rosa Hautfarbe hatten. Ihm war das irgendwie wichtig, ohne dass wir je darüber geredet haben und ich habe mich darüber gefreut, dass es ihm wichtig ist. Nun ja, hat auf jeden Fall eine braune Welle losgetreten, deswegen dachte ich, ich rühre mal etwas im Sumpf und weite das Thema aus.
Besser spät als nie. 😓 Die liebe Christiane hat wieder den Adventüden/Adventskalender ins Leben gerufen und ich durfte auch mitmachen.
Peter saß in seinem Wohnzimmer und musterte die Engelfigur mit Posaune kritisch, die seine Mutter ihm zum Einzug geschenkt hatte. Es störte ihn nicht, dass sie regenbogenfarben war und glitzerte, sondern der Fakt, dass es Weihnachtsdeko war. Eigentlich wollte er erst mal eine Weile Abstand zu Weihnachten bekommen, denn in seinem Elternhaus sah es zur […]