durch eine poströhre | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, habe ich den Dienstag zum Gedichtetag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher:

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Berlin Autor
Nachtwandlerin
Lindas x Stories
La parole a été donnée à l’homme
Gedankenweberei
Emma Escamila
Wortverdreher
Lebensbetrunken
Vienna BliaBlaBlub
Heidimarias kleine Welt
Traumspruch
Red Skies over Paradise

und Your mind is your only limit

Krasse Zeit gerade. Ich arbeite nur noch diese Woche, dann ein paar Tage Resturlaub und im Anschluss Mutterschutz. Dh. schnell noch alle Projekte beenden, parallel dazu Geburtsvorbereitung, Zimmer einrichten, Kinderkriegbürokratie erledigen, ich habe eben erst mit Investment begonnen und blicke kaum durch plus jetzt auch noch das Ding mit dem Vertreten und nicht richtig Laufen können…achja und Schwangersein ist da auch noch irgendwo und der ganze verrückte Rest, wie der Literaturpreis…mein Kopf ist turbulent, mein Gedicht auch.

durch eine poströhre

durch eine poströhre. dort entlang.
hier. ein schmerzreflex rast ins
postfach. falsche adresse. richtiger
adressat. still. brüllt der spam und
ruhe. die kettenbriefe. ich hangle
mich an der briefmarke entlang.
seidige zacken schneiden tief ins
fleisch. neues papier. energie. du
sendest mir rauchsignale. wir sind
eins. aber die post ist nur meine.
heute sende ich den passierschein
a38 und schlucke b12. das gleicht
den blutverlust aus. ping. post.

freie tage | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, habe ich den Dienstag zum Gedichtetag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher:

Stachelbeermond
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Traumspruch


freie tage
aber wir haben doch freie tage. der
alltag tickt in kettenuhren. ich sehe
das ende an der woche und binde
sie an. namaste. sagt der mittwoch
und wechselt seinen mindset. der
freitag lacht. der rest folgt. immer
diese esoteriker. sagen sie. nur der
sonntag weint. fuck it. und zündet
die freiheit an.

dennoch suche ich einen halt | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, habe ich den Dienstag zum Gedichtetag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
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Japp, neues Banner. Eigentlich wollte ich fürs zweijährige Bestehen eines basteln, aber ich war eh gerade dabei mein Website-Banner zu machen. 😉 As always dürft ihr es verwenden, wie ihr wollt, könnte aber auch beim alten Banner bleiben. Und passend dazu das Gedicht diese Woche:

Selbstzweifel sind in Kunst und Schriftstellerei normal und auch ein Produkt dieser Kritiker, die ich letztes Mal angeprangert habe, zumindest in meinem Fall. Andere gehen damit besser um.

dennoch suche ich einen halt

dennoch suche ich einen halt. wir
rutschen über kristallene flächen,
weiden uns an ihrem glanz. ich
frage dich, ob du weißt, was du
tust. impro baby! deine antwort.
vielleicht brauchen wir nur mehr
vertrauen in uns, als in glasklare
leben. das eis singt, der schnee
klirrt. hörst du den donner? ich
bin unruhig. so lang ist schon der
zurückgelegt weg, so wenig spuren
hinterlassen. nachgeben geht
nicht. wir brechen ein. hey, sagst
du, müssen wir halt schwimmen.

wir haben es befüllt | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, habe ich den Dienstag zum Gedichtetag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
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Stachelbeermond
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& heute auch dabei: Red Skies over paradise

Immer wieder krachen ich und der Kunstbegriff zusammen. Was ist künstlerisch/literarisch wertvoll und warum entscheiden das Menschen, die oftmals selbst keine Künstler sind. Und viel schlimmer, warum dürfen sie bestimmen, was es nicht ist. Inspiriert wurde ich dazu von diesem Bietrag von Christiane: *klick*

wir haben es befüllt

wir haben es befüllt. bis obenhin
randvoll. alle facetten treiben auf
der oberfläche, sinken auf den boden.
tanzen im mittendrin. heute haben
sie ein maßband genommen, eine
skala gezeichnet. bis hier. sagen sie.
dort unten das zählt nicht. kitsch.
trivial. nur wer den pegel erreicht
erhält einen eigenen namen. preise,
lob und ruhm. wert. das gold muss
glänzen. sagen sie. und wir sitzen
draußen und bestaunen durch das
farbenfrohe das eine. reduzierte. wir
haben es befüllt und nun ist es leer.

prost mahlzeit | Impulswerkstatt

Dies ist ein Text zu der Impulswerkstatt von Myriade. Ziel ist es etwas Kreatives zu einem oder beiden vorgeschlagenen Bildern zu erstellen. Hier könnt ihr alles darüber lesen: *KLICK*
Die aktuellen Bilder findet ihr hier: *KLICK*

Mir hat es letztes Mal so Spaß gemacht die Bilder zu verknüpfen, also habe ich das nochmal getan und sie wie einen zeitlich Ablauf geschrieben. Ich sehe Sachen eher positiv, aber an dem Tag hatte ich zu viele schlechte Nachrichten durchwühlt und das Gefühl, dass die Menschheit eh verloren ist. Na dann, ….

prost mahlzeit

weil du neu warst und frei. vor
jahrmillionen bist du erschaffen
worden. sand, steine, ursuppe,
es blitzt. füße haben noch keine
richtung, hände können nichts
formen. nur deine idee ist noch
in durchsichtigen stein gemeißelt.

weil du komplex bist, dein leben
an andere gebunden. in deiner
gegenwart musst du einem lied
folgen. deine füße und hände sind
verformt. weil deine noten nicht
von dir erzählen. du wartest hier.

weil du einen traum hast, ein ziel.
du willst die zukunft ausfüllen. mit
blauem himmel und grünen gras.
und die uhr vom rasenmäher tickt
und die wolken ziehen. du rennst
ihr entgegen, aber sie ist schon hier.

weil du fliegen, weil du mauern
einreißen willst, aber zwischen
maurern schläfst. ein möwenblick
über die geformte welt. du willst
zurück, doch der sand ist stein und
die steine sand. die ursuppe ist
bereits verkocht. prost mahlzeit.

deine haare fallen aus | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, habe ich den Dienstag zum Gedichtetag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
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Heute auch dabei Red Skies over paradise


deine haare fallen aus

deine haare fallen aus. kleben wie
spinnweben an dem kopfkissen. ich
sehen durch deine federn den alten
kämpfer schimmern. sein schwert
zittert vor wut und enttäuschung.
warum du. warum ich. das schild
ist gehoben. die kanten stoßen an
den reißverschluss. in deinem bett
herrscht krieg. der gegner sitzt in
der matratze. gestern. wenn ich
meine stimme hebe kommen doch
nur decken heraus. ich möchte das
laken wechseln, und werfe dabei
die lampe um.

sagt das neue jahr | Writing Friday

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Anders als sonst, möchte ich dieses Jahr keine Vorsätze von euch sondern “Nicht Vorsätze“! – Also was möchtet ihr dieses Jahr nicht (mehr) tun oder erleben? Welche Vorsätze legt ihr auf Eis? Oder auch; welche schlechten Gewohnheiten streicht ihr aus eurem Leben?

sagt das neue Jahr

wie eine dampfmaschine. druck baut sich
auf. meine atemwege explodieren. mein
kopf dreht. ruhe. sagt das neue jahr. schalte
einen gang zurück. lass etwas dampf raus.

wie eine tausendjährige autobiographie. punkt
wort punkt wort. tue das. der einband bricht
und die zeit zuckt. weniger. sagt das neue jahr.
nimm worte raus. verteile punkt komma strich.

wie ein marathonläufer. die muskeln brennen.
das gold glänzt, aber der lack ist ab. ich sehe
den hinterkopf vom vordermann. langsamer.
sagt das neue jahr. jeder hat sein eigenes tempo.

wo wohnt mein gemäuer? | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, habe ich den Dienstag zum Gedichtetag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Heidimarias kleine Welt
Traumspruch

INFO: „Myna Kaltschnee“ ist jetzt mit ihrem Blog „Emma Escamila“ dabei. Liste sollte jetzt aktuell sein, außer es hat noch jemand eine Änderung.

wo wohnt mein gemäuer?

gestern haben wir unbequeme geister
aus altem gemäuer verscheucht. ich
sage. du hast dich selbst in die erste
kiste gepackt. küche steht da. bad und
wohnzimmer, schlafzimmer, flur und
für gäste. du wohnst überall. das herz
pocht unter den dielen. und wenn wir
wieder umziehen. tok tok tok. du wirst
es hören. dein herz wohnt in allen
dielen, alten, neuen, zur miete, zu
besuch. du bist immer dein eigener
gast und aus der ersten kiste ruft es.
wo wohnt mein gemäuer?

weil freiheit | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Ich wünsche euch schonmal einen guten Rutsch ins neue Jahr. Auch wenn mein Gedicht diese Woche negativ ist, meine Gefühle für die Dienstagdichter*innen sind es so gar nicht. Danke für ein Jahr voller fantastischer Poesie!

weil freiheit

weil freiheit. deine haut klebt an der
wand. ihre haare liegen über dem, was
mal ihr ohr war. sein körper liegt zur
seite gesunken. du riechst verbranntes
fleisch. weil tradition. sie sitzt unter
dem bett und maunzt. er unter einem
busch. morgen wird er nicht für dich
singen. weil es spaß macht. überall
liegen ihre plastikkörper. das holz ist
wie unsere wälder bereits verbrannt.
glas knirscht, als du mit deinem auto
drüber fährst. nur einzelne idioten.
weil freiheit. deine geht dort weiter,
wo die der anderen endet. weil