schwarz auf weiß | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund
Lyrikfeder

Nachtwandlerin

Ich war letzten Jahr gestresst von meinen Hobbies und habe beschlossen dieses Jahr alles etwas ruhiger angehen zu lassen, dh insbesondere habe ich Klavierspielen erst einmal ruhen lassen. Vorhin habe ich ein Stück gehört, dass ich gerne probieren würde und mich einfach hingesetzt und gespielt. Hier also ein sehr spontanes Gedicht.

schwarz auf weiß

meine finger schweben im vier viertel
achtel hunderstel takt. im allegro über
weiße stege und schwarze linien, zeilen.
seiten, nummern. deine gefühle sind a
tempo. so wie klare worte, die meine
eigenen sind. ich will lauter werden als
ff und leiser als pp. deine augen tanzen
hinter mir. ich sehe den ton. dolce. das
kalte metal brennt unter meinen füßen.
bronzen. yolante. ich suche nach dem
einen wahren klang. bis beim letzten ton
die schwarzen balken meine glieder ruhen
lassen. ich klinge in deinem lied stunden
nach. in die stille hinein. ein atmen.

buchheimat | Writing Friday

writing-friday-2020

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Da ich keine Lust auf einen Essay hatte, habe ich das Thema lyrisch umgesetzt.

Thema: Was macht für dich ein gutes Buch aus?

buchheimat

mein denken wandert durch fremde
leben. sucht in weiten unbekannten
wortmeeren nach ideen, impulsen,
spannung. nach dem einen anderen
sinn. hier. ein wortbaum greift nach
meinen haaren. und ich fliehe durch
landschaftszeilen, durch stadtseiten
manchmal renne ich und weiß nicht
wohin. in deiner fußnote finde ich
tiefe. in deinem starren weltenband
eine heimat.

katzenelfchen | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund
Lyrikfeder

Diesmal fiel mir einfach absolut nichts ein. Mein Leben spielt sich gerade Zuhause ab und über das dumme Virus wollte ich nicht schreiben, also habe ich über das geschrieben, was ich gerade am meisten sehe: meine Katzen. Hier also zwei Katzenelfchen.
Ps.: Ja, ich bin bekloppt. Nein, dafür gibt es keine Heilung.

Scotty
hundertsternefell
funkelt launenhaft
springen durch deckensphären
eine planetennase leuchtet pink
universumswind

Yoda
beobachtungsaugen
starren kuschelvoll
aus schwarzen höhlen
dein wärmebrummen an mir
bettdeckenschwebendWeiterlesen »

eine komische zeit | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund


eine komische zeit

sanft züngelt die wärmende Kälte meine
beine hinauf. umkreist die leberflecke
auf der wade, streift die tattoowierung
entlang. bis zu den knien. ich schüttele
sie fort. es ist nicht so weit. später. hinter
meinen kniescheiben sprießen samen.
durchbrechen meine winterhaut. blut
fließt wie frische bäche in meine zellen.
eine weide verschüttelt ihr haupt. es
bleiben frische gräser an meinen füßen
kleben. der kies klingt wie totengesang.
vogelzwitschern. schmetterlingsflattern.
wurzeltreiben. ich warte und zucke mit
den schultern. eine komische zeit.

mit dir | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund

Nicht für jemanden sondern für jeden Einzelnen geschrieben.

mit dir

damit wir alle zusammen sitzen bei
wasser, brot und ewigkeit. uns fehlt
regen, der in freiheitsrinnen rieselt.
wie das wetter hinter hotelzimmern,
exklusiven verkostungscentern und
dem goldspa eines ideellen traums.
ich reiche dir meine hand. wenn wir
gehen, sind unsere träune eins. ich
schenke dir worte. wenn wir liegen,
sind unsere gedanken auf weißen
meeren. ich schwimme im stillstand.
mit dir.

wohin | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund

Mal wieder ein kleines Experiment mit Form.

wohin

leere, die
deine punches fliegen wie
gänse über den horizont.
düsterwolken machen sich
breit. sie ist weit. deine ferne.

weiße, das
der schall deiner räume wirkt
endlos tief. die ecken haben
staub angesetzt. wollmäuse
spielen verstecken. nur wohin.

decke, die
flauschige wärme stranguliert
mit künstlichen fasern. heute
rolle ich mich in dir ein. deine
fäden sind weiß und leer. hier.

ein paar fetzen realität | Der Dienstag dichtet

Banner_der dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund

Ich wollte eine Ode an die Fantasie schreiben, aber irgendwie ist etwas Düsteres am Ende dabei rumgekommen…passiert.

ein paar fetzen realität

ein paar fetzen realität brachtest du
mir in mein traumgefängnis. von wo
tropft es. die milchigen fenster haben
durchsichtige wahrheit angesetzt. seh
ich in die ferne, führt phlegethon kalte
flammen. ich rolle mich in den teppich
ein. warum ist hier wärmer, als dort
drüben. ich packe kisten voll mit sand.
fischen. und den goldglänzenden ring
von meiner oma. so einfach. vielleicht
sind mir die ebenen ein trost. vielleicht
meer. berge. nichts. fremde leben. der
spiegel glänzt wie eine mattscheibe. ein
paar fetzen realität brachtest du mir in
mein traumgefängnis. sie sind beinahe
verbraucht

unser wetter ist durcheinander | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund

Nach den Ereignissen der letzten Tage, bin ich irgendwas zwischen wütend auf und an der Menschheit zweifelnd…

unser wetter ist durcheinander

unser wetter ist durcheinander
geraten. ein wind bläst seidig
durch meine strohenen haare
und ich brülle. entgegen ihren
hagel. why. so fkn scared. ich
rede altgriechisch. der regen
kommt aus toten ländern. die
letzten sauren tropfen einer
prähistorischen gewitterfront.
ich will ein zeichen setzen und
verteile bohnen an die letzten
windspiele. lasst uns uralte
stürme neu begraben.

Tortentraum | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund

 

Tortentraum

ihr messer dreht sich in seinem
kopf. herum. das rechte ohr wird
angeschnitten. sahne tropft aus
seiner nase. der innenguss bröselt
auf den boden. unschuldscreme
und gutmütigstreusel. der boden
ist glatt. die schädelplatte eine
rutschpartie. sie dreht weiter. bis
zum butterherz. da. die schichten
verschwimmen. es splittert. löst
sich die marzipanschnittstelle auf.
er wird überleben. wenn er flieht.
wenn sie das messer einstecken
kann. morgen. ja. morgen.

Kopfstürme | Der Dienstag dichtet

Banner_der dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte

Ein Blog von einem Freund

Selbstverfreilich ein Sturmgedicht, wobei nur halb, der andere Teil behandelt eine kleine Schreibblockade, die ich habe.
Mal gespannt wieviele aus unserer illustren Runde auch das Sturmthema aufgreifen. 😉

Kopfstürme
tragen Gedankenwolken
blitzschnell und donnerklar
Regenworte verfangen sich im
Papierleerraum