„Keine Vorsätze“ | Writing Friday – KW1

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* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegeben Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.*

Neues Jahr, neuer Monat, neue Writing Friday Themen. Whoop! Ich habs mal wieder mit einem Reim-dich-oder-ich-fress-dich-Gedicht probiert.

Thema: Erzähle von einem Vorsatz für 2019. Wieso willst du dieses Ziel erreichen? Wie sieht dein Plan aus?

Mein Vorsatz für 2019 ist es keine Vorsätze mehr zu machen. Warum?
Deshalb:

Wir möchten, können, wollen
verlieben uns ins sollen
und glauben, meinen, sagen
ohne wirklich was zu wagen

Ich sage, ich will besser sein
und überlege mir ganz fein:
Ich will es anders machen,
aus dem doofen Trott erwachen

Ich setz mein Ziel auf Morgen
Bis dahin ohne Sorgen
kann ich das Alte tun
mich in mir selbst ausruhn

Und wenn ich es nicht schaffe
zück ich nicht gleich die Waffe
Es folgt ein neuer Vorsatz,
der findet schon nen Platz

Wir möchten, können, wollen,
verlieben uns ins sollen
und glauben, meinen, sagen
ohne wirklich was zu wagen

Also bin ich einfach ich
akzeptiere mich für mich
lerne, lache, lebe, wage
und warte nicht auf besondere Tage

„Ein Weihnachtsgedicht“

Wiehnachtsgedicht.jpg

Ich habe die Inspiration zu meinem Text „Einer ist kein Paar“ wieder gefunden. Habe ich vor Ewigkeiten geschrieben. Ist eventuell nicht das positivste Weihnachtsgedicht aller Zeiten, aber auch nicht 100% ernst gemeint.

Zur Weihnachtszeit wirkt die
Einsamkeit viel klarer, viel
kälter.

Die Tage werden
kürzer und die Straßen
immer leerer.

Nur die farbigen Bäume, unter
denen Menschen ihren Besitz
bunkern, leuchten in
die Dunkelheit.

Sogar die Schuhe scheinen
vermehrt zu vereinsamen.

Vor allem in der
Weihnachtsanfangszeit
liegen sie einzeln vor
den bekranzten Türen.

„Polity“ zum *I love to write day*

ds

Endlich mal ein unsinnger Feiertag mit dem ich etwas anfangen kann: der *I love to write day*. Hier mal mein 5 Minuten-Erguss, nachdem ich davon erfahren und festgestellt habe, dass ich eigentlich keine Zeit habe etwas zu schreiben.
Ps.: Ich sollte vorm Schreiben keine Zeitung lesen.

Staatliche Türen schwingen
unentschlossen in dem
zerbrochenem System.
Eine Ruine fiel ins
Schloss, als ich das
Moosparkett verließ,
zerfiel die bröckelnde
Fassade ihres politischen
Efeus, während ihre
Nuance noch flüsterte.

 

EDIT: So natürlich heißt es „I love to write day“ nicht „I love writing day“. 😉

Berechnend

matheIch habe mal wieder in meinem „Geschriebenes“-Ordner gekramt und ein altes Gedicht entdeckt. Es ist ungefähr 10 Jahre alt. Ich habe bei Vielen vergessen, dass ich es verfasst habe.

Berechnend

Wenn ich einen
Strich ziehe, wenn
ich uns subtrahiere,
zähle, kalkuliere, sind
wir doch keine
Summe mehr.

Es ist als
würden unsere
Vektoren in
andere Richtungen
zeigen, unsere
Variablen keinen
Namen finden.

Und doch gehöre
ich zu dir, wie
das x zum
y und hoffe
darauf, dass
unsere parallelen
Geraden windschief
sind und unsere
Binome sich
wieder verformeln.