Dings | Impulswerkstatt

Zettel und Federhalter. Über dem Federhalter steht Impulswerkstatt

Dies ist ein Text zu der Impulswerkstatt von Myriade. Ziel ist es etwas Kreatives zu vorgeschlagenen Bildern oder zu einer Schreibaufgabe zu erstellen. Hier könnt ihr alles darüber lesen: *KLICK*
Die aktuellen Bilder und Mosaikstücken zur aktuellen Impulswerkstatt findet ihr hier: *KLICK*

Ich habe diesmal beide Mosaikstücke als Inspiration genommen: „Brunnen“ und das Zitat „Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt“ Ludwig Wittgenstein

Dings

„Ich suche gerade einen coolen Ort für meine Geschichte und dachte da an Rom. Da waren wir doch da an so einem Platz und da waren ganz viele Leute und haben das Dings da angesehen“, sagte Philipp.

„Dings? Geht es präziser?!“ Miriam sah von ihrem Laptop auf.

„Argh, mir fehlt das Wort. Das Ding da in Rom, wo alle hingehen.“

„Coliseum?“, fragte Miriam.

„Nein, kleiner.“

„Vatikan?“

„Der ist ja wohl größer als das Coliseum“, sagte Philipp frustriert.

Miriam lachte. „Ich meinte, irgendwas im Vatikan, vielleicht die Sixtinische Kapelle?“

Philipp schüttelte den Kopf.

„Frag doch einfach die KI“, schlug Miriam vor.

„Aber wie solle ich das beschreiben, mir fehlen ja gerade die Worte und die braucht die KI als Befehl.“

„Das wäre doch was, eine KI, die einem die Bilder aus dem Kopf zieht und dann Sinn daraus macht.“

„Das wäre vor allem gruselig“, gab Philipp zu Bedenken. „Die Gedanken sind frei und vor allem privat. Gab es da nicht einen Film drüber, wie hieß der nochmal?“

„Warum ging es denn?“, fragte Miriam.

„Um Gedankenkontrolle.“

„Minority Report.“

Philipp verzog sein Gesicht. „Nein, ohne Tom Cruise.“

„Carrie?“, fragte Miriam schmunzelnd.

„Nein, Gedankenkontrolle durch Computer, glaube ich, oder so…“

„Frag doch die KI“, sagte Miriam mit breitem Grinsen.

„Wir drehen uns im Kreis …“, murmelte Philipp. „Also da waren … ja was war da. Die hatten so Dinger und haben damit Dings gemacht …“

„Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt.“

„Bitte was?“ Philipp sah Miriam verwirrt an.

„Das hat dieser Typ gesagt, so ein Philosoph. Mir fällt der Name nicht ein. Sagt dir das nichts?“

„Nein. Frag doch deine KI. Kannst sie auch gleich fragen, ob das auch auf die KI selbst zu trifft.“

„Was zutrifft?“

„Trevi Brunnen! Der war es“, rief Philipp.

aus stein | Der Dienstag dichtet

Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichtenden findet ihr am Ende.

Haben heute ein Haus gekauft. Gibt also demnächst ein paar Renovierungsgedichte.

aus stein

wir bauen ein haus stein. heulend weht
ein wind durch die gassen. ich höre
einen wolf. während ich die alten nähte
löse. fuge um fuge um fuge. schmiere sie
himbeerweiß an. und die fleckigen wände.
deine hand streift meine, als ich die
türklinge neu ausrichte. wir bauen ein
haus aus stein, aber ohne deine hand
würde es nur aus stroh bestehen.

Weiterlesen „aus stein | Der Dienstag dichtet“ →

Ein Plädoyer für die Nicht-Erreichbarkeit | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Ein Plädoyer für die Nicht-Erreichbarkeit

Gestern hat sich mein Mann bei mir „beschwert“, dass ich oft nicht rangehe, wenn er mich anruft. Dabei ist mir bewusst geworden, wie wichtig mir das eigentlich ist, auch mal nicht erreichbar zu sein. Mit den Handys hat das irgendwann begonnen, dass wir immer und überal erreichbar sein müssen, für Job und Privat. Wie haben die das vor den Handys gemacht und können wir da bitte wieder hin zurück?

Erreichbarkeit im Job

Dass man während der Arbeitszeit erreichbar sein sollte, ist selbstverständlich, aber dank Handy haben viele nicht einmal mehr in ihrer Freizeit Ruhe. Es geht gar nicht nur darum, ob man wirklich angerufen wird, sondern dass die Möglichkeit besteht. Rufbereitschaften werden bezahlt und die sind geregelt. Einige Arbeitgebenden nutzen das aber aus und fordern quasi eine ständige unbezahlte Rufbereitschaft. Habe ich in meinem Job nicht, aber in einem meiner Nebenjobs zu Studienzeiten. Hätte ich so auch nicht auf Dauer haben wollen. Ich verstehe, warum ständige Erreichbarkeit für den Job, Burnout fördert. (Q1)

Erreichbarkeit privat

Wenn das im Job schon so stresst, frage ich mich, warum wir das privat auch so durchziehen. Mein Mann ruft zum Beispiel an, wenn er wissen will, ob er noch was einkaufen soll, wenn wir Müllwechsel machen (4ter Stock mit Lastenaufzug, fragt nicht) etc.. Wenn ich mit dem Kind spiele oder mich auf etwas konzentriere, ist allerdings mein Handy aus und tatsächlich habe ich dann ein schlechtes Gewissen nicht rangegangen zu sein, dabei will ich das nicht. Aber auch Nachrichten betrifft das. Wenn man längere Zeit nicht antwortet, werden einige Menschen unwirsch. Ich will nicht ständig das Gefühl haben, bereit stehen zu müssen für Fragen oder was auch immer.

Ich bin nicht erreichbar

Ich will nicht immer erreichbar sein, ich will im Moment leben und nicht daran denken, dass mich jemand anrufen oder anschreiben könnte. Wenn ich „da“ bin, ist mein Handy laut gestellt, wenn nicht, dann bin ich eben beschäftigt und ich will selbst entscheiden, wann ich zu beschäftigt bin. Zum Beispiel will ich auf dem Spielplatz nicht auf das Handy hören oder wenn ich mich mit einem Buch entspanne. Dann will ich nicht gestört werden bzw. auf dem Spielplatz eben voll und ganz für mein Kind da sein.

Smartphones vermitteln einem schon oft genug das Gefühl, es nicht weglegen zu dürfen, weil man was verpassen könnte. Aber ist es so schlimm, Anrufe, Nachrichten und News zu verpassen? Ich fände es schlimmer, das im Moment sein zu verpassen – den Moment, in dem mein Kind lacht, weil es eine Sache neu erlernt hat oder das vollständige Eintauchen in ein Buchn, weil ich ein Auge auf dem Handy habe. Lasst uns doch ab und an mal einfach vergessen, dass es Handys gibt und nicht erreichbar sein!

Q1: https://www.arbeitsschutzdigital.de/ce/stressfaktor-smartphone/detail.html.

morgengruß | Der Dienstag dichtet

Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichtenden findet ihr am Ende.

morgengruß

wird die tür geöffnet. mit kalten lippen
küsst die morgenluft meine augenlider.
meine vom mondlicht gewärmte haut
zittert. gänsehaut läuft die nachtfalten
entlang, bis sie zehen und fingerspitzen
erreicht. hinterlässt ein kribbeln wie
ein sanfter weckruf. vertrieben sind die
allerletzten nachterinnerungen. herbst
wandert durch meine adern.

Weiterlesen „morgengruß | Der Dienstag dichtet“ →

Inktober 52 – Mai bis Oktober | Bildhaftes

Statt dem klassischen Inktober nehme ich wieder am Inktober 52 teil. Ich zeichne also jede Woche ein Bild zu einem vorgegebenen Thema. Alle Bilder habe ich auf DIN A5 gezeichnet und abfotografiert (und Hintergrund entfernt).

Habe im Sommer öfters Mal eine Woche ausfallen lassen, dafür habe ich mehr mit Buntstiften gemalt. Auf der Rückseite jeder Inktober-Zeichnung male ich eine mit Buntstift, um mal etwas Abwechslung zu haben. Meine Favoriten will ich die Tage auch mal scannen und dann hier zeigen, aber erstmal klassisch Inktober 52. Pflanzen sind immer mein Default, wenn ich nicht weiß, was ich zeichnen soll. Ich will aber mal wieder mutiger werden und auch Menschen oder zumindest Körperteile mit einbauen. Ich bin nur leider gar nicht gut bzw einfach ungeübt darinnen und brauche Zeit und Geduld – beides habe ich meist zu wenig, aber ich mag die Herausforderung auch, also hoffe ich, dass mein Drang zu Letzterem siegt.

Katzen-Anekdoten | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Katzen-Anekdoten

Ich werde derzeit auf Social Media mit dem Wort „cozy“ zugeworfen und es gibt nichts Gemütlicheres auf der Welt als Katzen, also dachte ich mir, schreibe ich einfach mal ein paar Katzen-Anekdoten von meinen verrückten Fellnasen auf.
Ich habe zwei Kater: Yoda und Scotty, und ja sie wurden nach Star Wars und Star Trek-Charakteren benannt. Yoda ist alt und weise – eigentlich nicht, er ist nicht unbedingt das schlauste Kätzchen auf dem Planeten – und Scotty ist jung, sehr verschmust und ein bisschen überdreht.

Morgenflauschroutine
Für Scotty gibt es Frühstück nur nach dem Kraulen. Es ist egal wie spät es ist, erstmal muss das Bäuchlein durchgeflauscht werden. Am besten wird beim Essen weitergekrault. Eine unserer Katzensitterinnen hat er so weit, dass sie das auch durchzieht und ihn krault, bis er aufgegessen hat.
Yoda braucht erst Essen aber dann besteht er auf Bett mit Mensch. Früher waren das mein Mann und ich, wir wurden aber vollständig durch das Kind ersetzt. Yoda frisst also und dann wird er ins Kinderzimmer gelassen, um das Kind wach zu kuscheln. Das Kind danach aus dem Bett zu bekommen, ist dann ein ganz anderes Problem …

Warum unser Bad abgeschlossen ist
Viele haben ihr Katzenklo gerne im Bad, weil es leicht sauberzumachen und olfaktorisch sinnvoll ist, aber das geht bei uns nicht, da Scotty aus irgendeinem Grund gerne das Badezimmer auseinandernimmt. Seine Lieblingsbadezimmeraktivitäten sind die Klospülung auseinanderbauen, ohne dann was damit zu machen, den Badewannenstöpsel zu verschleppen, alle Badehandtücher runterzureißen oder im Mülleimer nach Wattestäbchen zu suchen und die dann zu fressen.

Apportieren
Yoda hat, als er noch keine Arthrose hatte, regelmäßig Bällchen apportiert. Einen Morgen war er so bewegungsfreudig, dass er mir ein Bällchen ans Bett gebracht hat und ich habe es dann immer wieder in den Flur geworfen. Irgendwann kam er nicht wieder, also habe ich mich umgedreht und bin nochmal weggedöst. Fand er wohl nicht gut, weil ich dann kur darauf mit sehr nassem Bällchen in meinem Gesicht aufgewacht bin. Der Spur nach zu urteilen, hat er es in den Wassernapf getunkt und mir dann gebracht.

Dressur
Auch wenn Scotty Kraulen wichtiger als Futter ist, bei Leckerlies ist das was anderes. Das habe ich mir zu Nutze gemacht und ihn trainiert. Er hört jetzt auf „Sitz“ und „Pfötchen“. Mittlerweile gibt er mir manchmal einfach so Pfötchen, um mich daraufhin zu weisen, dass mal wieder Leckerlies anstehen.

Überwachungsstaat
Wir wollten vor der Geburt des Kindes damals die Kamera austesten und haben sie in den Flur gehängt. Außerdem dachten wir, wir können so mal schauen, was die Katzen so treiben, wenn wir nicht da sind. Das Ergebnis: Sie saßen eine halbe Stunde unter der Kamera und haben sie angestarrt. „1984“ kann nur in einer Welt ohne Katzen spielen.

Töte sie!
Ich bin mal von der Arbeit heimgekommen, da habe ich aus dem Schlafzimmer ein „Töte sie! Töte sie!“ gehört. Mein Mann stand auf einem Stuhl und hielt Scotty Richtung Decke, wo eine Spinne saß. Ich bin dann einfach wieder gegangen. Tja, seltsame Katzen haben eben meist auch seltsame Besitzer.

Und hier Fotos der beiden: Scotty links in schwarz/weiß und Yoda rechts in ganz schwarz

herbstkrieg | Der Dienstag dichtet

Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichtenden findet ihr am Ende.

herbstkrieg

unter braunem laub lugen sie hervor.
ein zaghaftes schnaufen hört man.
ein kalter windhauch. hatschi. schleppen
sich langsam über die regenrutschigen
pflastersteine. es riecht nach fenchel,
kümmel, anis, kamille, salbei. einige
zücken bereits das wick vaporub.
en garde!
mit gezückten taschentüchern und
fieberthermometern. die vom wetter
geschwächten nasen und rachen
haben keine chance im herbstkrieg.

Weiterlesen „herbstkrieg | Der Dienstag dichtet“ →

mauer | Der Dienstag dichtet

Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichtenden findet ihr am Ende.

mauer

ich trage eine mauer in meiner hand
und halte einen schatten vor mein
gesicht. aber. wenn ich etwas nicht
sehe, wenn ich was vergesse, wenn
niemand anderes den moment sieht.
wenn. aber. ich die unmittelbarkeit
verliere. gefühle perlen an galerien ab,
dein lächeln auch. es ist etwas schräg.
vorbei an der mauer und trotzdem
prallt es davon ab. ein foto von dir
ist eine verpasste erinnerung.

Weiterlesen „mauer | Der Dienstag dichtet“ →

Stille (Gedichte-)Post | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Stille (Gedichte-)Post

Das Beste und Schlimmste an der deutschen Sprache sind Komposita. In der Kunst sind sie eines meiner Lieblingssprachmittel. Aber im Job hasse ich sie, vor allem weil einige Menschen sehr kreativ werden und technische Sprache sollte nicht kreativ sein. Insbesondere wenn man sie hinterher in eine andere Sprache übersetzt. Gerade hatte ich so einen Fall, wo am Ende absoluter Unfug bei rum kam.

Das brachte mich auf die Idee mit Google Translate mal eine Runde Stille Post zu spielen. Ich nehme jeweils das vorangegangenen Gedicht und lasse es übersetzen (erst Englisch und dann das, was mir Translate vorschlägt bzw die letzten Sprachen, in die ich übersetzt habe), am Ende wieder ins Deutsche. Mal schauen, was bei rumkommt.

Das Ausgangs-Elfchen:

regentrommeln
mein schirmkopf
sammelt kalte wassertröpfchen
rinnsale in meinem nacken
herbstlaubzittern

Übersetzung ins Englische:

rain drums
the top of my umbrella
collects cold droplets of water
trickles down my neck
trembling autumn leaves

Übersetzung ins Spanische:

tamborileo de lluvia
la parte superior de mi paraguas
recoge frías gotas de agua
que resbalan por mi cuello
hojas de otoño que tiemblan

Übersetzung ins Französische:

tambourinement de la pluie
le sommet de mon parapluie
recueille des gouttes d’eau glacées
qui glissent le long de mon cou
feuilles d’automne qui tremblent

Übersetzung ins Norwegische:

trommingen av regn
toppen av paraplyen min
fanger opp iskalde vanndråper
som sklir nedover nakken min
skjelvende høstløv

Übersetzung ins Portugiesische:

o tamborilar da chuva
o topo do meu guarda-chuva
recebe gotas geladas
que escorrem pelo meu pescoço
folhas de outono tremulantes

Übersetzung ins Japanische:

Ame no oto kasa no teppen ga tsumetai shizuku o uketome sore ga kubisuji o tsutai ochiru hirahira to mau aki no ha

Zurück zum Deutschen:

Das Geräusch des Regens; die Spitze des Regenschirms fängt einen kalten Tropfen auf, der dann meinen Nacken hinunterrinnt – sanft flatternd ziehen die Herbstblätter vorüber.

Fazit: Gar nicht so unsinnig wie vermutet. Die größte Veränderung gab es am Anfang und dann durch Japanisch. Das Endergebnis finde ich wirklich wohlklingend.

schon so spät? | Der Dienstag dichtet

Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichtenden findet ihr am Ende.

schon so spät?

sanft streift ein farbiger wind über
die blätter der bäume. hier einen
pinselstrich orange, dort braun. ein
paar tupfen gelb und rot. vor lauter
farbenfreude greift der wind sogar
nach dem hellen lilaton, den er nur
selten verwendet. ein leises raunen
geht durch das gefieder der vögel.
einige suchen das weite, andere
plustern sich auf. schon so spät?

Weiterlesen „schon so spät? | Der Dienstag dichtet“ →