Der Dienstag ist für mich Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichtenden findet ihr am Ende.
ist
tritt aus einem schatten heraus. nicht um licht zu sehen, sondern um licht zu verdrängen. wie ein eisbrecher. mit der geduld einer mutter. langsam. aus dem schatten, aber nicht ins licht. in der erinnerung ist die wut immer dunkel, eisig. in dem moment ist sie geduldig, nährend, brennend. sie ist und alles andere nicht.
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Ich schreibe eigentlich für jede Runde der abc.etüden (Grüße an Christiane, falls sie das hier liest :)) eine Kurzgeschichte. Habe ich im Februar auch und dann habe ich sie vergessen zu posten. XD Sprechen wir von verpeilt. Da ich die Geschichte aber mag und mir gerade auch nichts anderes auf dem Herzen liegt, gibt es zu Gedankenkritzelei halt mal eine Geschichte von mir.
Hutfarben
Behutsam nähte er einen lilafarbenen Faden in das graue glänzende Innenfutter des Hutes ein. Dort wo der lilafarbene Faden verlief, schien das Grau ein wenig fröhlicher zu werden. Nur ein paar Zentimeter, kaum sichtbar und doch da. Von außen war der Hut schwarz, schlicht und unauffällig, wie seine künftige Trägerin. Er stellte sich vor, wie sie ihn trug, wie Tränen ihre Wangen hinunterfielen, während des letzten Grußes, und wie sie, wenn sie abends den Hut abnahm, ein kleines Leuchten in sich selbst vernahm. Lila. Für die Hoffnung, dass auch wieder hellere Tage kamen. Eigentlich war die Farbe egal, es ging um das Gefühl, dass er ihr mitgab. Lila vor Hoffnung war gängig, auch wenn die Bedeutung von den frühen Frauenbewegungen abgekupfert worden war.
Die Glocke klingelte und er nahm den Hut in die Hand. Die Tochter war überpünktlich. Als sie den Hut entgegennahm, rang sie sich ein Lächeln ab. Ein ’schön‘ formte sich auf ihren Lippen und verließ sie wieder ungesagt.
„Was ist der Unterschied zwischen einem Putzmacher und einem Hutmacher?“, fragte sie.
„Die Referenz zu Alice im Wunderland“, sagte er.
Sie lachte, kurz aber ehrlich.
„Sie können auch Hutmacher sagen. Ich bin da nicht so spitzfindig.“ Er machte einen Schritt zur Tür, weil er spürte, dass sie gehen aber nicht unhöflich sein wollte. „Grüße an ihre Mutter. Der nächste Hut wird einer mit vielen Farben. Rot oder Orange vielleicht.“
Sie nickte dankbar und ging durch die Tür, die er ihr nun offenhielt.
„Auf Wiedersehen“, hauchte sie im Vorbeigehen.
Er schloss hinter ihr ab. Heute würden keine Kunden mehr kommen und er brauchte die Ruhe, um herauszufinden, welche Farben er für den nächsten Hut verwenden sollte. Rebellisch war die Trägerin und der Hut sollte Glück bringen. Vielleicht wie ein Kleeblatt, überlegte er, und kramte nach dem grünen Filz.
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das schneeglöckchen
etwas alleine steht es da auf dem tisch. seine füße sind nass und das weiße köpfchen gebeugt. leise erzählt es von knospen, käfern, bienen, hellen abenden und sanften winden. ein versprechen. er ist hier.
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Frühlings-Soundtrack
Da ich gerade keine inspirierenden, philosophischen, persönlichen Themen auf der Zunge habe, dachte ich, inspiriert von dem Konzertbesuch letztes Wochenende, poste ich mal meinen Frühlingssoundtrack. Ich mache das super gerne, also zu bestimmten Anlässen Soundtracks (meist so 10 Songs) zu erstellen mit Songs, die für mich den Anlass repräsentieren oder Erinnerungen dazu wachrufen. Für die Jahreszeiten mache ich das auf jeden Fall immer und für mich ist der Frühling so der sanfteste Monat, also ballere ich euch nicht nur mit Black und Death Metal zu, so wie im Winter. Hier also mein Frühlings-Soundtrack:
Mogli – Earth Dio – Holy Diver Sonata Arctica – Tallulah Soap&Skin – Me and the Devil Gojira – L’enfant sauvage Graveyard – Hisingen Blues Parkway Drive – Wild Eyes Free Flow Flava – Raijin Manegarm – Es snara av guld Patti Smith – Because the Night The Halo Effect – Gateways
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am hals um den hals schmeichelt. sanft ist es, streichelnd, schick. kleine fäden, ein muster. blümchen, ein schleifchen. stoff, ein bisschen metal hinten. verschließt. kitzelt manchmal, wenn es sich bewegt. gibt halt. als würden sich hände um meinen hals schließen. als würden sie zudrücken. du brauchst nicht atmen. nichts machen. nichts. du bist.
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Es ist ein tolles Gefühl, anderen zu helfen
Es ist ein tolles Gefühl, wenn man jemanden an der Kasse vorlässt, weil der*diejenige wenige und man selbst viele Teile hat oder das Gefühlt bekommt, die Person hat es eilig. Das Danke und das Lächeln, die entspannten Schultern, wenn der Zeitdruck kleiner wird, machen jede Minute wett, die man länger an der Kasse wartet.
Es ist ein tolles Gefühl, für jemanden aufzustehen, der in Bus oder Bahn Schwierigkeiten hat, stabil zu stehen. Das Danke und das Lächeln, die Erleichterung im Gesicht, machen jeden angespannten Muskel wett.
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der versteckte winter
während der ersten frühlingsstürme betrinken wir uns gierig an sonnensichtungen, nehmen eine nase schneeglöckchen und knabbern an den ersten grünen knospen der bäume. noch einmal an der osterglocke lecken, dann ist sonnenzeit. hierzulande. woanders kauert winterwetter zwischen engen häuserfluchten. pustet dort jemand in eine schneewehe, spürt man hier ein leichtes tief, wie es sich mit eisiger kälte auf die frühlingshaften gedanken legt
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Homöopathie ist nicht harmlos
Homöopathie erhält mittlerweile mehr Gegenwind als früher, aber derzeit habe ich das Gefühl, dass es die Übereinkunft gibt, dass es ja zumindest nicht schadet, aber das sehe ich anders. Homöopathie richtet Schaden an und ich finde, es wird zu wenig darüber gesprochen.
Kosten
Fangen wir bei dem kleineren Schaden an. Homöopathie ist verdammt überteuert. Nicht nur die Besuche bei den Praktizierenden (129 bis 280 Euro pro Sitzung), sondern auch die Mittelchen. Dafür, dass sie, wenn schon keine Wirkung festgestellt werden kann (darüber streite ich nicht, siehe unten Quellen), eine Placebo-Wirkung haben, dafür sind sie einfach zu teuer.
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Gibt doch nichts besseres als über nervige Erkältungen zu dichten.
Krankheitselfchen No 4
taschentuchberg gestapeltes geschnäuze ein leichter druck dann ein großes hatschi taschentuchmeer
stirnhöhlenbohrungen sanftes pochen die schläfen zittern eine kreissäge zieht bahnen prostaglandinensturm
besserfühltee heilende kräutermischung die eierlegende wollmilchsau in form eines heißgetränkes pfützenwasser
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Frühlings Bucket List
Ich bin zum dritten Mal in drei Monaten krank, was sicher auch daran liegt, dass ich mich zwischenzeitlich halbkrank zur Arbeit geschleppt habe, aber zum großen Teil auch einfach am Winter. Ich mag Winter per se ganz gerne, aber mit Kind ist er leider von Krankheiten geprägt. Zum Glück ist bald Frühling und ich sehne ihn mir so sehr herbei, dass ich schonmal eine Liste an Dingen gemacht, die ich machen will:
Frühlings Bucket List
Tomaten anzüchten und hinter der Sonne hinterhertragen