
Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.
Ich war nach 6 Jahren endlich mal wieder auf einem Metal-Festival und holy shit habe ich das vermisst. Vor ca. 8 Jahren habe ich über meine Erfahrungen auf Festivals einen Text für ein Straßenmagazin geschrieben und dann auch hier auf meinem Blog veröffentlicht. Da ich ihn noch immer sehr mag, dachte ich, ich bereite ihn nochmal auf und poste ihn.
Metal-Festival oder wie man Urlaub von der Zivilisation macht
Der tägliche Umgang mit unseren Mitmenschen ist geprägt von gewissen Umgangsformen. Damit meine ich nicht „Bitte“ und „Danke“ zu sagen, sondern ein gepflegtes Äußeres, Bier erst nach dem Feierabend und das Verbergen von körpereigenen Gasen in Gesellschaft. Auf Metal-Festivals kann man das alles gepflegt über Bord werfen.
Tag 1
Der erste Tag eines Festivals zählt kaum als Zivilisationsurlaub. Die meisten sind noch sauber, einige tragen Make-up, einige sind rasiert. Das erste Bier gibt es erst nach dem Aufbau, oft begleitet von einem ersten harmlosen Bekleidungsverlust. Abends finden die ersten Konzerte statt, doch im Zentrum der Aufmerksamkeit steht das Ankommen und Kennenlernen der Zeltnachbarn. Diese werden im Laufe des Festivals zu den besten Freunden oder, wenn sie eine schlechte Musikanlage oder einen schlechten Geschmack haben, zu den ärgsten Feinden. Außerdem gewöhnt man sich langsam wieder daran, wie laut so ein Rülps klingen kann.
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