Senryu |Der Dienstag dichtet

banner_der-dienstag-dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund
Lyrikfeder
Nachtwandlerin
Lindas x Stories

Mein erster Senryu. Fand ich irgendwie passend bei dem Thema und Anlass.

Senryu

CO2 Urlaub
die Welt atmet frei und grün
wir ärgern uns schwarz

„Urlaub“ im Norden – 25.05 bis 04.06

IMG_20200524_133852

Eigentlich würde ich jetzt für drei Wochen nach Japan fliegen, aber nuja Corona… Stattdessen haben wir so die Gelegenheit den Eltern meines Freundes bei den Umzugsvorbereitungen zu helfen. Wenn gutes Wetter ist, gönnen wir uns einen Tag Meer. Ich sehe es positiv: wenn wir dann endlich nach Japan fliegen, kann ich die Sprache sicher fließend. 😉

Ich werde in der Zeit auch eine kleine Blogpause machen, außer natürlich an den Gedicht-Dienstagen!

Ps.: Ich habe tatsächlich mit Wasserfarben experimentiert. Das Bild ist das erste Ergebnis.

 

Die Windmühle III | Writing Friday

writing-friday-2020

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Dies ist eine Fortsetzung, die ersten beiden Teile findet ihr hier *Teil 1* und hier *Teil 2*

Thema: Schreibe die letze(n) Szene(n) einer Geschichte und beende diese mit “Das war doch Mal ein richtiges Abenteuer!”

Als Rosine weiterlaufen wollte, drehte sich Marcel um. Einen kurzen Blick konnte man wohl riskieren. Er trat in den Mehlbelberg. Ein paar Schritte ging er, dann wurde es düster. Schatten tanzten um ihn herum. Von draußen hörte er Rosine rufen.

„Marcel komm zurück.“

Marcel bekam Angst, als etwas Kaltes an ihm riss. Er sah Zähne und hörte gemeines Gelächter. Jeder Albtraum, den er mal hatte, zog an ihm vorbei. Entsetzt stolperte er rückwärts. Plötzliche legte sich eine Schlinge um ihn und er wurde unsanft aus dem Mehlbel gerissen. Weiterlesen „Die Windmühle III | Writing Friday“

Das magische Haus | abc.etüden

2020_2122_2_300

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 21+22 beinhaltet die Worte „Zeitplan“, „schlimm“ und „fallen“, gesponsert von Kopf und Gestalt.

Erinnert ihr euch nach an die Zwischenetüde mit dem magischen Garten? Ich habe tatsächlich eine Fortsetzung geschrieben, auch wenn ich noch nicht ganz weiß, wo ich mit der Geschichte hin will. Hier könnt ihr den ersten Teil lesen: *Klick*

Das magische Haus

Magarete fand den Zeitplan von Erwachsenen anstrengend. Sieben Uhr Frühstück, zwölf Uhr Mittag, drei Uhr Tee und sechs Uhr Abendbrot. Was war so schlimm daran, einfach dann zu essen, wenn man hungrig war? Da Magarete aber davon ausging, dass auch die Nachbarin sich daran hielt, ging sie um kurz vor drei rüber zu ihr. Diesmal kletterte sie nicht über den Zaun, sondern klingelte an der Haustür.

Statt einer normalen Türklingel ertönte ein Rabenkrächzen. Magarete erschrak. Für einen Moment überlegte sie wegzurennen. Was, wenn die Nachbarin doch eine Hexe war und sie zum Tee verspeisen würde? Bevor Magarete sich umentscheiden konnte, öffnete diese mit einem warmen Lächeln die Tür. Weiterlesen „Das magische Haus | abc.etüden“

Neues vom Sketchbook | Bildhaftes

Ich sketche gerade viel und auch meine Acrylfarbe-Experimente nehmen Form an. Da muss ich nur mal Fotos machen. Gerade sammle ich zudem Ideen für Grafiken, die ich in mein Kurzgeschichtenband packen will. Nächste Woche fahre ich allerdings erstmal in den „Urlaub“ und weiß nicht, wofür ich da Zeit habe.
Eine Sache will ich die Tage aber mal wieder machen: Wasserfarbe. Ich will Kirschblüten malen und da fänd ich ein bisschen Farbe nett. Mal sehen, ob ich mich traue.

zu spät | Der Dienstag dichtet

banner_der-dienstag-dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund
Lyrikfeder
Nachtwandlerin
Lindas x Stories

 

zu spät

damit sie alle aus dem winterlichen schlaf
aufwachen. ich halte meine fahne in den
wind. schreib ihren namen auf das dunkle
banner. mit einem hellen stift schreibe ich
gedanken in den wind. blut tropft in meine
augen. ich will blumen sähen, in ihre haare.
will, dass die follikel kleben. hauche leben
und  ernte tod. meine rufe verebben in dem
meereswind. auf dem höchsten alle türme
schreit einer wissend: aroganz. was nutzen
all die bunten stifte, langen reden. sie haben
sich die ohren zugeklebt und ich höre ihre
schreie. vielleicht sollte ich bis zum nächsten
frühling warten. vielleicht ist es dann zu spät.

 

Die Windmühle II | Writing Friday

writing-friday-2020

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Dies wird ein Dreiteiler. Den ersten Teil findet ihr hier: *Klick*

Was bisher geschah: Marcel ist in Holland mit seinen Eltern und furchtbar gelangweilt. Er kickt seinen Schuh ausversehen in die Nähe einer Mühle. Als er ihn holen will, reißt ihn diese mit sich. Statt im Kreis nimmt ihn das Mühlblatt immer höher mit, bis es sich plötzlich dreht und Marcel fällt…

Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Er war sich seiner Sache so sicher, dass er…” beginnt.

Die Windmühle II

Er war sich seiner Sache so sicher, dass er zu Gott sprach und sich entschuldigen wollte. Er kam jedoch nur bis zu „Lieber Gott, ich…“ dann landete er unsanft auf dem Boden. Vorsichtig öffnete er die Augen. Statt dem Feld und der Windmühle sah er Ebenen und Berge aus Wolken. War er im Himmel? Das mit dem Sterben war schneller und schmerzloser gegangen, als gedacht. Vielleicht war er vor Angst gestorben.

Marcel stand auf und drehte sich um. Dann versuchte er ein paar Schritte zu gehen und trat mit dem Zeh vor etwas Hartes. „Autsch.“ Was war das? Marcel schob die Wolken beiseite und sah, dass sich darunter der Stein, an dem er sich gestoßen hatte, und Gras befand. Das grünste Gras, was er je gesehen hatte.

„Warum hast du nur einen Schuh an?“ Weiterlesen „Die Windmühle II | Writing Friday“

Wir dichten schon 1 Jahr | Der Dienstag dichtet

banner_der-dienstag-dichtet

Mir ist am Wochenende aufgefallen, dass es den dichtenden Dienstag schon etwas über ein Jahr alt gibt. Krass! Ich hätte am Anfang nie gedacht, dass ich so lange durchhalte und vor allem nicht, dass ich so viele spannende Mitdichtende finde.
Also, hier ein fettes Danke an euch!

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund
Lyrikfeder
Nachtwandlerin
Ergänzt: Lindas x Stories

Ich freue mich auf jeden Dienstag, sowohl das Schreiben als auch das Lesen.
Hab mich dann auch gleich mal an ein neues Banner gemacht, um den Moment zu würdigen. Ihr könnt es gerne verwendet, wenn ihr Lust habt. Außerdem habe ich versucht irgendwie in Gedichtform zu packen, wie cool es eigentlich ist, dass einander Fremde über Gedichte zusammengekommen sind


tagnacht

die erste nacht hat dem tag das licht
geraubt. wir spazieren unbeleuchtet
über dunkle strände. vorbei an einem
schwarzen meer. ich höre schritte, ein
atmen. rieche süßes parfum, veilchen,
gebratenen speck. ohne die wärmende
sonne können die worte nicht fliegen.
wie schickst du sie zur mir. wie schicke
ich sie zurück. an andere. dein orange
ist mehr pink als meines. gerade glänzt
alles farblos in der tagnacht. vielleicht
müssen worte nicht sehen. vielleicht
können wir in unmarkierten schatten
worten stimmen geben.

Was ich so vorhabe | Kritzelnews

IMG_20200422_182430_679

Da ich derzeit überdurchschnittlich viel Zeit habe, habe ich beschlossen ein paar Projekte in Angriff zu nehmen.

1. Grimm
Ich habe letztes Jahr beim NaNoWriMo einen Roman begonnen. Die 70.000 Zeichen habe ich zwar in einem Monat geschafft, aber damit war die Geschichte noch nicht beendet. Ich habe sie erst im Februar und März zu Ende geschrieben und bin bei etwa 95000 Wörtern gelandet. Jetzt habe ich vor, das Ganze zu überarbeiten. Dank meiner lieben Testleser (nochmal ein fettes Danke!!!) weiß ich, wo ich die Geschichte noch verändern muss. Außerdem habe ich neue Ideen, die ich einflechten möchte. Nun ja und ich muss einiges korrigieren. Durch den Zeitdruck habe ich alles nur runtergeschrieben und dann die Autokorrektur drübergejagt. That’s it. Mich gruselt es etwas vor den ganzen Fehlern und verqueren Sätzen. Vor allem die letzten 25000 Worte werden interessant. Das ist eine rotunterschlingelte Textwüste.
Was ich danach damit mache…keine Ahnung.

2. Ein Kurzgeschichtenband
Auf diesem Blog schwirren bestimmt 120 Kurzgeschichten herum und noch mal halb so viele liegen unveröffentlicht auf meiner Festplatte. Ich will alle surrealen Kurzgeschichten heraussuchen und die besten in einem Band zusammenfassen. Außerdem habe ich die Idee, meine Kritzelein zu integrieren bzw. neue anzufertigen, wenn ich nichts Passendes habe. Die alten sind quasi auch Neuanfertigungen, da ich sie mit meinem Grafiktablett neu malen werden, damit es ordentlich aussieht.
Und dann? Will ich es irgendwo zum Fun veröffentlichen. Wo entscheide ich, wenn ich fertig bin, vor allem da ich ziemlich wilde Ideen habe – ich würde es gerne als Sketchbook veröffentlichen.

Werden also ein paar kritzelintensive Monate. Ich werde euch auf Stand halten.

Die Windmühle I | Writing Friday

writing-friday-2020

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Ich möchte aus den restlichen Aufgaben des Monats eine größere geschichte spinnen. hier der erste Teil:

Thema: Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein:  Warnung, unglaublich, Windmühle, vergessen, gelogen

Die Windmühle I

Der Wind blies durch das Feld und ließ es wie ein Meer aussehen. Endlos und sich immer wiederholend. Marcel war unglaublich langweilig. Er war bereits gestern durch das Feld gelaufen und hatte nichts Interessantes gefunden – ebenso verhielt es sich mit drum herum, durch den Ort und an dem Bach entlang. Nirgends gab es etwas Spannendes zu sehen oder zu erleben. Als seine Eltern vorgeschlagen hatten nach Holland zu fahren, hatte er sich die größten Abenteuer ausgemalt. Hier gab es nur eine Einöde mit Feldern und hunderte Windmühlen. Weiterlesen „Die Windmühle I | Writing Friday“