Felis silvestris | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel

Ich glaube, ich habe noch nie ein Gedicht über Katzen geschrieben. Dieses ist entstanden, als ich dank unruhiger Findelkatze nicht schlafen konnte. Der Findelkatze geht es btw. fantastisch. Das ungeeignete Frauchen (7 Monate alte Freigängerkatze mitten in der Stadt an 3!!! Hauptstraßen) ließ sich überzeugen ihn abzugeben und jetzt lebt er bei einem Freund auf dem Dorf.
Ps.: Das ist ein Akristichon.


Felis silvestris
Ein Sprung. Ein weicher Blick
Liegt zwischen uns und in der
Luft vibriert dein Atem. Deine
Niemandstiefen meeresschweren
Augen senken ihre Lider. Wie ein
Schiff bin ich gefangen. Ein Sog.
Ein Sirenengesang. Ich versinke im
Nichts. Meine Füße schlafen ein.

Der Weihnachtsmann | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Nach einem ganzen Monat ohne Writing Friday habe ich nun endlich wieder Zeit. Eigentlich hatte ich schon eine Weihnachtshorrorgeschichte geschrieben, aber zum Nikolaus wollte ich das dann doch nicht posten. Daher hier etwas mit mehr Weihnachtsgeist. ;)

Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Der Weihnachtsmann war verschwunden, wer würde Weihnachten jetzt…” beginnt.

Der Weihnachtsmann war verschwunden. Wer würde Weihnachten jetzt auf dem Marktplatz sitzen und sich die Wünsche der Kinder anhören? Kim hielt verzweifelt den Zettel von Jens, dem Weihnachtsmann, in der Hand. Auf ihm stand nur: „Die Kinder werden immer unverschämter. Ich hab die Schnauze voll. Gez. der Nicht-Weihnachtsmann Jens“

Kim wurde erst heiß dann kalt. Es war zehn Uhr. In einer Stunde würde der Weihnachtsmarkt den Weihnachtsmann erwarten, um die Kinder zu bespaßen. Wie sollte sie in einer Stunde einen Ersatz finden? „Scheiße“ brüllte sie und trat vor den Schlitten. Die Glöckchen an ihrem Elfenkostüm bimmelten. Sie konnte die enttäuschten Kindergesichter vor sich sehen. Abwesend fütterte die beiden Rentiere, die heute Blitzen und Rudolph und normalerweise Karla und Bernd hießen.

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letzte nacht | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
und eventuell ein Neuzugang (wird ergänzt)

letzte nacht

damit nichts, was ungesagt bleiben muss
seine präsenz verrät. meine nacht ist wie
die dunkelste höhle. tropfen formen krater
in die oberfläche. meine füße tanzen auf
ihren rändern. swing und blues. schweiß
und blut. meine gedanken wippen im takt.
ein mondlächeln wird zu einer grimasse.
splash. impact. drop. ich atme die tränen
meiner alienpoesie und doch sind meine
worte unehrlich. nur das langsame ticken
der unzeit verrät gedachtes. während die
daunen der bettdecke vor wut beben. und
die schaumstoffperlen im kissen in unruhe
hin und her rollen. mein herz wird langsam.
im licht wird seine kruste sanft. vergessen
lässt dunkles wachen weichen. manchmal
ist die nacht ehrlicher als der tag.

die ratte | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
neu dabei: Findevogel
und ein Spontangedicht findet ihr von Resi Stenz in den Kommentaren. 🙂

Heute ist so ein richtiger Kacktag. Davon abgesehen, dass ich vergessen habe den Beitrag vorzubereiten, habe ich mein Handy vergessen und dann lief an der Arbeit alles schief. Hier also ein eventuell etwas durch meine Stimmung gefärbtes Gedicht. 😉 Jetzt ist aber alles wieder ok. Hab was Schnurrendes auf dem Schoß.

 

die ratte

ich habe mir meine tränen durch die
nase hochgezogen. mit den sauren
gummibärchen verschluckt. es tropft.
dennoch. trotzdem. und. eine ratte
verschwindet in der wand. ich höre
trippeln im flur. es nagt an mir. in mir.
ich spüre die haarige präsenz, fühle
barthaarascheln. mein tag verläuft
normal. immer weiter. mein herz ist
feucht und die ratte läuft über den
küchentisch. aus den augen. ohne
geruch spüre ich bald ihren kadaver

Feliversum 10 | abc.etüden 47+48

feliversum

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 47+48 beinhaltet die Worte „Unbehaustheit“, „schwermütig“ und „haschen“, gesponsert von Red Skies over Paradise.

Ich versuche mich derzeit an einer Etüdenfortsetzungsgeschichte. Hier alle Teile auf einen Blick: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8, Teil 9

Abschlussworte: Ich habe doch tatsächlich ein Ende gefunden. Dass die Geschichte so endet, habe ich am Anfang nicht gedacht. Ich habe mich durch die vorgegebenen Worte leiten lassen. Ob ich irgendwann mal eine Fortsetzung schreibe, weiß ich noch nicht, aber irgendwie hab ich die Geschichte lieb gewonnen, also ist es sehr wahrscheinlich. Lange Rede kurzer Sinn:

Teil 10 – Das Ende

Marie fühlte sich leer und schwermütig. Sie hatte das Gefühl, dass alles, was sie über die Welt wusste falsch war. Bisher dachte sie, Zeit sei das, was sie auf ihrer Uhr ablesen konnte und nicht ein ganzen Konstrukt an Paralleluniversen.

„Kannst du hinter die Unzeit reisen? Zum Beispiel in das Jahr 1500?“

„Nein. Das ist ein anderer Begriff von Zeit. Ich weiß nicht, ob du den Zusammenhang zwischen wesensgebundener und massegebundener Zeit verstehst. Ihr Menschen habt das noch nicht entdeckt.“

„Warum habe ich noch nie davon gelesen, wenn schon andere Menschen zeitreisen konnten?“Weiterlesen »

Feliversum 9 | abc.etüden 47+48

feliversum

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 47+48 beinhaltet die Worte „Unbehaustheit“, „schwermütig“ und „haschen“, gesponsert von Red Skies over Paradise.

Ich versuche mich derzeit an einer Etüdenfortsetzungsgeschichte. Die letzten Beiträge findet ihr hier: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8

Zur Info: Langsam wird die Zusammenfassung der Geschichte nicht mehr gerecht, deswegen lass ich sie jetzt weg. Außerdem läutet diese Etüde das Ende ein. Die letzte Szene habe ich in zwei Teile geteilt und mich bemüht ein bisschen mehr Licht ins Dunkel zu bringen.

Teil 9

Marie fror. Sie wartete seit vier Stunden im Innenhof auf den Hundemann zu sehen. Ungeduldig fummelte sie an der Jacke herum, als eine Art Kompass herausfiel.

„Lass die Finger davon.“

Marie erschrak. Der Hundemann stand auf der anderen Seite des Innenhofes und sah sie schwermütig an.

„Entschuldigung.“ Sie nahm ihren ganzen Mut zusammen. „Ich habe Fragen.“Weiterlesen »

Erkältungsblues | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens

und diesmal auch mit Rene.

So richtig zum Schreiben, bin ich dank Kranksein nicht gekommen, aber ich habe das beste aus einer schlaflosen Nacht gemacht und ein Elfchen geschrieben. Wird langsam zu meiner Lieblingsgedichtform.

Erkältungsblues
ein Temporascheln,
Nasehochziehen und Befreihungshusten
aus der Bettenburg ertönt
HATSCHI

Feliversum 8 | abc.etüden 45+46

feliversum

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 45+46 beinhaltet die Worte „Himmelsleuchten“, „recycelbar“ und „ausreisen“, gesponsert von Meine literarische Visitenkarte.

Ich versuche mich derzeit an einer Etüdenfortsetzungsgeschichte. Die letzten Beiträge findet ihr hier: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7 und eine Zusammenfassung einen Absatz weiter.

Was in bisher geschah: Marie trägt bei ihrer Arbeit im Freizeitpark ein altertümliches Kleid und reist dadurch in die Vergangenheit. Eine schwarze Katze erklärt ihr, dass alle Wesen in unterschiedlichen Zeiten existieren und in ihrer Zeit die anderen Wesen nur als Abbilder wahrnehmen. Manche sehen als Abbilder anders aus. Neben der Katze ist Marie auch einem Hund begegnet, der in seiner Zeit wie ein Mensch aussieht. Er warnt sie vor der Katze. Als die schwarze Katze Marie mehr über die seltsamen Vorgänge erklären will, tauchen Krähen auf. Sie sind die Wächter über die Zeiten und sehen es nicht gerne, wenn jemand seine eigene Zeit verlässt. Marie wirft vor Schreck ihren Kaffeebecher nach einer Krähe, die in ihre Wohnung eindringen will.

Teil 7

Der recycelbare Kaffeebecher und die Krähe kullerten über den Boden. Marie war starr vor Angst. Bestimmt dreißig Krähen flogen vor ihrem Fenster. Ausziehen! Die Katze hatte gesagt, sie solle sich ausziehen. Marie löste die Schnüre. Sie kämpfte gegen die Ohnmacht an. Noch einen kurzen Moment flogen die Krähen vor ihrem Fenster, dann verschwanden sie nach und nach.

„Entschuldige bitte.“ Marie öffnete das Fenster und wartete angespannt darauf, bis auch diese Krähe endlich davonflog. Endlich erhob sie sich und flog davon. Nicht ohne Marie auf den Teppich zu kacken. Diese schloss das Fenster, dann konnte sie nicht mehr gegen die Ohnmacht ankämpfen und viel rücklings um.Weiterlesen »

Mein erster NaNoWriMo – Woche 2

grimm_klein

Läuft bei mir… nicht.

Erst habe ich es geschafft ein ganzes Kapitel unwiderruflich zu löschen und jetzt bin ich krank. Mit Schreiben wird das heute und morgen nichts. Bin gerade ziemlich niedergeschlagen. Ich will die Geschichte schon so lange aufs Papier bringen und gerade ist da eine Wand.

Aber ein Lichtblick gibt es: meine lieben Testleser. Ich habe schon Rückmeldungen bekommen, die mir super helfen. 😊

So, dann wohl erstmal fit werden, Kröhnchen richten und weiter gehts.