Greta und die komische Katze | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Ich wollte mal was Putziges und ein wenig

Thema: Fippo der Fuchs hat sich in die Stadt verirrt. Was erlebt er dort?

„Du bist aber eine ganz schön fette Katze. Sogar dein Schwanz ist ganz dick. Oder bist du eine von diesen neuen Rassen?“ Eine kalte faltige Hand streichelte seinen Bauch. Fippo versuchte nach ihr zu schnappen, aber ihm fehlte die Kraft.

„Nana. Keine Angst. Komm, dich päppele dich wieder auf.“

Etwas ruppig wurde er vom Boden aufgelesen und in eine Tasche mit Rädern gelegt. Er sah zwar den Himmel, da die Tasche nach oben offen war, aber nicht wo die Reise hinging. Fippo hatte Angst. Von dem tagelangen Herumirren in der großen Stadt war er müde. Zu Essen hatte er kaum gefunden und wenn dann sofort vertrieben worden. Es war stickig und das einzige, was er wollte, war nach Hause. Dort wo alles in Ordnung war und keine blechernen Monster existierten und nicht diese schrecklich lauten Menschen.

Die Fahrt endete abrupt in einem ruckelnden Kasten. Hier war der Himmel nicht zu sehen, nur Beton. Fippo war gefangen.

Schließlich endete die Reise und die alte Frau nahm Fippo aus dem Koffer. Sie legte ihn auf weiche Polster und deckte ihn mit einer flauschigen Decke zu. Zum ersten Mal seit Tagen wurde ihm warm. Eine Weile blieb die Frau verschwunden, dann kam sie mit einer Schale wieder.Weiterlesen »

Sternschnuppenwunsch | abc.etüden 28+29

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 28+29 beinhaltet die Worte „Füße“, „harmonisch“ und „wünschen“, gesponsort von kopfundgestalt.

Ich muss bei Füßen immer ans Tanzen denken.

Der Sternschnuppenwunsch

Magda wünschte sich tanzen zu können, wie die Frauen aus alten Filmen. Sie flogen so leicht und grazil übers Parkett. Aber Magda wusste, dass sie das niemals können würde. Sie war 185cm groß und grazil wie das erstbeste Nilpferd in Afrika. Außerdem war sie viel zu schüchtern.

An einem Samstag, sie war auf dem Weg in die Disko, sah sie eine Sternschnuppe am Himmel und wünscht sich, wenigstens für eine Nacht tanzen zu können. Magda wurde schwarz vor Augen. Plötzlich fühlte sie sich so leicht und beschwingt. Gleich probierte sie einige Tanzschritte aus und wirklich, es ging, es fühlte sich richtig an.

Diese Nacht würde sie nicht am Rand stehen.Weiterlesen »

Der Drache | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.

Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkram
Schaut doch auch bei ihnen vorbei!

Inspiriert vom Amazon Prime Day.

Der Drache

Erhaben sitzt er auf
seinen Berg aus Hab und
Gut, aus Gier und
Eitelkeiten

Sein Atem rasselt und
Wind lässt seine grünen
schimmernden Schuppen
klangvoll singen

Wenn sie ihn in hundert
Jahren finden, sind seine
Schuppen grau

und
sein Gold glitzert in
der Abendsonne

Sommerschnee | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Inspiriert bei dem Scheiß-Wetter. 🙂

Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Dieser Sommertag, war nicht wie jeder andere, denn…” beginnt.

Dieser Sommertag war nicht wie jeder andere, denn es begann überall in Deutschland zu schneien. Erst fielen vereinzelte Flöckchen vom Himmel, dann immer dicker werdende Flocken, die am Boden liegen blieben. Nach wenigen Stunden bedeckte ganz Deutschland eine pulvrige weiße Schicht.

Die Menschen waren verwirrt. Schnee. Im Sommer. Bei 31 Grad und Sonnenschein. Es befanden sich nur vereinzelte Wolken am Himmel, die eigentlich normal aussahen. Kleine Schäfchenwolken, keine, die Schnee in sich tragen würden. Woher also kam der Schnee? Und wie konnte er bei der Hitze liegen bleiben?

Experten rotierten in ihren Laboren. Chemiker sahen sich die Struktur des Schnees an, fanden jedoch nichts Ungewöhnliches. Meteorologen untersuchten die Wolken vor und nach dem Auftreten des Wetterphänomens, fanden aber keine Anomalien. Physiker suchten nach physikalischen Gesetzen, die sich darauf anwenden ließen, doch alle Gleichungen endeten im Nichts.Weiterlesen »

Tonverliebt | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.

Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkram
Schaut doch auch bei ihnen vorbei!

Ich habe versucht meine Emotionen bei Konzerten in Worte zu fassen. Es ist mir fast gelungen, aber ich werde wohl noch daran feilen. Hier also eine erste Version:

 

Tonverliebt

Meine Hände schweben sonoren
Farben und kolorierten
Tönen folgend durch
die enthauptete Nacht

Meine Füße kreisen wie
Gedankenwirbel Stürme in
die Zeit und Gegenwind
in meine Uhr

Mein Herz schmiegt sich
an meine Ohren

 

 

Zivilisationsurlaub

ff

Ich mach bis Sonntag Zivilisationsurlaub. Aus aktuellem Anlass ein alter Text:

5 Tage Metal-Festival oder wie man Urlaub von der Zivilisation macht

Der tägliche Umgang mit unseren Mitmenschen ist geprägt von gewissen Umgangsformen. Damit meine ich nicht „Bitte“ und „Danke“ zu sagen, sondern ein gepflegtes Äußeres, Bier erst nach dem Feierabend und das Verbergen von körpereigenen Gasen in Gesellschaft. Auf Metal-Festivals kann man das alles gepflegt über Bord werfen.

Tag 1: Der erste Tag eines Festivals zählt kaum als Zivilisationsurlaub. Man ist noch einigermaßen sauber. Frauen tragen Make up, Männer sind rasiert. Das erste Bier gibt es erst nach dem Aufbau, bei Männern oft begleitet mit dem Verlust der Oberbekleidung. Abends finden die ersten Konzerte statt, doch im Zentrum der Aufmerksamkeit steht das Ankommen und Kennenlernen der Zeltnachbarn. Diese werden im Laufe des Festivals zu den besten Freunden oder, wenn sie eine schlechte Musikanlage oder einen schlechten Geschmack haben, zu den ärgsten Feinden. Außerdem gewöhnt man sich langsam wieder daran, wie laut so ein Rülps klingen kann.Weiterlesen »

Berlinericks | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.

Mit von der Partie sind
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkram
Schaut doch auch bei ihnen vorbei!

Ich war in Berlin und da dachte ich, ich bediene mich einer besonderen Form des Limericks: dem Berlinerick, erfunden von René (auf seinem Blog gibt es mehr: *klick*).

 

3 Berlinericks

1.
Der letzte Besuch war voll Regen,
deshalb begann ich den Wunsch zu hegen,
es noch einmal zu versuchen
und das schöne Berlin zu besuchen.
Diesmal bitte mit Sonne zugegen!

 

2.
Der erste Berliner Abend war
überschattet von einer Mückenschar.
Der zweite Tag war zu heiß,
mir rann nur so der Schweiß.
Ich verbrannte mich sogar.

3.
Am dritten Tag folgte die Heimreise,
bei 40 Grad, keine Klimaanlage, dummerweise.
Mit Berlin hab ich wohl kein Glück
dennoch komme ich zurück.
„Aller guten Dinge sind Drei“ sagt die Weise

Operation Froschkönig | Extraetüden

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Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Diesen Monat gibt es eine Extraetüde, d.h. man muss 5 Worte in 500 Wörter unterbringen. Aus folgenden 6 Wörtern kann gewählt werden: „Froschkönig“, „trüb“, „helfen“, „Abweichung“, „unabwendbar“ und „verengen“.

Ich bin mir nicht einmal sicher, wie diese Geschichte zustande gekommen ist. Ich hatte keinen Hunger in der Mittagspause und keine Lust zu lesen…

 

Operation Froschkönig

„Der Froschkönig ist am Brunnen.“

PJ konnte von seinem Posten den Ballsaal und die angrenzenden Räume überwachen. Gleichzeitig war er versteckt genug, um nicht entdeckt zu werden. Er beobachtete seine Kollegen. Eine kleine Abweichung und ihr Plan wäre nicht mehr umsetzbar.

„Der Prinz rollt die Kugel.“

„Die Märchenprinzessin fängt die Kugel.“

Zu dem Mann im Sakko, den PJ seit zwei Stunden beobachtete, gesellte sich eine aufreizend gekleidete Frau – die Märchenprinzessin, MJ genannt. Offensichtlich verwickelte MJ den Mann im Sakko in ein Gespräch, als ein Kellner den Raum betrat – der Prinz, JD genannt. Er stolperte und leerte ein Glas Sekt über den Mann im Sakko.

MJ tat zunächst erschrocken, dann begann sie dem Mann zu helfen sein Sakko auszuziehen. JD eilte derweil davon, um Tücher zu holen, wie er behauptete und schließlich verschwand MJ, um selbst Tücher zu holen, da Kellnern nicht zu trauen war.Weiterlesen »

Julia und Romeo | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Ich dachte, ich probiers diesen Freitag mal mit Shakespeare.

Thema: “Julia wollte das alles nicht, doch nun steckte sie zu tief mit drin.” Wie geht die Geschichte weiter?

Julia wollte das nicht, doch nun steckte sie zu tief mit drin. Eigentlich, wenn man es genau nahm, steckten sie und Romeo fest.  Es war nicht das erste Mal in den letzten Jahren und es war auch nur ein Symptom ihr sich langsam den Abgrund hinunterrollenden Beziehung.

Wenn sie ehrlich zu sich war, sah sie keine Zukunft mehr für sie beide. Julia seufzte.

„Was denn nun schon wieder?“ Romeo legte seinen Kopf schief. „Ist jetzt nicht nur meine Schuld.“

„Wie bitte?“ Julias Augen verengten sich und schnaubte verächtlich. „Wer hat sich denn hier so gehen lassen?“

„Das mit hat mit  ‚sich gehen lassen gar‘ nichts zu tun.“

„Und wie nennst du deinen Speckwanst dann?“Weiterlesen »

Die Masken | Telling Pictures meets Horror

Horrorstories

Dies ist ein Text zu der Aktion „Telling Pictures“ von Caymon. Ziel ist es bis zum 31.06. eine Geschichte zu einem der vorgegebenen Bilder zu schreiben. Ich habe mich entschieden eine Horrorgeschichte aus der Aufgabe zu machen und zu folgendem Bild geschrieben *klick*. Viel Spaß beim Gruseln. 😉

Die Masken

Martina zog den nächsten Papierfetzen durch den Kleister, dann nahm sie den getränkten Schnipsel und klebte ihn auf die Form. Langsam und gekonnt glättete sie die Oberfläche. Noch ein bis zwei Papierfetzen auf die Wange, dann hatte die Maske ihre richtige Form. Zum Abschluss pinselte sie vorsichtig etwas Kleister über alle Enden, dann war auch diese Maske fertig.

Die sechzigste. Was hatte sie sich nur bei diesem Kunstprojekt gedacht? Hätte sie nicht wie ihre Atelierkollegin einfach etwas aus Kunststoff formen können? Nein, es mussten wieder diese Masken sein, die sich durch ihren künstlerischen Werdegang zog, wie sie die Papierschnipsel durch den Kleister.

Martina erschrak als sie ein leises Lachen hinter sich hörte und drehte sich schnell um, doch dort war nichts. Sie atmeten tief durch. Anscheinend war sie überarbeitet und dreht langsam durch.  Kein Wunder, es war 2 Uhr nachts und sie arbeitete bereits seit dreizehn Stunden. Die Masken, die sie eben gefertigt hatte, würden die letzten sein. Sie musste sie noch bemalen, dann hatte sie genug, um ihre Installationen anzufertigen. Aber nun musste sie sie erst einmal trocknen lassen.Weiterlesen »