Hier | Writing Friday

writing-friday-2020

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Sommerferien in der Heimat – erzähle von deinem Lieblingssommerplatz in der Heimat.

Hier
Ich sehe über Häuser hinweg auf die Stadt. Eine Straße schlängelt sich neben der nächsten. Haus an Haus und in der Ferne Wald. Eines Tages werde ich dort wohnen, aber derzeit bin ich hier. Das Katzennetz wirft durch das Sonnenlicht ein Netzmuster auf meine Oberschenkel, als wolle es sie kartieren. Ich setze mich gerade hin. Der Stuhl knarzt. Eine seiner Schrauben ist lose und hat sich in das braune Holz gefressen. Lange wird er nicht mehr halten, aber noch tut er seinen Dienst. Ohne eine Auflage sitze ich auf ihm. Ich spüre die Streben, den kleinen Hügel in der Lackierung links außen, das Ende der Sitzfläche.

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Autophabet | Etüdensommerpausenintermezzo II

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Noch einmal mit dem Etüdensommerpausenintermezzo, diesmal Part II. Ziel ist es, aus einem Oberthema ein eigenes kreatives Textalphabet zu kreieren.

Ich habe ein Auto-Alphabet genommen, weil wir ein neues Auto haben und irgendwie fand ich es spannend etwas Technisches als Ausgangspunkt für skurrile Gedankengänge zu nutzen.

Autophabet

Auto, das – bringt einen an fast jedes Ziel, besser als manche Pläne und Karten.

Bremse, die – muss man treten, um zu stoppen. Vor roten Ampeln gelingt das, im Leben nicht jedem.

Cabrio, das – wird als Schwanzverlängerung gepriesen, dabei kann man so wundervoll die offenen Haare im Wind fliegen lassen.

Dach, das – schützt vor Wetter und Blicken. Auch im Cabrio, aber dann fliegen die Haare nicht mehr.

Einparkhilfe, die – bewahrt einen vor manchen Unfällen. Für das unfallfreie Hinsetzen auf Bürostühle hat das jedoch noch niemand erfunden. Weiterlesen „Autophabet | Etüdensommerpausenintermezzo II“

der plan | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund
Lyrikfeder
Nachtwandlerin
Lindas x Stories
La parole a été donnée à l’homme
Gedankenweberei

Ich bin wieder da! Leider weniger erholt als gehofft. Bis Dienstag liefs noch gut und dann mussten wir wieder bei den Umzugsvorbereitungen helfen etc.. Spätestens nach der Rückfahrt war ich vollkommen ausgelaugt und merke, dass ich nicht immer alles, was ich mir an Stress anhäufe mit einem Urlaub „ausbaden“ kann. Ein Plan muss her, irgendwann demnächst.

der plan

unruhe, die
ideen schwirren wie bienenschwärme,
zyklone in meinen gehirnwindungen.
früher konnte ich nicht, heute zu viel.

stress, der
der zeitwind lässt meine alltagshaare
fliegen. die erholungsperücke liegt im
schrank der vergangenheit. ganz hinten.

plan, der
auf meinem tisch, neben meinen kopf
liegen weiße zettel mit weißer farbe
beschriftet. ich nenne sie kopfkissen.

Urlaubselfchen | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund
Lyrikfeder
Nachtwandlerin
Lindas x Stories
La parole a été donnée à l’homme
Gedankenweberei

Sehr entspannte Grüße aus dem Norden. 😊

Gähnmarathon
wir vermessen
unsere langen Trägheitsbeine
unter den Müdigkeitssocken liegen
Urlaubsgrüße

„Urlaub“ im Norden II – 24.07 bis 02.08

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Diesmal gibt es echten Urlaub im Norden. Wir besuchen erst ein paar Tage einen Freund in Kiel und hängen dann noch einen Familienbesuch dran. Nichts besonderes, aber einmal Verschnaufen und Abwechslung habe ich dringend nötig.
Wie immer werde ich den Gedichtedienstag lesen und schreiben, aber abgesehen davon wird hier Funkstille herrschen.
Passt auf euch auf!

Gespräche mit Rüdiger – Vom Erkennen | Etüdensommerpausenintermezzo

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Diesmal mit dem Etüdensommerpausenintermezzo. Ziel ist es mindestens 7 aus 12 Wörtern (siehe Bild) in einem Text unterzubringen und einen echten Ort einzubauen.

Nach einer Pause ist er wieder da: Rüdiger! Die, die Rüdiger schon kennen, merken vielleicht einen kleinen Wechsel der Erzählweise. Ich habe bisher philosophische Thesen ohne Benennung dieser erklärt. Das will ich jetzt ändern. Mein Ziel ist es, meine Liebe zur Philosophie zu vermitteln…und natürlich meine Liebe für Katzen, aber das ist selbstverständlich.;)

Etüdensommerpausenintermezzo: Gespräche mit Rüdiger – Vom Erkennen

„Da bist du ja wieder.“

„Ja, irgendwie schön zurück zu sein und dich kleine Fellnase wiederzusehen.“ Ich gehe zum Fensterbrett in der Fehlannahme, dass Rüdiger, weil er mich vermisst hat, einen Schmatzer auf den Kopf will. Doch er duckt sich und geht zum Fressnapf. Ich gebe laktosefreie Schlagsahne zur Feier des Tages aus.

„Liebe geht durch den Magen,“ grummelt er schmatzend und ist vollends auf sein Essen fokussiert, bis nur noch eine Sahnewölkchen übrig bleibt. Ich unterdrücke einen Kommentar zu seinem kleinen Sahnebärtchen.

„Es war auf jeden Fall schön. Auch wenn ich dich vermisst habe.“

Rüdiger rollt sich auf meinem Schoß zusammen. „Jetzt darfst du. Aber keine Küsschen.“ Weiterlesen „Gespräche mit Rüdiger – Vom Erkennen | Etüdensommerpausenintermezzo“

zwischen dem fluss | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund
Lyrikfeder
Nachtwandlerin
Lindas x Stories
La parole a été donnée à l’homme
Gedankenweberei

Ich bin seit Ewigkeiten fasziniert von Serienmördern, weil sie so außerhalb dem Denken agieren, das wir als normal empfinden. Daher habe ich mich versucht hineinzuversetzen und dazu den Green River Mörder/Gary Ridgway gewählt. Faszinierend finde ich ihn, weil er sich selbst in seinem Denken und Handeln widersprochen hat. Er hat Idealen nachgeeifert, die er nie erreichen konnte und sich eine ganz eigene Realität geschaffen, in der er gefangen ist. Es ist irgendwie auch das einzig wirklich Menschliche an ihm.

Zufrieden bin ich noch nicht, aber ich arbeite bereits vier Wochen dran und besser wird es nicht.

 

zwischen dem fluss

weil der gesamte flussboden von abfall
bedeckt ist. mein wasser fließt in schichten.
auf wogen werde ich von göttlichem licht
geblendet. sonne wärmt meine haare und
ich schwimme dazwischen. bin nicht wo,
sondern da. mit phallischen bedingungen
zieht der boden an meinen seilen. ich suche
nicht. strampele mich los und stoße mich an
mir. doch sie. diese schleichen sich von vorne
an. von hinten stehe ich bereit. lass. los. atme
ekel. wut. meine hände verdecken das bett.
ich wühle im dreck. finde perlen und bringe
sie nach oben. nimm. auch in diesem leben
schwimmt müll. man sagt, er hat namen. 71,
mit 48 gesichtern. die zahlen sind größer als
ihre zähne. so werde ich für eure sünden an
das kreuz genagelt.  hier oben lebe ich in ihren
kalten körpern. ich bin groß. ich bin wasser.

Neues aus dem Atelier | Bildhaftes

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Nicht nur mein Atelier ist gewachsen und hat sich verändert, meine Acryl-Experimente werden immer experimenteller. Es macht mir Freude neue Dinge zu probieren und ich habe ein paar Techniken gefunden, die mir Spaß machen und an denen ich weiter forschen will.
Da ich schon ein paar Mal gefragt wurde – falls ihr Interesse an einem der Bilder habt: Ich verkaufe zwar nicht, verschicke aber gegen eine Spende an eine Tierschutz- oder Umweltorganisation. Ich schreibe direkt drunter, ob sie schon weg sind. Beim Rest: Einfach fragen!

ptog1Eigentlich wollte ich Wolken malen, dann ist mir die Farbe gerissen und danach sind eine Menge Unfälle passiert. Ich mag das Ergebnis, mein Freund auch, daher ist das Bild bei uns im Musikzimmer eingezogen. Weiterlesen „Neues aus dem Atelier | Bildhaftes“

Emma goes Narnia | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Emma ist gerade in ein neues Haus gezogen, als sie dort den Wandschrank öffnet weht ihr ein kühler Wind entgegen, sie tritt hindurch und ist in einer anderen Welt… (Erzähle die Geschichte weiter)

Emma goes Narnia
(mir fiel kein bessere Titel ein, Vorschläge gerne in den Kommentaren)

Emma saß auf dem Bett und seufzte. Ihr Rücken schmerzte. So ein Umzug mit siebzig Jahren war wirklich anstrengend, aber es hatte sich gelohnt. Vor drei Jahren war ihr Mann gestorben. Seitdem hatte sie sich viel gelangweilt und vor allem viele Dinge machen müssen, zu denen sie keine Lust hatte. Ihr Mann hatte ihr vorher ein einigermaßen komfortables Leben ermöglicht.  Er war fügig gewesen, arbeitsam und hatte ihr selten widersprochen. Olav, ihr neuer Lebensgefährte, war ihrem Mann ähnlich. Außerdem war er wohlhabend und hatte keine Kinder. Ihre eigene Tochter hatte nach dem Tod ihres Vaters den Kontakt zu ihr abgebrochen. Emma müsste lügen, wenn sie sagen würde, dass sie die kleine Rotzgöre vermisste. Weiterlesen „Emma goes Narnia | Writing Friday“

die kunst zu googlen| Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund
Lyrikfeder
Nachtwandlerin
Lindas x Stories
und La parole a été donnée à l’homme

Die Regeln: Ich habe „ich gehe“, „du gehst“ und „sie gehen“ bei Google eingegeben und die Treffer hinterinander geschrieben. Das Ergebnis habe ich dann nur mit Zeilenumbrüchen und Zeichensetzung bearbeitet. Ich finds witzig, aber etwas schwierig zu lesen.

die kunst zu googlen

ich gehe italienisch davon aus,
dass schlafen einkaufen. mit
meiner laterne nach hause
spazieren. jetzt schlafen. weg.

du gehst mir ab, mir nicht mehr
aus dem kopf. fort zu frauen !
vergiss die peitsche nicht nicht.
allein mir auf die nerven, auf den
keks mir unter die haut. mir! ab

bedeutung

sie gehen französisch/spanisch in
deutschland zum arbeitsgericht. bei
auf englisch mir alle. auf den sack.
recht. in der annahme italienisch.
vor uns vorbei. englisch nach hause.