Erinnerungsgarten | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Die Geschichte ist angelehnt an mein Leben. Den Fingerhut habe ich erfunden, der Rest ist etwas vereinfachter dargestellt. Aber der Garten ist so wie beschrieben, zumindest in meiner Erinnerung.

Thema: Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein: Marmelade, Fingerhut, Rosenranken, Himmelblau und Oma.

Sabrina liebte die Sommerferien. Zwei Wochen verreiste sie mit ihren Eltern, zwei Wochen unternahm sie etwas mit ihren Freunden und die letzten beiden Wochen waren für ihre Oma reserviert.

Diese wohnte fünf Stunden entfernt von dem Ort, in den Sabrina mit ihren Eltern gezogen war. Sabrina sah ihre Oma nur in den Ferien, an Feiertagen und am Geburtstag. Deshalb war der Sommer ganz speziell für sie. Zwei Wochen lang hatte sie ihre Oma ganz für sich alleine. Sie würden backen, kochen, im Garten arbeiten, ins Schwimmbad gehen, ihren Onkel besuchen und das alte Haus und die Umgebung erforschen.

Besonders den Garten liebte Sabrina. Er war wie ein großer Dschungel voller Abenteuer und Gefahren. Wenn ihre Oma nach dem Mittagessen für ein bis zwei Stunden schlafen ging, machte sich Sabrina auf Erkundungstour. Weiterlesen »

Vergangenheitsaugen | abc.etüden 19+20

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Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 19+20 beinhaltet die Worte „Katzenauge“, „kurios“ und „balancieren“, gesponsort von mir.

Ich habe kürzlich für einen Artikel zum Thema Karrierewechsel recherchiert. Viele Wechsel haben sich einfach so ergeben, andere mussten erst ihre Perspektive wechseln. Ich glaube es würde vielen Menschen gut tun, ihr heutiges Leben aus Vergangenheitsaugen zu betrachten. Das hat mich zu diesem kleinen Text inspiriert.

Vergangenheitsaugen

Der Arzt sagte Karl, er hätte Burn-Out, aber Karl glaubte nicht daran. Die Symptome fand er kurios nicht beunruhigend. Er war erst 29 Jahre alt und sein Leben lief gut. Ihm war einfach etwas schwindelig und die Luft fühlte sich manchmal schwerer. Also arbeitet er bis er gar keine Luft mehr bekam.

Als er zum zweiten Mal von der Arbeit mit dem Krankenwagen abgeholt wurde, bat ihn sein Chef sich um seine Gesundheit zu kümmern. Karl nahm sich den Urlaub, den er seit zwei Jahren gesammelt hatte und beschloss seine Eltern endlich zu besuchen.Weiterlesen »

Handicap | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum mehr Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Mit von der Partie ist Stachelbeermond. Schaut doch bei ihr vorbei.
Wer sich uns anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.

EDIT: Judith ist nun auch dabei. Ihr schönes Gedicht findet ihr hier.

Mein Gedicht diese Woche ist wieder ein Satz, diesmal eine Spur abstrakter. Eigentlich kann es für viele Themen stehen. Erst dachte ich über Politik nach,d ann Gesellschaft im allgemeinen. Es ist also mehr ein Gefühl als eine klare Aussage.

Handicap

Während Unbekannte auf
den Straßen über Abgötter
und Parallelwelten reden

spielt ein Pantomime
Flöte und ein Unsehender
tanzt dazu kreuzüber
im Zweisatz

In meiner Welt | Writing Friday

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* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite. *

Nicht, dass ich „Aladdin und die Wunderlampe nicht mag“, aber eine gewisse Szene fand ich schon als Kind fragwürdig. Hier also was wirklich passiert ist…

Thema: Schreibe eine Geschichte die mit dem Satz “Jasmin hatte schon immer an Magie geglaubt, doch als sie dann tatsächlich sah wie…” beginnt. 

Jasmin hatte schon immer an Magie geglaubt, doch als sie dann tatsächlich sah, wie sich vor ihr ein fliegender Teppich über den Balkon erhob, war sie schockiert. Ein Teil des Schocks kam auch daher, dass der Depp, dem der Teppich gehört, sich gerade vom Balkon gestürzt hatte, ohne ihr zu sagen, dass er von einem fliegenden Teppich aufgefangen werden würde.

„Vertraust du mir?“

‚Nein‘ dachte Jasmin und war sauer. Andererseits war sie auch unendlich neugierig, also setzte sie sich neben Ali und sie flogen über das nächtliche Agrabah. Die Dächer erstrahltem im Mondschein und tauchten die Stadt in ein Licht, dass an tausende von Märchen erinnerte. Die Aussicht war einfach wundervoll, doch bereits nach kurzer Zeit setzte bei Jasmin die Reiseübelkeit ein.Weiterlesen »

Katzenaugen bringen Glück | abc.etüden 19+20

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Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 19+20 beinhaltet die Worte „Katzenauge“, „kurios“ und „balancieren“, gesponsort von mir.

Für die eigenen Wörter was schreiben ist kompliziert, vor allem weil ich beim Ausdenken nicht daran gedacht habe, wie ich die selbst verwerten könnte, sondern nur Wörter gesucht haben, die viele Assoziationen zulassen.

Katzenaugen bringen Glück

Die Straße schwankte und Jan hielt sich an der Häuserwand fest. Er war nach einer Partynacht auf dem Weg zurück ins Hotel, als er in einen Hinterhof voller Katzen stolperte. In der Mitte stand eine kuriose Frau, gekleidet als wolle sie auf einen Ball gehen. Ihre strahlendweißen Haare standen im Kontrast zu ihrer dunklen Haut. Grüne Augen blitzen in ihrem Gesicht. Ein mädchenhaftes Lächeln umspielte ihre Lippen.

Einige Katzen schlichen um die Frau herum, einige stromerten in den Schatten. Eine kleine weiße Katze balancierte auf ihrer Schulter. Ein paar schwarze spielten mit dem roten Umhang, den sie über ihr ausladendes dunkelgrünes Kleid trug.Weiterlesen »

Cyanotypie| Der Dienstag dichtet

Da ich kaum mehr Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Mit von der Partie ist Stachelbeermond. Schaut doch bei ihr vorbei.
Wer sich uns anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.

Mein Gedicht diese Woche ist eher ein Satz und eine Spielerei.

 

Cyanotypie

Als sie in der Reifezeit noch
nicht wusste, wer
sie war, nahm sie das erstbeste
Idol und legte es in diese
eisensalzene Lösung

nur um dann festzustellen, dass
sie negativ blieb

„Man lebt zweimal“ | AnthoAlice Erinnerungen

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*Dies ist ein Beitrag zu der Blogparade „AnthoAlice“  von Alice. Zum Thema Erinnerungen kann man allen möglichen kreativen outlet bis zum 15.05. beitragen.*

Ich habe vor einiger Zeit auf einem Friedhof ein Grab gesehen, dass wild bepflanzt und dessen Grabstiin mit Graffitti vollgesprüht war. Da ich die wahre Geschichte so bedrückend fand, habe ich beschlossen, eine schönere Geschichte darüber schreiben.
Das verwendete Zitat ist von Honoré de Balzac.

Man lebt zweimal

„Ich bin müde“ sagt er und ging für immer schlafen. Zurück blieben seine Frau Maria, zwei erwachsene Kinder und ein noch junges Kindeskind. Außerdem ein Hund, zwei Katzen, ein altes Haus mit gepflegtem Garten und die Erinnerung an jemand, der jetzt nur als Hülle langsam zu verfallen begann.

„Man lebt zweimal: das erste Mal in der Wirklichkeit, das zweite Mal in der Erinnerung.“ stand auf seinem Grabstein. Das fand seine jüngste Tochter so treffend. Maria war es egal, sie hätte auch ein „RIP“ oder ein „In Erinnerung“ hingenommen. Der Stein, auf dem der Spruch stand, war grau und glänzte etwas rötlich in der Sonne. Das fiel Maria nach dem 357ten Besuch auf, bis dahin hatte die ganze Welt sowieso grau gewirkt.Weiterlesen »

„Selbsthilfegruppe“ | Writing Friday KW 18

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* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite. *

Ich wollte mal wieder ein Objekt sprechen lassen. Bisher fand ich die Lästereien meiner Besitztümer vielfach übertrieben – zu Wort hatten sich ja bereits mein Bikini, mein Schreibtisch, mein Blog und sogar Yoda (die Katze, in deren Wohnung ich lebe) gemeldet – jetzt beschwert sich auch noch mein Smartphone. Allerdings hat es nicht ganz unrecht, muss ich zugeben.

Thema: Dein Handy berichtet über deine Macken.

Hallo,

mein Name ist Huawei Mate und ich würde gerne Ihrer Selbsthilfegruppe „Handys mit verpeilten Besitzern“ beitreten.

Meine Besitzerin hat mich erst vor vier Wochen gekauft, aber es zeichnet sich bereits ein Muster ab: Ich werde ständig verloren.

Oft dauert es nur eine Minute zwischen der Frage „Wo habe ich nur…?“ und der Antwort „Ach, da ist es.“, aber manchmal verstreichen sehr lange Minuten, in denen ich am liebsten Hände zum Gestikulieren hätte oder wenigstens nicht dauernd auf lautlos gestellt wäre.Weiterlesen »

Der Dienstag dichtet

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Mir ist aufgefallen, dass ich die letzten Monate kaum Gedichte geschrieben habe. Nicht, dass ich keine Ideen hätte, aber ich nehme mir einfach keine Zeit dafür. Deswegen schaffe ich mir einen Ansporn und will ab jetzt jeden Dienstag ein Gedicht veröffentlichen. Ich richte mich nicht nach Themen, sondern dem, was mir gerade auf dem Herzen liegt.

Ich hatte auch die Idee eine Aktion daraus zu machen. Wenn jemand Lust hat mitzumachen, schreibt einfach in die Kommentare. Je nachdem ob und wieviel mitmachen wollen, würde ich mir dann ein Konzept überlegen.

Los geht’s! Dieses Gedichte habe ich vor einer ganzen Weile begonnen, aber nie fertig gestellt. Es ist ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt.

 

Mata-Mata

In klaftertiefem Blau
schwebt sie langsam und
bedacht mit salzig
schäumenden Wogen

Die jahrhundertealten
Platten knirschen und
knarzen über dem
synthetisch vollen Magen

Wenn ihre Füße wieder
Grund berühren
ist sie verhungert