Der Drache | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.

Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkram
Schaut doch auch bei ihnen vorbei!

Inspiriert vom Amazon Prime Day.

Der Drache

Erhaben sitzt er auf
seinem Berg aus Hab und
Gut, aus Gier und
Eitelkeiten

Sein Atem rasselt und
Wind lässt seine grünen
schimmernden Schuppen
klangvoll singen

Wenn sie ihn in hundert
Jahren finden, sind seine
Schuppen grau

und
sein Gold glitzert in
der Abendsonne

Tonverliebt | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
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Ich habe versucht meine Emotionen bei Konzerten in Worte zu fassen. Es ist mir fast gelungen, aber ich werde wohl noch daran feilen. Hier also eine erste Version:

 

Tonverliebt

Meine Hände schweben sonoren
Farben und kolorierten
Tönen folgend durch
die enthauptete Nacht

Meine Füße kreisen wie
Gedankenwirbel Stürme in
die Zeit und Gegenwind
in meine Uhr

Mein Herz schmiegt sich
an meine Ohren

 

 

Berlinericks | Der Dienstag dichtet

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Mit von der Partie sind
Stachelbeermond
Mutigerleben
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Ich war in Berlin und da dachte ich, ich bediene mich einer besonderen Form des Limericks: dem Berlinerick, erfunden von René (auf seinem Blog gibt es mehr: *klick*).

 

3 Berlinericks

1.
Der letzte Besuch war voll Regen,
deshalb begann ich den Wunsch zu hegen,
es noch einmal zu versuchen
und das schöne Berlin zu besuchen.
Diesmal bitte mit Sonne zugegen!

 

2.
Der erste Berliner Abend war
überschattet von einer Mückenschar.
Der zweite Tag war zu heiß,
mir rann nur so der Schweiß.
Ich verbrannte mich sogar.

3.
Am dritten Tag folgte die Heimreise,
bei 40 Grad, keine Klimaanlage, dummerweise.
Mit Berlin hab ich wohl kein Glück
dennoch komme ich zurück.
„Aller guten Dinge sind Drei“ sagt die Weise

Sprachbilder | Der Dienstag dichtet

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Diesmal gibt es ein altes Gedicht, das ich ausgekramt und überarbeitet habe. Die Wörter habe ich nicht verändert, nur den Rhythmus.

 

Sprachbilder

kreisen deine
Lippen ein, umfliegen deine
Stimmcollagen

farbig, buntvereint

schwirren
4-Takt-Blumen durch
belebte Fantasien und

mein Herz springt
Beatnovellen, färbt die
Welt im Ton dazu

Kein und Aber| Der Dienstag dichtet

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Wer diese Woche bei mir tiefen Sinn sucht, sucht falsch. 😉 Ich hatte Lust mit Sprache zu jonglieren und ein wenig Spaß zu haben.

Kein und Aber

Als Kein und Aber aus
dem Paradies vertrieben
wurden, schrie niemand

Die Schlange war‘s!

dabei lauerte bereits
eine evaeske Figur verführerisch
gekleidet am Rand der
Pforte und winkte mit

reißerischen Ausnahmen

Google-Gedichte | Der Dienstag dichtet

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Stachelbeermond
Mutigerleben
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Man hört soviel Negatives über Datenspeicherung/missbrauch etc., da dachte ich, irgendjemand muss ja positiv bleiben und habe ein paar Google-Gedichte (Erfinder ist wohl Bov Bjerg, auf die Idee hat mich Stachelbeermond gebracht) geschrieben. 😉 Dabei habe ich einige Wörter in Google eingegeben und dann die ersten Ergebnisse (teils mit Zeilenumbruch) als Gedicht genommen. Teilweise sehr skurril, aber ein paar schöne Gedichte sind dem entsprungen.

an einem großen
an einem großen stillen see
an einem großen runden
tisch sitzen männer und frauen
glauben an einen großen gott
steile wiese an einem großen berg

wenn es regnet
wenn es regnet und die sonne scheint
wenn es regnet und die sonne lacht
ist ein regenbogen schnell gemacht
wenn es sternschnuppen regnet und
wünsche vom himmel fallen
wenn es konfetti regnet und
krapfen schneit
und wenn es regnet weiß ich
dass du manchmal weinst

or it has
or it has been cancelled
and it has been
and it has been approved
or they has
and it has gone

Their sea | Der Dienstag dichtet

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Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkram
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Derzeit beschäftige ich mich mit einer gewissen Gruppe Menschen auf Social Media und habe meine Abneigung in Kreativität umgewandelt. Außerdem hatte ich Lust mit Sprache und Darstellung zu experimentieren, daher auf Englisch und inszeniert.

qrf

Was man montags über Politik sagt | Der Dienstag dichtet

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Mit von der Partie sind
Stachelbeermond
Mutigerleben
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Gerade dreht sich alles um Politik, deshalb gibt es diese Woche ein paar Gedanken dazu. Habe mal ein altes Gedicht von etwa 2007 ausgegraben und umgeschrieben.

Was man montags über Politik sagt

Erstens:
Wenn Reden Silber ist
und Schweigen Gold, dann
ist Lügen Diamant und auch wenn
Lügen auf kurzen Beinen gehen,
haben sie dennoch lange Laufzeiten.

Zweitens:
Während die Ufer leer wirken,
schwimmen die großen Enten mittig.
Einige schleichen derweil geschickt
durch die herbstfarbenen Büsche,
andere sind gleich auf Tauchgang.

Drittens:
Die Schwarzen und Roten sind
einander nicht grün und
die Braunen streichen sich blau.
Kein Wunder, dass es nach Obst duftet,
überall hat man heute weiche Birnen.

Cyanotypie| Der Dienstag dichtet

Da ich kaum mehr Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Mein Gedicht diese Woche ist eher ein Satz und eine Spielerei.

 

Cyanotypie

Als sie in der Reifezeit noch
nicht wusste, wer
sie war, nahm sie das erstbeste
Idol und legte es in diese
eisensalzene Lösung

nur um dann festzustellen, dass
sie negativ blieb

Der Dienstag dichtet

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Mir ist aufgefallen, dass ich die letzten Monate kaum Gedichte geschrieben habe. Nicht, dass ich keine Ideen hätte, aber ich nehme mir einfach keine Zeit dafür. Deswegen schaffe ich mir einen Ansporn und will ab jetzt jeden Dienstag ein Gedicht veröffentlichen. Ich richte mich nicht nach Themen, sondern dem, was mir gerade auf dem Herzen liegt.

Ich hatte auch die Idee eine Aktion daraus zu machen. Wenn jemand Lust hat mitzumachen, schreibt einfach in die Kommentare. Je nachdem ob und wieviel mitmachen wollen, würde ich mir dann ein Konzept überlegen.

Los geht’s! Dieses Gedichte habe ich vor einer ganzen Weile begonnen, aber nie fertig gestellt. Es ist ein Thema, das mir sehr am Herzen liegt.

 

Mata-Mata

In klaftertiefem Blau
schwebt sie langsam und
bedacht mit salzig
schäumenden Wogen

Die jahrhundertealten
Platten knirschen und
knarzen über dem
synthetisch vollen Magen

Wenn ihre Füße wieder
Grund berühren
ist sie verhungert