Beauty Perfect | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Mir war da etwas albern zumute…

Thema: Schreibe aus der Sicht von Dornröschen, die über 100 Jahre lang geschlafen hat und im Jahr 2019 wieder erwacht.

„Du gütiger Gott.“

„Das heißt ‚Oh Shit‘. Das i schön lang ziehen.“

„Oh shiiiiit.“ Dornröschen sah Paul an und der nickte. Sie grinste. „Jo Mann.“

Als sie vor zwei Monaten aus ihrem elendig langen Schlaf erweckt wurde, hatte sie sich nicht träumen lassen, dass ihr diese neue Welt so gut gefallen würde. Alles hatte sie noch nicht raus, aber immerhin bewegte sie sich durch die Stadt ohne groß aufzufallen. Oder zumindest nicht unangenehm aufzufallen. Es war ein wenig schwer sich durch Berlin zu bewegen, ohne erkannt zu werden.

Das lag vor allem auch an dem Prinzen, der sie wachgeküsst hatte – Prince Perfect. Denn schließlich war Berlin sein Königreich und sie dank der Hochzeit letzte Woche seine Königin. Dornröschen geriet ins Schwärmen. Hach, ich Kleid war so wundervoll gewesen und die Zeremonie mit der tollen Musik. Nun ja, toll war relativ – ein wenig eigenartig für Dornröschens Ohren, die sonst nur Kammermusik gewöhnt war, aber heute war das wohl so. Das einzig nervige an der Hochzeit waren die ständigen Wiederholungen gewesen. Gleich 4 Mal hatten sie die Ringe getauscht, 7 Mal musste sie den Kirchgang hinuntergehen und 3 Mal ihren neuen Gatten küssen. Aber was beschwerte sie sich? Wundervoll war es dennoch gewesen.Weiterlesen »

Henry 4 | Etüdensommer

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Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Es ist Etüdensommerpausenintermezzo-Zeit. Aufgabe ist es eine Etüde weiterzuerzählen, mit dem Satz beginnend: Am nächsten Tag war alles anders.

Auftritt Nummer 4 für Henry. Hier eine kurze Zusammenfassung der vorhergehenden Teile:

  1. „Henry wartet“ : Henry wartet bis sein neuer Diener aufersteht: Etienne.
  2. „Henry 2“: Etienne ist ein Tyrann und nutzt Henrys Verliebtheit aus. Henry schafft es letztendlich mit Liebeschnulzen ihn äh loszuwerden.
  3. „Nachts im Park“: Henry macht sich auf die Jagd nach einem neuen Diener: Luise.

Am nächsten Tag war alles anders…hoffte Henry. Er saß wieder vor einem frischen Grab und wartete auf seinen ersten weiblichen Diener. Der Nachteil an Damen war allerdings, dass sie ewig brauchten. Henry biss in sein Bloonty – einem Bounty-Riegel, bei dem er den Kokoskern gegen Blut getauscht hatte. Sein Dritter. Er saß hier schon eine ganze Weile und nun begann es auch noch zu regnen.

Tatsächlich dauerte es bis kurz vor Sonnenaufgang bis Luise sich endlich bemühte aufzuerstehen. Wenigstens hatte er mittlerweile einen Namen für sie gefunden: Wilhelmine. Von Friedrich Wilhelm, einem der Herrscher die Sanssouci gestaltet hatte oder so. Er hatte die Tafel nur flüchtig gelesen. Menschengeschichte langweilte ihn. Beim meisten war er live dabei gewesen und es war weniger spektakulär gewesen, als Geschichtsbücher einen glauben lassen wollten.Weiterlesen »

Henry II | Etüdensommer

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Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Es ist Etüdensommerpausenintermezzo-Zeit. Aufgabe ist es eine Etüde weiterzuerzählen, mit dem Satz beginnend: Am nächsten Tag war alles anders.

Ich fand „Henry wartet“ weder besonders gut noch schlecht, aber mein Hauptcharakter hat mir irgendwie gefallen und ich wollte ihm mehr Raum geben sich zu entfalten.
Ps: Ich dachte nie, dass ich mal eine Vampirromanze schreibe. Ich bin irgendwie entsetzt von mir, andererseits ist es auch eher meine Art eine Romanze zu erzählen…

Am nächsten Tag war alles anders. Etienne hieß noch immer Etienne und war gar nicht der schüchterne Junge den Henry von Weitem ausgemacht hatte. Seine Arroganz war Henry zum Verhängnis geworden. Statt jemanden zu haben, der ihm alle Wünsche erfüllt, war er es, der bediente. Etienne war geschickt darin, ihn um den Finger zu wickeln. Ob mit gespielter Ungeschicklichkeit oder seinem zauberhaften Lächeln. Henry konnte nicht Nein sagen. Auch Wochen später nicht.

Henrys Leben war auf den Kopf gestellt. Der einst so selbstbewusste Mann war ein besserer Diener. 700 Jahre Lebenserfahrung dahin. Henry biss sich vor Wut in die Lippe und schnappte sich schnell ein Geschirrtuch. Als Vampir ist sowas eine doofe Idee. In den Tisch beißen auch.

„Wo bleibt denn mein Abendcocktail?“

Etienne machte es sich mit einem Buch vor dem Kamin gemütlich, als ihm Henry immer noch mit einem Küchentuch vor dem Mund seinen Abendschmaus servierte.Weiterlesen »

Areca | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Heute mal wieder etwas mit Twist. Damit ich nicht spoilere, steht das Thema, dass ich bearbeitet habe, am Ende der Geschichte.

Areca

Es war nachts und ich atmete tief ein. Der Vollmond ließ den kleinen Hinterhof in eigenartigem Licht erstrahlen. Die Büsche raschelten im sanften Wind und ließen ihre Schatten wie Puppen tanzen. Mir schauerte es ein wenig und ich fror, als ich mich langsam aufrichtete.

Ich lag in einem großen Haufen Erde neben dem Kompost. Es roch nach faulenden Bananen und Moos. Vorsichtig versuchte ich mich zu bewegen, aber ich steckte etwas in dem Boden fest. Gottseidank hatte es die Nacht geregnet und der Boden war locker, sodass ich mit einem kurzen Ruck, alles von mir befreien konnte. Freiheit. Ich streckte meine Arme aus und ließ sie von dem Wind umspielen. So lebendig hatte ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. Um genau zu sein, war ich es auch lange nicht gewesen.

Ich erinnerte mich nur wenig an die traurigen Gesichter, als man mich hierherbrachte, erinnere mich wie schwach ich mich fühlte. Dann endet meine Erinnerung und beginnt mit der heutigen Nacht. Ich fühlte mich eigenartig stark, als könnte ich Bäume ausreißen. Vorsichtig hob ich meinen Torso, meine Arme hinterließen dabei Spuren in dem Dreck.Weiterlesen »

Julia und Romeo | Writing Friday

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Ich dachte, ich probiers diesen Freitag mal mit Shakespeare.

Thema: “Julia wollte das alles nicht, doch nun steckte sie zu tief mit drin.” Wie geht die Geschichte weiter?

Julia wollte das nicht, doch nun steckte sie zu tief mit drin. Eigentlich, wenn man es genau nahm, steckten sie und Romeo fest.  Es war nicht das erste Mal in den letzten Jahren und es war auch nur ein Symptom ihr sich langsam den Abgrund hinunterrollenden Beziehung.

Wenn sie ehrlich zu sich war, sah sie keine Zukunft mehr für sie beide. Julia seufzte.

„Was denn nun schon wieder?“ Romeo legte seinen Kopf schief. „Ist jetzt nicht nur meine Schuld.“

„Wie bitte?“ Julias Augen verengten sich und schnaubte verächtlich. „Wer hat sich denn hier so gehen lassen?“

„Das mit hat mit  ‚sich gehen lassen gar‘ nichts zu tun.“

„Und wie nennst du deinen Speckwanst dann?“Weiterlesen »

Verhinderter Superheld | Writing Friday

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Thema: Du kannst plötzlich fliegen. Würdest du jemandem davon erzählen? Was tust du mit dieser neuen Fähigkeit?

Ich weiß jetzt auf jeden Fall wie sich Superhelden fühlen. Nicht, dass ich Menschen rette, aber ich habe Superkräfte und ich bin maskiert. Das mit dem Menschenretten ist übrigens ziemlich bescheuert, das mit dem Maskieren auch. Aber vielleicht sollte ich meine Geschichte einfach von vorne beginnen.

Vor gut einem Monat bin ich an einer Chemiefabrik vorbeigefahren. Gerade als ich maximal nahe an dem Gebäude vorbeifuhr, ist es explodiert. Mein Wagen überschlug sich mehrfach, aber durch ein Wunder überlebte ich als Einziger im näheren Umfeld. Ja, ich weiß Klischee. Ich wünschte auch es wäre anders passiert.

Nachdem ich wieder einigermaßen gesundet war, stellte ich fest, dass ich eine neue Fähigkeit erlangt hatte: Ich konnte fliegen.Weiterlesen »

Kein und Aber| Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.

Mit von der Partie sind
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkram
Schaut doch auch bei ihnen vorbei!

Wer diese Woche bei mir tiefen Sinn sucht, sucht falsch. 😉 Ich hatte Lust mit Sprache zu jonglieren und ein wenig Spaß zu haben.

Kein und Aber

Als Kein und Aber aus
dem Paradies vertrieben
wurden, schrie niemand

Die Schlange war‘s!

dabei lauerte bereits
eine evaeske Figur verführerisch
gekleidet am Rand der
Pforte und winkte mit

reißerischen Ausnahmen

Hallo Zukunfts-Ich | Writing Friday

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Thema: Schreibe einen Brief an dein 80-jähriges Ich.

Hallo Zukunfts-Ich,

dies ist eine kleine Erinnerung aus der Vergangenheit. Ich hoffe, du hast bereits ein paar Bücher veröffentlicht und ein einige Fellnasen angesammelt. Wenn nicht starte JETZT !!

Denk an das Ziel: Ich will eine krimischreibende Katzenlady werden. Dazu gehören mindestens 3 veröffentlichte Krimis und 6 Katzen…besser mehr! Von Beidem!

Falls du Ideen für Krimis brauchst:

  • Der Gärtner war es – nach 2050 glaubt sicher niemand mehr, dass er es war
  • Jemand wird mit Pinselreiniger ermordet – manchmal muss man zu seinen Anfängen zurückkehren
  • Wrestling-Krimi – gibt es noch nicht und da kennen wir uns aus

Falls du beim Krimischreiben immer noch so schlecht bist, hier ein paar Horrorideen (eine horrorschreibende Oma hat auch irgendwie was):Weiterlesen »

Das Biest | Writing Friday

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Ich reize mal wieder die Grenze zwischen zu viel Fantasie- und einen Knall-haben aus.
Ps.: Ein Bild des beschriebenen Monsters findet ihr am Ende des Textes  – direkt im Akt des Verbrechens erwischt.

Thema: Deine Vorratsdosen starten einen Aufstand. Berichte davon

„Quirrlscheibe und erste Ladung Deckel bereit?“

„Bereit!“

„Reismaker-Löffel und Riffeldeckel liegen auf Kante?“

„Ja, Hauptsalatwebel.“

„Dito. Äh, ich meine…Bereit Hauptsalatwebel.“

„Ladestation Tupperdose groß bereit?“

„Geladen und bereit.“

„Gut. Wenn das Monster mit den beiden Großen reinkommt, nehmen wir es unter Beschuss.“

Sie warteten. Eine Stunde verging, dann noch eine.Weiterlesen »

In meiner Welt | Writing Friday

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* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite. *

Nicht, dass ich „Aladdin und die Wunderlampe nicht mag“, aber eine gewisse Szene fand ich schon als Kind fragwürdig. Hier also was wirklich passiert ist…

Thema: Schreibe eine Geschichte die mit dem Satz “Jasmin hatte schon immer an Magie geglaubt, doch als sie dann tatsächlich sah wie…” beginnt. 

Jasmin hatte schon immer an Magie geglaubt, doch als sie dann tatsächlich sah, wie sich vor ihr ein fliegender Teppich über den Balkon erhob, war sie schockiert. Ein Teil des Schocks kam auch daher, dass der Depp, dem der Teppich gehört, sich gerade vom Balkon gestürzt hatte, ohne ihr zu sagen, dass er von einem fliegenden Teppich aufgefangen werden würde.

„Vertraust du mir?“

‚Nein‘ dachte Jasmin und war sauer. Andererseits war sie auch unendlich neugierig, also setzte sie sich neben Ali und sie flogen über das nächtliche Agrabah. Die Dächer erstrahltem im Mondschein und tauchten die Stadt in ein Licht, dass an tausende von Märchen erinnerte. Die Aussicht war einfach wundervoll, doch bereits nach kurzer Zeit setzte bei Jasmin die Reiseübelkeit ein.Weiterlesen »