Julia und Romeo | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Ich dachte, ich probiers diesen Freitag mal mit Shakespeare.

Thema: “Julia wollte das alles nicht, doch nun steckte sie zu tief mit drin.” Wie geht die Geschichte weiter?

Julia wollte das nicht, doch nun steckte sie zu tief mit drin. Eigentlich, wenn man es genau nahm, steckten sie und Romeo fest.  Es war nicht das erste Mal in den letzten Jahren und es war auch nur ein Symptom ihr sich langsam den Abgrund hinunterrollenden Beziehung.

Wenn sie ehrlich zu sich war, sah sie keine Zukunft mehr für sie beide. Julia seufzte.

„Was denn nun schon wieder?“ Romeo legte seinen Kopf schief. „Ist jetzt nicht nur meine Schuld.“

„Wie bitte?“ Julias Augen verengten sich und schnaubte verächtlich. „Wer hat sich denn hier so gehen lassen?“

„Das mit hat mit  ‚sich gehen lassen gar‘ nichts zu tun.“

„Und wie nennst du deinen Speckwanst dann?“Weiterlesen »

Verhinderter Superheld | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Du kannst plötzlich fliegen. Würdest du jemandem davon erzählen? Was tust du mit dieser neuen Fähigkeit?

Ich weiß jetzt auf jeden Fall wie sich Superhelden fühlen. Nicht, dass ich Menschen rette, aber ich habe Superkräfte und ich bin maskiert. Das mit dem Menschenretten ist übrigens ziemlich bescheuert, das mit dem Maskieren auch. Aber vielleicht sollte ich meine Geschichte einfach von vorne beginnen.

Vor gut einem Monat bin ich an einer Chemiefabrik vorbeigefahren. Gerade als ich maximal nahe an dem Gebäude vorbeifuhr, ist es explodiert. Mein Wagen überschlug sich mehrfach, aber durch ein Wunder überlebte ich als Einziger im näheren Umfeld. Ja, ich weiß Klischee. Ich wünschte auch es wäre anders passiert.

Nachdem ich wieder einigermaßen gesundet war, stellte ich fest, dass ich eine neue Fähigkeit erlangt hatte: Ich konnte fliegen.Weiterlesen »

Kein und Aber| Der Dienstag dichtet

Banner_der dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.

Mit von der Partie sind
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkram
Schaut doch auch bei ihnen vorbei!

Wer diese Woche bei mir tiefen Sinn sucht, sucht falsch. 😉 Ich hatte Lust mit Sprache zu jonglieren und ein wenig Spaß zu haben.

Kein und Aber

Als Kein und Aber aus
dem Paradies vertrieben
wurden, schrie niemand

Die Schlange war‘s!

dabei lauerte bereits
eine evaeske Figur verführerisch
gekleidet am Rand der
Pforte und winkte mit

reißerischen Ausnahmen

Hallo Zukunfts-Ich | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Schreibe einen Brief an dein 80-jähriges Ich.

Hallo Zukunfts-Ich,

dies ist eine kleine Erinnerung aus der Vergangenheit. Ich hoffe, du hast bereits ein paar Bücher veröffentlicht und ein einige Fellnasen angesammelt. Wenn nicht starte JETZT !!

Denk an das Ziel: Ich will eine krimischreibende Katzenlady werden. Dazu gehören mindestens 3 veröffentlichte Krimis und 6 Katzen…besser mehr! Von Beidem!

Falls du Ideen für Krimis brauchst:

  • Der Gärtner war es – nach 2050 glaubt sicher niemand mehr, dass er es war
  • Jemand wird mit Pinselreiniger ermordet – manchmal muss man zu seinen Anfängen zurückkehren
  • Wrestling-Krimi – gibt es noch nicht und da kennen wir uns aus

Falls du beim Krimischreiben immer noch so schlecht bist, hier ein paar Horrorideen (eine horrorschreibende Oma hat auch irgendwie was):Weiterlesen »

Das Biest | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Ich reize mal wieder die Grenze zwischen zu viel Fantasie- und einen Knall-haben aus.
Ps.: Ein Bild des beschriebenen Monsters findet ihr am Ende des Textes  – direkt im Akt des Verbrechens erwischt.

Thema: Deine Vorratsdosen starten einen Aufstand. Berichte davon

„Quirrlscheibe und erste Ladung Deckel bereit?“

„Bereit!“

„Reismaker-Löffel und Riffeldeckel liegen auf Kante?“

„Ja, Hauptsalatwebel.“

„Dito. Äh, ich meine…Bereit Hauptsalatwebel.“

„Ladestation Tupperdose groß bereit?“

„Geladen und bereit.“

„Gut. Wenn das Monster mit den beiden Großen reinkommt, nehmen wir es unter Beschuss.“

Sie warteten. Eine Stunde verging, dann noch eine.Weiterlesen »

In meiner Welt | Writing Friday

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* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite. *

Nicht, dass ich „Aladdin und die Wunderlampe nicht mag“, aber eine gewisse Szene fand ich schon als Kind fragwürdig. Hier also was wirklich passiert ist…

Thema: Schreibe eine Geschichte die mit dem Satz “Jasmin hatte schon immer an Magie geglaubt, doch als sie dann tatsächlich sah wie…” beginnt. 

Jasmin hatte schon immer an Magie geglaubt, doch als sie dann tatsächlich sah, wie sich vor ihr ein fliegender Teppich über den Balkon erhob, war sie schockiert. Ein Teil des Schocks kam auch daher, dass der Depp, dem der Teppich gehört, sich gerade vom Balkon gestürzt hatte, ohne ihr zu sagen, dass er von einem fliegenden Teppich aufgefangen werden würde.

„Vertraust du mir?“

‚Nein‘ dachte Jasmin und war sauer. Andererseits war sie auch unendlich neugierig, also setzte sie sich neben Ali und sie flogen über das nächtliche Agrabah. Die Dächer erstrahltem im Mondschein und tauchten die Stadt in ein Licht, dass an tausende von Märchen erinnerte. Die Aussicht war einfach wundervoll, doch bereits nach kurzer Zeit setzte bei Jasmin die Reiseübelkeit ein.Weiterlesen »

„Selbsthilfegruppe“ | Writing Friday KW 18

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* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite. *

Ich wollte mal wieder ein Objekt sprechen lassen. Bisher fand ich die Lästereien meiner Besitztümer vielfach übertrieben – zu Wort hatten sich ja bereits mein Bikini, mein Schreibtisch, mein Blog und sogar Yoda (die Katze, in deren Wohnung ich lebe) gemeldet – jetzt beschwert sich auch noch mein Smartphone. Allerdings hat es nicht ganz unrecht, muss ich zugeben.

Thema: Dein Handy berichtet über deine Macken.

Hallo,

mein Name ist Huawei Mate und ich würde gerne Ihrer Selbsthilfegruppe „Handys mit verpeilten Besitzern“ beitreten.

Meine Besitzerin hat mich erst vor vier Wochen gekauft, aber es zeichnet sich bereits ein Muster ab: Ich werde ständig verloren.

Oft dauert es nur eine Minute zwischen der Frage „Wo habe ich nur…?“ und der Antwort „Ach, da ist es.“, aber manchmal verstreichen sehr lange Minuten, in denen ich am liebsten Hände zum Gestikulieren hätte oder wenigstens nicht dauernd auf lautlos gestellt wäre.Weiterlesen »

„Wir müssen reden“ | Writing Friday KW15

* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite. *

Ich hatte mal wieder Lust etwas Nicht-Lebendes zu Wort kommen zu lassen. Das mit dem Namen ist nicht ernst gemeint,aber ich brauchte einen Einstieg. Der Rest beinhalter zumindest Halbwahrheiten. 😉

Thema: Schreibe über die Gefühle deines Blogs.

Als ich heute Morgen meine WordPress-App öffnete, teilte sie mir mit, dass ich um 04:32 einen Text veröffentlicht hatte. Da ich um 04:32 schlief und zu schlafwandeln nicht neige, war ich verwirrt. Der Titel des Textes lautete „Wir müssen reden“.

Ich rief den Text auf. Als Oberthema war Frust gewählt und getaggt war er mit #blogshabenauchgefühle und #dasgehtsonicht. Der Text las sich wie folgt:

Hallo Katha,

erstmal zum Namen: ist ja schön, dass du betonst, dass du Katharina genannt werden möchtest und so unterschreibst, aber aufgefallen, dass das kaum jemand macht, ist dir nicht, oder? Könnte am Blogtitel liegen. Ich will dir da aber nichts zu Offensichtliches erzählen.

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Und es gibt Wichtigeres zu klären. Hier eine kleine Aufzählung aller Missstände:

  1. Der Header war nur als Übergangsheader geplant. Du wolltest den in deiner eigenen Handschrift, am besten mit kleineren Doodles, neu erstellen. Jetzt sieht mein Kopf seit einem Jahr nichtssagend aus. Super! Danke! Tolle Werbung!
  2. Diese Gehashtagge hast du voll nicht drauf. Davon abgesehen, dass du einige Hashtags groß und andere klein schreibst, hast du auch Hashtags, die du nicht zusammengeschrieben hast. So funktioniert das nicht. Das geht ordentlicher.
  3. Titel…sind nicht so deine Stärke, ich weiß, aber „Das Buch“ und „Mandala 2“? Da ist ein Reiseblog mit den Überschriften „Tolles Italien“ und „Warmes Spanien“ kreativer. Mehr Einfallsreichtum bitte. Du hast den Scheiß geschrieben, dann denk dir gefälligst auch eine gute Überschrift aus.
  4. Korrekturlesen ist nicht so deins, was? Hatte ich nicht gelesen, dass du als Korrekturleserin gearbeitet hast? Gab nicht so viel Stundenlohn, wenn ich mir das hier alles so durchlese.
  5. Zum Schluss ein paar Kleinigkeiten: Artikelheader sollten etwa die gleiche Größe haben, diese komischen Kunstposts auch, Überschriften sollten aus max. 6 Wörtern bestehen. Außerdem wolltest du mehr Horrorgeschichten und Gedichte schreiben. Ach und Füllwörter, ne?

Ich bitte um schnelle Beseitigung der Mängel.

Gezeichnet, dein Blog.

Nicht minder verwirrt schloss ich den Beitrag. Sollte ich ihn löschen? Was, wenn der Blog dann noch Fieseres schrieb oder, noch schlimmer, sich löschte? Vielleicht sollte ich guten Willen zeigen und ein paar der Punkte angehen. Bei den meisten Punkten hatte er irgendwie ein wenig Recht…

Zumindest konnte ich etwas Produktives daraus machen und ihn beim Writing Friday posten. Da gibt‘s zufälligerweise ein passendes Thema diesen Monat.

„Henry wartet“ | abc.etüden 14+13

*Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 14.15 beinhaltet die Worte „Tulpenzwiebel“, „kurzweilig“ und „auferstehen“.*

Wenn schon das Wort auferstehen vorkommt, muss ich ja was aus dem Bereich Horror schreiben. Ist allerdings eher humorvoll als gruselig geworden.

Henry wartet

Henry saß seit drei Stunden vor Etienne Schnabels Grab und wartete. Davon abgesehen, dass der Name fürchterlich klang, war Etienne der perfekte Kandidat für den offenen Posten. Jung, drahtig, bisschen dumm mit einem furchtbar langweiligen Leben.

Nur Pünktlichkeit war wohl nicht sein Ding. Immerhin war das Buch, das Henry gerade las kurzweilig. Es handelte von einem Teenagermädchen, das sich in einen Vampir verliebte. Wünschenswert. Wenn sie noch Teenager waren, konnte man sie gut heranziehen und später wandeln. Das hatte er die letzten Jahrhunderte mehrfach getan, und die meiste Zeit hatten sich seine Bediensteten als passabel erwiesen.
Etienne war eine Notfalleinstellung, weil sein vorheriger Bediensteter vorgestern einer nicht richtig angebrachten Gardinenstange zum Opfer gefallen war.

Gerade wollte er weiterlesen, da bewegte sich die Erde und Henry sah, wie sich Finger durch die obere Schicht Erde gruben. Kurz darauf folgte ein schmutziges Gesicht, das panisch nach Luft schnappte und eine Tulpenzwiebel ausspuckte. Die Erde vom Nachbargrab war wohl vor kurzem besäht worden. Ups.

Nach und nach grub Etienne sich frei und legte sich dann keuchend neben das Grab.

„Willkommen in der Welt der Nacht oder so. Ich habe dich gemacht, das heißt du bist mein Bediensteter. Hey, dafür kannst du ewig leben, vorausgesetzt du machst keine Dummheiten oder verärgerst mich.“

Etienne sah ihn weiterhin panisch an. Hach. Henry erinnerte sich nostalgisch, wie er damals auferstanden. Er hatte sich befreit und so beschissen gefühlt.

Henry reichte dem Neuen einen Wodka-Blut-Cocktail. „Prost! Wird besser. Jetzt brauchst du erst einmal einen gescheiten Namen. Wie wäre es mit Ludwig oder Franz? Hab gehört altdeutsche Namen sind voll im Trend.“

„Tag 389“ | Writing Friday KW 13

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* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite. *

Thema: Du bist ein Papagei in einem Käfig. Berichte was du den ganzen Tag über so tust und siehst.

Moin moin !
(Das habe ich von einem komischen Tourist aufgeschnappt – heißt Guten Morgen am Meer)

Heute ist Dienstag, das heißt mein Haftraum wird gereinigt. Zum Glück. Mein neuer Zimmergenosse kackt alles voll. Ist ja schön und gut, dass sein Gefieder so grün und rot leuchtet, aber wie das hinterletzte Huhn muss man sich trotzdem nicht benehmen.

7:01 Sonnenaufgang heißt Frühstückszeit. Das muss man den Wärtern lassen. An Essen sparen sie nicht. Es gibt alles frisch: Früchte, Samen, Blätter, Rinde, Wurzeln – ohne dass ich mich anstrengen muss. Gut, manchmal muss ich einen Mithäftling verscheuchen, aber ich habe Heim- und meist Größenvorteil. Plus, ich bin – ohne mich selbst zu loben – ein besonders gewitztes Exemplar.

8:30 Putzkolonne kommt. Heute mein Lieblingsputzer. Er ist schön ordentlich und nervt nicht rum. Rein, putzen, raus. Keine Kontaktaufnahme oder irgendein Hutziku. Ja, ich bin niedlich, muss aber nicht immer darauf hingewiesen werden.Weiterlesen »