An mein Zukunfts-Ich | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Schreibe einen Brief an dein Ich in 10 Jahren.

Hallo Zukunfts-Ich,

erst das wichtigste: Gibt es in zehn Jahren schon Zeitreisen, wenn ja erscheine

JETZT.

Schade, hätte ja sein können. Dann reden wir mal Tacheles:

Erstens. Ich will dir nochmal ins Gedächtnis rufen, dass du eine coole Mutter werden wolltest. Dein Sohn ist jetzt 9 Jahre alt und da ist noch Potential die verstaue Erziehung geradezurücken. Scherz! Du hast dir vorgenommen, ihm zu helfen selbstständig zu werden, aber gleichzeitig ihm immer wieder zu bestätigen, dass du für ihn da bist. Das traue ich dir sogar zu. Was ich aber befürchte: Du versucht zu sehr die Fehler deiner Eltern nicht zu wiederholen. Scheiß Idee. Zum einen bringt der Vergleich mit anderen, ob negativ oder positiv, nie etwas und zum anderen geht sowas immer nach hinten los. Also hör auf mit dem Mist!

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Franky und Dracu | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Ich habe die Szene ein wenig wie ein Theaterstück geschrieben, weil ich es mal probieren wollte. Ist allerdings inhaltlich ein wenig in eine andere Richtung gegangen als erwartet.
Thema: Graf Dracula kriegt Besuch von Frankenstein, berichte davon. Welche Pläne schmieden sie? Worüber diskutieren Sie?

Franky und Dracu

Graf Dracula, auch Dracu genannt (nur von Freunden, Fremde werden bei Verwendung gebissen)
Frankenstein, auch Franky genannt (würde ihn auch nicht stören, wenn man ihn Monster nennt)

Ein Hinterhof. Es dämmert. Die Straßenlaterne flackert.

Franky: Wir könnten ihnen nachts heimlich die Kehlen aufschlitzen.

Dracu: Das ist nicht so mein Stil. Ich nutze lieber meine scharfen Zähne.

Franky rollt mit den Augen.

Franky: Dann auch das. Wir müssen nur ungesehen ins Haus kommen.

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Das Schokoweihnachtsmannmassaker | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Normalerweise hasse ich so lange Komposita, aber hier muss das einfach mal sein. Falls jemand den Eindruck hat, ich finde die Weihnachtssüßigkeiten in den Supermärkte super nervig, könnte da was Wahres dran sein.

Thema: Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter ein: Blut, Mordpläne, Spinnweben, schaurig, Schock

Das Schokoweihnachtsmannmassaker

Katja schlich durch die Gänge, wie jemand der Mordpläne schmiedete. Sie sah sich verstohlen um, dann griff sie in das Regal mit den Schokoweihnachtsmännern und ließ ihre Beute unter den anderen Einkäufen verschwinden. Es war Oktober, viel zu früh für den Kram, aber ihr inneres Kind wollte das Knacken hören, wenn sie in die Schokolade biss und die diebische Freude fühlen, wenn sie die Alufolie immer weiter hinunterzog. Peinlich war es ihr trotzdem. Beim Bezahlen legte sie den Schokoweihnachtsmann unter das Klopapier und sinnierte die Wartezeit darüber, ob eine Großpackung Klopapier zu kaufen heutzutage nicht verwerflicher war, als einen Schokoweihnachtsmann im Oktober.

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Frauphabet | Etüdensommerpausenintermezzo II.2

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Noch einmal mit dem Etüdensommerpausenintermezzo, diesmal Part II. Ziel ist es, aus einem Oberthema ein eigenes kreatives Textalphabet zu erschaffen.

Da mir das Autophabet soviel Spaß gemacht hat, habe ich ein weiteres Thema gesucht, in dem ich mich auskennen sollte: Frauen.
Dabei habe ich sobald ich etwas zu einem Buchstaben gefunden habe, den Text nur noch stilistisch angepasst – sprich das sind mehr ungefilterte Gedanken, als ein genau überlegter Text. Ich wollte ungefiltert schreiben, wodurch der Text viel über mich preisgibt und natürlich auch Unfug enthalten kann.
Tatsächlich habe ich jetzt eine Woche an dem Text gesessen. An der Stelle vielen Dank an die J-Wortspender. Mir viel partout nichts ein zu dem Buchstaben. Ich habe aus der vorgeschlagenen Liste, dann den ersten Begriff genommen, zu dem mir etwas direkt einfiel.

Frauphabet

Abtreibung, die – bestes Thema auf jeder Gartenparty. Jeder hat was dazu sagen, zuhören tut keiner, schon gar nicht Betroffenen.

Brüste, die – vorne wohl das hervorstechendste menschliche Körperteil – bei den meisten Frauen und einigen Männern. Männer müssen ihre Brüste allerdings nicht verstecken, das bleibt Frauen vorbehalten.

Care-Arbeit – nimmt jeder mindestens zweimal im Leben in Anspruch. Machen will es aber kaum einer, bezahlen auch nicht. Daher gibt es eine ganze Reihe Menschen, die sich von einem guten Gefühl und Klatschen ernähren. Weiterlesen „Frauphabet | Etüdensommerpausenintermezzo II.2“

Autophabet | Etüdensommerpausenintermezzo II

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Noch einmal mit dem Etüdensommerpausenintermezzo, diesmal Part II. Ziel ist es, aus einem Oberthema ein eigenes kreatives Textalphabet zu kreieren.

Ich habe ein Auto-Alphabet genommen, weil wir ein neues Auto haben und irgendwie fand ich es spannend etwas Technisches als Ausgangspunkt für skurrile Gedankengänge zu nutzen.

Autophabet

Auto, das – bringt einen an fast jedes Ziel, besser als manche Pläne und Karten.

Bremse, die – muss man treten, um zu stoppen. Vor roten Ampeln gelingt das, im Leben nicht jedem.

Cabrio, das – wird als Schwanzverlängerung gepriesen, dabei kann man so wundervoll die offenen Haare im Wind fliegen lassen.

Dach, das – schützt vor Wetter und Blicken. Auch im Cabrio, aber dann fliegen die Haare nicht mehr.

Einparkhilfe, die – bewahrt einen vor manchen Unfällen. Für das unfallfreie Hinsetzen auf Bürostühle hat das jedoch noch niemand erfunden. Weiterlesen „Autophabet | Etüdensommerpausenintermezzo II“

Emma goes Narnia | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Emma ist gerade in ein neues Haus gezogen, als sie dort den Wandschrank öffnet weht ihr ein kühler Wind entgegen, sie tritt hindurch und ist in einer anderen Welt… (Erzähle die Geschichte weiter)

Emma goes Narnia
(mir fiel kein bessere Titel ein, Vorschläge gerne in den Kommentaren)

Emma saß auf dem Bett und seufzte. Ihr Rücken schmerzte. So ein Umzug mit siebzig Jahren war wirklich anstrengend, aber es hatte sich gelohnt. Vor drei Jahren war ihr Mann gestorben. Seitdem hatte sie sich viel gelangweilt und vor allem viele Dinge machen müssen, zu denen sie keine Lust hatte. Ihr Mann hatte ihr vorher ein einigermaßen komfortables Leben ermöglicht.  Er war fügig gewesen, arbeitsam und hatte ihr selten widersprochen. Olav, ihr neuer Lebensgefährte, war ihrem Mann ähnlich. Außerdem war er wohlhabend und hatte keine Kinder. Ihre eigene Tochter hatte nach dem Tod ihres Vaters den Kontakt zu ihr abgebrochen. Emma müsste lügen, wenn sie sagen würde, dass sie die kleine Rotzgöre vermisste. Weiterlesen „Emma goes Narnia | Writing Friday“

Entlassung eines Sträflings | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: David wird aus dem Gefängnis entlassen. Berichte in Rapport Form, was seine Straftat war.

„20.04.2020: Entlassung des Sträflings David

Zeitraum, in dem er eingesperrt war: 5 Stunden

Begangene Straftaten:

  • Gewalttat: Körperliche Schmerzen zugefügt durch Zwicken, weil er nicht beachtet wurde
  • In die Ecke Pullern statt ins Klo. Immer wieder auf dieselbe Stelle. Da ist der Teppich schon ganz gelb und
  • Pullern über den Klorand an die Wand.
  • Wiederholtes Annagen der Schulbücher. Besonders das Biologiebuch scheint ihm zu schmecken, dabei sind die Früchte da drinnen nur gemalt.
  • Verweigerung des guten Möhrenkrauts, das extra für ihn aus dem Mülleimer im Supermarkt gesammelt wurde.
  • Verweigerung bei der Festnahme.

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Ihre Form | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Versuche “Er war verliebt” in einer Szene zu beschreiben, ohne die Wörter “Liebe” oder “verliebt” zu gebrauchen.

Sie war die reinste Schönheit. Er konnte nicht anders, als sie anzusehen. Sein Blick klebte wie Leim an ihrer perfekten Form. Diese Rundungen machten ihn schwindelig. Bis in die Spitzen fuhr er ihren perfekten Körper nach. So hatte er noch nie empfunden. Ein kurzer Windhauch trieb ihren Duft in seine Nase. Er atmete tief ein, hatte das Gefühl ihre Essenz in sich aufzunehmen. Süßlich. So wie eine solche Schönheit riechen sollte. Keine Chemie, reinste Natur. Und erst ihre Farbe. Wundervolle Töne färbten ihre Haut, malten Bilder, die nicht jeder lesen konnte. Er verlor sich in den Gelbtönen. Schmetterlinge, die er normalerweise über Wiesen jagte, flatterten durch seinen Magen, ließen seine Glieder beben. Er tänzelte auf der Stelle. Langsam wurde sie entblättert. Ihr Kleid löste sich, flatterte hernieder. Darunter wurde ihre helle Haut sichtbar. Zart und reif. Das Schlagen hinter ihm störte ihn nicht. Es wurde immer schneller und lauter, bis auch sie es bemerkte. Weiterlesen „Ihre Form | Writing Friday“

Das Problem mit dem Wünschen | Writing Friday

Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Ich habe das Thema relativ frei ausgelegt und ehrlich gesagt weiß ich auch gar nicht, wie ich zu der Geschichte gekommen bin. Ich wollte eigentlich über den Streit zwischen zwei Brüdern schreiben.

Thema: Schreibe eine “Streit-Szene” – egal ob zwischen einem Paar, Geschwistern oder Freunden – wichtig ist hierbei das Üben eines Dialoges. Lasse aber Beschimpfungen aus und versuche den Konflikt am Ende zu beseitigen.

„Aber das habe ich doch gar nicht gesagt…“, ich schnaubte vor Frustration.

„Tja dann musst du eben genauer formulieren. Ich sagte doch, bei sowas kann viel schiefgehen.“

„Ich gehe dir gleich schief. Das war schon mein zweiter Wunsch.“

„Siehste! Da haste noch einen.“

„Na super. Den ersten Wunsch konnte ich nur rückgängig machen, weil ich dafür den zweiten geopfert habe. Was ist, wenn der dritte schief geht?“

„Na dann wünsche dir etwas, das nicht schief geht.“

„Grml, echt jetzt?“ mittlerweile klang ich wie meine Tante Ilse, wenn sie ihren vierten Mann anschrie. „Meine erster Wunsch war: Ich hätte gerne eine Millionen auf meinem Konto.“

„Du hast nicht spezifiziert, ob Plus oder Minus.“

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