„Die Krux mit dem laut Lesen“ | Writing Friday KW 11

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* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite. *

Ich hatte gestern Lust mal wieder etwas Witzigeres zu schreiben und dachte mir, dass sich Zeitreisen dazu eignen.

Thema: Du bist durch die Zeit gereist und im Jahr 2819 gelandet, berichte davon.

Ich hielt das Buch umklammert und meine Augen fest geschlossen, bis das Surren endete. Ein kühler Windhauch umkitzelte meine Beine und ich merkte wie Wasser durch meine Sneakers sickerte. Doch eigentlich konnte das nicht sein, schließlich stand ich im Haus meiner Großmutter. Ich atmete tief durch, dann öffnete ich langsam meine Augen.

Statt dem Lesezimmer meiner Großmutter sah ich einen Baum und eine Wand. In der Ecke konnte man noch die Reste des Wandschrankes erahnen, dahinter nichts als Ruinen. Ich stand in einer großen Kuhle, die voll Wasser gelaufen war und stieg erstmal auf einen Geröllhaufen, der wohl aus den Resten der Außenwand bestand. Von dort konnte ich etwas höher kraxeln, um einen Überblick zu gewinnen. Das Buch hielt ich fest umklammert. Auf etwa der Höhe des ersten Stockes hörte der Steinhaufen auf. Ich sah mich um.

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„Ekel“ | Writing Friday KW8

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* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite. *

Ich hab die Aufgabe mal wörtlich genommen und erzähle von einem Albtraum. Er heißt Ekel und hat ein angeknackstes Selbstbewusstsein.

Thema: Erzähle von einem Albtraum.

Ekel war traurig. Niemand wollte sich seine Erfolgsgeschichten anhören. Angst, Verlust, Langsam und Nackt erzählten am laufenden Band von ihren Abenteuern, aber wenn er anfing, gingen alle weg. Er war der Schwächste der fünf Albträume und hätte gerne über seine wenigen Erfolgserlebnisse berichtet. Wie das eine Mal, als er es schaffte einer Frau das Rauchen abzugewöhnen, weil sie nachts davon träumte, wie sie stark gealtert von ihrer eigenen schleimigen-schwarzen Lunge verfolgt wurde.

Heute Nacht war er der letzte der Albträume, der vom Sandmann ausgeschickt wurde. Er hatte keinen straffen Zeitplan, denn der Sandmann setzte ihn nur sehr selten ein. In einer Stunde hatte er seinen ersten Auftrag. Statt wie sonst die Zeit bis dahin zu nutzen, Ideen zu sammeln, besuchte er die andern Albträume bei ihrer Arbeit. Das hatte er schon sehr lange nicht mehr getan, aber vielleicht half es, wenn er Interesse an ihrer Arbeit bekundete, dass sie auch seine anfingen wertzuschätzen.Weiterlesen »

„MnT“ | Writing Friday KW7

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Nicht, dass das einer echten Begegnung nachempfunden wäre, aber wenn ihr mal jemanden trefft, der lange dunkelblonde Haare hat und erzählt er sei Model bei EMP – einfach weglaufen!

Thema: Maren verabredet sich an Valentinstag mit einem Unbekannten, erzähle von diesem Date

*MnT = Minute(n) nach Treffen

1 MnT: Er sieht wirklich gut aus. Also nicht nur gut, sondern GUT! Bilder können ja täuschen, aber er sieht exakt so aus wie auf den Bildern.

3 MnT: Das weiß er anscheinend. Hatte ich ihm schon meinen echten Namen genannt?

5 MnT: Er hat mir gerade zum dritten Mal erzählt, dass er als Model für diesen Modekatalog arbeitet.

8 MnT: Ok. Ich eröffne einen Counter – den „Hinweis auf sein Modeldasein“-Counter (M-Counter).

10 MnT: Er weiß meinen Namen übrigens immer noch nicht, dafür kenne ich viele Frauennamen aus seinem Leben. Seine Agentin heißt Maria, seine Mutter lustigerweise auch, und eine seiner Ex-Freundinnen Marie. Welch ein lustiger Zufall… M-Counter = 5Weiterlesen »

„Der 74ste“ | Writing Friday KW 5

* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.*

Thema: Erwin, ein 74 jähriger Senior, entreißt von zu Hause – erzähle von seinem Abenteuer. (Bedenke dabei, er wird nach nur 17 Stunden wieder gefunden und nach Hause gebracht.)

Erwin hatte die Schnauze gestrichen voll. Das war sein 74ter Geburtstag. Nicht dass die letzten 73 Geburtstage alle super gewesen wäre, aber dieser war besonders furchtbar. Wenn er mit Liese zusammen oder alleine war, fühlte er sich nie alt, heute aber umso mehr.

Man hatte ihm Dinge vierfach erzählt, das Fleisch schneiden und ein Smartphone erklären wollen. Als würde er nicht ständig dieses unsägliche Candy Crush spielen. Kurz gesagt: Seine Familie hatte beschlossen, dass es mit 74 Zeit war senil zu werden. Nur Erwin war noch nicht bereit und sah das auch gar nicht ein. Also war ihm, nachdem man ihm vom Tisch hochhelfen wollte, der Kragen geplatzt.

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„Gegenteiltag“ | Schreibaufgabe KW3

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Dies ist mein erster Text zu Annies Schreibaktion. Jede Woche veröffentlich sie Themen und auf ihrer Seite könnt ihr nachlesen, was gerade Thema ist.
Das Thema von dieser Woche steht im Bild. Ich habe es etwas freier ausgelegt, da ich mir dieses Jahr keine Vorsätze gemacht habe. Nachdem ich den Text geschrieben habe, würde ich so einen Gegenteiltag wirklich gerne einmal ausprobieren. Dann zieht aber wahrscheinlich neben meinen Katzen auch mein Freund aus.

Gegenteiltag

Kennt ihr noch die Folge von „Spongebob“, in der Gegenteiltag ist? Wenn er „Danke“ meinte, sagte er „Bitte“, die Hose trug verkehrt herum und Gary bellte statt zu miauen. Ich wollte das mal probieren, schließlich ist auch sonst die letzte Woche alles schief gelaufen.

Ich beschloss: Sonntag = Gegenteiltag.

Als ich morgens aufwachte, nur um eine Runde weiterzuschlafen, tauschte ich schon mal Kopfkissen und Decke aus. Der Vorteil: Nach rund 30 Minuten, war ich so durchgefroren, dass ich freiwillig aufstand. An einem Sonntag! Vor 12 Uhr!

Ich habe mir dann erst einmal Milch mit Kaffee gemacht, und Brötchen auf meinen Käse geschmiert. Letzteres war etwas komplizierter, als es sich anhört. Ich habe dann auch gleich sauber gemacht, würde ich sonst nie tun.Weiterlesen »

„Die Mitte-Januar-Weihnachtskarte“ | Writing Friday – KW2

* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegeben Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.*

Ich liebe es ja aus der Sicht von Dingen zu schreiben. Auch dieser Text hat mir echt Spaß gemacht, nur die Titelfindung war wie immer etwas schwierig.

Thema: Du bist eine zu spät ankommende Weihnachtskarte – Berichte über deine Empörung.

Sehr geehrtes Team der Deutschen Post,

nachdem ich über einen Monat in einem Schlitz zwischen zwei Sortiermaschinen steckte, habe ich es nun endlich an den Ort meiner Bestimmung geschafft.

Schön hier.

Noch schöner wäre es allerdings gewesen, wenn ich meine Aufgabe hätte erfüllen und Weihnachtsgrüße übermitteln können. Stattdessen kam ich einen vollen Monat zu spät an und die Grüße waren bereits telefonisch übermittelt worden. Soviel zu meinem Lebenssinn.Weiterlesen »

„Winter/Xmas Doodles“ | 52 Doodles KW51/52

Die letzten Doodles des Jahres. Einmal inspiriert von „Jack Frost 2“ und den Baum wollte ich ewig schon zeichnen. Ganz zufrieden bin ich wie fast immer nicht.
Na dann, nächstes Jahr geht es weiter und ich hoffe ich schaffe es wirklich 52 Doodles zu erstellen. Ich überlege auch eine Aktion daraus zu machen, an der andere teilnehmen können, aber dafür müsste mir erst einmal einfallen wie.