ich sende sterne | Der Dienstag dichtet

Banner_der dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel

Natürlich gibt es heute ein weihnachtliches Gedicht. Ich hätte gerne ein festliches Elfchen oder so geschrieben, aber das hat sich falsch angefühlt. Also gibt es von mir wieder etwas verwirrend Zweideutiges mit guten Absichten.

Habt schöne Feiertage – egal wie, mit wem und unter welchem Namen!

IMG_20191224_095441_143

ich sende sterne

stille. leise rieseln nette worte aus
feiertagswolken. meine stimme
ist schwarz und weiß und golden.
glänzend. meine haut überzogen
von gepanzerter wolle. wandernd
seh ich rastlose, ratlose, weise und
solche, die nur lächeln wollen. hier.
jetzt. damals. und ich dazwischen.
ich kann nur schenken. worte aus
wolken. gewünschtes kommt aus
dem unisversum. ich sende sterne.

 

Tür 19 – Sieben Geister | Adventüden

Auf Christianes Blog findet ihr gerade die wundervolle Aktion Adventüden. Jeden Tag gibt es eine tolle Etüde. Bisher 18 Geschichten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und heute ist mein Text „Sieben Geister“ an der Reihe. Mir fällt es nicht ganz leicht über Weihnachten zu schreiben, da ich dem Fest doch sehr zwiegspaltet gegenüber stehe. Also […]

Oh du | Der Dienstag dichtet

Banner_der dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
und als Special ein Berlinerick vom Rene

Ich bin manchmal etwas wie der Grinch, wenn es um Weihnachten geht. Ich hasse Weihnachten aber nicht. Ich finde nur gewisse Aspekte ganz fürchterlich, vor allem die, die eigentlich gar nichts mit Weihanchten zu tun haben sollten.

oh du

vielzackige weihnachtssterne verglühen feuerrot
am horizont. blutentleert kriechen die onkelhaften
weihnachtsmänner über den pissgelben schnee.
alle jahre wieder. einmal. immer länger und immer
mehr. ich surfe. große konsumwellen rollen über
bescheinten strände. muschelglöckchen und viele
tote fische. ich gehe spazieren. sand knirscht unter
den giftgrünen moonboots. die socken sind  klebrig.
schokoladenfarben. vereinzelt rollt ein kinderlachen
heran. morgen wird es weggespült. alles schwindet.
wenn blinkende lichter am himmelszelt die luft zum
atmen rauben. ich schaue in dunkelheit. vielleicht
landet nicht alles in den fangnetzen. vielleicht finden
sich reingebliebene augen. es riecht nach keksen.

 

Eine Weihnachtshorrorgeschichte | Writing Friday

writingfriday2019_header-1100x633

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter ein: Karussell, Zimtschnecken, bitterkalt, große Augen, Liebe

Ich hatte mal wieder Lust eine kleine Horrorgeschichte zu schreiben und dachte mit, wenn nicht zu Weihnachten wann dann. Auf einer Gruselskala bis 5 hat die Geschichte vielleicht eine 3,5. Außer ihr habt Angst vor Hunden, dann solltet ihr die Geschichte besser nicht lesen.

Eine Weihnachtshorrorgeschichte

Ein lauter Knall ertönte, gefolgt von einem metallischen Scheppern.  Max richtete sich stöhnend auf. Ihm war bitterkalt. Über sich erkannte er den Kopf eines Einhornes und an seinem Fuß stand ein rotes Auto. Ein Karussell? Seine Umgebung war halbdunkel. Ein paar Lichterketten blitzten hier und da, ansonsten herrschte Dunkelheit. Max stützte sich am Auto ab und zog sich mit Hilfe des Einhorns hoch. Sein Kopf begann zu Pochen und er fasste sich an die schmerzende Stelle. Kaltes Blut.

Verwirrt sah Max sich um. Neben dem Karussell standen einige Holzhütten und direkt vor ihm erhob sich eine riesige Tanne mit allerlei Kugeln. Der Weihnachtsmarkt. Max erinnerte sich. Er war mit ein paar Kollegen Glühweintrinken gegangen. An zwei bis drei Glühwein konnte er sich erinnern, aber danach hatte er einen Filmriss. Entweder er hatte sich bis zu Ohnmacht betrunken oder etwas anderes war hier im Gange.

Ein lautes Knurren schreckte Max aus seinen Gedanken. Er hasste Hunde, seitdem ihn ein Schäferhund als Kind gebissen hatte. Steif vor Angst starrte er auf den Weihnachtsbaum. Dann bellte etwas hinter ihm. Ohne sich umzusehen, spurtete er an den Holzhütten vorbei. Das Tier folgte ihm, doch Max konnte ihn durch einen Sprung in den Süßigkeitenwagen abhängen. Schnell schloss er die Klappe des Ladens. Sein Atem rasselte und sein Kopf pochte wild. Er kühlte sich die Stirn mit seinen eiskalten Händen.Weiterlesen »

Der Weihnachtsmann | Writing Friday

writingfriday2019_header-1100x633

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Nach einem ganzen Monat ohne Writing Friday habe ich nun endlich wieder Zeit. Eigentlich hatte ich schon eine Weihnachtshorrorgeschichte geschrieben, aber zum Nikolaus wollte ich das dann doch nicht posten. Daher hier etwas mit mehr Weihnachtsgeist. ;)

Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Der Weihnachtsmann war verschwunden, wer würde Weihnachten jetzt…” beginnt.

Der Weihnachtsmann war verschwunden. Wer würde Weihnachten jetzt auf dem Marktplatz sitzen und sich die Wünsche der Kinder anhören? Kim hielt verzweifelt den Zettel von Jens, dem Weihnachtsmann, in der Hand. Auf ihm stand nur: „Die Kinder werden immer unverschämter. Ich hab die Schnauze voll. Gez. der Nicht-Weihnachtsmann Jens“

Kim wurde erst heiß dann kalt. Es war zehn Uhr. In einer Stunde würde der Weihnachtsmarkt den Weihnachtsmann erwarten, um die Kinder zu bespaßen. Wie sollte sie in einer Stunde einen Ersatz finden? „Scheiße“ brüllte sie und trat vor den Schlitten. Die Glöckchen an ihrem Elfenkostüm bimmelten. Sie konnte die enttäuschten Kindergesichter vor sich sehen. Abwesend fütterte die beiden Rentiere, die heute Blitzen und Rudolph und normalerweise Karla und Bernd hießen.

Weiterlesen »

„Ein Weihnachtsgedicht“

Wiehnachtsgedicht.jpg

Ich habe die Inspiration zu meinem Text „Einer ist kein Paar“ wieder gefunden. Habe ich vor Ewigkeiten geschrieben. Ist eventuell nicht das positivste Weihnachtsgedicht aller Zeiten, aber auch nicht 100% ernst gemeint.

Zur Weihnachtszeit wirkt die
Einsamkeit viel klarer, viel
kälter.

Die Tage werden
kürzer und die Straßen
immer leerer.

Nur die farbigen Bäume, unter
denen Menschen ihren Besitz
bunkern, leuchten in
die Dunkelheit.

Sogar die Schuhe scheinen
vermehrt zu vereinsamen.

Vor allem in der
Weihnachtsanfangszeit
liegen sie einzeln vor
den bekranzten Türen.