Abschiedsleben | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum
Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über
etwas, das mich gerade bewegt.

Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.

Mit von der Partie sind bisher

Stachelbeermond

Mutigerleben

Wortgeflumselkritzelkram

Schaut doch auch bei ihnen vorbei!

Abschiedsleben

Auf hellblauen Feldern steht sie in

eibem Meer voller Gesichter. Ihre

Schiffe kennen nicht bekannt, nur

endlos. Weit und ungewisd. Sie trägt

ein Auf Wiedersehen als Abzeichen auf

der Mütze. Das war ehrlicher als ein

Bis Bald und netter als ein Nimmermehr.

Ihr rückblickendes Taschentuch weht

im salzigen Abschiedswinken. Den Anker

musste sie schon gestern abgeben.

Acrylic Pouring | Bildhaftes

Wie unschwer erkennbar habe ich ein Hochzeitsgeschenk gebastelt. Das Thema war Reise und ich dachte ich kreiere eine abstrakte Erdoberfläche. Das Bild habe ich mit einer Acrylic Pouring-Technik gemacht, sprich Acrylgießen. Was ne Sauerei! Nicht nur meine halbe Atelierecke war voller Farbe, sondern auch meine Haare. Nuja, Spitzen waren eh wieder dran.

Mein Fazit: Sieht hübsch aus, ist mir zuviel Sauerei und vor allem zuviel Farbverschwendung. Ich werde das sicher hier und da noch anwenden, aber so ganz eher nicht.

KunstLeben | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Irgendwie komme ich derzeit nur dazu etwas zu schreiben, wenn ich eien Aufgabe habe. Habe ein Sommer-Inspirationsloch.
Ps.: Der Titel ist Mist. Fällt jemandem was besseres ein?

Thema: Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter ein: Malkasten, Sonnenblumen, hungrig, Orange, Unglück

Mira war 13 Jahre alt als sie herausfand, dass Dinge, die sie zeichnete, wahr wurden. Das erste Objekt, was sie zum Leben erweckte, war ein Strauß Blumen. Am Wochenende war Muttertag und Mira wollte ihrer Mutter unbedingt ihre Lieblingsblumen schenken – Sonnenblumen. Leider war ihre Familie arm und ihr spärliches Taschengeld reichte nicht einmal für eine einzelne Sonnenblume.

Mira hatte den Freitag Malunterricht und zeichnete den Strauß, den sie ihrer Mutter schenken wollte. In großem Detail malte sie den Strauß, wie er am Sonntag auf dem Küchentisch stand und wünschte sich, dass es wahr werden würde. Wenigstens das Bild wollte sie ihrer Mutter schenken. Am Sonntagmorgen dann, sie machte gerade Frühstück, stand der Strauß plötzlich vor ihr. Niemand hatte ihn gekauft. Es blieb ein Rätsel.

Das nächste Mal im Malunterricht sollten sie eine Orange zeichnen. Mira war hungrig, also zeichnete sie eine Orange, wie sie sich in ihrem Schulranzen befand. Sie experimentiere viel mit den Farben herum, um das saftige Leuchten der Frucht einzufangen. Als der Unterricht vorbei war und ihre Sachen verstaute, fand sie in ihrem Ranzen eine Orange. Mira staunte nicht schlecht.Weiterlesen »

Ein leeres Haus | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkram
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Dieses Gedichte hatte ich eigentlich letzte Woche geschrieben, war dann aber nicht zufrieden, weil es schon sehr abstrakt ist. Bin immer noch nicht zufrieden, aber wann ist man das schon?

 

Ein leeres Haus

Kleine unabwendbare Funken folgen ihr
durch die Nacht. Die Schnecke rennt
davon. Der Magen grummelt, der Kopf
ist schwer. Fühler so groß wie Apfelsinen. Sie
stolpert über graue Bordsteine. Ring.
Ein bunter Vogel fährt vorbei, singt,
trällert, lebt. Sie zieht den Kopf ein, ganz
klein, ganz ein. In ihrem kleinen Haus

ist es leer

und voll zugleich. Sie sehnt sich nach
Einsamkeit, aber der Hall des eigenen
Kopfes ist zu laut.

Areca | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Heute mal wieder etwas mit Twist. Damit ich nicht spoilere, steht das Thema, dass ich bearbeitet habe, am Ende der Geschichte.

Areca

Es war nachts und ich atmete tief ein. Der Vollmond ließ den kleinen Hinterhof in eigenartigem Licht erstrahlen. Die Büsche raschelten im sanften Wind und ließen ihre Schatten wie Puppen tanzen. Mir schauerte es ein wenig und ich fror, als ich mich langsam aufrichtete.

Ich lag in einem großen Haufen Erde neben dem Kompost. Es roch nach faulenden Bananen und Moos. Vorsichtig versuchte ich mich zu bewegen, aber ich steckte etwas in dem Boden fest. Gottseidank hatte es die Nacht geregnet und der Boden war locker, sodass ich mit einem kurzen Ruck, alles von mir befreien konnte. Freiheit. Ich streckte meine Arme aus und ließ sie von dem Wind umspielen. So lebendig hatte ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. Um genau zu sein, war ich es auch lange nicht gewesen.

Ich erinnerte mich nur wenig an die traurigen Gesichter, als man mich hierherbrachte, erinnere mich wie schwach ich mich fühlte. Dann endet meine Erinnerung und beginnt mit der heutigen Nacht. Ich fühlte mich eigenartig stark, als könnte ich Bäume ausreißen. Vorsichtig hob ich meinen Torso, meine Arme hinterließen dabei Spuren in dem Dreck.Weiterlesen »

Tief unten | Der Dienstag dichtet

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Heute ein kurzes Gedicht, an dem ich länger geschrieben habe, als an den letzten drei zuvor.

Tief unten

Bei der teuersten Tiefbohrung
des Jahrhunderts verschliss
er den letzten ehrlichen
Diamanten

nur um dann
in das Loch seine
steinernen Lippen zu werfen, die
mit dem Erdkern kollidierend
eufonisch Scheiße brüllten

Erster Acryl-Versuch | Bildhaftes

qrf

Ich habe mir Acrylfarbe und Zubehör geholt, weil ich irgendwie die fixe Idee hatte, das mal ausprobieren zu müssen. Macht Spaß. 🙂
So ganz habe ich die Eigenschaften von Acrylfarbe aber noch nicht raus. Malt sich doch etwas anders als zB mit Abtönfarbe. Die Konsistenz ist spannend, etwas zäh und schwer zu bändigen.
Ich werde demnächst auch mal mit Pouring (Acryl gießen) rumexperimentieren und mit Strukturen spielen, dafür muss ich dann aber etwas recherchieren.
Es ist super spannend mit so einem neuen Medium herumzuspielen.

Die haben sicher recht | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Heute etwas spät, aber dafür zum Wetter passend, und zu unserer Zeit.

Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Der Regen brannte auf ihrer Haut, weil…” beginnt.

Der Regen brannte auf ihrer Haut, weil sie vergessen hatte die Rain Protection Cream aufzutragen. Suse fluchte. Wenn sie noch länger dem Regen ausgesetzt blieb, würde sie Narben kassieren oder schlimmeres. Sie zog die Jacke über ihren Kopf, um ihr Gesicht zu schützen, aber so war ihr Bauch frei. Panisch sah sie sich um. Sie stand in einem alten Industriegebiet, mit blockartigen Häusern ohne Schutz für sie.

Sie drehte sich ein paar Mal im Kreis bevor sie ihre Rettung in Form von überdimensional großen Rohren sah. Suse rannte los und hechtete in eines der Rohre. Keine Sekunde zu früh, denn nun begann es richtig zu regnen. Ein spritzender Tropfen traf sie an der Hand.

„Au.“ Schnell wischt Suse ihn weg. Eine kleine rote Stelle blieb zurück. Nachher würde sie ins Krankenhaus müssen, um eine Spritze zu bekommen. Wer wusste schon, woher der Regen kam und was er mitbrachte?Weiterlesen »

Wieder hier | Der Dienstag dichtet

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Das ist wieder etwas Persönliches und eine Fortsetzung zu letzter Woche. Ich glaube, ich könnte es gar nicht außerhalb eines Gedichtes formulieren.

Wieder hier

Wir haben keine Punchline nur einen
wabernden Nebel, der Grau in
Grau unsere Kanten definiert. Mein
Fleisch hat vor Jahren den
Wald verlassen. Nur. Mein Atem heult
wenn er nadelige Profile sieht. Oder
getupftes Weiß auf braunem Untergrund.

Heute bin ich zurückgekehrt.

Ich habe rote Tünche mitgenommen, um
alles nachzumalen. Eckige Bäume, runde
Steine, gewundene Pfade. Ich will in
die Höhlen rufen und wispere doch
nur zaghaft in die Winde: Ich bin

wieder hier.

Lieblingsetüde | abc.etüden

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Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Diesen Monat gibt es eine kleines Special und zwar rebloggen wir unsere Lieblingsetüde(n).

So eine wirkliche Lieblingsetüde habe ich nicht. Ich mag einige Texte mehr als andere aus unterschiedlichen Gründen. Also habe ich mich für eine Etüde entschieden, die ziemlich aus der Reihe springt und habe ein paar Auszüge nochmal neu „inszeniert“.

Die vollständige Etüde findet ihr hier: „Allein/einsam“ | Extraetüden.

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