Pablo | abc.etüden 04+05

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 04+05 beinhaltet die Worte „Papiertiger“, „belanglos“ und „plätschern“, gesponsert von OnlyBatsCanHang.

Meine erste Etüde in 2020.

Pablo

Auf einer Brücke sitzt ein Straßenkünstler namens Pablo. Er ist mittelgroß, mittelalt. Jeans und Shirt, braune Haare. Vor ihm stehen ein kleiner Hocker und ein Schild. ‚Ich male dich, wie du wirklich bist.‘

„Wieviel nehmen Sie denn?“

„So viel, wie du mir geben magst.“

Marina setzt sich auf den kleinen Hocker. Pablo fährt mit seinen Augen über ihre Nase, Ohren, ihren Mund. Sie fühlt sich unwohl. Das war eine spontane Eingebung, doch wer ließ sich heutzutage noch von einem Straßenkünstler malen? Weiterlesen »

alltagsleeren| Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte

Das Gedicht beschreibt mehrere Gefühle. Irgendwie geht es um neue Wochen und Montage und vor allem den ersten Montag nach einem Urlaub.

alltagsleeren

orangen. sagt das raumschiff und fliegt
davon. in ein weltall voller ungenutzer
möglichkeiten. die sterne blicken durch
ihre milchigen augen. ein quasar blinzelt
in das sonnenviolett eines weißen riese.
sein mund ist riesig, alles verschlingend,
alles vernichtend. ein happen und alles
ist das millionste eines milliarstels. wie
unheimlich. faszinierend unvorstellbar.
die nacht ist farblos. ey los. sage ich und
schnappe mir meinen satelliten. graue
schärfe polstert meinen steinigen flug in
die ungewissheit der neuen alltagsleeren.

im schneefall | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
und neu dabei die Wortverzauberte

Ein Hallo vom fast-Ende der Welt. Nordlichter gab es noch keine, aber jede Menge Schnee. Daher hier, wie versprochen, ein Schnee-/Norwegen-/Urlaubsgedicht.

im schneefall

flocken singen über mir. die landschaft
tanzt. tanzt. tanzt. im abendrot und im
morgengrau spinnt eine zwischenwelt
ihre bühnenstücke. ich schwebe in den
kristallen. riesele über wellenberge und
schneeverwindungen. hier. da. draußen
ist mein herz lebendig. frei. die spuren
im weiß liegen über einer brennenden
erde. vergessen. verschwindend. klein
sind sie. und. wann kommt? nicht jetzt.

Tromsø | 11.01. bis 18.01.

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Mich verschlägt es mal wieder in die Ferne – an den äußersten Zipfel Norwegens.
Ich muss wohl ganz in den Norden fahren, um endlich mal Schnee zu sehen. Daher gibt es eine Blogpause – abgesehen vom dichtenden Dienstag, da gibt es ein schneeinspiriertes Gedicht (hoffentlich) und ich lese auch die Beiträge.

Ich sende schonmal weiße Grüße. Bis in einer Woche.

Bildgestöber | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Ich hatte mal wieder Lust auf etwas Experimentelleres.

Thema:  Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein: Geschenk, Pinguin, Tintenfass, ruhig, zart

Ich tauche die Feder in das Tintenfass und führe sie vorsichtig auf das weiße Papier. Ruhig führe ich sie über die raue Oberfläche. An manchen Stellen bleibe ich hängen. Dickere Linien treffen auf zart geschwungene Bögen. Aus den Formen erwächst ein Schneegestöber an Formen und ich fühle wie kalte Flocken auf mich hinabrieseln. Die Schneekristalle verschwinden, sobald sie auf Oberflächen treffen. Auf dem Papier hinterlassen sie keine Spuren, doch auf meiner Haut bleibt ein feiner Staub.

Es ist kalt, aber ich friere nicht. Konzentriert male ich weiter. Mein Kopf ist frei. Das was aus ihm erwächst kommt von einem anderen Ort. Meine Fantasie fühlt sich wie ein Geschenk an. Ein Eisbär brüllt in der Ferne und ich höre das ungeschickte Watscheln eines Pinguins. Ein Platschen. Im Wasser ist er soviel eleganter, als alle Lebewesen an Land. Das Eis singt und kracht.Weiterlesen »

Erkältungsblues II | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
und neu dabei die Wortverzauberte

Mein Jahr fängt gut an. Ich habe eine richtig böse Erkältung, schön mit Fieber und allem, seit 7 Tagen und jetzt auch noch eine bakterielle Bindehautentzündung. Daher gibts jetzt Teil 2 zu meinem Erkältungsblues-Elfchen.

Erkältungsblues
allmorgendliches Abendhusten
das Fieberthermometer piepst
ein zerzaustes Rotnasauge stöhnt
„Frohsneues“

worte | Writing Friday

writing-friday-2020

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Heute dichtet mal der Writing Friday. Ich will dieses Jahr endlich mein Buch beenden. Das Gedicht erklärt mein Ziel und Plan erwas abstrakt.

Thema: Erzähle von einem Vorsatz für 2020. Wieso willst du dieses Ziel erreichen?  Wie sieht dein Plan aus?

 

worte
meine worte fließen beflügelt aus
gewundenen pfaden. ich schwebe
in der zwischenwelt. unterwelt. mein
herz formt sandengel. der hartkörnige
boden wird verwischt durch weiche
wellen. ich muss beide abschnitte
begehen. schritt. schlurfen. kriechen.
rennen. ich stürme zögerlich in eine
ungewissheit. unperfektheit begegnet
einem urteil. muschelworte zittern.
perlen tanzen. dieses jahr wird ihrs.

Lieblings-WF | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Welches Schreibthema hat dir am meisten Spass gemacht? Verlinke uns nochmals deine liebste Geschichte beim Writing Friday von 2019.

Meine Lieblingsgeschichte ist „Die letzte Ruhe“, aus dem einfachen Grund, weil sie mich selbst am meisten bewegt hat. das Thema war „Anna betritt eine alte Villa am Ende der Stadt, sie wird sie jedoch nie wieder verlassen. Erzähle was passiert ist.“ und hier ist die Geschichte:

Die letzte Ruhe

Anna lief langsam den Weg entlang. Der Park, der die Villa umgab war wunderschön. Die Besitzer der Villa hatten zwar den Rasen, direkt vor dem Haus gemäht, aber der hintere Teil, der die Bäume umgab, wuchs frei. Ach, und die Bäume. Birken, Eichen, eine Kastanie, etliche Haselnusssträucher. Als ein Wind von Osten kam, roch Anna den Flieder. Wundervoller lila Flieder.

Sie hatte jahrelang in der Stadt gelebt, zwischen den Autosabgasen, den Essensgerüchen, dem Lärm und Schmutz. Harter Asphalt zum Laufen, kaum Grünflächen. Selbst im Park roch es nach Auto und der Straßenlärm war auch dort zu hören. Es war natürlich nicht alles schlecht. Ihre Wohnung war wunderschön. Im dritten Stock eines Hochhauses, mit Balkon, sodass Anna direkt auf der Höhe der Baumkronen, die Vögel beobachten konnte.

Die letzte Zeit waren ihr nur die Stufen so schwer gefallen. Daher war sie froh, als ihre beste Freundin Hilde beschloss mit ihr aufs Land in diese wundervolle Villa zu ziehen. Anna war zwar zu alt, um das volle Potential der Umgebung auszuschöpfen, aber der Anblick erfreute ihre müden Augen.Weiterlesen »

ich sende sterne | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel

Natürlich gibt es heute ein weihnachtliches Gedicht. Ich hätte gerne ein festliches Elfchen oder so geschrieben, aber das hat sich falsch angefühlt. Also gibt es von mir wieder etwas verwirrend Zweideutiges mit guten Absichten.

Habt schöne Feiertage – egal wie, mit wem und unter welchem Namen!

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ich sende sterne

stille. leise rieseln nette worte aus
feiertagswolken. meine stimme
ist schwarz und weiß und golden.
glänzend. meine haut überzogen
von gepanzerter wolle. wandernd
seh ich rastlose, ratlose, weise und
solche, die nur lächeln wollen. hier.
jetzt. damals. und ich dazwischen.
ich kann nur schenken. worte aus
wolken. gewünschtes kommt aus
dem unisversum. ich sende sterne.