schweigen im wald | Der Dienstag dichtet

Da ich ohne Druck kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

schweigen im wald

wie das schweigen im walde. unsere
vöglein zwitschern nur in einsamen
räumen. die baumkronen gesenkt
wanken wir durch türen hinaus. und
die blättern fallen. jeden moment ein
einzelnes. … macht es, wenn es auf
den boden trifft. im walde schweigt
es. in unseren verbohrten rinden auch.

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kleine füße | Der Dienstag dichtet

Da ich ohne Druck kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

kleine füße

kleine füße. einer. wackeln. hände
greifen. halten. kleine füße. zwei.
und ein lächeln. da. kleine füße.
drei. sind groß. laufen bis ans ende
des raums und darüber hinaus. kleine
füße laufen leise durch mein herz.

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nach endlos | Writing Friday

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Bist du eher ein Strand- oder Stadttyp? Erzähle von deinem perfekten Sommerurlaub.

nach endlos

zwischen häuserschluchten treibt mich der
wind nordwärts, bläst mich hinaus auf wilde
wogen. ich will mich im sand verbuddeln,
mit muscheln freundschaften schließen. will
wasser zwischen meinen zehen spüren. wie
die sonne meine haut küsst, ohne sie zu
verbrennen. mein haare wehen im wind,
mein herz weht hinterher. vielleicht will
ich mich einfach treiben lassen. von grau
nach blau. von eng nach weit nach endlos.

 

ein haus | Der Dienstag dichtet

Da ich ohne Druck kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

ein haus

ein dach hat es. eine tür, ein
fenster. wände, einen boden.
schön sieht es nicht aus, aber
wie ein heim, weil dein lachen
darin wohnt.

Haus aus Pappe. Kleinkind sitzt lächelnd drinnen.
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brennen | Der Dienstag dichtet

Da ich ohne Druck kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

brennen

ich brenne. du brennst. doch brennen
wir wirklich? fragen sie. während ihnen
der schweiß die augen aushöhlt. das
hirn in strömen fließt. sogar die kühle
melone verdampft. gestern ist die letzte
vernunft flussabwärts getrieben. heute
folgte der erhitzte verstand.

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Der Sinn vom Urlaub | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Diesmal mit dem Etüdensommerpausenintermezzo. Ziel ist es mindestens 7 aus 12 Wörtern (siehe Bild) in einem Text unterzubringen und es muss der Satz „Eigentlich ist es schade, wie wenig wir einander kennen.“ vorkommen.

Der Sinn vom Urlaub

Dunja hasste es in aller Herrgottsfrühe aufzustehen, aber ihr Flug würde in vier Stunden gehen und sie mussten noch Frühstücken, zum Flughafen fahren und dieses ganze nervige Eincheck-Prozedere durchlaufen. Dunja hasste auch das Fliegen, aber auf Teneriffa kam man schlecht mit dem Auto. Sie rüttelte Juri wach, der sie müde anblinzelnde und dann gleich lächelte. „Urlaub“, sagte er und sprang auf.

„Nach dem Flug“, erwiderte Dunja und stellte sich vor, wie sie nach dem Einchecken ins Hotel, an den Strand schlenderten und sich in die Wellen stürzten. Dunja war eine klassische Wasserratte, während Juri lieber im Schatten blieb und las. Manchmal fragte sie sich, warum sie überhaupt gemeinsam in den Urlaub fuhren.

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Ein letztes Mal | Impulswerkstatt

Zettel und Federhalter. Über dem Federhalter steht Impulswerkstatt

Dies ist ein Text zu der Impulswerkstatt von Myriade. Ziel ist es etwas Kreatives zu vorgeschlagenen Bildern oder zu einer SChreibaufgabe zu erstellen. Hier könnt ihr alles darüber lesen: *KLICK*
Die aktuellen Bilder und Schreibaufgaben zur aktuellen Impulswerkstatt findet ihr hier: *KLICK*

Diesmal habe ich nur den Anfang der Schreibaufgabe mehrfach verwendet.

Ein letztes Mal …

Ein letztes Mal den Sonnenuntergang am späten Abend genießen. Bald werden die Tage zu früh enden, um das Farbenschauspiel an den Pflichten vorbei genießen zu können.

Ein letztes Mal mit den Kollegen schnacken, den Gang hinuntergehen und ausstempeln. Bald macht man das woanders, wo es andere Kollegen, Gänge und Stempelautomaten gibt. Irgendwie doch das gleiche, nur anders.

Ein letztes Mal das Hotelzimmer kontrollieren, dass man auch nichts vergessen haben. Nachschicken geht, ist aber immer teuer. Außerdem will man noch kurz den letzten Rest Urlaub einatmen.

Ein letztes Mal durch die beleuchtete Einkaufsstraße gehen. Bald hängen die Geschäfte die Lichterketten ab und dann ist der letzte Rest Weihnachten verschwunden.

Ein letztes Mal diesen herrlichen Rosenduft einatmen. Nach dem angekündigten Regen haben die Rosen sicherlich alle Blätter verloren und am Boden zu schnüffeln, ist irgendwie auch nicht dasselbe.

Ein letztes Mal von der süßen Verheißung namens Schokolade naschen. Es sind nur noch wenige Wochen bis zum Sommer. Alles neu kaufen ist ätzend, teuer und man will sich ja auch wohlfühlen, so schwitzend und halbnackt bei vierzig Grad.

Ein letztes Mal vom 5-Meter-Turm springen. Man würde gerne länger bleiben, aber die Eltern werden sauer, wenn man zu spät zum Abendbrot kommt. Nächste Woche dann wieder.

Ein letztes Mal den Tag beginnen. Vielleicht ist es gar nicht das letzte Mal, sondern nur ein mittendrinnen, aber vielleicht kommt heute schon das Ende.

zwischen den zeilen | Der Dienstag dichtet

Da ich ohne Druck kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Ich arbeite gerade an diversen Texten.

zwischen den zeilen

zwischen die zeilen räume ich
leerräume. manche wörter tropfen.
rt. en. ir. nd. gedankenverloren in
die leere. falte ich kommata und
punkte. es sind die ausrufezeichen,
die mir kopfzerbrechen bereiten.

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