Magische Streusel | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Diese Woche mache ich es mir mal schwer und schreibe über etwas, was ich a) nicht sonderlich mag und b) deshalb noch nie geschrieben habe – eine Liebesgeschichte. Eigentlich wollte ich mich ja davor drücken, aber man wird ja nicht besser dadurch, dass man sich vor Dingen drückt. Ich habe natürlich einen kleinen Twist eingebaut.

Thema: Schreibe über eine Romanze in einer Gelateria.

Emilie saß hibbelig auf dem weißen Stuhl. Sie war wie immer zu früh und ärgerte sich nun, weil sie vergessen hatte zu fragen, ob sie und ihr Date sich vor oder in der Eisdiele trafen. Es war voll. Vielleicht wartete er draußen und sie sah es nicht und dann warteten beide ewig, weil sie sich nicht traute nochmal aufzustehen und nachzuschauen.

Er kam pünktlich. Marcel. Sie kannten sich aus der Disko und hatten erst ein paar Worte mit ihm gewechselt. Nach ein paar Wochen waren sie auf das Thema Lieblingseisdiele gekommen und er hatte elegant nach einem Date gefragt. Emilie war froh, denn sie hätte nie gefragt.Weiterlesen »

Ich schreibe mir die WWElt, wie sie mir gefällt – Baron Corbin

Podcast

Dies ist eine neue Serie . Ich weiß, die meisten meiner LeserInnen können nichts mit Wrestling anfangen, aber Wrestling ist ein großer Teil meines Lebens – genauso wie der Blog. Also, Disclaimer: Wenn ihr WWE nicht verfolgt, ist der Text vollkommen uninteressant für euch

Ich bin genervt vom WWE Booking, wie so viele, aber weil ich es satt habe mich immer nur zu beschweren, habe ich beschlossen positiv zu bleiben und schreibe mir die WWElt, wie sie mir gefällt und ich sie wieder schauen würde.

Baron Corbin – der Mann mit der derzeit größten Go-Away-Heat bei WWE, wenn nicht sogar in der gesamten Wrestling-Welt. Ich mag ihn nicht und halte ihn nicht einmal für einen sonderlich guten Wrestler, aber er ist da und so wie WWE ihn einsetzt, ist es unerträglich. Also versuche ich Baron Corbin so umzuschreiben, dass er eine Geschichte bekommt und Sympathien gewinnt – vielleicht sogar meine. Wird nicht einfach.  Here we go!

Corbins Abstieg

Corbin hat nun schon einige Matches verloren, auch entscheidende, wie bei Stomping Ground und Extreme Rules. Trotzdem hält sein Push an, sein Loosing Streak aber auch. So lange bis er auch die Sympathie beim Management verloren hat. Er wird weniger eingesetzt und verschwindet langsam. Nach einigen Wochen taucht er nicht einmal mehr im normalen TV auftaucht, ab und an bei Main Event.

Sein Entrance wandelt sich. Er verweilt kürzer auf der Rampe, steht beim Warten auf dem Gegner in der Ringecke und haut schnell ab, wenn er mal wieder verliert. Sein Hemd wird zusehends geknitterter. Vielleicht bekommt seine Hose ein Loch. Er verliert seine Weste. Ist oftmals unrasiert. Man soll merken, dass er sich in einer Krise befindet.Weiterlesen »

Unnahbar| Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.

Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkram
Schaut doch auch bei ihnen vorbei!

Dieser Dienstag ist etwas mehr persönlich als sonst.

Unnahbar

Als er nach Tagen keimend
seinen Kopf aus dem
Pflaster steckte, fühlte er
sich baumgroß und frei

Scheitern und Hybris ließen
ihn wachsen und verhärten
bis er sein Abbild in den
Fenstern der Geschäfte sah

Aus der Amaryllis wurde
eine Statue, bronzen
kalt, erhaben über
jede urteilende Nemesis

Manchmal steht ein
kleines Mädchen mit dem
Herz in der Hand vor seinem
Sockel und bewundert ihn

Greta und die komische Katze | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Ich wollte mal was Putziges und Aufbauendes schreiben.

Thema: Fippo der Fuchs hat sich in die Stadt verirrt. Was erlebt er dort?

„Du bist aber eine ganz schön fette Katze. Sogar dein Schwanz ist ganz dick. Oder bist du eine von diesen neuen Rassen?“ Eine kalte faltige Hand streichelte seinen Bauch. Der kleine Fuchs Fippo versuchte nach ihr zu schnappen, aber ihm fehlte die Kraft.

„Nana. Keine Angst. Komm, dich päppele dich wieder auf.“

Etwas ruppig wurde er vom Boden aufgelesen und in eine Tasche mit Rädern gelegt. Er sah zwar den Himmel, da die Tasche nach oben offen war, aber nicht wo die Reise hinging. Fippo hatte Angst. Von dem tagelangen Herumirren in der großen Stadt war er müde. Zu Essen hatte er kaum gefunden und wenn dann sofort vertrieben worden. Es war stickig und das einzige, was er wollte, war nach Hause. Dort wo alles in Ordnung war und keine blechernen Monster existierten und nicht diese schrecklich lauten Menschen.

Die Fahrt endete abrupt in einem ruckelnden Kasten. Hier war der Himmel nicht zu sehen, nur Beton. Fippo war gefangen.

Schließlich endete die Reise und die alte Frau nahm Fippo aus dem Koffer. Sie legte ihn auf weiche Polster und deckte ihn mit einer flauschigen Decke zu. Zum ersten Mal seit Tagen wurde ihm warm. Eine Weile blieb die Frau verschwunden, dann kam sie mit einer Schale wieder.Weiterlesen »

Sternschnuppenwunsch | abc.etüden 28+29

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 28+29 beinhaltet die Worte „Füße“, „harmonisch“ und „wünschen“, gesponsort von kopfundgestalt.

Ich muss bei Füßen immer ans Tanzen denken.

Der Sternschnuppenwunsch

Magda wünschte sich tanzen zu können, wie die Frauen aus alten Filmen. Sie flogen so leicht und grazil übers Parkett. Aber Magda wusste, dass sie das niemals können würde. Sie war 185cm groß und grazil wie das erstbeste Nilpferd in Afrika. Außerdem war sie viel zu schüchtern.

An einem Samstag, sie war auf dem Weg in die Disko, sah sie eine Sternschnuppe am Himmel und wünscht sich, wenigstens für eine Nacht tanzen zu können. Magda wurde schwarz vor Augen. Plötzlich fühlte sie sich so leicht und beschwingt. Gleich probierte sie einige Tanzschritte aus und wirklich, es ging, es fühlte sich richtig an.

Diese Nacht würde sie nicht am Rand stehen.Weiterlesen »

Der Drache | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.

Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkram
Schaut doch auch bei ihnen vorbei!

Inspiriert vom Amazon Prime Day.

Der Drache

Erhaben sitzt er auf
seinem Berg aus Hab und
Gut, aus Gier und
Eitelkeiten

Sein Atem rasselt und
Wind lässt seine grünen
schimmernden Schuppen
klangvoll singen

Wenn sie ihn in hundert
Jahren finden, sind seine
Schuppen grau

und
sein Gold glitzert in
der Abendsonne

Sommerschnee | Writing Friday

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Inspiriert bei dem Scheiß-Wetter. 🙂

Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz: “Dieser Sommertag, war nicht wie jeder andere, denn…” beginnt.

Dieser Sommertag war nicht wie jeder andere, denn es begann überall in Deutschland zu schneien. Erst fielen vereinzelte Flöckchen vom Himmel, dann immer dicker werdende Flocken, die am Boden liegen blieben. Nach wenigen Stunden bedeckte ganz Deutschland eine pulvrige weiße Schicht.

Die Menschen waren verwirrt. Schnee. Im Sommer. Bei 31 Grad und Sonnenschein. Es befanden sich nur vereinzelte Wolken am Himmel, die eigentlich normal aussahen. Kleine Schäfchenwolken, keine, die Schnee in sich tragen würden. Woher also kam der Schnee? Und wie konnte er bei der Hitze liegen bleiben?

Experten rotierten in ihren Laboren. Chemiker sahen sich die Struktur des Schnees an, fanden jedoch nichts Ungewöhnliches. Meteorologen untersuchten die Wolken vor und nach dem Auftreten des Wetterphänomens, fanden aber keine Anomalien. Physiker suchten nach physikalischen Gesetzen, die sich darauf anwenden ließen, doch alle Gleichungen endeten im Nichts.Weiterlesen »

Tonverliebt | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkram
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Ich habe versucht meine Emotionen bei Konzerten in Worte zu fassen. Es ist mir fast gelungen, aber ich werde wohl noch daran feilen. Hier also eine erste Version:

 

Tonverliebt

Meine Hände schweben sonoren
Farben und kolorierten
Tönen folgend durch
die enthauptete Nacht

Meine Füße kreisen wie
Gedankenwirbel Stürme in
die Zeit und Gegenwind
in meine Uhr

Mein Herz schmiegt sich
an meine Ohren

 

 

Zivilisationsurlaub

ff

Ich mach bis Sonntag Zivilisationsurlaub. Aus aktuellem Anlass ein alter Text:

5 Tage Metal-Festival oder wie man Urlaub von der Zivilisation macht

Der tägliche Umgang mit unseren Mitmenschen ist geprägt von gewissen Umgangsformen. Damit meine ich nicht „Bitte“ und „Danke“ zu sagen, sondern ein gepflegtes Äußeres, Bier erst nach dem Feierabend und das Verbergen von körpereigenen Gasen in Gesellschaft. Auf Metal-Festivals kann man das alles gepflegt über Bord werfen.

Tag 1: Der erste Tag eines Festivals zählt kaum als Zivilisationsurlaub. Man ist noch einigermaßen sauber. Frauen tragen Make up, Männer sind rasiert. Das erste Bier gibt es erst nach dem Aufbau, bei Männern oft begleitet mit dem Verlust der Oberbekleidung. Abends finden die ersten Konzerte statt, doch im Zentrum der Aufmerksamkeit steht das Ankommen und Kennenlernen der Zeltnachbarn. Diese werden im Laufe des Festivals zu den besten Freunden oder, wenn sie eine schlechte Musikanlage oder einen schlechten Geschmack haben, zu den ärgsten Feinden. Außerdem gewöhnt man sich langsam wieder daran, wie laut so ein Rülps klingen kann.Weiterlesen »

Berlinericks | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Stachelbeermond
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Ich war in Berlin und da dachte ich, ich bediene mich einer besonderen Form des Limericks: dem Berlinerick, erfunden von René (auf seinem Blog gibt es mehr: *klick*).

 

3 Berlinericks

1.
Der letzte Besuch war voll Regen,
deshalb begann ich den Wunsch zu hegen,
es noch einmal zu versuchen
und das schöne Berlin zu besuchen.
Diesmal bitte mit Sonne zugegen!

 

2.
Der erste Berliner Abend war
überschattet von einer Mückenschar.
Der zweite Tag war zu heiß,
mir rann nur so der Schweiß.
Ich verbrannte mich sogar.

3.
Am dritten Tag folgte die Heimreise,
bei 40 Grad, keine Klimaanlage, dummerweise.
Mit Berlin hab ich wohl kein Glück
dennoch komme ich zurück.
„Aller guten Dinge sind Drei“ sagt die Weise