ein paar fetzen realität | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund

Ich wollte eine Ode an die Fantasie schreiben, aber irgendwie ist etwas Düsteres am Ende dabei rumgekommen…passiert.

ein paar fetzen realität

ein paar fetzen realität brachtest du
mir in mein traumgefängnis. von wo
tropft es. die milchigen fenster haben
durchsichtige wahrheit angesetzt. seh
ich in die ferne, führt phlegethon kalte
flammen. ich rolle mich in den teppich
ein. warum ist hier wärmer, als dort
drüben. ich packe kisten voll mit sand.
fischen. und den goldglänzenden ring
von meiner oma. so einfach. vielleicht
sind mir die ebenen ein trost. vielleicht
meer. berge. nichts. fremde leben. der
spiegel glänzt wie eine mattscheibe. ein
paar fetzen realität brachtest du mir in
mein traumgefängnis. sie sind beinahe
verbraucht

Das Problem mit dem Wünschen | Writing Friday

writing-friday-2020

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Ich habe das Thema relativ frei ausgelegt und ehrlich gesagt weiß ich auch gar nicht, wie ich zu der Geschichte gekommen bin. Ich wollte eigentlich über den Streit zwischen zwei Brüdern schreiben.

Thema: Schreibe eine “Streit-Szene” – egal ob zwischen einem Paar, Geschwistern oder Freunden – wichtig ist hierbei das Üben eines Dialoges. Lasse aber Beschimpfungen aus und versuche den Konflikt am Ende zu beseitigen.

„Aber das habe ich doch gar nicht gesagt…“, ich schnaubte vor Frustration.

„Tja dann musst du eben genauer formulieren. Ich sagte doch, bei sowas kann viel schiefgehen.“

„Ich gehe dir gleich schief. Das war schon mein zweiter Wunsch.“

„Siehste! Da haste noch einen.“

„Na super. Den ersten Wunsch konnte ich nur rückgängig machen, weil ich dafür den zweiten geopfert habe. Was ist, wenn der dritte schief geht?“

„Na dann wünsche dir etwas, das nicht schief geht.“

„Grml, echt jetzt?“ mittlerweile klang ich wie meine Tante Ilse, wenn sie ihren vierten Mann anschrie. „Meine erster Wunsch war: Ich hätte gerne eine Millionen auf meinem Konto.“

„Du hast nicht spezifiziert, ob Plus oder Minus.“Weiterlesen »

unser wetter ist durcheinander | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund

Nach den Ereignissen der letzten Tage, bin ich irgendwas zwischen wütend auf und an der Menschheit zweifelnd…

unser wetter ist durcheinander

unser wetter ist durcheinander
geraten. ein wind bläst seidig
durch meine strohenen haare
und ich brülle. entgegen ihren
hagel. why. so fkn scared. ich
rede altgriechisch. der regen
kommt aus toten ländern. die
letzten sauren tropfen einer
prähistorischen gewitterfront.
ich will ein zeichen setzen und
verteile bohnen an die letzten
windspiele. lasst uns uralte
stürme neu begraben.

Spukstunde | Writing Friday

writing-friday-2020

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Die Uhren liefen rückwärts, als…” beginnt.

Die Uhren liefen rückwärts, als die Spukstunde begann. Hermann war bereits daran gewöhnt. Es passierte jede Neumondnacht. Punkt Null Uhr begannen die Zeiger der großen Standuhr, die der Küchenuhr und die seines Weckers rückwärts zu laufen. Erst langsam, dann immer schneller, bis sie pünktlich um 1 Uhr wieder die richtige Position einnahmen.

Er suchte im Internet, kontaktierte ein Medium und einen abergläubigen Elektriker. Alles ohne Wirkungen. Die Uhren machten, was sie wollten und Hermann konnte sich nicht erklären warum. Mit der Standuhr hatte alles begonnen. Einige Neumondnächte später schloss sich ihr sein Wecker an und schließlich auch die Uhr der Mikrowelle.Weiterlesen »

Gespräche mit Rüdiger – Eitelkeiten | abc.etüden

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 06+07 beinhaltet die Worte „Schabernack“, „breit“ und „erheben“, gesponsert von BerlinAutor.

Gespräche mit Rüdiger – Eitelkeiten

Ein Rumpeln ertönte. Schnell spurtete ich in die Küche und sah das Chaos. Das Trockenfutter lag verstreut auf dem Boden.

„Rüdiger! Warum musst du immer Schabernack treiben?“

Rüdiger sah mich erstaunt an, während er genüsslich die Trockenfutterbröckchen vom Boden verspeiste.

„Jagen ist kein Schabernack.“

„Meine Küche verwüsten schon.“

„Pure Übertreibung. Schließlich esse ich alles auf.“

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Tortentraum | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Werner Kastens
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Tortentraum

ihr messer dreht sich in seinem
kopf. herum. das rechte ohr wird
angeschnitten. sahne tropft aus
seiner nase. der innenguss bröselt
auf den boden. unschuldscreme
und gutmütigstreusel. der boden
ist glatt. die schädelplatte eine
rutschpartie. sie dreht weiter. bis
zum butterherz. da. die schichten
verschwimmen. es splittert. löst
sich die marzipanschnittstelle auf.
er wird überleben. wenn er flieht.
wenn sie das messer einstecken
kann. morgen. ja. morgen.

Das letzte Wort | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein: Gänsehaut, Libelle, rundherum, aufgeschrieben, 5 Jahre

Das letzte Wort

Endlich hatte er alles aufgeschrieben. Wort für Wort, Silbe für Silbe, Satz für Satz. Seine Hände zitterten. Fünf Jahre hatte es gedauert alles zu dokumentieren, sein ganzes Wissen auf Papier zu bannen und nun fehlte nur noch ein Wort. Alles, was er je gelernt, erfahren oder gefühlt hatte, befand sich auf dem weißen Papier vor ihm. ‚V‘. War er wirklich schon fertig? ‚e‘. Gänsehaut lief seinen Rücken hinunter. ‚r‘. Ein Windzug verblätterte die letzte Seite. Mit ihm schwirrte eine Libelle hinein, umkreiste seinen Kopf, zog Bahnen in dem kleinen Raum. Hin und her und rundherum. Dann landete sie vor ihm auf dem Schreibtisch. Die kleinen Augen musterten ihn, drangen tief in seine Seele ein. Ihre Flügel glitzerten im Licht der untergehenden Sonne. Ihre rohe Schönheit raubte ihm seinen Atem. Dann schlug er die letzte Seite auf. ‚loren‘ Sein letzter Atemzug klang wie der Flügelschlag einer davonfliegenden Libelle.

Kopfstürme | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte

Ein Blog von einem Freund

Selbstverfreilich ein Sturmgedicht, wobei nur halb, der andere Teil behandelt eine kleine Schreibblockade, die ich habe.
Mal gespannt wieviele aus unserer illustren Runde auch das Sturmthema aufgreifen. 😉

Kopfstürme
tragen Gedankenwolken
blitzschnell und donnerklar
Regenworte verfangen sich im
Papierleerraum