Kartongewitter | Writing Friday

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Du bist für einen Tag Wettermoderator/in – Schreibe den Text für deine Wettervorhersage fürs Wochenende – sei dabei möglichst originell – Lügen oder Katastrophenvorhersagen sind erlaubt

Wettervorhersage Wochenende aka „Kartongewitter

Am Wochenende gibt es große Wetterdifferenzen. Besonders im nördlichen Teil der Wohnung sammeln sich mehrere Fronten Kartons und Möbelstücke an und sorgen für plötzliche Kartongewitter. Anders sieht es im südlichen Teil der Wohnung aus, wo eine leichte Brise Chill über die Kissenberge weht.

Weiterlesen „Kartongewitter | Writing Friday“

freie tage | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, habe ich den Dienstag zum Gedichtetag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher:

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Berlin Autor
Nachtwandlerin
Lindas x Stories
La parole a été donnée à l’homme
Gedankenweberei
Emma Escamila
Wortverdreher
Lebensbetrunken
Vienna BliaBlaBlub
Heidimarias kleine Welt
Traumspruch


freie tage
aber wir haben doch freie tage. der
alltag tickt in kettenuhren. ich sehe
das ende an der woche und binde
sie an. namaste. sagt der mittwoch
und wechselt seinen mindset. der
freitag lacht. der rest folgt. immer
diese esoteriker. sagen sie. nur der
sonntag weint. fuck it. und zündet
die freiheit an.

Ich bin schwanger, nicht schwer krank | Schwangere Gedanken

Hier findet ihr die vorangegangenen Teile: Schwangere Gedanken

Setzt euch hin und trinkt einen Tee, z.B. mit dem Namen die „Innere Ruhe“ oder „Harmonie“. Allerdings habe ich keine Ahnung, ob die helfen. Am besten ihr holt euch auch einen Keks und legt ihn vor euch.

Bereit? Gut!

Ich bin schwanger, nicht schwer krank!

Sich um anderen Menschen Sorgen machen, ist, wenn auf einem normalen Level, Teil des Menschseins. Ohne Empathie versteht man andere nicht, kann keine Freundschaften führen und vielleicht nicht einmal lieben. Das Problem ist das unnormale Level, das, bei dem man hinterher nur sagen kann „aber er/sie/* hat es doch nur gut gemeint“.

„Du darfst nicht so schwer heben.“

Ich will gar nicht zählen, wie oft ich diesen Satz gehört habe und das bei den witzigsten Dingen. Meine Highlights sind ein leerer kniehoher Plastikmülleimer und ein Tablett mit 5 leeren Tassen. Es ist vielleicht nett gemeint, aber es geht mir auf den Sack. Zum einen weil die Häufigkeit wahnsinnig hoch ist. Ich höre das fast jeden Tag. Mein Freund ist immerhin so nett und sagt es selten, er nimmt mir vermeintlich zu schwere Dinge einfach weg. Das ist ein Level, mit dem ich leben kann, auch wenn es mir meine Mündigkeit abspricht, womit ich zu dem „zum anderen“ komme: Ich bin erwachsen und weiß, was ich tun kann und was nicht. Wenn ich merke, dass sich mein Bauch anspannt, wenn es irgendwo ziept oder ich mir etwas nicht zutraue, mache ich es nicht. Ich bin sportlich und beim Sport hebe ich kontrolliert 20 kg, weil es sich gut anfühlt, mache aber keine Klimmzüge mehr, weil es sich irgendwie falsch anfühlt. Wie gesagt, ich bin erwachsen, ich kann ganz gut entscheiden, was geht und was nicht. Danke für die Sorgen, aber ich bin schwanger und nicht schwer krank.

Weiterlesen „Ich bin schwanger, nicht schwer krank | Schwangere Gedanken“

Go with the flow – Neues aus dem Atelier

Acrylic Drops – 15 x 15 cm – Acryl

Das Bild links hatte ich für die Impulswerkstatt erstellt, war aber nicht zufrieden. Dank aufmunternder Kommentare und dem Tipp eine weitere Farbe zu integrieren, ist dann das neue Bild entstanden. Jetzt bin ich tatsächlich zufrieden.

Farbparty – 30 x30 – Acryl mit Pouring Agent und Fineliner

Die Evolution dieses Bildes habe ich leider nicht gut fotografisch dokumentiert, aber mit Text dokumentiert: Farbparty. Hat Spaß gemacht. Ich werde die Technik definitiv weiter nutzen, aber fokussierter.

Gerade arbeite ich an mehreren Bildern. Wird aber noch eien Weile dauern. Mein Ziel ist es eine Form zu finden, mit der ich zufrieden bin und Bock habe ein richtig großes Bild zu schaffen.

Horrorskop | Writing Friday

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Zeit für das Jahreshoroskop – schreibt humorvoll und originell ein Jahreshoroskop für euer Sternzeichen.

Widder –  Ein neuer (Lebens-)Abschnitt erwartet Sie

Während des ersten Monats trügt noch die Ruhe. Einige verschobene Herausforderungen werden Andere auf Trab halten, Sie aber können sich erst einmal entspannt zurücklehnen. Mit der aufkommenden Marsbewegung im Februar verändern sich die Planetenkonstellationen allerdings radikal. Dinge, die Sie vorher für unmöglich gehalten haben, passieren gehäuft. Verlassen Sie sich auf Ihr inneres Gespür in der herannahenden Zombieapokalypse. Bisher gewohnte Routinen lassen Sie vorerst unfreiwillig zurück, doch dann stellen Sie fest wie sich Prioritäten verlagern. Neben der Suche nach Unterkunft und Essen, steht nun der Schutz Anderer im Vordergrund. Suchen sie also ruhig Verbündete, um sich auszutauschen. Ein Biss-Check sollte dabei routinemäßig durchgeführt werden.

Weiterlesen „Horrorskop | Writing Friday“

dennoch suche ich einen halt | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, habe ich den Dienstag zum Gedichtetag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher:

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Berlin Autor
Nachtwandlerin
Lindas x Stories
La parole a été donnée à l’homme
Gedankenweberei
Emma Escamila
Wortverdreher
Lebensbetrunken
Vienna BliaBlaBlub
Heidimarias kleine Welt
Traumspruch

Japp, neues Banner. Eigentlich wollte ich fürs zweijährige Bestehen eines basteln, aber ich war eh gerade dabei mein Website-Banner zu machen. 😉 As always dürft ihr es verwenden, wie ihr wollt, könnte aber auch beim alten Banner bleiben. Und passend dazu das Gedicht diese Woche:

Selbstzweifel sind in Kunst und Schriftstellerei normal und auch ein Produkt dieser Kritiker, die ich letztes Mal angeprangert habe, zumindest in meinem Fall. Andere gehen damit besser um.

dennoch suche ich einen halt

dennoch suche ich einen halt. wir
rutschen über kristallene flächen,
weiden uns an ihrem glanz. ich
frage dich, ob du weißt, was du
tust. impro baby! deine antwort.
vielleicht brauchen wir nur mehr
vertrauen in uns, als in glasklare
leben. das eis singt, der schnee
klirrt. hörst du den donner? ich
bin unruhig. so lang ist schon der
zurückgelegt weg, so wenig spuren
hinterlassen. nachgeben geht
nicht. wir brechen ein. hey, sagst
du, müssen wir halt schwimmen.

Farbparty | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 3 + 4 beinhaltet die Worte „Lautsprecher, orange, erschüttern“, gesponsert von blaupause7

Zum Etüden-Geburtstag gibt es eine…

Farbparty

Ein gechilltes Blau gleitet über die raue Fläche der Leinwand. Nur das vorher aufgetragene Gesso schützt es davor, seine Eigenschaften zu verlieren und in den Fasern des Stoffes zu verschwinden. Wie eine schützende Schichte trägt es die Farbe weiter. Sie fließt gerade aus, zirkuliert in der Mitte und gleitet am Ende über den Rand hinab. Einige Tropfen Blau landen auf dem Maluntergrund. Das Blau ist geduldig, es kennt seine Bestimmung und strömt ihr entgegen. Nun kommt das Gelb. Fröhlich surft es über das Blau hinweg, nimmt es ein, vermischt sich und sorgt so für ein paar grüne Gastmomente. Es folgt den blauen Bahnen, sucht sich neugierig aber auch andere Wege. Unerschrocken schießt es über den Rand hinaus und verewigt sich im Atelier. Auch das Rot macht sich nun auf den Weg. Es ist eine laute Farbe, eine die sich aufdrängt, die warnt. Als würde sie durch Lautsprecher „Feuer“ rufen, nur um dann selbst eines zu legen. Als es auf das Blau trifft erschüttert es seine chillige Natur und wandelt es in ein kräftiges Violett. Fröhlich ist dieses und tänzelt umher. Ein paar Spritzer Violett breiten sich sogar vorwitzig Richtung Gelb aus, doch dort stoppt sie, erschrocken von der komplementären Natur des Gelbs. Das Rot stört das Gelb nicht. Es nimmt sein Temperament und stürzt sich in die gelben Wellen, bis sie orange tanzen. Erst wenn das Weiß vollkommen eingenommen ist, geben die Farben Ruhe. Sie werden langsamer, suchen sich ihre Orte und Nischen, ihre Freiräume und Entfaltungszonen bis nur noch ein paar Spritzer auf dem Boden von der Farbparty erzählen.

Wahre Liebe | Writing Friday

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Bitterkalt fing dieser Tag an und ich hatte die Befürchtung, dass…” beginnt.

Ich habe mich mal an eine Liebesgeschichte getraut und kichere seitdem unaufhörlich. 😉

Wahre Liebe

Bitterkalt fing dieser Tag an und ich hatte die Befürchtung, dass die Liebe meines Lebens es dank der überfrierenden Glätte nicht zu mir schaffen würde. In der Wetter-App leuchteten die Wetterwarnungen hell- bis dunkelrot und Unfallmeldungen häuften sich auf dem Twitteraccount der Lokalzeitung. Genervt schwang ich meine Beine aus dem Bett und zog die Vorhänge beiseite. Es schneite! Wenn Schnee auf die Straßen fiel, waren sie weniger glatt. Vielleicht würde das Auto durchkommen. Ich schloss die Augen stellte mir vor, wie das Auto vor meine Tür rollte, sich erst die Fahrertür und dann meine Haustür öffnete. Ich würde Lächeln und dann einen wundervollen Nachmittag verbringen.

Weiterlesen „Wahre Liebe | Writing Friday“

Gutgemein(t)e Tipps | Schwangere Gedanken

Es gibt bereits vier Texte in der Reihe
1. Über Abtreibung *Klick*
2. Wie man Schwanger zu sein hat *Klick*
3. Ein Podcast *Klick*
4. Über Essstörungen und Schwangerschaft *Klick*

Setzt euch hin und trinkt einen Tee, z.B. mit dem Namen die „Innere Ruhe“ oder „Harmonie“. Allerdings habe ich keine Ahnung, ob die helfen. Am besten ihr holt euch auch einen Keks und legt ihn vor euch.

Bereit? Gut!

Gutgemein(t)e Tipps

Leute, die schon Kinder haben, geben ihren Erfahrungsschatz gerne und oft an Schwangere weiter, vor allem an Erstgebärende, weil „die wissen ja noch nichts über die Freuden der Schwangerschaft und Elternzeit“. Meist steckt da Nächstenliebe drinnen, manchmal (unbewusst) eine Menge Frust.

„Hast du Morgenübelkeit?“ „Nein.“ „Das kommt noch.“

Weiterlesen „Gutgemein(t)e Tipps | Schwangere Gedanken“

wir haben es befüllt | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, habe ich den Dienstag zum Gedichtetag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher:

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Berlin Autor
Nachtwandlerin
Lindas x Stories
La parole a été donnée à l’homme
Gedankenweberei
Emma Escamila
Wortverdreher
Lebensbetrunken
Vienna BliaBlaBlub
Heidimarias kleine Welt
Traumspruch

& heute auch dabei: Red Skies over paradise

Immer wieder krachen ich und der Kunstbegriff zusammen. Was ist künstlerisch/literarisch wertvoll und warum entscheiden das Menschen, die oftmals selbst keine Künstler sind. Und viel schlimmer, warum dürfen sie bestimmen, was es nicht ist. Inspiriert wurde ich dazu von diesem Bietrag von Christiane: *klick*

wir haben es befüllt

wir haben es befüllt. bis obenhin
randvoll. alle facetten treiben auf
der oberfläche, sinken auf den boden.
tanzen im mittendrin. heute haben
sie ein maßband genommen, eine
skala gezeichnet. bis hier. sagen sie.
dort unten das zählt nicht. kitsch.
trivial. nur wer den pegel erreicht
erhält einen eigenen namen. preise,
lob und ruhm. wert. das gold muss
glänzen. sagen sie. und wir sitzen
draußen und bestaunen durch das
farbenfrohe das eine. reduzierte. wir
haben es befüllt und nun ist es leer.