Abstillzwang | Mama Gedanken

Da es mir in meiner Reihe „Schwangere Gedanken“ so viel Spaß gemacht hat, mich über Klischees und Erwartungen an Schwangere aufzuregen, habe ich mir überlegt fortzufahren, denn auch an Mütter gibt es eine Reihe von unsinnigen Erwartungen.
Hier findet ihr alle Texte zu dem Thema: *Klick*

So, ihr kennt das: Macht euch einen Tee, holt euch einen Keks und los geht’s.

Abstillzwang

Ich hatte ja schon davon berichtet, wieviel Druck auf Mütter ausgeübt wird bzw. wieviel Druck Mütter selbst auf sich ausüben, wenn es ums Thema Stillen geht. Jetzt ist Little J ein Jahr alt und ich habe festgestellt, dass es nicht nur einen Stillzwang gibt, sondern auch einen Abstillzwang.

Wie, du stillst noch? vs Wie, du stillst schon ab?

Die Empfehlung der WHO ist es in den ersten 6 Monaten ausschließlich zu stillen und empfohlen wird dann bis zum Alter von 2 Jahren, neben der Beikost, weiterzustillen. Wenn man sich abseits der WHO umhört, wird meist davon gesprochen, dass man zumindest „das erste Jahr vollkriegt“. Das steht im krassen Gegensatz zu der „Wie, du stillst noch?“-Frage, die man ab Monat neun von anderen hört. Übrigens nicht mal Männern, sondern Frauen. Warum die das als so eigenartig empfinden, wenn man nach Monat 9 weiterstillt, konnte mir aber keine erklären. „Hat man früher so gemacht“. Die entgegengesetzte Frage gibt es übrigens auch. In dem Fall meist von noch stillenden Müttern, wenn man erzählt, dass man „nur“ das erste Jahr vollmachen will.

Gute Gründe

Geht dich nen Scheiß an.

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Erfolgskaffee | Der Dienstag dichtet

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Erfolgskaffee

Der Kaffee war längst kalt, als Juanita den Pinsel weglegte. Eigentlich hatte sie nur kurz einer plötzlichen Eingebung, einem Kreis im Zentrum des Bildes, folgen wollen, doch dann hatte sich der Kreis erweitert und Farbe war wie Adern über das Blatt geflossen. Immerhin hatte sie einmal vom Brötchen abgebissen und einen Schluck vom neuen Kaffee probiert. Köstlich war der eine Schluck gewesen. Jetzt war es zu spät, eine neue Tasse zu machen, aber Morgen würde sie ihm die verdiente Aufmerksamkeit schenken. Sie hatte ihn für zu viel Geld auf einem kleinen Mittelaltermarkt erstanden. Der Verkäufer hatte es als Wundermittel für Erfolg angepriesen und Juanita hatte beschlossen, dass sie das jetzt brauchte. Seit vier Monaten hatte sie nichts mehr verkauft und ihre Reserven schwanden.

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lyrimo 8 bis 14

Es ist wieder lyrimo = Lyric Month!! Alles Wissenswerte dazu findet ihr auf diesem Blog: https://lyrimo.wordpress.com/

Tag 8 – Beziehungsweise
wie eine parabel oder doch eine
schiefe gleichung. deine gerade
ist rund, dein sinus eckig. gestern
noch hatte dein tangens leichte
schlagseite. manchmal wünschte
ich, ich könnte unsere formel lösen.

Tag 9 – Alltagsgegenstand
blau rollt er daher. leicht und
leise. zaubert buchstaben,
worte, häckchen, und freitags
langeweilezeichnungen.

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es drückt das wetter | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

es drückt das wetter

es drückt das wetter. ein zucken geht
über den himmel und die wolken fallen
zu boden. manchmal, sagst du, sehe
ich donner und rieche sonnenschein.
ich kann dir deinen frosch nicht nehmen,
aber seine grüne farbe in den wind
halten. ach, weißt du. ich werde einfach
auf hagelkörnern surfen und gefrorenen
boden zum grillen nutzen. wenn sich
unsere wetterfronten kreuzen, gebe ich
dir meine hand. vielleicht nimmst du
sie. vielleicht hälst du sie einen moment.

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lyrimo 1 -7

Es ist wieder lyrimo = Lyric Month!! Alles Wissenswerte dazu findet ihr auf diesem Blog: https://lyrimo.wordpress.com/

Tag 1 – Zuversicht
ich male lächeln mit worten
in den flüchtigen wind. wenn
die samen ankommen, wächst
nicht immer eine blume, aber
manchmal ein tragender baum.

Tag 2 – es klingelt an der Tür
leise. ein gebimmel, dann ein
klopfen. lauter. langsam wird
die klinke hinuntergedrückt
und kinderlachen strahlt wie
sonnenlicht in herzensgänge.

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käfig | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

käfig

ein leises knistern geht durch das
holz. sie haben den gartenzaun
wie einen käfig angestrichen. es
gibt vier ecken und eine wasserschale
in der die vögel in freiheit baden.
nach kleinstadtleben riecht es und
dunklen geheimnissen. manchmal
mischt sich eine note lüge dazu. ich
bin schon vor einer weile gegangen.
den käfig habe ich als foto gerahmt
in meiner küche stehen.

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Mondsüchtig | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 18 + 19 beinhaltet die Worte „Giraffe, mondsüchtig, suchen“, gesponsert von Myriade.

Mondsüchtig

Herbert konnte nicht schlafen. Seit er in Rente war, wachte er jede zweite Nacht um Punk drei auf und fand bis um fünf Uhr nicht mehr in den Schlaf. Er hatte vieles ausprobiert, von mehr Sport und weniger Sport bis hin zu Medikamenten. Nichts half. Auch heute. Der Himmel war sternenklar, also beschloss er eine Weile auf dem Balkon den Nachthimmel zu bewundern.

„Na, auch mondsüchtig?“

Herbert zuckte zusammen. Eine junge Frau winkte von dem Balkon schräg unter seinem. Sie war vielleicht zwanzig und trug einen quietschgrünen Pyjama.

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feminin | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Es wollte mir mal wieder jemand sagen, was ich als Frau zu mögen und zu machen habe. Statt zu explodieren, habe ich das Gedicht geschrieben.

feminin

wie ein im wind abknickender stengel. ein
schlecht befestigtes partyzelt im sturm. der
regen prasselt auf neue blätter. sanftgrün
sind sie und weich. die ecken von den blüten
sind rund. zart. verbrennen in der sonne
am mittag. wenn sie nicht schon von einem
vorbeigehenden wanderer abgerissen wurden.
ich nehme meine papierene form. und falte
mich einhundert mal. trotzdem siehst du nur
meinen faserigen ursprung und versuchst
mich mit tränenwasser zu gießen. weißt du?
du kannst mich mal. sage ich und werde das
glas zu deinem stein. versuch es doch.

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Inktober 52 – 7 bis 15

Statt dem klassischen Inktober nehme ich dieses Jahr wieder am Inktober 52 teil. Ich zeichne also jede Woche ein Bild zu einem vorgegebenen Thema (Themen stehen im Titel).

Das mit dem monatlichen ein Update bringen läuft gut, oder? 😉 Nuja, hier alles aus den letzten 2 Monaten.