Eigentlich heiße ich Katharina, aber jeder nennt mich Katha. Ich spreche mit Katzen, schaue halbnackten Menschen beim Ringen zu und verkleide mich zu Halloween. Außerdem schreibe ich gerne Krams und doodle so vor mich hin. Hier findet ihr, was ich so kritzele.
Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihram Ende.
und sie steigt
und sie steigt. bei dir weht wind im stübchen. die fenster hast du absichtlich offen gelassen. die klinken sind kaputt. sagst du. die tür ist geschlossen. ein schild besagt. ich glaube. wenn dich jemand besuchen kommt gibt es nur krümeligen kuchen, wässrigen kaffee. ohne sahne. und sie steigt.
Es ist wieder lyrimo = Lyric Month!! Alles Wissenswerte dazu findet ihr auf diesem Blog: https://lyrimo.wordpress.com/
Tag 21 – Erasure Gesicht zu Goethes Mignon im dunkeln vom blauen verweht. glänzt, schimmert. goldorangenes blühen. in höhlen wohnt der drache. dahin lass uns ziehen.
Tag 22 – abwesende Anwesenheit oder in der ferne. manchmal ist meine nähe naher. als der abstand zwischen zwei gedanken. meine momente sind immer bei dir.
Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 46+ 47beinhaltet die Worte „Museum, biografisch, erinnern“, gesponsert von Erinnerungswerkstatt.
Ich habe gerade einen Podcast über den Fall Nicholas Leeson/Barings Bank gehört und fühlte mich inspiriert, etwas in der Art zu schreiben.
Der Schatzmeister
Er schritt den Gang hinab und zählte die Gemälde an der rechten Wand. Nicht, dass das nötig wäre, sollte eines abgenommen werden, ginge sofort der Alarm los, aber Günther vertrieb sich so die Zeit. Es war zwei Uhr, bis sechs musste er noch arbeiten, dann übernahmen die Kollegen im Technikraum die echte Überwachung. Er war der „Finger weg“- und „Rucksäcke bitte abnehmen“-Typ. Das klang negativ, aber eigentlich mochte Günther seinen Job im Museum. Kein Vergleich zu früher, als er noch als Aktienhändler tätig gewesen war.
Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihram Ende.
zwischen zwei wimpernschlägen
zwischen zwei wimpernschlägen verweilt dein atemzug. ich gehe über brücken, durch wälder, tore in tunneln. auf der anderen seite wippe ich mit den füßen und warte auf momente. zwischen zwei wimpernschlägen wartet meine sehnsucht.
Es ist wieder lyrimo = Lyric Month!! Alles Wissenswerte dazu findet ihr auf diesem Blog: https://lyrimo.wordpress.com/
Tag 14 – ein bisschen haushalt weg. die sorgen mit einem wisch. du trägst den abfall der letzten woche ins nachbarhaus. jetzt wohnt dort tüte, banenenschale und joghurtbecher. das weiß nur niemand außer dir.
Tag 15 – bezaubern, bestechen, bezwinge in den blassgrauen augen der wut liegt eine rohe schönheit. bezaubernd, betechend, bezwingend. wenn sie zu boden fallen, tropft nur ihre seele leise hinterher und ruft. halt.
Da es mir in meiner Reihe „Schwangere Gedanken“ so viel Spaß gemacht hat, mich über Klischees und Erwartungen an Schwangere aufzuregen, habe ich mir überlegt fortzufahren, denn auch an Mütter gibt es eine Reihe von unsinnigen Erwartungen. Hier findet ihr alle Texte zu dem Thema: *Klick*
So, ihr kennt das: Macht euch einen Tee, holt euch einen Keks und los geht’s.
Mein Freund und ich teilen uns die Elternzeit 50/50, weil es unsere Jobs erlauben, aber auch, weil es uns wichtig ist, dass jeder von uns unser Kind aufwachsen sehen kann. Ich empfinde das als normal, aber von anderen hören wir immer wieder Lob, vor allem für den aufopferungsvollen Papa.
Elternzeit = Mamazeit
Es heißt zwar Elternzeit, aber in überwiegender Mehrheit sind es die Mütter, die diese Zeit in Anspruch nehmen. Das ist natürlich wegen dem Stillen einfacher, aber leider ist es auch oft so, dass Frauen weniger als Männer verdienen. Da Elterngeld nun mal reduziertes Gehalt bedeutet, mit dem man einen Menschen (mit eklatantem Windelverbrauch und genauso oft wechselndem Kleiderschrank wie ein Supermodel) mehr versorgen muss, bleibt oft die Frau Zuhause. Das wird irgendwie als selbstverständlich angesehen. Ist ja auch schön, so mit Baby Zuhause. Dabei wird übersehen, dass ein Baby ein 24/7-Job ist und im ersten Jahr meist anstrengender als der eigentliche Beruf.
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Heute endet meine Elternzeit und mien Freund übernimmt. Irgendwie war ich Gestern doch noch schwanger, oder? Wo ist die Zeit hin?
stunden überholen minuten stunden überholen minuten. im sekundentakt schlägt mein herz langsamer und meine synapsen stolpern über die uhrzeiger. heute war gestern. ist morgen. ich habe im kalender nachgelesen, was ich keine zeit zu erleben hatte. und der sturm weht die seiten fort.
Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihram Ende.
Ich habe versucht ein Gefühl einzufangen.
wenn das kissen
wenn das kissen nicht mehr aus zement ist. ich boxe in weiche kiesel. zerbeiße mich in weich gewordenem brot. doch. die wellen schlagen hoch. ich koche unter der erde. wenn ich wieder auftauche, ist die welt ein noch. lasse ich mich in federn fallen. koste den geruch von süßer marmelade und wiege meine vernunft.
Es ist wieder lyrimo = Lyric Month!! Alles Wissenswerte dazu findet ihr auf diesem Blog: https://lyrimo.wordpress.com/
Tag 1 – alles und nichts ich will die welt umarmen. für mich alleine. will laute ruhe und leises getöse. gesellig soll sie sein. meine einsamkeit. lass uns gemeinsam alleine sitzen. nur heute, ok?
Tag 2 – Prädikat besonders wertvoll besonders, herausragend. besser hätte es nicht umgesetzt werden können. hier schaut hin. nicht dort. hier. schreit die bewertung und flüstert leise zensur.