Tagebuch? Journal? Gedankenkotze! | Gedankenkritzelei

Das ist kein wissenschaftlicher Text, sondern eine Gedankenkritzelei. Jeden Freitag schreibe ich über etwas, das mir auf dem Herzen liegt. Wenn ich etwas wissenschatftlicher werde, bemühe ich mich keine Falschinformationen auf den Weg zu bringen. Wenn das doch passiert, lasst einen Kommentar da. Ebenso, wenn ihr Lust zu diskutieren habt oder wenn ihr eine virtuelle Umarmung braucht. Die gibt es hier gratis.

Tagebuch? Journal? Gedankenkotze!

Ich habe vor ein paar Tagen angefangen in mein Notizbuch (war eigentlich so ein Ringbuch-Kalender, aber ich habe unbeschriebene Seiten rein gemacht) zu schreiben. Nicht nur To-Do-Listen, sondern einfach Gedanken. Sowas habe ich seit meinem Studium nicht mehr gemacht. Als Kind habe ich klassisch Tagebuch geschrieben (nie lange) aber im Studium habe ich begonnen reinzukritzeln, zu schreiben, Gedanken fließen zu lassen. Als es voll war, habe ich aufgehört und irgendwie habe ich jetzt damit wieder begonnen. Es war nur so eine Schnappsidee, weil mein Kopf so furchtbar voll ist (siehe letzter Beitrag) und ich irgendwie was ablassen muss. Auf jeden Fall habe ich nachgelesen, wie man das am besten angeht und festgestellt, dass ich nicht ‚man‘ bin und meinen eigenen Weg brauche.

Tagebuch vs Journal

Erster Punkt meiner Recherche war, ob es einen Unterschied zwischen Tagebuch und Journal gibt, weil auf Social Media immer von Journaling gesprochen wird und ich mir unsicher war, ob das jetzt einfach ein Tagebuch ist oder mehr. Stellt sich raus, ja, zumindest laut einigen Definitionen: ImTagebuch dokumentiert man chronologisch Ereignisse und Erlebnisse des Tages und im Journal reflektiert man und setzte sich Ziele. Ein Tagebuch erzählt, was passiert ist, ein Journal, warum man sich damit beschäftigt. Ich wollte also ein Journal schreiben, also habe ich mich da eingelesen, wie man sowas angeht.

Die Kunst des Journaling

Oi, das ist eine ganze Wissenschaft. Es gibt Morning Pages, wo man schreibt, auf was man sich am Tag fokussieren will, dann gibt es ein Dankbarkeits-Journal, in das man schreibt, für welche Dinge man am Tag dankbar war und Bullet Journaling, das ein bisschen praktischer veranlangt ist. Und natürlich gibt es noch eine Menge mehr Formen und Regeln, wie man das denn richtig macht. Nach einer ersten Recherche wollte ich meine Idee schon über Bord werfen, weil mir das fiel zu anstrengend klang. Ich will meinen Kopf erleichtern, nicht noch weiter zumüllen. Aber dann dachte ich: Fuck it, ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt.

Gedankenkotze

Also habe ich mir mein Ringbuchding genommen, einen Stift geschnappt und losgeschrieben. Teilweise keine ganzen Sätze, teils nur Listen, null zusammenhängend und teilweise sehr kryptisch. Ich schreibe auf, was mir gerade in den Kopf kommt. Es ist nicht vollständig, es ist nicht schön, aber es tut wirklich gut. Wie lange ich das durchziehe, weiß ich nicht. Es ist mir ehrlich gesagt auch egal. Ich mache das nicht, um sagen zu können, dass ich ein Journal habe, sondern, weil es mir helfen soll. Wenn ich weniger voll im Kopf bin, vielleicht höre ich dann auf, keine Ahnung. So oder so, das ist nur für mich, weil es mir gut tut.

Hinterlasse einen Kommentar