Eigentlich heiße ich Katharina, aber jeder nennt mich Katha. Ich spreche mit Katzen, schaue halbnackten Menschen beim Ringen zu und verkleide mich zu Halloween. Außerdem schreibe ich gerne Krams und doodle so vor mich hin. Hier findet ihr, was ich so kritzele.
Es ist wieder lyrimo = Lyric Month!! Alles Wissenswerte dazu findet ihr auf diesem Blog: https://lyrimo.wordpress.com/
Tag 14 – ein bisschen haushalt weg. die sorgen mit einem wisch. du trägst den abfall der letzten woche ins nachbarhaus. jetzt wohnt dort tüte, banenenschale und joghurtbecher. das weiß nur niemand außer dir.
Tag 15 – bezaubern, bestechen, bezwinge in den blassgrauen augen der wut liegt eine rohe schönheit. bezaubernd, betechend, bezwingend. wenn sie zu boden fallen, tropft nur ihre seele leise hinterher und ruft. halt.
Da es mir in meiner Reihe „Schwangere Gedanken“ so viel Spaß gemacht hat, mich über Klischees und Erwartungen an Schwangere aufzuregen, habe ich mir überlegt fortzufahren, denn auch an Mütter gibt es eine Reihe von unsinnigen Erwartungen. Hier findet ihr alle Texte zu dem Thema: *Klick*
So, ihr kennt das: Macht euch einen Tee, holt euch einen Keks und los geht’s.
Mein Freund und ich teilen uns die Elternzeit 50/50, weil es unsere Jobs erlauben, aber auch, weil es uns wichtig ist, dass jeder von uns unser Kind aufwachsen sehen kann. Ich empfinde das als normal, aber von anderen hören wir immer wieder Lob, vor allem für den aufopferungsvollen Papa.
Elternzeit = Mamazeit
Es heißt zwar Elternzeit, aber in überwiegender Mehrheit sind es die Mütter, die diese Zeit in Anspruch nehmen. Das ist natürlich wegen dem Stillen einfacher, aber leider ist es auch oft so, dass Frauen weniger als Männer verdienen. Da Elterngeld nun mal reduziertes Gehalt bedeutet, mit dem man einen Menschen (mit eklatantem Windelverbrauch und genauso oft wechselndem Kleiderschrank wie ein Supermodel) mehr versorgen muss, bleibt oft die Frau Zuhause. Das wird irgendwie als selbstverständlich angesehen. Ist ja auch schön, so mit Baby Zuhause. Dabei wird übersehen, dass ein Baby ein 24/7-Job ist und im ersten Jahr meist anstrengender als der eigentliche Beruf.
Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihram Ende.
Heute endet meine Elternzeit und mien Freund übernimmt. Irgendwie war ich Gestern doch noch schwanger, oder? Wo ist die Zeit hin?
stunden überholen minuten stunden überholen minuten. im sekundentakt schlägt mein herz langsamer und meine synapsen stolpern über die uhrzeiger. heute war gestern. ist morgen. ich habe im kalender nachgelesen, was ich keine zeit zu erleben hatte. und der sturm weht die seiten fort.
Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihram Ende.
Ich habe versucht ein Gefühl einzufangen.
wenn das kissen
wenn das kissen nicht mehr aus zement ist. ich boxe in weiche kiesel. zerbeiße mich in weich gewordenem brot. doch. die wellen schlagen hoch. ich koche unter der erde. wenn ich wieder auftauche, ist die welt ein noch. lasse ich mich in federn fallen. koste den geruch von süßer marmelade und wiege meine vernunft.
Es ist wieder lyrimo = Lyric Month!! Alles Wissenswerte dazu findet ihr auf diesem Blog: https://lyrimo.wordpress.com/
Tag 1 – alles und nichts ich will die welt umarmen. für mich alleine. will laute ruhe und leises getöse. gesellig soll sie sein. meine einsamkeit. lass uns gemeinsam alleine sitzen. nur heute, ok?
Tag 2 – Prädikat besonders wertvoll besonders, herausragend. besser hätte es nicht umgesetzt werden können. hier schaut hin. nicht dort. hier. schreit die bewertung und flüstert leise zensur.
Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 44 + 45beinhaltet die Worte „Kürbis, kitzlig, krakeln“, gesponsert von wortverdreher.
Der kitzelige Kürbis
Peter saß in der U-Bahn und krakelte wie immer in seinem Skizzenbuch herum. Es war Halloween, also zeichnete er einen Kürbis mit abscheulicher Fratze. Die Schale des Kürbisses malte er in größtem Detail. Sowohl bei privaten Zeichnungen, als auch im Beruf war er sehr genau. An der Arbeit malte er allerdings langweilige Schaltpläne. Er nannte es „totes Zeichnen“. Seine Kritzeleien waren lebendig für ihn.
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Inspiriert von einem Interview. Lässt sich aber auf viele anwenden.
sie meinen
doch. sie meinen, was sie sagen. und sagen. was sie denken. über dem ich. spricht bei ihnen keine furcht. wissen glauben sie. glauben wissen sie. immer. manchmal steht der mund offen. und töne kommen raus. einige sind lieder. ab und an hört man pfeifen. nur weil sie etwas zu reden haben. nur weil sie da sind. wir hören. und an einigen tagen sogar zu. dann verstehen wir nur meinen.
Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.
Ich habe ewig nichts mehr für den Writng Friday geschrieben, da mir die Inspiration fehlte, aber Halloween ist eine super Inspirationsquelle und ohen Horrorgeschichte kann ich den Monat nicht verstreichen lassen.
Thema: Schreibe eine Geschichte und lasse folgende Wörter mit einfliessen: blutig, ängstlich, Konfetti, Kürbissuppe, Ohnmacht
Tante Inges Kürbissuppe
Vorsichtig schnitt Suse den Kürbis in Stückchen. Das Messer war extra scharf und wurde von ihr nur angefasst, wenn es gar nicht anders ging, sie wusste schließlich, was für ein Tollpatsch sie war. Die Brühe kochte bereits auf dem Herd und so konnte sie den Kürbis einfach dazugeben. In zwanzig Minuten würde er weich genug sein, dass sie ihn mit dem Pürierstab zerkleinern konnte. Es würde Kürbissuppe zu Ehren ihrer verstorbenen Tante Inge geben. Besser gesagt: Es würde Kürbissuppe geben, weil ihre Tante Inge endlich verstorben war. Die alte Hexe hatte die gesamte Familie terrorisiert. Heute hatten sie die Wohnung aufgelöst und Suse hatte dieses Rezept gefunden. Da es lecker klang und passenderweise Halloween war, hatte sie es mitgenommen.
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Meine Elternzeit endet bald und ich musste daran denken, wie häufig man von einzelnen Lebensabschnitten Abschied nehmen muss. Ich habe einen als Symbol dafür genommen.
und der morgen trauert
und der morgen trauert um seine neblige einfachheit. wir tanzen auf den senkrechten uhrzeigern und wagen einen tiefen zug durch den kaffeesee. ich reiche dir milch und du mir süße. die ofenheißen brötchen brutzeln in meinen eiskalten händen. jetzt. seufzt der mond und verliert sich im licht. die schritte im flur werden lauter, dein herzschlag neben mir leiser. wenn die rote marmelade getrocknet ist und der honig nicht mehr klebt. einzelne krümel erzählen noch von diesen morgen. auf plastikstühlen. schwarz waren sie. die auf denen ich heute sitze sind weiß. haben andere flecken.