Der Sinn vom Urlaub | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Diesmal mit dem Etüdensommerpausenintermezzo. Ziel ist es mindestens 7 aus 12 Wörtern (siehe Bild) in einem Text unterzubringen und es muss der Satz „Eigentlich ist es schade, wie wenig wir einander kennen.“ vorkommen.

Der Sinn vom Urlaub

Dunja hasste es in aller Herrgottsfrühe aufzustehen, aber ihr Flug würde in vier Stunden gehen und sie mussten noch Frühstücken, zum Flughafen fahren und dieses ganze nervige Eincheck-Prozedere durchlaufen. Dunja hasste auch das Fliegen, aber auf Teneriffa kam man schlecht mit dem Auto. Sie rüttelte Juri wach, der sie müde anblinzelnde und dann gleich lächelte. „Urlaub“, sagte er und sprang auf.

„Nach dem Flug“, erwiderte Dunja und stellte sich vor, wie sie nach dem Einchecken ins Hotel, an den Strand schlenderten und sich in die Wellen stürzten. Dunja war eine klassische Wasserratte, während Juri lieber im Schatten blieb und las. Manchmal fragte sie sich, warum sie überhaupt gemeinsam in den Urlaub fuhren.

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Ein letztes Mal | Impulswerkstatt

Zettel und Federhalter. Über dem Federhalter steht Impulswerkstatt

Dies ist ein Text zu der Impulswerkstatt von Myriade. Ziel ist es etwas Kreatives zu vorgeschlagenen Bildern oder zu einer SChreibaufgabe zu erstellen. Hier könnt ihr alles darüber lesen: *KLICK*
Die aktuellen Bilder und Schreibaufgaben zur aktuellen Impulswerkstatt findet ihr hier: *KLICK*

Diesmal habe ich nur den Anfang der Schreibaufgabe mehrfach verwendet.

Ein letztes Mal …

Ein letztes Mal den Sonnenuntergang am späten Abend genießen. Bald werden die Tage zu früh enden, um das Farbenschauspiel an den Pflichten vorbei genießen zu können.

Ein letztes Mal mit den Kollegen schnacken, den Gang hinuntergehen und ausstempeln. Bald macht man das woanders, wo es andere Kollegen, Gänge und Stempelautomaten gibt. Irgendwie doch das gleiche, nur anders.

Ein letztes Mal das Hotelzimmer kontrollieren, dass man auch nichts vergessen haben. Nachschicken geht, ist aber immer teuer. Außerdem will man noch kurz den letzten Rest Urlaub einatmen.

Ein letztes Mal durch die beleuchtete Einkaufsstraße gehen. Bald hängen die Geschäfte die Lichterketten ab und dann ist der letzte Rest Weihnachten verschwunden.

Ein letztes Mal diesen herrlichen Rosenduft einatmen. Nach dem angekündigten Regen haben die Rosen sicherlich alle Blätter verloren und am Boden zu schnüffeln, ist irgendwie auch nicht dasselbe.

Ein letztes Mal von der süßen Verheißung namens Schokolade naschen. Es sind nur noch wenige Wochen bis zum Sommer. Alles neu kaufen ist ätzend, teuer und man will sich ja auch wohlfühlen, so schwitzend und halbnackt bei vierzig Grad.

Ein letztes Mal vom 5-Meter-Turm springen. Man würde gerne länger bleiben, aber die Eltern werden sauer, wenn man zu spät zum Abendbrot kommt. Nächste Woche dann wieder.

Ein letztes Mal den Tag beginnen. Vielleicht ist es gar nicht das letzte Mal, sondern nur ein mittendrinnen, aber vielleicht kommt heute schon das Ende.

zwischen den zeilen | Der Dienstag dichtet

Da ich ohne Druck kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Ich arbeite gerade an diversen Texten.

zwischen den zeilen

zwischen die zeilen räume ich
leerräume. manche wörter tropfen.
rt. en. ir. nd. gedankenverloren in
die leere. falte ich kommata und
punkte. es sind die ausrufezeichen,
die mir kopfzerbrechen bereiten.

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durch schmale täler | Der Dienstag dichtet

Da ich ohne Druck kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Ich war am Wochenende ohne Kind im Urlaub und habe mit Freunden Österreich erkundet. Das sind meine ungefilterten Eindrücke.

durch schmale täler

durch schmale täler weht ein
abenteuerwind. reißend im
strom der zeit. such sich nach
mir. in abwesenheit von und
anwesenheit mit. blicke ich
auf. spitzen, stromschnellen,
abgründe und die gewissheit,
dass nichts bleibt.

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In misslicher Lage | Writing Friday

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Letzte Woche habe ich verpeilt zu poste, daher hier ein Nachzügler für die Juli-Themen.
Thema: Luke ist beim Klettern abgestürzt, berichte von seiner Rettung.

In misslicher Lage

Da lag er nun, vollkommen hilflos auf dem Rücken. Es knirschte und knackte. Sein Körper fühlte sich an, als wäre er tausend Jahre alt. Resignierend entspannte er seine Gliedmaßen. Wenn er sich nicht bewegte, sparte er vielleicht Energie, die er später gebrauchen konnte. Ob sie wussten, wo er sich befand? Sie hatten ihn beobachtet, wie er aufgebrochen war. Zumindest die Richtung, in die er gegangen war, hatten sie mitbekommen. Wenn er nicht zurückkam, machten sie sich vielleicht sorgen. Spätestens beim Abendbrot würde sein Fehlen sicher bemerkt werden. Er verpasste nie ein Abendbrot. Heute Abend würde es wieder dieses leckere Brot und Salat geben. Sie nannten es Slow Sandwich, weil er so lange brauchte es zu essen, aber er wollte jeden Bissen genießen, jeden Moment auskosten und leider auch alles ausprobieren.

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Die Hütte im Wald | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 25 + 26 beinhaltet die Worte „Widergeburt blümerant antanzen“, gesponsert von Onlybatscanhang.

Die Hütte im Wald

Er atmet durch, fühlt sich etwas blümerant, nicht vollständig miserabel, aber auch nicht ausgezeichnet. Er hat auf letzteres gehofft, jetzt wo er endlich ausgebrochen ist. Vielleicht sind ihm die Walderdbeeren nicht bekommen. Er hätte sie erst im Bach abwaschen sollen, oder vielleicht ist es das Wasser vom Bach, das er getrunken hat. Er überlegt sich einen Moment hinzulegen und zu schlafen. Das kann er jetzt einfach so machen. Er hat keine Pflichten oder Termine. Er muss sich fortan nur noch um sich selbst kümmern. Ein Windhauch lässt seine Hütte erzittern.

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mein sommer mit dir | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

mein sommer mit dir

kirschenessen. gänseblümchenriechen. sonnenlichtbaden. vogelgezwitscherhören. planschbeckenplanschen. rutscherunterrutschen. klettergerüstklettern.
grasausrupfen. sandrieselnlasen. nacktrumrennen. imbadetuchverstecken. melonenklebrig. blaubeertrunken. himmelhochjauchzend. sommervergnügt.

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nur das war bleibt | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Am Wochenende war eine Freundin zu Besuch. Ich habe mich versucht an mich, wie ich früher war, zu erinnern.

nur das war bleibt

auf hoher see hält sie das meeresrauschen
gefangen. meine flasche ist eine muschel.
geschlossen. das papier darinnen vor jahren
weggeschwommen. ich suche die fitzelchen,
die papiernen atome. zusammen. doch in
meinem kopf flutet nur rauschen. meine haut
erahnt die berührung. meine zunge trägt den
geschmack vorbei. auf hoher see. heute werfe
ich eine neue flasche. im rauschen. werde ich
sie vergessen. nur das war bleibt.

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Itsemi Mario | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 23 + 24 beinhaltet die Worte „Yachtclub besenrein abspecken“, gesponsert von Annuschkas Northern Star.

Mir war mal danach einen sinnlosen und albernen Text zu schreiben. 😉

Itsemi Mario

„Hey du!“

Mina öffnete kurz die Augen. Sicher war die Katze über die Tastatur gelaufen und hatte ein YouTube-Video gestartet.

„Hey du.“

„Kiki, raus!“ Mina hörte ein Maunzen neben sich und sah, dass sich die Katze neben ihr eingerollt hatte.

„Bist du schwerhörig?“

Mina richtete sich so ruckartig auf, dass Kiki aufgeschreckt aus dem Zimmer rannte. Auf dem Bildschirmhintergrund zwischen all den Ordnern winkte Super Mario.

 „Ich weiß nicht, wer mir hier gerade einen Streich spielt, aber verpiss dich von meinem Rechner,“ schrie sie.

„Itsemi Mario.“

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