Sein einfachster Fall | abc.etüden 20+21

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Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 21+22 beinhaltet die Worte „Malkasten“, „gleitend“ und „torpedieren“, gesponsort von Team dergl.

Ich wollte mal einen Krimi schreiben, da ich das aber noch nie gemacht habe und die 300 Wörtergrenze für das Vorhaben zu mutig war, kam irgendwie ein vollkommen skurriler Text raus. Ich mag ihn irgendwie trotzdem, auch wenn er recht abgehakt und antiklimaktisch ist.

Sein einfachster Fall

„Mit einem Pinsel? Wollen sie mich verarschen?“

„Nein, Herr Kommissar. Der Malkasten lag noch daneben.“ Der Praktikant schwitzte.

„War nicht die Todesursache, sieht aber spektakulär aus, wie der so in seinem Schädel steckt.“

Hinter Kommissar Wagner trat die Gerichtsmedizinerin. „Da hat wohl einer den Batman-Film zu oft gesehen. Gestorben ist er vermutlich durch das gewaltvolle Einflößen von Pinselreiniger. Das Loch für den Pinsel hat der Mörder wohl mit etwas Spitzem vorgebohrt und dann den Pinsel reingesteckt. Ich hoffe, nachdem unser Opfer tot war. Näheres dann nach meiner Untersuchung.“ Weiterlesen „Sein einfachster Fall | abc.etüden 20+21“

Die letzte Ruhe | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Da so viele bei diesem Thema Horrorgeschichten geschrieben haben, habe mich herausgefordert gefühlt etwas anderes draus zu machen. Ist ein bisschen traurig geworden.

Thema: Anna betritt eine alte Villa am Ende der Stadt, sie wird sie jedoch nie wieder verlassen. Erzähle was passiert ist.

Anna lief langsam den Weg entlang. Der Park, der die Villa umgab war wunderschön. Die Besitzer der Villa hatten zwar den Rasen, direkt vor dem Haus gemäht, aber der hintere Teil, der die Bäume umgab, wuchs frei. Ach, und die Bäume. Birken, Eichen, eine Kastanie, etliche Haselnusssträucher. Als ein Wind von Osten kam, roch Anna den Flieder. Wundervoller lila Flieder.

Sie hatte jahrelang in der Stadt gelebt, zwischen den Autosabgasen, den Essensgerüchen, dem Lärm und Schmutz. Harter Asphalt zum Laufen, kaum Grünflächen. Selbst im Park roch es nach Auto und der Straßenlärm war auch dort zu hören. Es war natürlich nicht alles schlecht. Ihre Wohnung war wunderschön. Im dritten Stock eines Hochhauses, mit Balkon, sodass Anna direkt auf der Höhe der Baumkronen, die Vögel beobachten konnte.

Die letzte Zeit waren ihr nur die Stufen so schwer gefallen. Daher war sie froh, als ihre beste Freundin Hilde beschloss mit ihr aufs Land in diese wundervolle Villa zu ziehen. Anna war zwar zu alt, um das volle Potential der Umgebung auszuschöpfen, aber der Anblick erfreute ihre müden Augen. Weiterlesen „Die letzte Ruhe | Writing Friday“

Erinnerungsgarten | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Die Geschichte ist angelehnt an mein Leben. Den Fingerhut habe ich erfunden, der Rest ist etwas vereinfachter dargestellt. Aber der Garten ist so wie beschrieben, zumindest in meiner Erinnerung.

Thema: Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein: Marmelade, Fingerhut, Rosenranken, Himmelblau und Oma.

Sabrina liebte die Sommerferien. Zwei Wochen verreiste sie mit ihren Eltern, zwei Wochen unternahm sie etwas mit ihren Freunden und die letzten beiden Wochen waren für ihre Oma reserviert.

Diese wohnte fünf Stunden entfernt von dem Ort, in den Sabrina mit ihren Eltern gezogen war. Sabrina sah ihre Oma nur in den Ferien, an Feiertagen und am Geburtstag. Deshalb war der Sommer ganz speziell für sie. Zwei Wochen lang hatte sie ihre Oma ganz für sich alleine. Sie würden backen, kochen, im Garten arbeiten, ins Schwimmbad gehen, ihren Onkel besuchen und das alte Haus und die Umgebung erforschen.

Besonders den Garten liebte Sabrina. Er war wie ein großer Dschungel voller Abenteuer und Gefahren. Wenn ihre Oma nach dem Mittagessen für ein bis zwei Stunden schlafen ging, machte sich Sabrina auf Erkundungstour. Weiterlesen „Erinnerungsgarten | Writing Friday“

Vergangenheitsaugen | abc.etüden 19+20

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Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 19+20 beinhaltet die Worte „Katzenauge“, „kurios“ und „balancieren“, gesponsort von mir.

Ich habe kürzlich für einen Artikel zum Thema Karrierewechsel recherchiert. Viele Wechsel haben sich einfach so ergeben, andere mussten erst ihre Perspektive wechseln. Ich glaube es würde vielen Menschen gut tun, ihr heutiges Leben aus Vergangenheitsaugen zu betrachten. Das hat mich zu diesem kleinen Text inspiriert.

Vergangenheitsaugen

Der Arzt sagte Karl, er hätte Burn-Out, aber Karl glaubte nicht daran. Die Symptome fand er kurios nicht beunruhigend. Er war erst 29 Jahre alt und sein Leben lief gut. Ihm war einfach etwas schwindelig und die Luft fühlte sich manchmal schwerer. Also arbeitet er bis er gar keine Luft mehr bekam.

Als er zum zweiten Mal von der Arbeit mit dem Krankenwagen abgeholt wurde, bat ihn sein Chef sich um seine Gesundheit zu kümmern. Karl nahm sich den Urlaub, den er seit zwei Jahren gesammelt hatte und beschloss seine Eltern endlich zu besuchen. Weiterlesen „Vergangenheitsaugen | abc.etüden 19+20“

In meiner Welt | Writing Friday

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* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite. *

Nicht, dass ich „Aladdin und die Wunderlampe nicht mag“, aber eine gewisse Szene fand ich schon als Kind fragwürdig. Hier also was wirklich passiert ist…

Thema: Schreibe eine Geschichte die mit dem Satz “Jasmin hatte schon immer an Magie geglaubt, doch als sie dann tatsächlich sah wie…” beginnt. 

Jasmin hatte schon immer an Magie geglaubt, doch als sie dann tatsächlich sah, wie sich vor ihr ein fliegender Teppich über den Balkon erhob, war sie schockiert. Ein Teil des Schocks kam auch daher, dass der Depp, dem der Teppich gehört, sich gerade vom Balkon gestürzt hatte, ohne ihr zu sagen, dass er von einem fliegenden Teppich aufgefangen werden würde.

„Vertraust du mir?“

‚Nein‘ dachte Jasmin und war sauer. Andererseits war sie auch unendlich neugierig, also setzte sie sich neben Ali und sie flogen über das nächtliche Agrabah. Die Dächer erstrahltem im Mondschein und tauchten die Stadt in ein Licht, dass an tausende von Märchen erinnerte. Die Aussicht war einfach wundervoll, doch bereits nach kurzer Zeit setzte bei Jasmin die Reiseübelkeit ein. Weiterlesen „In meiner Welt | Writing Friday“

Katzenaugen bringen Glück | abc.etüden 19+20

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Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 19+20 beinhaltet die Worte „Katzenauge“, „kurios“ und „balancieren“, gesponsort von mir.

Für die eigenen Wörter was schreiben ist kompliziert, vor allem weil ich beim Ausdenken nicht daran gedacht habe, wie ich die selbst verwerten könnte, sondern nur Wörter gesucht haben, die viele Assoziationen zulassen.

Katzenaugen bringen Glück

Ich habe die Geschichte „Katzenaugen bringen Glück“ überarbeitet. Ihr könnt sie nun unter dem Titel „Katzenauge“ in meinem Buch „andernorts“ lesen:

ANDERNORTS

„Man lebt zweimal“ | AnthoAlice Erinnerungen

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*Dies ist ein Beitrag zu der Blogparade „AnthoAlice“  von Alice. Zum Thema Erinnerungen kann man allen möglichen kreativen outlet bis zum 15.05. beitragen.*

Ich habe vor einiger Zeit auf einem Friedhof ein Grab gesehen, dass wild bepflanzt und dessen Grabstiin mit Graffitti vollgesprüht war. Da ich die wahre Geschichte so bedrückend fand, habe ich beschlossen, eine schönere Geschichte darüber schreiben.
Das verwendete Zitat ist von Honoré de Balzac.

Man lebt zweimal

„Ich bin müde“ sagt er und ging für immer schlafen. Zurück blieben seine Frau Maria, zwei erwachsene Kinder und ein noch junges Kindeskind. Außerdem ein Hund, zwei Katzen, ein altes Haus mit gepflegtem Garten und die Erinnerung an jemand, der jetzt nur als Hülle langsam zu verfallen begann.

„Man lebt zweimal: das erste Mal in der Wirklichkeit, das zweite Mal in der Erinnerung.“ stand auf seinem Grabstein. Das fand seine jüngste Tochter so treffend. Maria war es egal, sie hätte auch ein „RIP“ oder ein „In Erinnerung“ hingenommen. Der Stein, auf dem der Spruch stand, war grau und glänzte etwas rötlich in der Sonne. Das fiel Maria nach dem 357ten Besuch auf, bis dahin hatte die ganze Welt sowieso grau gewirkt. Weiterlesen „„Man lebt zweimal“ | AnthoAlice Erinnerungen“

„Selbsthilfegruppe“ | Writing Friday KW 18

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* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite. *

Ich wollte mal wieder ein Objekt sprechen lassen. Bisher fand ich die Lästereien meiner Besitztümer vielfach übertrieben – zu Wort hatten sich ja bereits mein Bikini, mein Schreibtisch, mein Blog und sogar Yoda (die Katze, in deren Wohnung ich lebe) gemeldet – jetzt beschwert sich auch noch mein Smartphone. Allerdings hat es nicht ganz unrecht, muss ich zugeben.

Thema: Dein Handy berichtet über deine Macken.

Hallo,

mein Name ist Huawei Mate und ich würde gerne Ihrer Selbsthilfegruppe „Handys mit verpeilten Besitzern“ beitreten.

Meine Besitzerin hat mich erst vor vier Wochen gekauft, aber es zeichnet sich bereits ein Muster ab: Ich werde ständig verloren.

Oft dauert es nur eine Minute zwischen der Frage „Wo habe ich nur…?“ und der Antwort „Ach, da ist es.“, aber manchmal verstreichen sehr lange Minuten, in denen ich am liebsten Hände zum Gestikulieren hätte oder wenigstens nicht dauernd auf lautlos gestellt wäre. Weiterlesen „„Selbsthilfegruppe“ | Writing Friday KW 18″

„Nachts im Park“ | abc.etüden 17+18

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*Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 17.18 beinhaltet die Worte „Kartoffel“, „anzüglich“ und „bevormunden“, gesponsort von Agnes Podczeck .*

Mal wieder eine kleine Horrorgeschichte, die allerdings nicht so super gruselig ist. Nach der Idee, wie ich eine Kartoffel unterbringe, hat der Text ein Eigenleben entwickelt und ist irgendwie in die Richtung gedriftet.
Wer nach dem Lesen wissen möchte, was es mit der Kartoffel auf sich hat: https://de.wikipedia.org/wiki/Kartoffelbefehl (siehe Grabstein).

Nachts im Park

Luise stolperte über eine Kartoffel. Ihre Angst wich einen Moment der Überraschung. Was zur Hölle machte eine Kartoffel mitten auf dem Weg?

Tap tap, tap tap.

Sie hatte keine Zeit Nachforschungen anzustellen, dieser seltsame Typ war noch hinter ihr. Ursprünglich wollte sie mit ihrem Freund romantisch durch Park Sanssouci zu spazieren, doch das hatte sich nach einem fiesen Streit erledigt. Da sie sich nicht durch die Umstände bevormunden lassen wollte, hatte sie beschlossen, trotzdem durch den Park zu laufen. Wenigstens ein paar hübsche Bilder würden das in Mondlicht getauchte Schloss und die wundervollen Gärten ergeben. Weiterlesen „„Nachts im Park“ | abc.etüden 17+18″

„Die etwas andere Liste“| Writing Friday KW 17

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* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite. *

Thema: Erstelle eine Pro und Contra Liste: “Wieso man mit Lesen beginnen sollte”, für jemanden, der nicht gerne liest

Es gab schon so viele gute Listen zu dem Thema, da dachte ich, ich überziehe das mal ein bisschen. Daher, hier…

Die etwas andere Pro- und Contra-Liste

Pro

  • Mit schweren Büchern hat man immer eine Waffe gegen Einbrecher im Haus
  • Man hockt mehr drinnen und blass ist diese Jahr wieder en Vogue
  • Abenteuer zu „erlesen“ ist ungefährlicher, als sie zu erleben
  • Mit MP3-Player im Ohr und Buch in der Hand quatscht einen niemand an – vielleicht kann man so auch Kontrolleure umgehen
  • Die bunten Einbände helfen dabei mehr Farbe in die Wohnung zu bekommen
  • Wenn man genug Krimis liest, weiß man wie man Leichen entsorgen muss
  • Wenn man genug Liebesgeschichten liest, weiß man, wie man es NICHT machen sollte

Contra

  • Man sieht intellektuell aus und es ist besser unter- als überschätzt zu werden
  • Lesen bildet und man weiß allgemein, dass sich dumm glücklicher lebt und in gewissen horizontalen Situationen einen besseren Ruf genießt
  • Es kurbelt die Fantasie an und dann muss man sich mit sich beschäftigen statt dem Smartphone
  • Weniger Zeit fürs Smartphone