Eigentlich heiße ich Katharina, aber jeder nennt mich Katha. Ich spreche mit Katzen, schaue halbnackten Menschen beim Ringen zu und verkleide mich zu Halloween. Außerdem schreibe ich gerne Krams und doodle so vor mich hin. Hier findet ihr, was ich so kritzele.
Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihram Ende.
uns steht
uns steht die luft bis zum hals. der wind bläst in gedankenkreisen. auf luv und lee. mann über bord. der rote ring wurde wegrationalisiert. dort hängt eine feder.
uns steht das feuer bis zur nase. wir schmeißen plastik in die flammen. nasenklammern sind im angebot. aus technopolymer oder fructose.
uns steht die erde bis zu den augen. öl fließt aus den kanälen. tropft auf dinoförmige taschentücher. jemand niest holz.
uns steht das wasser gut. in den leben. meistens im weg.
Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.
Thema: Ein Sommer-Rezept: Ein lauer Sommerabend, du nimmst dir die Zeit draußen etwas zu essen. Verrate uns dein liebstes Sommer Menü – evtl. mit Rezept – und Kochanleitung.
Sommerrezept
Zutaten:
die Nase kitzelnde Sonne
Blumenduftwind
schmelzendes Zimteis
kalte Sommernachtslimonade
Sand zwischen den Zehen oder Gras, mind. bis zu den Knöcheln
Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihram Ende.
zwischen reisen
zwischen reisen. ich surfe auf dem alltagsglitsch. jongliere in plastik gehülltem brauen und gelben. im takt der 90er trommel oder der 40er trägt mich der tagesbeat. ein wenig platsch rechts und links. die flecken der erinnerung fließen in richtung weidenkorb. es duftet. süßlich, herb, manchmal riecht es nach arbeit. wir leben zwischen couchmomenten, spielwiesen und bettenburgen. eigentlich ist das zwischen reisen auch eine reise.
Da es mir in meiner Reihe „Schwangere Gedanken“ so viel Spaß gemacht hat, mich über Klischees und Erwartungen an Schwangere aufzuregen, habe ich mir überlegt fortzufahren, denn auch an Mütter gibt es eine Reihe von unsinnigen Erwartungen. Hier findet ihr alle Texte zu dem Thema: *Klick*
So, ihr kennt das: Macht euch einen Tee, holt euch einen Keks und los geht’s.
Der After-Baby-Body-Unfug
Wenn man endlich genug Babybauchbilder gemacht hat und das kleine Wesen auf der Welt ist, ist eines der Hauptthemen (im Internet) der After-Baby-Body und der ist grundsätzlich falsch, wie es scheint. Zuviel Dehnungsstreifen, zu viel Haut, die Kilos purzeln nicht schnell genug oder noch schlimmer, man sieht danach genauso aus wie vorher…
Die Angst vor Veränderung
Während der Schwangerschaft verändern die Hormone und das wachsende Baby den weiblichen Körper und das ist wirklich beängstigend. Ich habe in einem anderen Text: HIER schonmal darüber geschrieben. Ich habe mir nichts anderes gewünscht, als dass ich genauso nach der Geburt aussehe, wie vor der Schwangerschaft – keine Dehnungsstreifen, lose Haut oder Krampfadern. Dafür habe ich viel getan, meine Gene anscheinend auch, weil mein Wunsch in Erfüllung gegangen ist. Außer einer sehr schwachen Linea Negra sieht man nichts mehr von der Schwangerschaft. Bereits 6 Tage nach der Geburt hatte ich mein Ausgangsgewicht und da mein Bauch nicht groß war, fällt die lose Haut auch nur mir auf. Ich könnte happy sein, aber da ist ein Problem: Ich habe das Gefühl, das niemandem sagen zu dürfen.
Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihram Ende.
Ich war mit den Füßen in der Ostsee. 💕
gesalzene luft
gesalzene luft. meine haut atmet. in den wind hinein. meine haare verfangen sich. in muscheln. es rauscht. neben mir sehe ich kleine fußabdrücke. mit fingern geformt. eine sandburg aus freiheit. die algen fesseln mich. meinen blick. ich male meine erinnerung auf klippen, damit sie mich nicht vergessen. bis ich zurückkomme.
Da es mir in meiner Reihe „Schwangere Gedanken“ so viel Spaß gemacht hat, mich über Klischees und Erwartungen an Schwangere aufzuregen, habe ich mir überlegt fortzufahren, denn auch an Mütter gibt es eine Reihe von unsinnigen Erwartungen. Hier findet ihr alle Texte zu dem Thema: *Klick*
So, ihr kennt das: Macht euch einen Tee, holt euch einen Keks und los geht’s.
Das Baby und ich
Während der Schwangerschaft hatte ich ein eigenartiges Verhältnis zu dem Embryo/Fötus in mir. Ich habe das Leben gespürt, aber irgendwie blieb es immer abstrakt und ich habe mich gefragt, wann der Moment ist, wann ich ihn liebe. Hier könnt ihr meine Gedanken dazu lesen: *Klick*
Was einem Instagram erzählt
Also wenn man Instagram und Social Media glaubt, empfinden alle Eltern direkt unglaubliches Glück in der Schwangerschaft und allesumfassende Liebe nach der Geburt. Andererseits schreien und kacken Kinder einen auch nicht an, wenn man Social Media glauben darf. Das Leben mit Baby wird als perfekt dargestellt, zwischen Kuscheleinheiten, dem perfekten Stillvorgang und neuen Babyklamotten, die nie vollgekotzt sind. Anscheinend schlafen Instagram-Eltern auch genug.
Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
durch augen
weil ihr mauern höher sind als ihre augen. die pupille geweitet. ist vor der hornhaut stopp. die linse verschließt sich vor farben und formen. stiehlt der linse ihren regenbogen. binokular. wenn ihre kurzsicht weitsichtig wäre. wenn sie doch nur räume sehen würden. statt nur weiße bilder an wänden.
Dies ist ein Text zu der Impulswerkstatt von Myriade. Ziel ist es etwas Kreatives zu einem oder beiden vorgeschlagenen Bildern zu erstellen. Hier könnt ihr alles darüber lesen: *KLICK* Die aktuellen Bilder findet ihr hier: *KLICK*
Ich konnte es auch diesmal nicht lassen und habe alle Bilder miteinandner verknüpft. Diesmal inspiriert von meinem Fernweh.
ich steige aus mir aus
ich steige aus mir aus. in bewegtes, bewegendes. auf dem weg. suche mich, dich und .brücken über breiten flüssen. städte aus stein, stahl, plastik, glas und holz. in kellern und gewölben, in kirchen, durch straßen, gassen, häfen laufe ich. es rauscht. ich kann den grauen beat nicht halten und sehe mich neugierig um. .fauna in der weite und in käfigen. ihre haut ist weich, stachelig, schuppig, fedrig. fahre ich mit meinen augen über ihre fremdartigkeit. fühle ich mich wie ein entdecker unbekannter welten. finde meine natur in ihrer. .andere existenzen. ich rieche an den rosen, wate durch farben und lausche in die gärten. welche geschichten sie erzählen, was ihre blätter ausfüllt. in musik, kunst, brötchen holen, wandern, mittagessen, arbeiten, sitzen. .große und kleine steine. nenne sie kultur aus jahren, jahrhunderten, jahrtausenden. die vergangenheit ist fühlbar hart und kalt. und voller gelebter adern. pulsierend taste ich nach den mysterien. heute ist wie damals. ich steige aus und ein. fahre mit, lass mich treiben. fliehe aus mit zu mir.
Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 25 + 26beinhaltet die Worte „Praline, herzhaft, wandern“, gesponsert von Allerlei Gedanken.
Ich bin nicht verrückt, ich liebe nur Pralinen. Wer übrigens wissen will, was die beste Praline der Welt ist. Sie heißt 1857 und ist von Neuhaus.
Praliebe
Langsam wandert sie von der Zungenspitze zur Wurzel, streichelt auf dem Weg den Körper des Zungenrückens. Süße, saure, salzige, bittere Areale kosten und lassen gewahr werden. Knospen erblühen im Taumel von Karamell, Honig, Walnüssen, Himbeeren, Zimt, Kardamom, Gianduja und der alles umschließenden Schokolade. Hier ein zarter sinnbetörender Moment, der fast zu süß ist, um wahr zu sein. Dort eine bittere Note, um zu erden und ein fast schon herzhaftes Finale einzuladen. Die Nerven tragen lachend die überwältigende Botschaft zu Hypothalamus und Amygdala. Der Sinnestaumel lässt sogar die Synapsen tanzen, während die Praline ihren Geschmackspfad verlässt, um auch den restlichen Körper zu wärmen.
Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
käfig
bin mir ein käfig. gedanken schwirren zwischen weichen gitterstäben. auf dem bodem liegt der kot der anderen. er flüstert. ich auch. und. nie. darf etwas gedacht werden? wenn die patina des stahls aus gesellschaft besteht. in der ecke hängt eine kamera. ich lächle und schreibe zellen.