käfig | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

käfig

bin mir ein käfig. gedanken
schwirren zwischen weichen
gitterstäben. auf dem bodem
liegt der kot der anderen. er
flüstert. ich auch. und. nie.
darf etwas gedacht werden?
wenn die patina des stahls
aus gesellschaft besteht. in
der ecke hängt eine kamera.
ich lächle und schreibe zellen.

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17 Kommentare zu „käfig | Der Dienstag dichtet

  1. Heftig und mächtig, Dein Gedicht!

    Das Bild, welches sich bei mir formt ist ein Turm aus Wortzellen, und wir sitzen als Gefangene mitten drin. Und in diesem Turm sammelt sich der Wortunrat der Jahrtausende und wächst uns langsam über den Kopf. Und dann sitzt da ein Spanner und filmt uns über eine Kamera und ergötzt sich an unserer Beklommen- und Befangenheit.

    Gefällt 1 Person

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