„Die Krux mit dem laut Lesen“ | Writing Friday KW 11

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* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite. *

Ich hatte gestern Lust mal wieder etwas Witzigeres zu schreiben und dachte mir, dass sich Zeitreisen dazu eignen.

Thema: Du bist durch die Zeit gereist und im Jahr 2819 gelandet, berichte davon.

Ich hielt das Buch umklammert und meine Augen fest geschlossen, bis das Surren endete. Ein kühler Windhauch umkitzelte meine Beine und ich merkte wie Wasser durch meine Sneakers sickerte. Doch eigentlich konnte das nicht sein, schließlich stand ich im Haus meiner Großmutter. Ich atmete tief durch, dann öffnete ich langsam meine Augen.

Statt dem Lesezimmer meiner Großmutter sah ich einen Baum und eine Wand. In der Ecke konnte man noch die Reste des Wandschrankes erahnen, dahinter nichts als Ruinen. Ich stand in einer großen Kuhle, die voll Wasser gelaufen war und stieg erstmal auf einen Geröllhaufen, der wohl aus den Resten der Außenwand bestand. Von dort konnte ich etwas höher kraxeln, um einen Überblick zu gewinnen. Das Buch hielt ich fest umklammert. Auf etwa der Höhe des ersten Stockes hörte der Steinhaufen auf. Ich sah mich um.

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„Edmund“ | abc.etüden 10+11

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*Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 10.11 beinhaltet die Worte „Nieselregen“, „weich“ und „irren“.*

Irgendwie fehlen mir derzeit ein wenig die Ideen bzw. ich brauche mehr Zeit um eine Idee zu haben. Ich weiß nichtmal mehr wie ich auf Edmund kam, aber irgendwie wollte ich was über „irre sein“ schreiben und dann ist er in meinem Kopf entstanden.

Ich habe die Geschichte „Edmund“ überarbeitet. Ihr könnt sie nun in meinem Buch „andernorts“ lesen:

ANDERNORTS

Legendenumwoben | Writing Friday KW 10

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* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite. *

Ich bin derzeit leider etwas uninspiriert, was die Writing Friday-Aufgaben angeht, aber ich habe die Nacht doof geschlafen und schwupps hatte ich eine Idee. Hier als meine schlafdeprivierte Version zu folgenden…

Thema: Beschreibe so genau wie möglich ein altes verlassenes Haus, dass sich in einer Moorlandschaft befindet. Versuche dabei folgende Wörter mit in deinen Text einzubauen: Kaffeebohnen, rubinrot, Familiengeheimnis und versunken.

In einer nordwestdeutschen Moorlandschaft steht ein kleines altes Haus, um das sich allerlei Legenden ranken. Die meisten sind gruselig und werden gerne bei Zeltlagern erzählt.

Meistens geht es um ein Familiengeheimnis und die Geister, die dort noch wandeln. Man erzählt sich von großen rubinroten und kleinen zitronengelben Augen, die nachts aus dem Fenster schauen. Von dem Duft von Kaffeebohnen am frühen Morgen und dem von schwarzen bitteren Tee bei Nacht. Wenn der Wind nachts pfeift, erzählt man, kann man das Gejammere der Verstorbenen hören und manchmal das Weinen von einem Baby.

Nachts sieht dieses Haus wirklich gruselig aus, doch tagsüber macht es eher einen traurigen Eindruck. Weiterlesen „Legendenumwoben | Writing Friday KW 10“

„Ekel“ | Writing Friday KW8

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* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite. *

Ich hab die Aufgabe mal wörtlich genommen und erzähle von einem Albtraum. Er heißt Ekel und hat ein angeknackstes Selbstbewusstsein.

Thema: Erzähle von einem Albtraum.

Ekel war traurig. Niemand wollte sich seine Erfolgsgeschichten anhören. Angst, Verlust, Langsam und Nackt erzählten am laufenden Band von ihren Abenteuern, aber wenn er anfing, gingen alle weg. Er war der Schwächste der fünf Albträume und hätte gerne über seine wenigen Erfolgserlebnisse berichtet. Wie das eine Mal, als er es schaffte einer Frau das Rauchen abzugewöhnen, weil sie nachts davon träumte, wie sie stark gealtert von ihrer eigenen schleimigen-schwarzen Lunge verfolgt wurde.

Heute Nacht war er der letzte der Albträume, der vom Sandmann ausgeschickt wurde. Er hatte keinen straffen Zeitplan, denn der Sandmann setzte ihn nur sehr selten ein. In einer Stunde hatte er seinen ersten Auftrag. Statt wie sonst die Zeit bis dahin zu nutzen, Ideen zu sammeln, besuchte er die andern Albträume bei ihrer Arbeit. Das hatte er schon sehr lange nicht mehr getan, aber vielleicht half es, wenn er Interesse an ihrer Arbeit bekundete, dass sie auch seine anfingen wertzuschätzen. Weiterlesen „„Ekel“ | Writing Friday KW8“

„Das Buch“ | abc.etüden 8+9

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Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 08.09 beinhaltet die Worte „Lesezeichen“, „altersschwach“ und „hüpfen“.

Diesmal hatte ich relativ schnell eine Idee und eine langweilige Mittagspause. Erst wollte ich ein Buch etwas erzählen lassen und dann ist irgendwie etwas ganz anderes daraus geworden.

„Das Buch“

Das Eingangsschild hüpfte auf und ab als der Bibliothekar seine Bibliothek betrat. Aus zahlreichen alten Kerzenleuchtern strömte Licht. Schon vor Jahren waren die Wachskerzen durch künstliche Kerzen ersetzt worden. Jetzt hingen Leitungen am Schaft der Leuchter und spannten sich über die Decke. Das war nicht perfekt, aber moderne Lampen hätten den Charme der alten Bibliothek zerstört. Weiterlesen „„Das Buch“ | abc.etüden 8+9“

„MnT“ | Writing Friday KW7

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* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite. *

Nicht, dass das einer echten Begegnung nachempfunden wäre, aber wenn ihr mal jemanden trefft, der lange dunkelblonde Haare hat und erzählt er sei Model bei EMP – einfach weglaufen!

Thema: Maren verabredet sich an Valentinstag mit einem Unbekannten, erzähle von diesem Date

*MnT = Minute(n) nach Treffen

1 MnT: Er sieht wirklich gut aus. Also nicht nur gut, sondern GUT! Bilder können ja täuschen, aber er sieht exakt so aus wie auf den Bildern.

3 MnT: Das weiß er anscheinend. Hatte ich ihm schon meinen echten Namen genannt?

5 MnT: Er hat mir gerade zum dritten Mal erzählt, dass er als Model für diesen Modekatalog arbeitet.

8 MnT: Ok. Ich eröffne einen Counter – den „Hinweis auf sein Modeldasein“-Counter (M-Counter).

10 MnT: Er weiß meinen Namen übrigens immer noch nicht, dafür kenne ich viele Frauennamen aus seinem Leben. Seine Agentin heißt Maria, seine Mutter lustigerweise auch, und eine seiner Ex-Freundinnen Marie. Welch ein lustiger Zufall… M-Counter = 5 Weiterlesen „„MnT“ | Writing Friday KW7″

„Verfolgt“ | abc.etüden 6+7

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Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 06.07 beinhaltet die Worte „Winterreifen“, „eifersüchtig“ und „stolpern“.

Ich habe mir vorgenommen mich ein wenig im Genre Horror auszutoben. Irgendwie haben die Wörter ganz gut dazu gepasst.
Falls übrigens jm. ein besserer Titel einfällt, gerne her damit, mir fiel partout nichts ein.

 

Verfolgt

Anka war außer Atem. Schweiß rann ihren Rücken hinunter und durchweichte ihr Viskoseshirt. Sie kauerte sich vor einen Holzschuppen, zwischen einen Stapel Winterreifen und eine Schubkarre. Nicht das beste Versteck, doch sie traute sich noch nicht zu dem angrenzenden Wald zu rennen. Dafür brauchte sie mehr Kraft.

Es roch nach Heu und Benzin. Nach und nach kämpfte sich der Mond durch die dicke Wolkendecke. Weiterlesen „„Verfolgt“ | abc.etüden 6+7″

„Die andere Seite der Geschichte“ | Writing Friday – KW6

* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite. *

Als Kind habe ich die stark abgewandelte Zeichentrickversion von „Jack und die Bohnenranke“ geliebt. Später dann habe ich die „Originalgeschichte“ dazu gelesen und verschiedene weitere Auslegungen. Eine Sache hat mich bei fast allen gestört und darum geht es.

Thema: Schreibe eine Geschichte die mit dem Satz “Jack griff zu seinem Schwert und zögerte dann doch, denn…” beginnt.

Jack griff zu seinem Schwert und zögerte dann doch, denn seine Neugierde war kaum mehr zu bändigen. Dies war das dritte Mal, dass er aus Versehen eine Bohnenranke erzeugt hatte. Sein Vater, Jack Senior, hatte ihm zwar eingeschärft, Bohnenranken immer zu zerstören, aber Jack Junior wollte langsam wissen, wie das Land aussah, dass sein Vater über den Wolken entdeckt hatte. Seine Eltern waren auf eine Hochzeit ein paar Tagesritte entfernt. Das war die Gelegenheit selbst nachzusehen. Jack packte sich also einen Rucksackmit Proviant und begann den Aufstieg.

Es schien Ewigkeiten zu dauern, aber als die Dämmerung hereinbrach, erreichte er endlich sein Ziel. Erschöpft ließ er sich neben dem Brunnen fallen, in dem die Ranke endete. Das war ein Fehler. Wenige Atemzüge später, spürte er Speerspitzen in seiner Seite.

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„Der 74ste“ | Writing Friday KW 5

* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.*

Thema: Erwin, ein 74 jähriger Senior, entreißt von zu Hause – erzähle von seinem Abenteuer. (Bedenke dabei, er wird nach nur 17 Stunden wieder gefunden und nach Hause gebracht.)

Erwin hatte die Schnauze gestrichen voll. Das war sein 74ter Geburtstag. Nicht dass die letzten 73 Geburtstage alle super gewesen wäre, aber dieser war besonders furchtbar. Wenn er mit Liese zusammen oder alleine war, fühlte er sich nie alt, heute aber umso mehr.

Man hatte ihm Dinge vierfach erzählt, das Fleisch schneiden und ein Smartphone erklären wollen. Als würde er nicht ständig dieses unsägliche Candy Crush spielen. Kurz gesagt: Seine Familie hatte beschlossen, dass es mit 74 Zeit war senil zu werden. Nur Erwin war noch nicht bereit und sah das auch gar nicht ein. Also war ihm, nachdem man ihm vom Tisch hochhelfen wollte, der Kragen geplatzt.

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„iSchaf“ | Annies Schreibaufgabe KW4

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Dies ist mein Text zu Annies Schreibaktion. Jede Woche veröffentlich sie Themen und auf ihrer Seite könnt ihr nachlesen, was gerade Thema ist.
Das Thema von dieser Woche steht im Bild. Ich habe statt über meine Reise direkt zu erzählen, jemand anderes von mir sprechen lassen.

iSchaf

Liebste Katharina,

es ist nun etwas über 10 Jahre her, da hast du diesen riesigen Karton geöffnet, in dem als kleiner Spaß nur ein Apfel und Ei lagen, und darunter ich. Versteckt.

Seitdem sind wir durch kalt, nass, warm, trocken und allem dazwischen gegangen. Gemeinsam haben wir die Welt besucht. Von New York bis Amsterdam, von der Ostsee, der Nordsee bis zum Atlantik. Ich lag mit dir im Bett, auf der Couch, in der Badewanne. Wir sind gemeinsam Bus gefahren, Zug, sind im Flugzeug geflogen. Ich habe dein Studium erlebt, deine Weiterbildung, deine Arbeit. Weiterlesen „„iSchaf“ | Annies Schreibaufgabe KW4″