buchheimat | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Da ich keine Lust auf einen Essay hatte, habe ich das Thema lyrisch umgesetzt.

Thema: Was macht für dich ein gutes Buch aus?

buchheimat

mein denken wandert durch fremde
leben. sucht in weiten unbekannten
wortmeeren nach ideen, impulsen,
spannung. nach dem einen anderen
sinn. hier. ein wortbaum greift nach
meinen haaren. und ich fliehe durch
landschaftszeilen, durch stadtseiten
manchmal renne ich und weiß nicht
wohin. in deiner fußnote finde ich
tiefe. in deinem starren weltenband
eine heimat.

Der magische Garten | abc.etüden

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Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Diesen Monat gibt es eine Extraetüde, d.h. man muss 5 Worte in 500 Wörter unterbringen. Aus folgenden 6 Wörtern kann gewählt werden: „Sonnenuntergang“, „warm“, „fliegen“, „Forsythien“, „lächerlich“ und „erfrieren“.

Der magische Garten

Magarete schlich sich in den großen Garten der Nachbarin. Sie wusste, dass es verboten war, aber sie konnte ihre Neugier nicht im Zaum halten. Ihre Großmutter hatte sie noch gewarnt: Die Nachbarin sei eine Hexe. Doch Margarete besaß genug kindliche Neugier für zehn Kinder, also kletterte sie heimlich über den Holzzaun. Mit ihrer Strumpfhose blieb sie dabei an einem Spahn hängen, doch das störte sie nicht. In Strumpfhosen gehörten Löcher, sonst sah man gar nicht, dass sie benutzt wurden.

Magarete staunte nicht schlecht, als sie mit einem Plumps im hohen Gras landete. Von Drinnen sah der Garten noch größer aus. Zwischen all den Bäumen und Sträuchern fühlte sie sich lächerlich klein. Sie ging ein paar Schritte und hatte das Gefühl immer kleiner zu werden. Die Gänseblümchen waren mittlerweile kniehoch und die Forsythien ragten ihr über den Kopf. Als Magarete schließlich in der Mitte des Gartens ankam, konnte sie nur noch mit den Fingerspitzen die Blüten von den Tulpen berühren. War sie geschrumpft oder war hier alles so riesig? Weiterlesen „Der magische Garten | abc.etüden“

Mia geht | Writing Friday

writing-friday-2020

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Achtung traurig. Ich habe keine Ahnung, woher die Geschichte kam. Eigentlich wollte ich etwas anderes schreiben, aber dann musste ich an jemanden denken, den ich kannte…nuja und so ist der Text entstanden.

Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Mia wollte jetzt noch nicht gehen aber…” beginnt.

Mia wollte jetzt noch nicht gehen, aber ihre Kräfte ließen langsam nach. Sie sah zu ihrer Rechten einen riesigen Blumenstrauß. Den hatte ihr Marcel mitgebracht. Gerbera. Sie hasste Gerbera, aber das konnte Marcel nicht wissen. Sie hatte ihm vieles von sich erzählt, aber nicht alles. Ein müdes Lächeln erschien auf ihrem Gesicht. Vor zwei Jahren hatten sie angefangen sich zu verabreden und kurze Zeit darauf, war sie bereits diagnostiziert worden. Sie nannten es Diagnose, aber es war schon damals ein Todesurteil gewesen. Trotzdem war er geblieben. Weiterlesen „Mia geht | Writing Friday“

Gespräche mit Rüdiger – Wert| abc.etüden

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 12+13 beinhaltet die Worte „Sonnenuntergang“, „warm“ und „fliegen“, gesponsert von Elke H. Speidel.

Noch kann ich raus, aber das Damokles-Schwert schwebt schon irgendwie über uns. Ich bin trotzdem optimistisch und habe das genutzt in einer Etüde zu verwursten.

Gespräche mit Rüdiger – Der Wert von Dingen

„Sei froh, dass du raus kannst.“

„Da solltest du eher froh sein. Wenn du mich einsperren würdest, würde ich es wie Hektor machen.“

„Hektor? Die Katze von der Nachbarin, die ihr immer ins Bett kackt.“

Rüdiger kniff die Augen zusammen, dann ließ er sich elegant auf den kühlen Boden fließen. Ich seufzte und zweifelte keine Sekunde daran, dass er das tun würde. Freigänger ließen sich nicht einsperren.

„Mal schauen, wie das ankommt, wenn ich der Bundeskanzlerin ins Bett kacke….Ich bin jedenfalls neidisch.“

„Na immerhin erfrierst du nicht. Nächste Woche soll es kalt werden.“

„Ich kann mich wärmer anziehen, aber das Spaziergehen werde ich vermissen. Die ersten Blumen zu sehen – Maiglöckchen, Krokusse, Forsythien…Da merkt man erst, was man sonst nicht zu schätzen weiß.“ Weiterlesen „Gespräche mit Rüdiger – Wert| abc.etüden“

Frühlingserleben | Writing Friday

Thema: Beschreibe einer blinden Person den Frühlingsanfang.

Frühlingserleben

Ich höre am Morgen weckendes Vogelzwitschern, Bienensummen, Kinderlachen, Flügelschlagen, aufgeregte Hundenasen, Libellensurren, Wurzelstrecken, das letzte Salzknacken, Stilebrechen, raschelnde Röcke und flatternde Kleider.

Ich rieche Krokusse und Osterglocken, nasse warme Erde, Bärlauch, das erste frischgemähte Gras, frischgeöffnete Eisdielen, Osterfeuer, die ersten Grillenden, neuer Schnittlauch und geöffnete Jacken.

Ich fühle wärmende Sonne, weiche Blütenblätter, Katzenhaare und Hundehaare auf allen Kleidungsstücken, gewärmte Baumrinde, weichwerdendes Gras und sanfter warmer Wind im Gesicht.

Ich schmecke Himbeer- und Pistazieneis mit einer Note Zitrone, Rhabarberlimonade, Radieschen,  Kerbel, Spargel mit Soße und Schinken, Liebstöckel, Schnittlauch, Salbeitee ohne Kranksein, die erste Zitronenlimonade, Schokoosterhasen und Waffeleier.

Sie | Writing Friday

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein: Banane, Zahnlücke, kitzeln, Frühlingsbrise, bunt

Sie

Er zerdrückte die Banane mit der Gabel. Ein süßer gelb-bräunlicher Brei drückte sich durch ihre Zinken. Einige widerspenstige Fasern hingen fest und er musste sie am Rand der Schüssel abstreifen. Dann streute er Hafer und Cranberries auf den Bananenbrei und knetete alles durch. Die matschige Substanz drückte sich durch die Zwischenräume seiner Finger. Es fühlte sich ekelig an und kitzelte etwas.
Als alles gut vermengt war, stand er eine Weile da und betrachtete das Werk. Es fehlte noch etwas. Die Kreation sah nicht fröhlich genug aus, nicht bunt genug. Im Kühlschrank fand er einige Blaubeeren und mengte sie unter. Noch ein paar Tropfen Zitrone. Schließlich formte er kleine Kekse und legte diese gleichmäßig auf ein Blech. Warme Luft strömte ihm aus dem Ofen entgegen und erinnerte ihn an die Frühlingsbrise. Er atmete tief ein. Es roch ein wenig nach verbrannten Resten. Weiterlesen „Sie | Writing Friday“

Der letzte Sonnenuntergang | abc.etüden

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 11+12 beinhaltet die Worte „Sonnenuntergang“, „warm“ und „fliegen“, gesponsert von Corly.

Ich sollte keine deprimierenden Dinge sehen, bevor ich schreibe. Nun ja, ich wollte es mal mit einer Kurzetüde probieren und eine Stimmung einfangen.

Der letzte Sonnenuntergang

Sie flogen zu der letzten Festung der Menschheit –  weit oben, in einem Land, dessen Namen niemand mehr kannte. Es war warm und stickig, trotz hochmoderner Belüftung. ‚Zu viele Menschen‘ sagte man und schmiss einige aus luftiger Höhe in das brodelnde Meer. Es gab keine Länder, Städte, Einheimische oder Ausländer, Freunde, Feinde oder Familien. Die Menschlichkeit war verschwunden. Während des allerletzten Sonnenuntergangs rückte die Menschheit weiter auseinander als je zuvor.

Vorfreude | Writing Friday

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Versuche “Sie war glücklich” in einer Szene zu beschreiben, ohne die Wörter “Glück” oder “glücklich” zu gebrauchen.

Die Schmetterlinge in ihrem Bauch flogen über endlos grüne Wiesen. Einige besonders Gewitzte unter ihnen bildeten Formationen und vollführten kreative Kunststückchen. Andere ließen sich auf den zahlreichen Blumen nieder. Blaue Schmetterlinge setzten sich auf Dotterblumen, Zitronenfalter auf Mohn, Nachtfalter auf Wiesenschaumkraut. Ein Frühlingsmeer strömte durch ihren Körper. Zart trippelten ihre Füße auf dem rauen alten Teppich. Eigentlich mochte sie ihn nicht sonderlich, doch heute ergaben die über Jahre entstandenen Flecken geheimnisvolle Muster. Ein Netz aus Erlebnissen, an die sich erinnert werden wollte. Die Suppe als sie krank war und trotzdem an die Arbeit gekommen war. Der Kaffee, als ihr Kollege ihr einen Streich gespielt und sie zu Tode erschreckt hatte. Ein bisschen Schlamm von heute Morgen. Der Tanz in den Pfützen hatte nicht die ganze Erde hinweggeschwemmt. Sie atmete tief ein. Es war als könnte sie den Feierabend riechen. Er roch nach Kaffee, Karamell und ihrem Shampoo.

Das Problem mit dem Wünschen | Writing Friday

Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Ich habe das Thema relativ frei ausgelegt und ehrlich gesagt weiß ich auch gar nicht, wie ich zu der Geschichte gekommen bin. Ich wollte eigentlich über den Streit zwischen zwei Brüdern schreiben.

Thema: Schreibe eine “Streit-Szene” – egal ob zwischen einem Paar, Geschwistern oder Freunden – wichtig ist hierbei das Üben eines Dialoges. Lasse aber Beschimpfungen aus und versuche den Konflikt am Ende zu beseitigen.

„Aber das habe ich doch gar nicht gesagt…“, ich schnaubte vor Frustration.

„Tja dann musst du eben genauer formulieren. Ich sagte doch, bei sowas kann viel schiefgehen.“

„Ich gehe dir gleich schief. Das war schon mein zweiter Wunsch.“

„Siehste! Da haste noch einen.“

„Na super. Den ersten Wunsch konnte ich nur rückgängig machen, weil ich dafür den zweiten geopfert habe. Was ist, wenn der dritte schief geht?“

„Na dann wünsche dir etwas, das nicht schief geht.“

„Grml, echt jetzt?“ mittlerweile klang ich wie meine Tante Ilse, wenn sie ihren vierten Mann anschrie. „Meine erster Wunsch war: Ich hätte gerne eine Millionen auf meinem Konto.“

„Du hast nicht spezifiziert, ob Plus oder Minus.“

Weiterlesen „Das Problem mit dem Wünschen | Writing Friday“

Spukstunde | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Die Uhren liefen rückwärts, als…” beginnt.

Die Uhren liefen rückwärts, als die Spukstunde begann. Hermann war bereits daran gewöhnt. Es passierte jede Neumondnacht. Punkt Null Uhr begannen die Zeiger der großen Standuhr, die der Küchenuhr und die seines Weckers rückwärts zu laufen. Erst langsam, dann immer schneller, bis sie pünktlich um 1 Uhr wieder die richtige Position einnahmen.

Er suchte im Internet, kontaktierte ein Medium und einen abergläubigen Elektriker. Alles ohne Wirkungen. Die Uhren machten, was sie wollten und Hermann konnte sich nicht erklären warum. Mit der Standuhr hatte alles begonnen. Einige Neumondnächte später schloss sich ihr sein Wecker an und schließlich auch die Uhr der Mikrowelle. Weiterlesen „Spukstunde | Writing Friday“