Wintervögel | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 2 + 3 beinhaltet die Worte „Fluchtsieger, füttern, wunderbar, gesponsert von Ludwig Zeidler.

Gottlieb stand am Fenster und beobachtete die Vögel. Es waren wenige geworden über die Jahre. Gerade speisten nur eine Blaumeise und ein Grünling nebeneinander. Früher hatten um die Uhrzeit bestimmt fünfzehn seiner gefiederten Freunde dort gesessen – Buchfinken, Amseln, Blaumeisen, die ganze Palette an Wintervögeln. Er seufzte. Selbst wenn es nur noch ein Wintervogel wäre, er würde unermüdlichen weiterfüttern. Zum einen fand er den Anblick der Vögel wunderbar, zum anderen glaubte er, dass jeder noch so kleine Beitrag zum Tierschutz ein sinnvoller Beitrag war.

Wie immer holte er sich einen Tee. Als er wieder ans Fenster trat, hatte ein Taube die Blaumeise und den Grünling verscheucht. Natürlich hatten alle Tiere ihre Daseinsberechtigung, aber Tauben nervten ihn. Sie waren die unfairen Fluchtsieger. Ohne die anderen Wintervögel hatten sie so viel Nahrung, dass sie noch fetter wurden und sich noch mehr verbreiteten. Mehr als davonjagen konnte er sie auch nicht. Gottlieb stieß das Fenster auf und rief „Ksch ksch“. Aufgeschreckt flogen die Tauben davon. Hoffentlich kamen jetzt die anderen Wintervögel wieder, sicherlich aber nicht bevor sein Tee kalt wurde.

Gottlieb warf noch einen Blick auf sein mit Liebe gefertigtes Vogelhäuschen, dann setzte er sich vor den Fernseher. Eine Dokumentation über Vögel in Brasilien lief. Vielleicht sollte er auswandern, aber wer fütterte dann seine Vögel?

Das Twitter-Toleranz-Paradoxon | Gedankenkritzelei

Da es mir bei Schwangere/Mama Gedanken Spaß gemacht hat, einfach mal etwas zu einem Thema zu schreiben, ohne dass es eine Geschichte oder ein Gedicht ist, das Thema „Kind“ aber nur endlich ist, dachte ich, ich eröffne eine neue Rubrik und schreibe einmal pro Woche meine Gedanken auf. Wie persönlich das Ganze wird, keine Ahnung, mal sehen wie mutig ich bin.

Das Twitter-Toleranz-Paradoxon

Da mein Twitter-Account mittlerweile eine größere Reichweite hat, merke ich, dass ich dadurch auch Neinsager, Trolle, Intollerante und auch einfach Leute anziehen, die eine andere Meinung haben als ich. Die ersten drei Typen von Mensch, blocke ich sofort und mit dem letzten Typ versuche ich zu diskutieren, soweit das auf Twitter möglich ist. Manchmal erkenne ich auch erst im Laufe des Diskurses, das mein Gesprächspartner doch eher Typ „intolerant“ oder Troll ist, dann breche ich das Gespräch ggf. ab und blocke.

Aber sollte man intolerante Menschen einfach blocken, ohne ihre Motive zu kennen?

Das erinnert mich an das Toleranz-Paradoxon von Karl Popper. Nun bin ich kein Staat und Popper kannte Twitter nicht, aber das Problem lässt sich mit etwas freier Interpretation auch aufs Kleine ausweiten. Nach Popper sind intolerante Menschen, solche die einen rationalen Diskurs verweigern und/oder zur Gewalt aufrufen. Letzteres kann man auch auf Beleidigungen ausweiten, was irgendwie auch eine Form von Gewalt ist. Nun die Frage, warum diese Menschen intolerant sind. Laut Popper entweder, weil sie den „Sitten und Gebräuchen“ fremd sind oder weil sie intolerant und gefährlich sind. Das ist eine schwierige Abgrenzung. Mit dem ersten Fall könnte man schließlich ein Gespräch führen, auch wenn sie den Diskurs verweigern, steht er nicht im luftleeren Raum.

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Luisa II | Writing Friday

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einer Schreibaufgabe eine fortlaufende Geschichte veröffentlicht. Das aktuelle Thema und die Aufgaben, sowie eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Hier gibt es den ersten Teil: *KLICK*

Wendung: Luisas Arbeit wird beschädigt.

Luisa II

Nach einem erfolgreichen „ersten“ Tag hatte Luisa den zweiten Tag ihres Abenteuers direkt damit begonnen Portraits zu zeichnen. Sie saß an einer Einkaufsmeile in der Nähe des Strandes und skizzierte Menschen, die ihr auffielen. Ein kleines Mädchen mit rotem Kleid, eine ältere Dame, die sehr viel Lippenstift trug, ein Herr im Anzug mit Badelatschen, eine Frau, deren Dutt so streng war, dass die Haare wie gemalt wirkten. Eine Frau mit gelben Kleid und Blumen im Haar fesselte Luisa besonders. Sie lief barfuß und setzte jeden Schritt bewusst. Selbst jede ihrer Handbewegungen wirkte harmonisch. Luisa bemühte sich die Ruhe, den die Frau ausstrahlte einzufangen, bis diese letztendliche aus ihrem Sichtfeld verschwunden war. Eigentlich hauchte Luisa ihren Zeichnungen erst später Leben ein, beim Skizzieren ging es ihr nur darum, ihren flüchtigen Eindruck festzuhalten, aber diese Frau faszinierte sie.

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Kann man gut im „Scheitern“ sein? | Gedankenkritzelei

Da es mir bei Schwangere/Mama Gedanken Spaß gemacht hat, einfach mal etwas zu einem Thema zu schreiben, ohne dass es eine Geschichte oder ein Gedicht ist, das Thema „Kind“ aber nur endlich ist, dachte ich, ich eröffne eine neue Rubrik und schreibe einmal pro Woche meine Gedanken auf. Wie persönlich das Ganze wird, keine Ahnung, mal sehen wie mutig ich bin.

Kann man gut im „Scheitern“ sein?

In der letzten Gedankenkritzelei habe ich von meinen Vorsätzen berichtet und einiges Feedback bekommen. Vor allem ging es darum, dass sich einige keine Vorsätze machen, weil sie vor dem Scheitern Angst haben, weil es sie entmutigt. Ich habe ganz salopp erwidert, dass ich kein Problem mit Scheitern habe. Ehrlich gesagt, habe ich mir vorher auch noch kaum Gedanken darüber gemacht, wie andere das angehen. Natürlich habe ich beobachtet, dass andere Dinge aus Angst nicht beginnen oder auch, dass sie vom Scheitern entmutigt sind, aber groß Gedanken dazu gemacht. Vielleicht, weil mir Scheitern so leichtfällt.

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Luisa I | Writing Friday

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einer Schreibaufgabe eine fortlaufende Geschichte veröffentlicht. Das aktuelle Thema und die Aufgaben, sowie eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema Januar
Protagonist / Protagonistin:      Luisa 31 Jahre
Ort: Sie kommt aus Berlin / wandert nach Barcelona aus
Zeit: Jahr 2023
Schreibform: Geschichte

Aufgabe 1 (Option1): Luisa ist Künstlerin und möchte mit ihrer Kunst Fuß fassen – beschreibe ihre Arbeit, ihr neues Apartment und welche Ideen sie für ihre nächsten Bilder hat.

Luisa – Part 1

Die Sonne blendete Luisa und die Hitze machte ihr zu schaffen, doch sie genoss den Moment dennoch in ihrem neu gewählten Heimatland Barcelona. Mit zugekniffenen Augen malte sie das Meer. Eigentlich bezeichnete sie sich als abstrakte Künstlerin, aber heute wollte sie diesen Moment hier festhalten. Morgen würde sie ihre eigentliche Arbeit beginnen, mit ihrem Sketchbuch durch die Straßen laufen und schnelle Portraits zeichnen. In ihrem Studio-Apartment würde sie dann im Anschluss diese Portraits in Gemälde verwandeln, die nicht mehr den Menschen an sich, aber dessen Essenz zeigen würde.

Als nach etlichen Stunden ihre Hände blau waren und die Hitze langsam verschwand, war das Bild fertig und sie trug es vom Balkon in ihr Studio-Apartment. Es war im Vergleich zu ihrer Wohnung in Berlin winzig und besaß nur zwei Räume. Einen Raum, der ihr Wohn- und Arbeitsbereich war und einer zum Schlafen. Die Küche war Teil des Wohnbereichs und sehr spartanisch. Luisa liebte alles daran. Sie war hier, um endlich zu „erschaffen“ statt einfach nur so da zu sein und vor sich hinzuleben. Das Problem war nur, damit Geld zu verdienen. Bisher gab es nur eine Galerie, die Interesse an ihr hatte, aber Luisa war optimistisch, dass es mehr werden würde.

Gute Vorsätze sind nie schlecht | Gedankenkritzelei

Da es mir bei Schwangere/Mama Gedanken Spaß gemacht hat, einfach mal etwas zu einem Thema zu schreiben, ohne dass es eine Geschichte oder ein Gedicht ist, das Thema „Kind“ aber nur endlich ist, dachte ich, ich eröffne eine neue Rubrik und schreibe einmal pro Woche meine Gedanken auf. Wie persönlich das Ganze wird, keine Ahnung, mal sehen wie mutig ich bin.

Das wichtigste zuerst: Frohes Neues!
Ich hoffe, ihr hattet einen wundervollen Start ins neue Jahr.

Gute Vorsätze sind nie schlecht

Gefühlt macht sich jeder neue Vorsätze fürs Neue Jahr und gleichzeitig hört man aus allen Ecken, dass das Quatsch ist und sowieso nichts bringt. Reihenweise Leute melden sich im neuen Jahr im Fitnessstudio an, nur um es dann nach drei Monaten wieder schleifen zu lassen, bis sie schließlich gar nicht mehr hingehen. Einige fangen Diäten an, die sie bei der nächsten Party über Bord werfen. Andere wollen netter sein, bis sie Arschlöchern begegnen, geduldiger bis sie in den Stadtverkehr kommen, Projekte umsetzen, die sie anfangen, aber nie hinwerfen, wenn sie auf Hürden stoßen. Und dann gibt es die Vorsätze und Pläne, die halt einfach nicht klappen, weil Zeit, weil Geld, weil irgendwas eben dazwischenkommt.

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Stil | Gedankenkritzelei

Da es mir bei Schwangere/Mama Gedanken Spaß gemacht hat, einfach mal etwas zu einem Thema zu schreiben, ohne dass es eine Geschichte oder ein Gedicht ist, das Thema „Kind“ aber nur endlich ist, dachte ich, ich eröffne eine neue Rubrik und schreibe einmal pro Woche meine Gedanken auf. Wie persönlich das Ganze wird, keine Ahnung, mal sehen wie mutig ich bin.

Stil

Am Ende des Jahres schreibe ich mir immer auf, was ich im nächsten Jahr erreichen will. Was immer wieder auf meiner Liste landet, ist der Wunsch meinen eigenen Stil zu finden – einen eigenen Kleidungsstil, einen Zeichenstil, einen Malstil bezogen auf meine Acrylbilder und natürlich einen Schreibstil. Irgendwie ist das meine Art, mich zu definieren, aber es ist auch ziemlich eigenartig, vor allem, weil ich immer unsicherer bin, wenn ich mich „festgelegt“ habe.

Mein Zeichen- und Malstil haben sich irgendwie von selbst ergeben. Ich habe zwar viel mit Stilen herumexperimentiert, aber am Ende wurde ich durch meine eigenen Fähigkeiten und Leidenschaften begrenzt. Ich kann keine Portraits zeichnen, habe überhaupt keine Lust auf detaillierte Landschaften und Comiczeichnungen finde ich irgendwann langweilig. Außerdem wollte ich, zumindest bei den Zeichnungen, dass es schnell geht, daher hat sich mein Sketchbuch-Stil einfach so entwickelt, wie er heute ist. Und er entwickelt sich sicher weiter. Mein Malstil im Acryl ist durch Zufall entstanden. Ich habe ein Bild versaut, übermalt und dann ist was Cooles entstanden. Mir macht die Technik so viel Spaß, dass ich irgendwie dabeigeblieben bin.

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20.12. – Ein unverhofftes Geschenk | Adventüden — Irgendwas ist immer

Früher war mehr Lametta«, sagte Opa Hoppenstedt, und Karin schaltete ihren Fernseher aus. Nicht mal das Weihnachtsprogramm konnte sie dieses Jahr in Stimmung bringen. Sie hatte alles versucht, vom Keksebacken über Weihnachtsputz bis hin zu schnulzigen Weihnachtsliedern. Dieses Jahr Weihnachten war alles scheiße. Letzten Monat hatte ihre Freundin sie verlassen, dann hatte ihr Arbeitgeber ihr […]

20.12. – Ein unverhofftes Geschenk | Adventüden — Irgendwas ist immer

Kinder großziehen ist auch manchmal langweilig | Gedankenkritzelei

Da es mir bei Schwangere/Mama Gedanken Spaß gemacht hat, einfach mal etwas zu einem Thema zu schreiben, ohne dass es eine Geschichte oder ein Gedicht ist, das Thema „Kind“ aber nur endlich ist, dachte ich, ich eröffne eine neue Rubrik und schreibe einmal pro Woche meine Gedanken auf. Wie persönlich das Ganze wird, keine Ahnung, mal sehen wie mutig ich bin.

Kinder großziehen ist auch manchmal langweilig

Auch wenn die neue „Textreihe“ nicht nur übers Mama-Sein sein soll, muss ich doch nochmal etwas zu dem Thema loswerden, dass mir seit einiger Zeit im Kopf herumspukt und diese Woche wieder aktuell geworden ist:

Kinderhaben wird von anderen Eltern meist als sehr stressig beschrieben.

Nun gibt es Stress in unterschiedlicher Form. Die emotionale Seite ein Kind großzuziehen empfinde ich auch oftmals als stressig, zum Beispiel, wenn mein Sohn krank ist oder, wenn ich nicht weiß, wie ich mich ihm gegenüber in bestimmten Situationen verhalten soll. Zeitlichen Stress finde ich hingegen weniger belastend. Es kann kurzzeitig auch mal stressig werden, wenn wir weggehen wollen, gerade den Schneeanzug anhaben und er dann nochmal kacken muss, aber zum Glück ist ein Kind eine super Ausrede, wenn man zu spät kommt. Trotzdem ist das ein anderer Stress, als der den ich mir vorgestellt habe.

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Weihnachtsfrau Gisela | Writing Friday

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Der Weihnachtsmann ist in Wirklichkeit eine Frau – berichte wie es ihr mit der Tatsache geht, dass sie ständig für einen Mann gehalten wird.

WeihnachtsFRAU Gisela setzte sich an ihren Schreibtisch und schrieb eine eigene Liste, nachdem sie den ganzen Tag die Listen anderer gelesen hatte. Sie war müde, genervt, nein, eigentlich war sie sauer. Nach Jahrzehnten musste sie diesen Marketing-Fehler aus der Welt räumen, schließlich konnten in 2022 auch Frauen Führungsrollen übernehmen. Sie schrieb.

Gründe, warum der Weihnachtsmann eine Frau sein muss

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