Eigentlich heiße ich Katharina, aber jeder nennt mich Katha. Ich spreche mit Katzen, schaue halbnackten Menschen beim Ringen zu und verkleide mich zu Halloween. Außerdem schreibe ich gerne Krams und doodle so vor mich hin. Hier findet ihr, was ich so kritzele.
Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
Nach ein paar turbulenten Tagen hatte ich den perfekten Moment der Ruhe. Ich genieße ihn noch und lese eure Gedichte Morgen in Ruhe.
auf couchfarbenen wolken
auf couchfarbenen wolken nast ein gesicht über meine offengelegte haut. hinterlässt fluide gewordene atemzüge. in meine poren. ich spüre dich innen und außen. herz, haare, niere, augen sind eins mit mir. ohne eins zu sein. hier, jetzt, vor vier tagen, morgen. immer.
Am Freitag Morgen hat mein kleiner Sohn das Licht der Welt erblickt.
Leider habe ich mich für eine ambulante Geburt entschieden, mit dem Ergebnis, dass wir Sonntag aus Sorge Little J ins Krankenhaus bringen mussten, weil halt doch nicht alles ok war. Die Blitzgeburt (nach einer Stunde im Kreissaal war er da) hat uns beide etwas zu sehr mitgenommen. Nun sind wir aber wieder fit und unsere kleine Familie wieder vereint. 😇
Da ich das wohl schläfrigste Kind der Welt erwischt habe, geht es hier auch wieder normal weiter. Echt jetzt, wir müssen Prince Sleep beim Essen immer wieder wecken und freuen uns, wenn er mal schreit. 😂
Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 14 + 15beinhaltet die Worte „Sonnenhut, haltlos, massieren“, gesponsert vom Etüdenerfinder Ludwig Zeidler und Christiane selbst.
Spontane Eingebung dank Schlaflosigkeit.
Der Geburtstag
Heute hatte sein Großvater Geburtstag und die Sonne schien. Leider half das nicht bei seinen Kopfschmerzen. Vorsichtig massierte er seine Schläfen. Wie hatte sie nur jeden Tag diesen Sonnenhut tragen können? Bereits nach wenigen Minuten fühlte sich sein Kopf wie in einer Schraubzwinge an, dabei hatte er ihn nur locker aufgesetzt. Vielleicht lag es auch and er Perücke, die er trug.
„Schau mal, der Mann läuft in Frauenklamotten rum“, hörte er ein kleines Mädchen sagen und dann ein „Pst“ von der Mutter.
Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
warten
warten. auf den frühling, sommer, besseres wetter, dass die eisbahn wieder öffnet, auf godot. heute tanzen wir mit den füßen auf der unsichtbaren ziellinie und warten auf den startschuss. jetzt ist heute ist vergangenheit. ich warte in den tag hinein. und atme zukunft aus.
Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.
Thema: Wenn du jetzt sofort auswandern könntest, wohin würde es dich ziehen? Wie würde dein Leben dort aussehen? Wärst du glücklicher?
Texte fallen mir gerade schwer, dafür Gedichte umso leichter. Hier also ein Gedicht, das die Frage etwas anders interpretiert.
reise
farben, nuancen, wissen, ideen, träume, vorstellungen. ich packe meinen koffer. bis der reißverschluss zerspringt. heute geht er nur schwer auf und zu. in seinen scharfen zähnen verkeilen sich fakten, haken sich realitäten. ratsch. macht die realität und ich tauche ein. manchmal ist es nur ein schritt, eine einladung. ein wunsch entfernt. manchmal ein flug über niemandsmeeren tiefen. eine große reise ohne weg. ich mache mich auf ins mich. ich. meiner fantasie. sehe auf der kehrseite nach. würde ich meinen pass umschreiben, meine adresse ändern. wären meine fantasien nur luftsprünge und meinen gedanken ungedacht.
Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
In 15 Tagen ist es laut berrechnetem Geburtstermin soweit. Es fühlt sich für mich aber so an, als wäre der Kleine ungeduldig. Mal sehen. Ich habe daher für die nächsten Wochen Posts vorprogrammiert, mit alten Gedichten. Wenn so eine online kommt, wisst ihr also wie der Hase läuft. 😉
zusammen
warum zittern die häuser, frage ich mich. warum fallen die äste, beben die bäume. der flusslauf ändert seine richtung. auf meiner insel ist es ruhig. ein paar wellen wogen an meinen strand. eine muschel verwirrt sich im rinnsal. wir sind ein morgen, ich bin ein jetzt. manchmal hebt sich der schleier und ich sehe in deine augen. heute hören wir satie gemeinsam. morgen hören wir die gymnopedien zusammen.
Setzt euch hin und trinkt einen Tee, z.B. mit dem Namen die „Innere Ruhe“ oder „Harmonie“. Allerdings habe ich keine Ahnung, ob die helfen. Am besten ihr holt euch auch einen Keks oder ein Osterei und legt ihn/es vor euch.
Bereit? Gut!
Eigenartige Bräuche rund um die Geburt
Auf meiner Reise durch das dicht bevölkerte Land YouTube bin ich, wie ich *hier* berichte auf einige Kuriositäten gestoßen, vor allem aber auf das Thema Bräuche. Was macht man üblicherweise, wenn man schwanger ist bzw. dann wenn das Kind da ist? Einen Brauch kennen die meisten und dieser ist auf YouTube interessanterweise kaum zu finden:
Pullerschnaps
Nachdem die Frau nun die Geburt überlebt hat und auf neuen Hormonwellen surft, darf der Mann sich betrinken. Gibt übrigens noch viele andere Namen dafür, z.B. Babybier, Pullerbier, Kindpinkeln, Kindpissen, Pissparty, Kindsbrunzen, Pinkelparty, Füßle baden, Pullerparty, Wieslfest, Rumpelschnaps. WTF! Meinen Recherchen zufolge (ja, ich war auf Wikipedia) entstand der brauch aus der Idee, dass der Umtrunk nachd er Geburt, dem Baby als Symbol beim Pipimachen hilft…ok. Daraus hat sich der heutige Brauch entwickelt, in dem anscheinend meist Väter Kurze trinken und aufs Baby anstoßen. Regional gibt es Unterschiede, ich beschreibe hier nur das nordhessische Modell. Ich finde es ein bisschen befremdlich ehrlich gesagt. Tatsächlich war ich aber mal auf so einer Feier. War eher ein kurzer Besuch an einem idyllischen Nachmittag mit Futtern und ohne Schnaps für mich, weil ich gefahren bin. Ist aber eben eine typisch deutsche Tradition, die ich jetzt weniger auf YouTube gefunden habe.
Dafür hier eine Kuriosität, die vor allem für jede Menge Fail-Videos sorgt:
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Für Karl (2 Haiku)
an grauen tagen ziehen wolken langsam durch das traurigkeitstief
doch
in grünen inseln finden wir erste zeichen von hoffnungsblumen
Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.
Mir ist echt bis eben nichts eingefallen, aber letztendlich bei den Worten konnte ich nicht anders. Wer Probleme mit Gewalt hat, sollte besser nicht weiterlesen.
Thema: Schreibe eine Geschichte und lasse folgende Wörter mit einfließen: Flirten, Lächeln, durchschaut, großartig, hibbelig
Ein fast perfekter Abend
Erschrocken sog Tina die Luft ein. Es war nicht der Schmerz, der sie so schockierte, sondern die bloße Handlung an sich. Noch nie hatte ihr jemand eine Ohrfeige verpasst. Bereits jetzt ahnte sie, dass der perfekte Abend genau hier endete, dabei hatte er so großartig begonnen. Ein Lächeln, ein Augenzwinkern, ein zustimmendes Nicken. Normalerweise stellte sie sich etwas unbeholfen beim Flirten an, aber der große braunhaarige Typ an der Bar machte es ihr leicht. Ihre Schüchternheit schien ihn anzusprechen und so kam er an den Tisch zu ihr und ihren Freunden.
„Möchtest du den besten Cocktail der Stadt probieren?“ fragte er lachend. „Sorry, eine bessere Anmache ist mir nicht eingefallen. Ich heiße Michael, aber die meisten nennen mich Mick.“
Annais, Tinas beste Freundin grinste und gab Tina einen Rippenstoß. „Na los“, flüsterte sie ihr zu. Auch die anderen am Tisch nickten. Nur Finn sah etwas skeptisch aus. „Am besten ihr bleibt im Sichtfeld.“ Finn war immer überbesorgt, aber er hatte Recht, also setzten sich Mick und Tina an die Bar gegenüber von dem Tisch von Tinas Freunden.
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Gerade bin ich viel mit mir alleine und irgendwie frage ich mich dann immer, wie ich eigentlich so bin. Den Titel habe ich ganz frech von Heraklit geklaut.
alles fließt
ich kratze ab, kratze sie ab. stück für stück. schicht für schicht. an ihren kanten ist sie rund, an ihren rundungen scharf.
ich schwimme herum, um sie drum herum. außen, am rand, in der mitte. sie ist mehrfach dimensional.
ich puzzle gemeinsam. setze mit ihr stück an stück. am ende sagt sie mir, dass sie nicht teilbar ist. und ich ein mehr.