Der letzte Regen | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für September beinhaltet die Worte: Wetterumschwung, abwechslungsreich, versickern.

Der letzte Regen

Nachdem der letzte Regen im Boden versickert war, dachte sich noch niemand etwas dabei. Bald würde es wieder regnen, so war es schon immer gewesen. Nach einem Monat machten sich bereits einige Sorgen, während andere noch darüber philosophierten, dass eine weltweite Dürre früher oder später stattfinden müsste. Statistik und so. Kein Grund zur Besorgnis. Nach drei Montan ohne Wetterumschwung begannen auch die Skeptiker panisch im Kreis zu laufen.

Es gab Krisenpläne und Demonstrationen gegen und für diese Pläne. Macht das Wetter wieder abwechslungsreich! Ohne Wasser kein Leben! Entwässert die Meere! Aber das Ganze demonstrieren und planen half nichts. Der Regen blieb fort. Es war warm, es war kalt und immer war es trocken.

Auseinandersetzungen begannen, Flüchtlingsströme, Kriege.

Derweil versuchten Forschende wie manisch herauszufinden, warum es nicht mehr regnete. Sie suchten im Wasser, der Erde, im Himmel die Antwort und dann im Weltall, aber es gab keine Antwort.

Das ist doch Quatsch! Es gibt keinen Grund, warum es nicht regnete. Die Natur musste doch den Naturgesetzen folgen.

In einer anderen Dimension fragte sich jemand, warum da ein Knoten in seinem Wasserschlauch war. Beinahe wäre das Planetenprojekt eingegangen. Schnell behob sier denn Fehler und schrieb die regelmäßige Überprüfung der Schläuche auf eine lange To-Do-Liste. Ans Ende. So wichtig war das Projekt auch nicht. Wenn es kaputtging, würde sier einfach nochmal von vorne beginnen.

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