Ich habe zu viele YouTube-Videos gesehen | Schwangere Gedanken

Hier findet ihr die vorangegangenen Teile: Schwangere Gedanken

Setzt euch hin und trinkt einen Tee, z.B. mit dem Namen die „Innere Ruhe“ oder „Harmonie“. Allerdings habe ich keine Ahnung, ob die helfen. Am besten ihr holt euch auch einen Keks und legt ihn vor euch.

Bereit? Gut!

Ich habe zu viele YouTube-Videos gesehen

Ich war interessiert daran, wie es anderen Schwangeren so geht, wie sie sich auf die Geburt vorbereiten etc.. In Corona-Zeiten hat man weniger Austausch, außerdem kann ich bei YouTube vorspulen, wenn mir die Erzählung zu detailreich wird. Eigentlich ein bombensicherer Plan, der leider einer Facette des menschlichen Naturells widerspricht: Der Neugierde.

Die Überemotionalen

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Das Pusteblumenmädchen

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Als Pusteblume hat man es nicht leicht…” beginnt.

Das Pusteblumenmädchen

„Als Pusteblume hat man es nicht leicht“, sagte Gamze und konzentrierte sich ganz darauf, dass ihre Samen nicht im Wind verstreut wurden. Sie spürte, wie ihre Wurzeln in der Erde nach Wasser suchten, wie dieser weiße Saft durch ihren Stängel floss und wie die Blätter sanft im Wind tanzten. Sie wollte mit aller Macht an ihren weißen flauschigen Samen festhalten, doch der Wind war unerbittlich.

„Sag mal klappt das bei dir?“, hörte sie die Stimme von Fredda neben sich.

„Bis du mich rausgerissen hast schon.“ Gamze öffnete die Augen und sah ihre Freundin wütend an.

„Was warst du denn?“, fragte diese unschuldig dreinschauend.

„Pusteblume, und du?“

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Vier Seelen | abc-etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 10 + 11 beinhaltet die Worte „Klassenkeile, schwammig, trödeln“, gesponsert von BerlinAuthor.

Ich glaube nicht an Seelen oder dergleichen, aber ich finde sie als Synonym für die Essenz eines Menschen oder eines Lebens perfekt. Irgendwie habe ich das versucht zusammenzufassen und entstanden sind vier kleine Texte.

Vier Seelen

Er kann nicht lügen und holt sich lieber Klassenkeile ab, als sie nicht zu verpfeifen. Wenn die Hose reißt ist das besser, als wenn seine ehrliche Seele zerbricht. Irgendwann mal wird er Polizist oder Politiker. Irgendwann wird Lügen etwas das er tun muss, um ehrlich zu bleiben. Irgendwann ist seine ehrliche Seele hinter Glas. Sie glänzt, aber sie zeigt sich nur ihm selbst und seinen Vertrauten.

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liberté égalité fraternité | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Am Samstag ist bei uns eine Covidioten-Demo. Statt dauerhaft deprimiert oder sauer deswegen zu sein, habe ich ein Gedichte geschrieben.

liberté égalité fraternité

ich sitze hinter trüben fenstern. sehe
deine worte wie flaggen schwenken.
freiheit. rufst du und schränkst meine
ein. gleichheit. und grenzt dich von mir
ab. brüderlichkeit. und zeigst mir, dass
wir nicht im gleichen land leben. freiheit
wirfst du in regnerischen wind. deine
angst gleich hinterher. gleichheit. und
passt die guilliotine auf uns beide an.
brüderlichkeit. und nimmst den letzten
schirm. wie eine flagge baut er mauern
um uns herum. im regen gibt es kein
wir. dein adams-ring hat einen bogen.
meiner mehr als drei.

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Wortverdreher
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Vienna BliaBlaBlub
Heidimarias kleine Welt
Traumspruch
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auf einem weißen blatt papier | Writing Friday

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Schreibe über deine größte Angst.

auf einem weißen blatt papier
auf einem weißen blatt papier. mit
dem pinsel in der hand sitze ich da.
die farben sind mir schon vor jahren
ausgegangen. meine augen kriechen
in die weichen fasern des nichts und
meine füße laufen, treten auf ewigen
spiralen. mein kopf liegt daneben.
das wort „wir“ habe ich zwischen
meine oberschenkel geschrieben.
die haut habe ich schon vor jahren
verloren. auf einem weißen blatt
papier ist nur platz für körnung.

Der Fötus und ich | Schwangere Gedanken

Hier findet ihr die vorangegangenen Teile: Schwangere Gedanken

Setzt euch hin und trinkt einen Tee, z.B. mit dem Namen die „Innere Ruhe“ oder „Harmonie“. Allerdings habe ich keine Ahnung, ob die helfen. Am besten ihr holt euch auch einen Keks und legt ihn vor euch.

Bereit? Gut!

Der Fötus und ich

Ich schrieb vor einer Weile, dass ich keine Beziehung zu dem Fötus in mir aufgebaut habe. Dies ist ein Update.

Die Ausgangslage

Ich hatte nie das Gefühl, dass da ein Fremdkörper in mir heranwächst, aber ich fand es skurril. Der Fötus fühlte sich immer wie ein Teil von mir an, aber sehr abstrakt. Am besten lässt es sich vielleicht mit der Beziehung zu den eigenen Organen beschreiben. Man spürt sein Herz, es ist Teil von einem, aber es ist irgendwie abstrakt, dass das kleine Ding einen am Leben hält. Dass da Leben in mir heranwächst, irgendwann Mama zu mir sagt (oder Mam, wie ich zu meiner), laufen lernt, zur Schule geht und vielleicht selbst mal auf die doofe Idee kommt Kinder zu kriegen, ist rational logisch, meine Emotionen hinkten da aber von Anfang hinterher. Vor allem am Anfang der Schwangerschaft sieht man zwar die körperlichen Veränderungen, aber spüren tut man das kleine Wesen nicht. Bei mir hat es eine ganze Weile gedauert, bis ich einen quersitzenden Pups von dem Fötus unterscheiden konnte. Nach zahlreichen Nieren-, Rippen- und Blasentritten, spüre ich aber sehr wohl das Leben in mir. Ich habe sogar mitbekommen, wie er sich umgedreht hat und manchmal sieht mein Bauch wie eine La Ola-Welle aus. Ich nenne ihn jetzt nicht mehr Monsterchen sondern „kleines Rumpel“.

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es ist | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Ich war seit langem mal wieder in der Innenstadt und das war mein Eindruck nur sehr abstrakt ausgedrückt. Da es einfach nur ein plötzliches Gefühl war, kann ich es nichtmal erklären.

es ist
es ist, als würde das melatonin der nacht
in die trüben augen des tages tropfen. als
würde unsere zirbeldrüsen in den füßen
sitzen. ich gehe durch volle straßen, an
morgenfalten vorbei und geschwollenen
augen. adenosinwolken verdecken die
sonne, den mond und unseren verstand.
ich will dopamin wie blumen verteilen
doch schenke nur rosen ohne wasser und
farbe. wann sind die menschen so egal.
wann so unverkettet geworden. morgen
werde ich die moleküle wecken und die
hormone wie kissen ausschütteln. damit
wenigstens mein raum nicht immerzu
carpe noctem brüllt.

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orange | Writing Friday

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Am 4. März ist Tag der Snacks! Schreibe deinem liebsten Snack zu Ehren einen Liebesbrief.

Vielleicht ist das nicht ganz ernst gemeint. 😉

orange

geliebte,
konisch liegst du da. orange mit grünen enden. leuchtend.
du rufst mir zu, bohrst dich in meinen sehnerv.
reißt mich in andere welten.
ich höre das knacken, rieche die frische, die süße, das unvergleichbare. 
ich entferne deine haut und schneide dich in streifen.
an manchen tagen genieße ich deine rohe form, deinen urgeschmack.
an anderen ummantele ich deine perfekten streifen mit quark, hummus, frischkäse.
erweitere deine aromen.
ist deine existenz in meine übergegangen,
falle ich befriedigt zurück in den alltag.

Die Strickjacke | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 8 + 9 beinhaltet die Worte „Strickjacke, trügerisch, entdecken“, gesponsert von wortgeflumselkritzelkram.

Die Strickjacke

Sie öffnete die Türen vom Kleiderschrank. Alles war sortiert nach Zweck und Farbe, doch die Ordnung war trügerisch. Schon vor Jahren hatte sie den Überblick verloren, was sich in ihrem Kleiderschrank befand. Heute musste sie endlich aufräumen. Ihr blieb sonst nichts mehr zu tun.

Sie begann bei den Shirts, arbeitete sich durch die Pullover, probierte Hosen an und fand mehr Löcher als ihr zuzugeben lieb war. Der Stapel der aussortierten Kleidungsstücke wurde immer größer. Gerne hätte sie mehr in die Kleiderspende gegeben, aber sie trug Kleidung bis sie nicht mehr tragbar war und manchmal noch darüber hinaus. Es fiel ihr schwer sich von liebgewonnen Sachen zu trennen und so hingen in ihrem Schrank ein Duzend Schlafshirts, Malerklamotten und Kleidung, an die sie sich nicht einmal mehr erinnerte.

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