Eigentlich heiße ich Katharina, aber jeder nennt mich Katha. Ich spreche mit Katzen, schaue halbnackten Menschen beim Ringen zu und verkleide mich zu Halloween. Außerdem schreibe ich gerne Krams und doodle so vor mich hin. Hier findet ihr, was ich so kritzele.
Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einer Schreibaufgabe eine fortlaufende Geschichte veröffentlicht. Das aktuelle Thema und die Aufgaben, sowie eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.
Nach einem erfolgreichen „ersten“ Tag hatte Luisa den zweiten Tag ihres Abenteuers direkt damit begonnen Portraits zu zeichnen. Sie saß an einer Einkaufsmeile in der Nähe des Strandes und skizzierte Menschen, die ihr auffielen. Ein kleines Mädchen mit rotem Kleid, eine ältere Dame, die sehr viel Lippenstift trug, ein Herr im Anzug mit Badelatschen, eine Frau, deren Dutt so streng war, dass die Haare wie gemalt wirkten. Eine Frau mit gelben Kleid und Blumen im Haar fesselte Luisa besonders. Sie lief barfuß und setzte jeden Schritt bewusst. Selbst jede ihrer Handbewegungen wirkte harmonisch. Luisa bemühte sich die Ruhe, den die Frau ausstrahlte einzufangen, bis diese letztendliche aus ihrem Sichtfeld verschwunden war. Eigentlich hauchte Luisa ihren Zeichnungen erst später Leben ein, beim Skizzieren ging es ihr nur darum, ihren flüchtigen Eindruck festzuhalten, aber diese Frau faszinierte sie.
Da ich ohne Druck kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
heute spät heute spät. rennt die zeit an mir vorbei. lässt haare im sog strudeln. die wimpern schlackern. warum nicht jetzt. ein lippenbekenntnis. ich hatte nichts zu tun. in meinem zeitnirvana war eben zu viel platz für vergesslichkeit.
Da es mir bei Schwangere/Mama Gedanken Spaß gemacht hat, einfach mal etwas zu einem Thema zu schreiben, ohne dass es eine Geschichte oder ein Gedicht ist, das Thema „Kind“ aber nur endlich ist, dachte ich, ich eröffne eine neue Rubrik und schreibe einmal pro Woche meine Gedanken auf. Wie persönlich das Ganze wird, keine Ahnung, mal sehen wie mutig ich bin.
Kann man gut im „Scheitern“ sein?
In der letzten Gedankenkritzelei habe ich von meinen Vorsätzen berichtet und einiges Feedback bekommen. Vor allem ging es darum, dass sich einige keine Vorsätze machen, weil sie vor dem Scheitern Angst haben, weil es sie entmutigt. Ich habe ganz salopp erwidert, dass ich kein Problem mit Scheitern habe. Ehrlich gesagt, habe ich mir vorher auch noch kaum Gedanken darüber gemacht, wie andere das angehen. Natürlich habe ich beobachtet, dass andere Dinge aus Angst nicht beginnen oder auch, dass sie vom Scheitern entmutigt sind, aber groß Gedanken dazu gemacht. Vielleicht, weil mir Scheitern so leichtfällt.
Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einer Schreibaufgabe eine fortlaufende Geschichte veröffentlicht. Das aktuelle Thema und die Aufgaben, sowie eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.
Thema Januar Protagonist / Protagonistin: Luisa 31 Jahre Ort: Sie kommt aus Berlin / wandert nach Barcelona aus Zeit: Jahr 2023 Schreibform: Geschichte
Aufgabe 1 (Option1): Luisa ist Künstlerin und möchte mit ihrer Kunst Fuß fassen – beschreibe ihre Arbeit, ihr neues Apartment und welche Ideen sie für ihre nächsten Bilder hat.
Luisa – Part 1
Die Sonne blendete Luisa und die Hitze machte ihr zu schaffen, doch sie genoss den Moment dennoch in ihrem neu gewählten Heimatland Barcelona. Mit zugekniffenen Augen malte sie das Meer. Eigentlich bezeichnete sie sich als abstrakte Künstlerin, aber heute wollte sie diesen Moment hier festhalten. Morgen würde sie ihre eigentliche Arbeit beginnen, mit ihrem Sketchbuch durch die Straßen laufen und schnelle Portraits zeichnen. In ihrem Studio-Apartment würde sie dann im Anschluss diese Portraits in Gemälde verwandeln, die nicht mehr den Menschen an sich, aber dessen Essenz zeigen würde.
Als nach etlichen Stunden ihre Hände blau waren und die Hitze langsam verschwand, war das Bild fertig und sie trug es vom Balkon in ihr Studio-Apartment. Es war im Vergleich zu ihrer Wohnung in Berlin winzig und besaß nur zwei Räume. Einen Raum, der ihr Wohn- und Arbeitsbereich war und einer zum Schlafen. Die Küche war Teil des Wohnbereichs und sehr spartanisch. Luisa liebte alles daran. Sie war hier, um endlich zu „erschaffen“ statt einfach nur so da zu sein und vor sich hinzuleben. Das Problem war nur, damit Geld zu verdienen. Bisher gab es nur eine Galerie, die Interesse an ihr hatte, aber Luisa war optimistisch, dass es mehr werden würde.
EDIT: Die Seite ist derzeit online. Den vollen Text habe ich ans Ende kopiert. Siehe unten.
Und ich habe eine neue Seite zu meiner Kategorie „andernorts“ hinzugefügt, wo ich die „andernorts“-Beschreibungen von Twitter reinkopiert habe. Schreibt gerne eure Definition von „andernorts“, dann ergänze ich.
Von Alkohol, Schuld und Schweigen (erschienen auf DIE VERPEILTE)
Meine Familie war nie sehr gut darin, miteinander zu reden. Zumindest nicht über unsere Gefühle oder über das, was wirklich vorging. Über Schuld wurde bei uns hingegen stundenlang diskutiert. Ich habe viele Abende in meinem Zimmer gesessen, die Tür einen Spalt offen, und meine Eltern dabei belauscht, wie sie darüber diskutiert haben, wer schuld daran ist, dass ich zum Beispiel eine schlechte Note oder wegen irgendetwas Widerworte gegeben hatte. Erst haben sie sich gegenseitig Vorwürfe gemacht, bis sie sich schließlich darüber einig waren, dass es an den vielen Umzügen, die wir berufsbedingt wegen meinem Vater machen mussten, oder an falschen Freunden lag. Auch mit mir haben sie über Schuld geredet, vor allem meine Mutter, die mir die Schuld gab, wenn das Essen verbrannt war oder sie die Radiosender verstellt hatte und sich nicht mehr daran erinnerte. Schuld war allgegenwärtig, vor allem weil wir dann nicht über das eigentliche Problem in unserer Familie sprechen mussten: Den Alkoholismus meiner Mutter.
Ich habe schon sehr früh geahnt, dass etwas nicht stimmte. Meine Mutter war oft lauter als andere Mütter, sie hatte ständig Kreislaufprobleme und schwankte manchmal beim Laufen. Warum das so war, habe ich als Kind allerdings nicht verstanden. Weil niemand drüber geredet hat, habe ich es auch nie hinterfragt. Nicht einmal, als die Polizei meine Mutter nach Hause brachte, weil sie unter Alkoholeinfluss Auto gefahren war.
Ich war elf Jahre alt und saß in der Küche und machte Hausaufgaben. Es war Wochenende und noch vor dem Mittagessen, als meine Mutter in die Küche kam, hinter ihr zwei Polizisten. Mein Vater eilte ihr entgegen, sprach aber nicht mit ihr. Meine Mutter ging an mir vorbei, sagte, dass sie letzte Nacht schlecht geschlafen und deswegen einen Schnaps getrunken hatte, dann verschwand sie den Rest des Tages im Schlafzimmer. Mein Vater sprach vor der Tür mit den Polizisten, dann kam auch er rein und zog sich ins Wohnzimmer zurück. Ich versuchte meinen Vater später zu fragen, was los war, aber er sagte, es ginge mich nichts an. Meine Mutter sagt nur, dass alle übertreiben würden und alles in Ordnung sei. Ich wusste nichts von der Existenz von Alkoholismus und dachte, dass meine Mutter wohl recht hatte, dass alles normal sei und ich zu Unrecht das Gefühl hatte, dass etwas nicht mit unserer Familie stimmte.
Erst später ist der Groschen gefallen. Zum einen habe ich angefangen Teenie-Serien zu schauen, in denen Alkoholismus thematisiert wurde, zum anderen gab es Ereignisse, die ich mir nichts anders erklären konnte, wie die „Flaschenfunde“. Wir waren gerade in eine andere Stadt gezogen, ich war vierzehn Jahre alt, da habe ich das erste Mal eine Flasche Mariakron hinter den Kissen auf meiner neuen Couch gefunden. Ich wusste in dem Moment nicht, was ich tun sollte, also ging ich zu meinem Vater und fragte ihn, ob er kurz in mein Zimmer kommen würde. Ich zeigte auf das Kissen und die Flasche. Mein Vater sprach kein Wort, nahm die Flasche an sich und ging. Ich weiß noch, wie ich dastand und überlegte, ob ich hinterhergehen und mit ihm reden sollte, aber mein Vater hatte mir mittlerweile oft genug klar gemacht, dass mich das Thema nichts anging, also machte ich den Fernseher an und sah das Vorabendprogramm. Statt darüber zu reden, reihte ich mich in das Schweigen ein.
Irgendwann brach meine Oma das Schweigen. Wir waren gerade dabei in der Küche Sauerkraut herzustellen, als meine Mutter sagte, sie müsse kurz in den Keller. Meine Oma erwiderte, dass sie auch hier oben ihren Alkohol trinken könne. Sie erzählte, dass meine Mutter wohl schon kurz nach meiner Geburt angefangen hatte zu trinken, dass dies aber etwas sei, um das sich mein Vater Sorgen machen müsse und nicht ich. Ich nahm kurz darauf auch allen Mut zusammen und fragte meinen Onkel, der zum ersten Mal den Begriff „Pegeltrinkerin“ fallen ließ. Laut dem deutschen Suchtportal ist ein Pegeltrinker, oder Delta-Trinker, jemand, der permanent trinkt, um einen gewissen Alkoholpegel aufrecht zu erhalten. Meine Mutter trank also immer wieder über den Tag verteilt soviel Alkohol, dass sie sich damit gut fühlte. Warum meine Mutter angefangen hatte, wusste mein Onkel nicht genau, er vermutete, dass es an meinem Vater lag, was wohl naheliegend für ihn war, da sich die beiden nicht leiden konnten. Auch er meinte, es sei nicht mein Problem und ich solle mich nicht damit beschäftigen. Sowohl mein Vater als auch der Rest der Familie, gaben mir das Gefühl nicht darüber reden zu dürfen. Es war Thema der Erwachsenen.
Ein paar Mal versuchte ich mit meiner Mutter zu sprechen, meist wenn sie sich mit meinem Vater gestritten hatte. Danach kam sie immer zu mir und klagte ihr Leid. Da ich in diesen Momenten das Gefühl hatte, dass wir ehrlich miteinander sprechen konnte, habe ich es einige Male angesprochen, doch sie meinte immer, dass das kein Problem mehr wäre. Sie habe früher ab und an getrunken, weil die vielen Umzüge sie mitgenommen hätten, aber das sei nun vorbei, wo sei Freundinnen gefunden habe. Ich wollte ihr jedes Mal glauben, wohl weil es leichter war.
Als ich verstanden habe, dass Alkoholismus nicht einfach von selbst aufhört, dass Betroffene Therapien, meist einen Entzug, brauchen (Suchtportal) war ich schon über zwanzig und von Zuhause ausgezogen. Ich hatte selbst über die Jahre eine Essstörung entwickelt und war nach meinem Auszug immer wieder in Therapien, in denen ich auch über meine Mutter sprach. Zuerst musste ich mir helfen, also fuhr ich den Kontakt herunter, bis ich ihn schließlich für ein paar Jahre vollständig abbrach. Auf beides reagierten meine Eltern mit Schweigen. Als ich mich stark genug fühlte und den Kontakt wieder aufnahm, habe ich mir vorgenommen ehrlich zu sein, meine Mutter anzusprechen, doch ich habe es immer wieder aufgeschoben. Das Schweigen in unserer Familie fühlt sich wie eine Mauer an.
Ich bin jetzt 37 Jahre alt. Meine Mutter ist seit über 30 Jahren Alkoholikerin.
Ich weiß nicht, warum meine Mutter angefangen hat zu trinken. Vielleicht war es, weil ihre erste Ehe gescheitert ist oder sie in der Ehe mit meinem Vater so viel alleine war. Laut Stiftung Gesundheitswissen glauben viele Angehörige von Alkoholikern, dass sie eine Mitschuld haben. Ich glaube zwar nicht, dass ich Schuld daran habe, dass meine Mutter Alkoholikerin geworden ist, obwohl sie laut meiner Oma kurz nach meiner Geburt begonnen hat, aber ich gebe mir eine Teilschuld, dass sie es noch ist. All die Jahre des nicht Ansprechens, des Totschweigens hätte ich dafür nutzen können, ihr zu helfen. Ich wünschte, ich hätte mehr getan, als nur auf Seiten von Drogenhilfen nach Antworten suchen und manchmal zaghaft das Thema zu streifen. Ich wünschte, ich hätte ihr ins Gesicht gesagt, wie viel Angst ich um sie habe und wie sehr sie mich verletzt hat. Ob das was geändert hätte, weiß ich nicht, aber ich habe das Thema Schuld verinnerlicht und werde den Gedanken nicht los, dass ich ihr hätte helfen können.
Einen Hoffnungsschimmer gibt es. Mein Vater hat kürzlich angefangen, mit mir darüber zu reden. Ich glaube, es wird ihm zu viel, da meine Mutter immer verwirrter wird und körperliche Ausfallerscheinungen hat. Sie leben noch in einem Haus zusammen, aber in getrennten Schlafzimmern und auch sonst leben sie eher nebeneinander her. Immerhin waren mein Vater und ich gemeinsam bei einer Therapeutin von der Suchtberatung des Diakonischen Werkes [KS1] in unserer Stadt, die uns ein paar Tipps geben konnte. Mein Vater hat zugestimmt keinen Alkohol mehr für meine Mutter zu kaufen und ich habe meiner Mutter gesagt, dass sie meinen Sohn nur sehen darf, wenn sie nüchtern ist.
Es ist bisher nur eine Art Flüstern, dass sich zwischen uns abspielt, aber es ist besser als das Schweigen. Vielleicht wird daraus noch ein Gespräch, in dem es, statt um Schuldzuweisungen, darum geht, wie wir meiner Mutter helfen können.
[KS1]Die Diakonie hat verschiedene Suchtangebote. Macht es Sinn sie als Ganzes zu verlinken?
Statt dem klassischen Inktober nehme ich wieder am Inktober 52 teil. Ich zeichne also jede Woche ein Bild zu einem vorgegebenen Thema (Themen stehen im Titel).
Das Jahr ist um und auch Inktober 52 2022. Ich bin mit über der Hälfte der Zeichnungen (ingsgesamt) zufrieden. Ein paar, wie zB den Seestern, finde ich nicht schlecht aber langweilig. Richtig schiefgelaufen ist leider der Weihnachtsbaum. Ich habe es ein bisschen bearbeitet, aber man sieht den fetten Fleck am oberen Rand von einem gemeinen hinterhältigen Radiergummie. Ein paar andere waren Experimente, die schief gegangen sind. Aber das ist ok.
Da ich ohne Druck kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
Auch an alle Dienstagsdichter ein: Frohes Neues Jahr!
das neue jahr
behäbig schält sich das neue jahr aus seinem schlafanzug. die weihnachtspfunde lassen seine bewegungen noch ungelenk wirken. ausgiebig gähnt es. streckt die glieder in alle richtungen. der kaffee des vorgängers wurde ausgetrunken. neuer ist zu ungesund, hat man beschlossen. croissants gibt es auch keine mehr. zu viel fett und zucker. selleriesaft steht da. dazu ein kleines haferbrötchen mit chiasamen und extra vielen unaussprechbaren superfoods. daneben liegt ein heft, dass sich journal nennt. reinschreiben soll es da, was jetzt alles besser ist. das neue jahr seufzt. fängt ja gut an.
Da es mir bei Schwangere/Mama Gedanken Spaß gemacht hat, einfach mal etwas zu einem Thema zu schreiben, ohne dass es eine Geschichte oder ein Gedicht ist, das Thema „Kind“ aber nur endlich ist, dachte ich, ich eröffne eine neue Rubrik und schreibe einmal pro Woche meine Gedanken auf. Wie persönlich das Ganze wird, keine Ahnung, mal sehen wie mutig ich bin.
Das wichtigste zuerst: Frohes Neues! Ich hoffe, ihr hattet einen wundervollen Start ins neue Jahr.
Gute Vorsätze sind nie schlecht
Gefühlt macht sich jeder neue Vorsätze fürs Neue Jahr und gleichzeitig hört man aus allen Ecken, dass das Quatsch ist und sowieso nichts bringt. Reihenweise Leute melden sich im neuen Jahr im Fitnessstudio an, nur um es dann nach drei Monaten wieder schleifen zu lassen, bis sie schließlich gar nicht mehr hingehen. Einige fangen Diäten an, die sie bei der nächsten Party über Bord werfen. Andere wollen netter sein, bis sie Arschlöchern begegnen, geduldiger bis sie in den Stadtverkehr kommen, Projekte umsetzen, die sie anfangen, aber nie hinwerfen, wenn sie auf Hürden stoßen. Und dann gibt es die Vorsätze und Pläne, die halt einfach nicht klappen, weil Zeit, weil Geld, weil irgendwas eben dazwischenkommt.
Da ich ohne Druck kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
nachweihnachtsblues die ganze ente ist gegessen. der glühwein getrunken. nachtisch wurde vollständig verputzt. nach vielen nettigkeiten, wurden auch alle streitthemen ausgetauscht. vom baum ist der lack ab. darunter liegt nur noch zerknülltes geschenkpapier. einiges streicht man heimlich für das nächste jahr wieder glatt. in ein paar tagen erinnern nur noch die dazu gewonnen kilos an den alljährlichen nachweihnachtsblues.
Da es mir bei Schwangere/Mama Gedanken Spaß gemacht hat, einfach mal etwas zu einem Thema zu schreiben, ohne dass es eine Geschichte oder ein Gedicht ist, das Thema „Kind“ aber nur endlich ist, dachte ich, ich eröffne eine neue Rubrik und schreibe einmal pro Woche meine Gedanken auf. Wie persönlich das Ganze wird, keine Ahnung, mal sehen wie mutig ich bin.
Stil
Am Ende des Jahres schreibe ich mir immer auf, was ich im nächsten Jahr erreichen will. Was immer wieder auf meiner Liste landet, ist der Wunsch meinen eigenen Stil zu finden – einen eigenen Kleidungsstil, einen Zeichenstil, einen Malstil bezogen auf meine Acrylbilder und natürlich einen Schreibstil. Irgendwie ist das meine Art, mich zu definieren, aber es ist auch ziemlich eigenartig, vor allem, weil ich immer unsicherer bin, wenn ich mich „festgelegt“ habe.
Mein Zeichen- und Malstil haben sich irgendwie von selbst ergeben. Ich habe zwar viel mit Stilen herumexperimentiert, aber am Ende wurde ich durch meine eigenen Fähigkeiten und Leidenschaften begrenzt. Ich kann keine Portraits zeichnen, habe überhaupt keine Lust auf detaillierte Landschaften und Comiczeichnungen finde ich irgendwann langweilig. Außerdem wollte ich, zumindest bei den Zeichnungen, dass es schnell geht, daher hat sich mein Sketchbuch-Stil einfach so entwickelt, wie er heute ist. Und er entwickelt sich sicher weiter. Mein Malstil im Acryl ist durch Zufall entstanden. Ich habe ein Bild versaut, übermalt und dann ist was Cooles entstanden. Mir macht die Technik so viel Spaß, dass ich irgendwie dabeigeblieben bin.