„Allein/einsam“ | Extraetüden

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*Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Diesen Monat gibt es eine Extraetüde, d.h. man muss 5 Worte in 500 Wörter unterbringen. Aus folgenden 6 Wörtern kann gewählt werden: „Nieselregen“, „weich“, „irren“, „beißen“, „verdorben“ und „Café“.*

Ich habe Gestern einen Text über Einsamkeit gelesen, das hat mich inspiriert. Eigentlich sollte es eine Geschichte werden, aber ich konnte mich nicht für einen Protagonisten entscheiden. Jetzt gibt es acht Positionen.

Der schmale Grat zwischen allein und einsam

Vor, zurück, vor, zurück, vor und hops. Sie landet im weichen Gras und rollt sich zur Seite. Die Schaukel schwingt noch eine Weile nach. Vor, zurück, vor, zurück. Ruhe.

Der Kaffee dreht sich im Kreis und zieht langsam den Michschaum hinter sich her. Sein Löffel berührt den Tassenrand. Kling. Das Café ist voll. Er beginnt zu lesen.

Sein Zimmer ist gefüllt mit allem, was er liebt. Ein Film flimmert im TV. Er bemüht sich seinen Atem zu beruhigen. Aus und ein und aus und ein und aus. Er sitzt hier, die Anderen sind draußen.

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„Tag 389“ | Writing Friday KW 13

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* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite. *

Thema: Du bist ein Papagei in einem Käfig. Berichte was du den ganzen Tag über so tust und siehst.

Moin moin !
(Das habe ich von einem komischen Tourist aufgeschnappt – heißt Guten Morgen am Meer)

Heute ist Dienstag, das heißt mein Haftraum wird gereinigt. Zum Glück. Mein neuer Zimmergenosse kackt alles voll. Ist ja schön und gut, dass sein Gefieder so grün und rot leuchtet, aber wie das hinterletzte Huhn muss man sich trotzdem nicht benehmen.

7:01 Sonnenaufgang heißt Frühstückszeit. Das muss man den Wärtern lassen. An Essen sparen sie nicht. Es gibt alles frisch: Früchte, Samen, Blätter, Rinde, Wurzeln – ohne dass ich mich anstrengen muss. Gut, manchmal muss ich einen Mithäftling verscheuchen, aber ich habe Heim- und meist Größenvorteil. Plus, ich bin – ohne mich selbst zu loben – ein besonders gewitztes Exemplar.

8:30 Putzkolonne kommt. Heute mein Lieblingsputzer. Er ist schön ordentlich und nervt nicht rum. Rein, putzen, raus. Keine Kontaktaufnahme oder irgendein Hutziku. Ja, ich bin niedlich, muss aber nicht immer darauf hingewiesen werden. Weiterlesen „„Tag 389“ | Writing Friday KW 13″ →

„Der Tanz“ | abc.etüden 12+13

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*Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 12.13 beinhaltet die Worte „Café“, „verdorben“ und „beißen“.*

Zuerst habe ich kein Thema gefunden und dann bin ich bin irgendwie über das Lesen eines Artikels über die Café-Concerts bei diesem Text gelandet.

Der Tanz

Wenn wir an Tanz denken, denken wir in Adjektiven. Tanz ist klassisch beim Walzer im Tanzsaal, traditionell beim Butoh im Tempel, verdorben beim Cancan in den Café-Concerts, spirituell beim Regentanz ums Feuer, betörend beim Bauchtanz in der Disko, ausgelassen beim Samba im Karneval in Rio.

Als der Tanz geboren wurde, wollte er aber nur ein Adjektiv sein: frei.

Frei von Vorschriften, frei von Zielen, Mustern oder Zuweisungen. Er wollte eine Bewegung sein, die nicht eine bestimmte Aufgabe erfüllt, eine Bewegung um ihrer Bewegung willen. Weiterlesen „„Der Tanz“ | abc.etüden 12+13″ →

Zum ersten Mal: Lesung

Ich habe noch nie eine Lesung besucht. Irgendwie ist es immer an etwas gescheiter – meist Zeit und Interesse. Gestern veranstalteten Freunde von mir eine Lesung von Bela B’s mit seinem Debütroman Scharnow und da dachte ich mir: Es wird Zeit.

Ich weiß nicht wie Lesungen für gewöhnlich ablaufen, normal war diese wahrscheinlich nicht, aber das würde man von Bela B nicht erwarten. Bela B selbst war so nahbar und unterhaltsam wie erhofft. Auch wenn es am Anfang eine Barriere zwischen ihm und dem Publikum gab, riss er sie spätestens mit den Gläsern „Mische“ – vier Gläser mit 45% gutem Korn mit 55% Fanta, die er durchs Publikum reichen ließ – ein.

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Crystal Ball | Bildhaftes

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Wieder was Neues probiert. Ich habe diese Art Grafiken schon recht häufig auf Instagram gesehn und einfach mal was probiert. Ist sicherlich noch ausbaufähig, aber es macht zumindest super Spaß und dauert nicht so ewig, wie die Mandalas…

Als nächstes will ich ein Universum in Katzenpfotenabdrücke zeichnen. Mal sehn wie ich das anstelle.

To-Do-Liste zur Entsorgung von Friedrich Eikel | Writing Friday KW 12

* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite. *

Ich habe mal versucht eine Geschichte über eine To-Do-Liste zu erzählen.

Thema: Du hast gerade einen Mord begangen und musst die Leiche loswerden. Wie gehst du vor?

To-Do-Liste zur Entsorgung von Friedrich Eikel

  1. Gläser und Flakon mit Gift in den leeren!! Geschirrspüler räumen und anstellen
  2. Leiche in Autoplane aus Garage wickeln, dann hinter Couch verstauen
  3. Gläser und Flakon in Glascontainer entsorgen
  4. Einkaufen:
    – Overall, Handschuhe, Autoplane (Ersatz) aus Baumaxx
    – Säge aus Heimwerker Laden
    – 30x Rohrreiniger aus je 5x untersch. Supermärkten/Drogerien – mind. 4 Ortsteile
    – Würstchen und Ketchup aus einem der Supermärkte
    – Teelichter und Kleinkram aus Ikea
  5. Mutter anrufen und erzählen, dass ich im Ikea war, stundenlang nach einem Regal gesucht habe und stattdessen nur Kleinkram gekauft habe (Alibi!)
  6. Overall und Handschuhe anziehen
  7. Badezimmer frei räumen und Leiche in Badezimmer bringen
  8. Kopf absägen – der wird am längsten dauern
  9. Metalleimer aus der Kammer mit Rohrreiniger füllen
  10. Kopf hinzutun und Deckel schließen
  11. Indisch mit viel Curry kochen – bis der Geruch im ganzen Haus ist
  12. Restlichen Körper auseinandersägen
  13. Weitere Metalleimer aus Garage holen und Körperteile hinzugeben
  14. Erste Fuhre gebrauchten Rohrreiniger in Toilette/Badewanne abgießen (50/50 damit die Rohre nicht beschädigt werden)
  15. So weiter verfahren bis alle Leichenteile weggegossen werden können
  16. Abdeckplane, Overall und Handschuhe zersetzen und wegkippen
  17. Eimer und Badezimmern putzen
  18. Grillen und dabei restliche Kleidung, Putztücher sowie To-Do-Liste verbrennen.
  19. Stelle als Abteilungsleiter übernehmen und bei Antrittsrede jahrelange Freundschaft zu Friedrich betonen

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Mandala 2 | Bildhaftes

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Mandalas und ich werden doch keine Freunde. Das Entwerfen hat Spaß gemacht, aber das Umsetzen hat mich frustriert. Damit es wirklich ordentlich wird, müsste ich alles genau vermessen – und irgendwie ist Kunst für mich nicht ordentlich.

Dann probiere ich es jetzt nochmal mit den Pflanzen, die Scabiosa zu zeichnen hat mir wirklich Freude bereitet.

„Die Krux mit dem laut Lesen“ | Writing Friday KW 11

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* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite. *

Ich hatte gestern Lust mal wieder etwas Witzigeres zu schreiben und dachte mir, dass sich Zeitreisen dazu eignen.

Thema: Du bist durch die Zeit gereist und im Jahr 2819 gelandet, berichte davon.

Ich hielt das Buch umklammert und meine Augen fest geschlossen, bis das Surren endete. Ein kühler Windhauch umkitzelte meine Beine und ich merkte wie Wasser durch meine Sneakers sickerte. Doch eigentlich konnte das nicht sein, schließlich stand ich im Haus meiner Großmutter. Ich atmete tief durch, dann öffnete ich langsam meine Augen.

Statt dem Lesezimmer meiner Großmutter sah ich einen Baum und eine Wand. In der Ecke konnte man noch die Reste des Wandschrankes erahnen, dahinter nichts als Ruinen. Ich stand in einer großen Kuhle, die voll Wasser gelaufen war und stieg erstmal auf einen Geröllhaufen, der wohl aus den Resten der Außenwand bestand. Von dort konnte ich etwas höher kraxeln, um einen Überblick zu gewinnen. Das Buch hielt ich fest umklammert. Auf etwa der Höhe des ersten Stockes hörte der Steinhaufen auf. Ich sah mich um.

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„Edmund“ | abc.etüden 10+11

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*Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 10.11 beinhaltet die Worte „Nieselregen“, „weich“ und „irren“.*

Irgendwie fehlen mir derzeit ein wenig die Ideen bzw. ich brauche mehr Zeit um eine Idee zu haben. Ich weiß nichtmal mehr wie ich auf Edmund kam, aber irgendwie wollte ich was über „irre sein“ schreiben und dann ist er in meinem Kopf entstanden.

Ich habe die Geschichte „Edmund“ überarbeitet. Ihr könnt sie nun in meinem Buch „andernorts“ lesen:

ANDERNORTS

Legendenumwoben | Writing Friday KW 10

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* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite. *

Ich bin derzeit leider etwas uninspiriert, was die Writing Friday-Aufgaben angeht, aber ich habe die Nacht doof geschlafen und schwupps hatte ich eine Idee. Hier als meine schlafdeprivierte Version zu folgenden…

Thema: Beschreibe so genau wie möglich ein altes verlassenes Haus, dass sich in einer Moorlandschaft befindet. Versuche dabei folgende Wörter mit in deinen Text einzubauen: Kaffeebohnen, rubinrot, Familiengeheimnis und versunken.

In einer nordwestdeutschen Moorlandschaft steht ein kleines altes Haus, um das sich allerlei Legenden ranken. Die meisten sind gruselig und werden gerne bei Zeltlagern erzählt.

Meistens geht es um ein Familiengeheimnis und die Geister, die dort noch wandeln. Man erzählt sich von großen rubinroten und kleinen zitronengelben Augen, die nachts aus dem Fenster schauen. Von dem Duft von Kaffeebohnen am frühen Morgen und dem von schwarzen bitteren Tee bei Nacht. Wenn der Wind nachts pfeift, erzählt man, kann man das Gejammere der Verstorbenen hören und manchmal das Weinen von einem Baby.

Nachts sieht dieses Haus wirklich gruselig aus, doch tagsüber macht es eher einen traurigen Eindruck. Weiterlesen „Legendenumwoben | Writing Friday KW 10“ →