zwischen den zeilen | Der Dienstag dichtet

Da ich ohne Druck kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Ich arbeite gerade an diversen Texten.

zwischen den zeilen

zwischen die zeilen räume ich
leerräume. manche wörter tropfen.
rt. en. ir. nd. gedankenverloren in
die leere. falte ich kommata und
punkte. es sind die ausrufezeichen,
die mir kopfzerbrechen bereiten.

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durch schmale täler | Der Dienstag dichtet

Da ich ohne Druck kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Ich war am Wochenende ohne Kind im Urlaub und habe mit Freunden Österreich erkundet. Das sind meine ungefilterten Eindrücke.

durch schmale täler

durch schmale täler weht ein
abenteuerwind. reißend im
strom der zeit. such sich nach
mir. in abwesenheit von und
anwesenheit mit. blicke ich
auf. spitzen, stromschnellen,
abgründe und die gewissheit,
dass nichts bleibt.

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mein sommer mit dir | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

mein sommer mit dir

kirschenessen. gänseblümchenriechen. sonnenlichtbaden. vogelgezwitscherhören. planschbeckenplanschen. rutscherunterrutschen. klettergerüstklettern.
grasausrupfen. sandrieselnlasen. nacktrumrennen. imbadetuchverstecken. melonenklebrig. blaubeertrunken. himmelhochjauchzend. sommervergnügt.

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nur das war bleibt | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Am Wochenende war eine Freundin zu Besuch. Ich habe mich versucht an mich, wie ich früher war, zu erinnern.

nur das war bleibt

auf hoher see hält sie das meeresrauschen
gefangen. meine flasche ist eine muschel.
geschlossen. das papier darinnen vor jahren
weggeschwommen. ich suche die fitzelchen,
die papiernen atome. zusammen. doch in
meinem kopf flutet nur rauschen. meine haut
erahnt die berührung. meine zunge trägt den
geschmack vorbei. auf hoher see. heute werfe
ich eine neue flasche. im rauschen. werde ich
sie vergessen. nur das war bleibt.

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2 arten müde | Der Dienstag dichtet

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2 arten müde

im tiefsten schlaf such ich meine
augen. höhlentief. ich taste den
sehnerv an der wurzel ab. finde
leere und müdigkeit. manchmal
hilft ruhen. manchmal nur ruhe.

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und schon ist wieder abends | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

und schon ist wieder abends
bäume, grüne bäume. üppige wolken
und ein streifen urlaub am horizont. ich
höre die motoren. sehe sie fahren. da
ein vogel, aber kein freier. wenn ich aus
dem fenster blicke ist meist schon abends.
ich sollte tagsüber hinaussehen. wenn die
sonne hoch steht. ohne schatten sind die
motoren leiser. das uhrwerk auch. ich sehe
wie die zeiger ticken. und schon ist wieder
abends. ich sitze da und sehe dort hinaus.
denke. wenn ich doch schon mittags mal
hinausgesehen hätte. doch das gelingt
mir nicht einmal am wochenende.

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aus der welt gefallen | Der Dienstag dichtet

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Bin wieder ausm Urlaub zurück.

aus der welt gefallen

aus der welt gefallen. in einem
auto ins niemandsland gefahren.
ich sehe momente in der weile
und will ungeglättete wogen.
gestern noch waren meine knie
im sand. heute stoßen sie sich
an einer tischkante. der bürostuhl
quietscht im takt der wellen.

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ich bin meer | Der Dienstag dichtet

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Wie der Titel sagt, bin ich (am) Meer. Bin nur das allernötigste Online und lese eure Dienstagsgedichte dann Donnerstag nach.

ich bin meer

weicher sand kriecht meine beine
hinauf. mit fingerspitzengefühl
kitzelt er meine knie. ich lausche
dem sandförmchenschlagen, dem
windgekicher. atme gesalzene
freiheit. wann sollte ich wo? wer
wann gleich? wenn das wasser
zurückkommt, sind wir nicht mehr
hier, aber der abdruck unseres
momentes bleibt. ich bin meer.

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es drückt das wetter | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

es drückt das wetter

es drückt das wetter. ein zucken geht
über den himmel und die wolken fallen
zu boden. manchmal, sagst du, sehe
ich donner und rieche sonnenschein.
ich kann dir deinen frosch nicht nehmen,
aber seine grüne farbe in den wind
halten. ach, weißt du. ich werde einfach
auf hagelkörnern surfen und gefrorenen
boden zum grillen nutzen. wenn sich
unsere wetterfronten kreuzen, gebe ich
dir meine hand. vielleicht nimmst du
sie. vielleicht hälst du sie einen moment.

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käfig | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

käfig

ein leises knistern geht durch das
holz. sie haben den gartenzaun
wie einen käfig angestrichen. es
gibt vier ecken und eine wasserschale
in der die vögel in freiheit baden.
nach kleinstadtleben riecht es und
dunklen geheimnissen. manchmal
mischt sich eine note lüge dazu. ich
bin schon vor einer weile gegangen.
den käfig habe ich als foto gerahmt
in meiner küche stehen.

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