Der magische Garten | abc.etüden

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Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Diesen Monat gibt es eine Extraetüde, d.h. man muss 5 Worte in 500 Wörter unterbringen. Aus folgenden 6 Wörtern kann gewählt werden: „Sonnenuntergang“, „warm“, „fliegen“, „Forsythien“, „lächerlich“ und „erfrieren“.

Der magische Garten

Magarete schlich sich in den großen Garten der Nachbarin. Sie wusste, dass es verboten war, aber sie konnte ihre Neugier nicht im Zaum halten. Ihre Großmutter hatte sie noch gewarnt: Die Nachbarin sei eine Hexe. Doch Margarete besaß genug kindliche Neugier für zehn Kinder, also kletterte sie heimlich über den Holzzaun. Mit ihrer Strumpfhose blieb sie dabei an einem Spahn hängen, doch das störte sie nicht. In Strumpfhosen gehörten Löcher, sonst sah man gar nicht, dass sie benutzt wurden.

Magarete staunte nicht schlecht, als sie mit einem Plumps im hohen Gras landete. Von Drinnen sah der Garten noch größer aus. Zwischen all den Bäumen und Sträuchern fühlte sie sich lächerlich klein. Sie ging ein paar Schritte und hatte das Gefühl immer kleiner zu werden. Die Gänseblümchen waren mittlerweile kniehoch und die Forsythien ragten ihr über den Kopf. Als Magarete schließlich in der Mitte des Gartens ankam, konnte sie nur noch mit den Fingerspitzen die Blüten von den Tulpen berühren. War sie geschrumpft oder war hier alles so riesig? Weiterlesen „Der magische Garten | abc.etüden“ →

katzenelfchen | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund
Lyrikfeder

Diesmal fiel mir einfach absolut nichts ein. Mein Leben spielt sich gerade Zuhause ab und über das dumme Virus wollte ich nicht schreiben, also habe ich über das geschrieben, was ich gerade am meisten sehe: meine Katzen. Hier also zwei Katzenelfchen.
Ps.: Ja, ich bin bekloppt. Nein, dafür gibt es keine Heilung.

Scotty
hundertsternefell
funkelt launenhaft
springen durch deckensphären
eine planetennase leuchtet pink
universumswind

Yoda
beobachtungsaugen
starren kuschelvoll
aus schwarzen höhlen
dein wärmebrummen an mir
bettdeckenschwebend Weiterlesen „katzenelfchen | Der Dienstag dichtet“ →

Mia geht | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Achtung traurig. Ich habe keine Ahnung, woher die Geschichte kam. Eigentlich wollte ich etwas anderes schreiben, aber dann musste ich an jemanden denken, den ich kannte…nuja und so ist der Text entstanden.

Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Mia wollte jetzt noch nicht gehen aber…” beginnt.

Mia wollte jetzt noch nicht gehen, aber ihre Kräfte ließen langsam nach. Sie sah zu ihrer Rechten einen riesigen Blumenstrauß. Den hatte ihr Marcel mitgebracht. Gerbera. Sie hasste Gerbera, aber das konnte Marcel nicht wissen. Sie hatte ihm vieles von sich erzählt, aber nicht alles. Ein müdes Lächeln erschien auf ihrem Gesicht. Vor zwei Jahren hatten sie angefangen sich zu verabreden und kurze Zeit darauf, war sie bereits diagnostiziert worden. Sie nannten es Diagnose, aber es war schon damals ein Todesurteil gewesen. Trotzdem war er geblieben. Weiterlesen „Mia geht | Writing Friday“ →

eine komische zeit | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
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eine komische zeit

sanft züngelt die wärmende Kälte meine
beine hinauf. umkreist die leberflecke
auf der wade, streift die tattoowierung
entlang. bis zu den knien. ich schüttele
sie fort. es ist nicht so weit. später. hinter
meinen kniescheiben sprießen samen.
durchbrechen meine winterhaut. blut
fließt wie frische bäche in meine zellen.
eine weide verschüttelt ihr haupt. es
bleiben frische gräser an meinen füßen
kleben. der kies klingt wie totengesang.
vogelzwitschern. schmetterlingsflattern.
wurzeltreiben. ich warte und zucke mit
den schultern. eine komische zeit.

Gespräche mit Rüdiger – Wert| abc.etüden

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 12+13 beinhaltet die Worte „Sonnenuntergang“, „warm“ und „fliegen“, gesponsert von Elke H. Speidel.

Noch kann ich raus, aber das Damokles-Schwert schwebt schon irgendwie über uns. Ich bin trotzdem optimistisch und habe das genutzt in einer Etüde zu verwursten.

Gespräche mit Rüdiger – Der Wert von Dingen

„Sei froh, dass du raus kannst.“

„Da solltest du eher froh sein. Wenn du mich einsperren würdest, würde ich es wie Hektor machen.“

„Hektor? Die Katze von der Nachbarin, die ihr immer ins Bett kackt.“

Rüdiger kniff die Augen zusammen, dann ließ er sich elegant auf den kühlen Boden fließen. Ich seufzte und zweifelte keine Sekunde daran, dass er das tun würde. Freigänger ließen sich nicht einsperren.

„Mal schauen, wie das ankommt, wenn ich der Bundeskanzlerin ins Bett kacke….Ich bin jedenfalls neidisch.“

„Na immerhin erfrierst du nicht. Nächste Woche soll es kalt werden.“

„Ich kann mich wärmer anziehen, aber das Spaziergehen werde ich vermissen. Die ersten Blumen zu sehen – Maiglöckchen, Krokusse, Forsythien…Da merkt man erst, was man sonst nicht zu schätzen weiß.“ Weiterlesen „Gespräche mit Rüdiger – Wert| abc.etüden“ →

Frühlingserleben | Writing Friday

Thema: Beschreibe einer blinden Person den Frühlingsanfang.

Frühlingserleben

Ich höre am Morgen weckendes Vogelzwitschern, Bienensummen, Kinderlachen, Flügelschlagen, aufgeregte Hundenasen, Libellensurren, Wurzelstrecken, das letzte Salzknacken, Stilebrechen, raschelnde Röcke und flatternde Kleider.

Ich rieche Krokusse und Osterglocken, nasse warme Erde, Bärlauch, das erste frischgemähte Gras, frischgeöffnete Eisdielen, Osterfeuer, die ersten Grillenden, neuer Schnittlauch und geöffnete Jacken.

Ich fühle wärmende Sonne, weiche Blütenblätter, Katzenhaare und Hundehaare auf allen Kleidungsstücken, gewärmte Baumrinde, weichwerdendes Gras und sanfter warmer Wind im Gesicht.

Ich schmecke Himbeer- und Pistazieneis mit einer Note Zitrone, Rhabarberlimonade, Radieschen,  Kerbel, Spargel mit Soße und Schinken, Liebstöckel, Schnittlauch, Salbeitee ohne Kranksein, die erste Zitronenlimonade, Schokoosterhasen und Waffeleier.

mit dir | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund

Nicht für jemanden sondern für jeden Einzelnen geschrieben.

mit dir

damit wir alle zusammen sitzen bei
wasser, brot und ewigkeit. uns fehlt
regen, der in freiheitsrinnen rieselt.
wie das wetter hinter hotelzimmern,
exklusiven verkostungscentern und
dem goldspa eines ideellen traums.
ich reiche dir meine hand. wenn wir
gehen, sind unsere träune eins. ich
schenke dir worte. wenn wir liegen,
sind unsere gedanken auf weißen
meeren. ich schwimme im stillstand.
mit dir.

Sie | Writing Friday

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter mit ein: Banane, Zahnlücke, kitzeln, Frühlingsbrise, bunt

Sie

Er zerdrückte die Banane mit der Gabel. Ein süßer gelb-bräunlicher Brei drückte sich durch ihre Zinken. Einige widerspenstige Fasern hingen fest und er musste sie am Rand der Schüssel abstreifen. Dann streute er Hafer und Cranberries auf den Bananenbrei und knetete alles durch. Die matschige Substanz drückte sich durch die Zwischenräume seiner Finger. Es fühlte sich ekelig an und kitzelte etwas.
Als alles gut vermengt war, stand er eine Weile da und betrachtete das Werk. Es fehlte noch etwas. Die Kreation sah nicht fröhlich genug aus, nicht bunt genug. Im Kühlschrank fand er einige Blaubeeren und mengte sie unter. Noch ein paar Tropfen Zitrone. Schließlich formte er kleine Kekse und legte diese gleichmäßig auf ein Blech. Warme Luft strömte ihm aus dem Ofen entgegen und erinnerte ihn an die Frühlingsbrise. Er atmete tief ein. Es roch ein wenig nach verbrannten Resten. Weiterlesen „Sie | Writing Friday“ →

Der letzte Sonnenuntergang | abc.etüden

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 11+12 beinhaltet die Worte „Sonnenuntergang“, „warm“ und „fliegen“, gesponsert von Corly.

Ich sollte keine deprimierenden Dinge sehen, bevor ich schreibe. Nun ja, ich wollte es mal mit einer Kurzetüde probieren und eine Stimmung einfangen.

Der letzte Sonnenuntergang

Sie flogen zu der letzten Festung der Menschheit –  weit oben, in einem Land, dessen Namen niemand mehr kannte. Es war warm und stickig, trotz hochmoderner Belüftung. ‚Zu viele Menschen‘ sagte man und schmiss einige aus luftiger Höhe in das brodelnde Meer. Es gab keine Länder, Städte, Einheimische oder Ausländer, Freunde, Feinde oder Familien. Die Menschlichkeit war verschwunden. Während des allerletzten Sonnenuntergangs rückte die Menschheit weiter auseinander als je zuvor.

wohin | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund

Mal wieder ein kleines Experiment mit Form.

leere, die
deine punches fliegen wie
gänse über den horizont.
düsterwolken machen sich
breit. sie ist weit. deine ferne.

weiße, das
der schall deiner räume wirkt
endlos tief. die ecken haben
staub angesetzt. wollmäuse
spielen verstecken. nur wohin.

decke, die
flauschige wärme stranguliert
mit künstlichen fasern. heute
rolle ich mich in dir ein. deine
fäden sind weiß und leer. hier.