Luisa II | Writing Friday

Dies ist ein Text zu der Aktion โ€žWriting Fridayโ€œ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einer Schreibaufgabe eine fortlaufende Geschichte verรถffentlicht. Das aktuelle Thema und die Aufgaben, sowie eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzyโ€™s Seite.

Hier gibt es den ersten Teil: *KLICK*

Wendung: Luisas Arbeit wird beschรคdigt.

Luisa II

Nach einem erfolgreichen โ€žerstenโ€œ Tag hatte Luisa den zweiten Tag ihres Abenteuers direkt damit begonnen Portraits zu zeichnen. Sie saรŸ an einer Einkaufsmeile in der Nรคhe des Strandes und skizzierte Menschen, die ihr auffielen. Ein kleines Mรคdchen mit rotem Kleid, eine รคltere Dame, die sehr viel Lippenstift trug, ein Herr im Anzug mit Badelatschen, eine Frau, deren Dutt so streng war, dass die Haare wie gemalt wirkten. Eine Frau mit gelben Kleid und Blumen im Haar fesselte Luisa besonders. Sie lief barfuรŸ und setzte jeden Schritt bewusst. Selbst jede ihrer Handbewegungen wirkte harmonisch. Luisa bemรผhte sich die Ruhe, den die Frau ausstrahlte einzufangen, bis diese letztendliche aus ihrem Sichtfeld verschwunden war. Eigentlich hauchte Luisa ihren Zeichnungen erst spรคter Leben ein, beim Skizzieren ging es ihr nur darum, ihren flรผchtigen Eindruck festzuhalten, aber diese Frau faszinierte sie.

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heute spรคt | Der Dienstag dichtet

Da ich ohne Druck kaum Gedichte schreibe, erklรคre ich den Dienstag zum Gedichtetag und verรถffentliche wรถchentlich ein Gedicht รผber etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschlieรŸen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

heute spรคt
heute spรคt. rennt die zeit an mir
vorbei. lรคsst haare im sog strudeln.
die wimpern schlackern. warum
nicht jetzt. ein lippenbekenntnis.
ich hatte nichts zu tun. in meinem
zeitnirvana war eben zu viel platz
fรผr vergesslichkeit.

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Kann man gut im „Scheitern“ sein? | Gedankenkritzelei

Da es mir bei Schwangere/Mama Gedanken SpaรŸ gemacht hat, einfach mal etwas zu einem Thema zu schreiben, ohne dass es eine Geschichte oder ein Gedicht ist, das Thema โ€žKindโ€œ aber nur endlich ist, dachte ich, ich erรถffne eine neue Rubrik und schreibe einmal pro Woche meine Gedanken auf. Wie persรถnlich das Ganze wird, keine Ahnung, mal sehen wie mutig ich bin.

Kann man gut im „Scheitern“ sein?

In der letzten Gedankenkritzelei habe ich von meinen Vorsรคtzen berichtet und einiges Feedback bekommen. Vor allem ging es darum, dass sich einige keine Vorsรคtze machen, weil sie vor dem Scheitern Angst haben, weil es sie entmutigt. Ich habe ganz salopp erwidert, dass ich kein Problem mit Scheitern habe. Ehrlich gesagt, habe ich mir vorher auch noch kaum Gedanken darรผber gemacht, wie andere das angehen. Natรผrlich habe ich beobachtet, dass andere Dinge aus Angst nicht beginnen oder auch, dass sie vom Scheitern entmutigt sind, aber groรŸ Gedanken dazu gemacht. Vielleicht, weil mir Scheitern so leichtfรคllt.

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Luisa I | Writing Friday

Dies ist ein Text zu der Aktion โ€žWriting Fridayโ€œ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einer Schreibaufgabe eine fortlaufende Geschichte verรถffentlicht. Das aktuelle Thema und die Aufgaben, sowie eine Liste aller Teilnehmer findet ihr aufย Elizzyโ€™s Seite.

Thema Januar
Protagonist / Protagonistin:ย ย ย ย ย  Luisa 31 Jahre
Ort: Sie kommt aus Berlin / wandert nach Barcelona aus
Zeit: Jahr 2023
Schreibform: Geschichte

Aufgabe 1 (Option1): Luisa ist Kรผnstlerin und mรถchte mit ihrer Kunst FuรŸ fassen โ€“ beschreibe ihre Arbeit, ihr neues Apartment und welche Ideen sie fรผr ihre nรคchsten Bilder hat.

Luisa – Part 1

Die Sonne blendete Luisa und die Hitze machte ihr zu schaffen, doch sie genoss den Moment dennoch in ihrem neu gewรคhlten Heimatland Barcelona. Mit zugekniffenen Augen malte sie das Meer. Eigentlich bezeichnete sie sich als abstrakte Kรผnstlerin, aber heute wollte sie diesen Moment hier festhalten. Morgen wรผrde sie ihre eigentliche Arbeit beginnen, mit ihrem Sketchbuch durch die StraรŸen laufen und schnelle Portraits zeichnen. In ihrem Studio-Apartment wรผrde sie dann im Anschluss diese Portraits in Gemรคlde verwandeln, die nicht mehr den Menschen an sich, aber dessen Essenz zeigen wรผrde.

Als nach etlichen Stunden ihre Hรคnde blau waren und die Hitze langsam verschwand, war das Bild fertig und sie trug es vom Balkon in ihr Studio-Apartment. Es war im Vergleich zu ihrer Wohnung in Berlin winzig und besaรŸ nur zwei Rรคume. Einen Raum, der ihr Wohn- und Arbeitsbereich war und einer zum Schlafen. Die Kรผche war Teil des Wohnbereichs und sehr spartanisch. Luisa liebte alles daran. Sie war hier, um endlich zu โ€žerschaffenโ€œ statt einfach nur so da zu sein und vor sich hinzuleben. Das Problem war nur, damit Geld zu verdienen. Bisher gab es nur eine Galerie, die Interesse an ihr hatte, aber Luisa war optimistisch, dass es mehr werden wรผrde.

Artikel auf „Die Verpeilte“ und neue Seite | Kritzelnews

Ich habe fรผr „Die Verpeilte“ einen Artikel รผber meinen Umgang mit dem Alkoholismus meiner Mutter geschrieben.

https://dieverpeilte.de/der-alkoholismus-meiner-mutter

EDIT: Die Seite ist derzeit online. Den vollen Text habe ich ans Ende kopiert. Siehe unten.

Und ich habe eine neue Seite zu meiner Kategorie „andernorts“ hinzugefรผgt, wo ich die „andernorts“-Beschreibungen von Twitter reinkopiert habe. Schreibt gerne eure Definition von „andernorts“, dann ergรคnze ich.


Von Alkohol, Schuld und Schweigen (erschienen auf DIE VERPEILTE)

Meine Familie war nie sehr gut darin, miteinander zu reden. Zumindest nicht รผber unsere Gefรผhle oder รผber das, was wirklich vorging. รœber Schuld wurde bei uns hingegen stundenlang diskutiert. Ich habe viele Abende in meinem Zimmer gesessen, die Tรผr einen Spalt offen, und meine Eltern dabei belauscht, wie sie darรผber diskutiert haben, wer schuld daran ist, dass ich zum Beispiel eine schlechte Note oder wegen irgendetwas Widerworte gegeben hatte. Erst haben sie sich gegenseitig Vorwรผrfe gemacht, bis sie sich schlieรŸlich darรผber einig waren, dass es an den vielen Umzรผgen, die wir berufsbedingt wegen meinem Vater machen mussten, oder an falschen Freunden lag. Auch mit mir haben sie รผber Schuld geredet, vor allem meine Mutter, die mir die Schuld gab, wenn das Essen verbrannt war oder sie die Radiosender verstellt hatte und sich nicht mehr daran erinnerte. Schuld war allgegenwรคrtig, vor allem weil wir dann nicht รผber das eigentliche Problem in unserer Familie sprechen mussten: Den Alkoholismus meiner Mutter.

Ich habe schon sehr frรผh geahnt, dass etwas nicht stimmte. Meine Mutter war oft lauter als andere Mรผtter, sie hatte stรคndig Kreislaufprobleme und schwankte manchmal beim Laufen. Warum das so war, habe ich als Kind allerdings nicht verstanden. Weil niemand drรผber geredet hat, habe ich es auch nie hinterfragt. Nicht einmal, als die Polizei meine Mutter nach Hause brachte, weil sie unter Alkoholeinfluss Auto gefahren war.

Ich war elf Jahre alt und saรŸ in der Kรผche und machte Hausaufgaben. Es war Wochenende und noch vor dem Mittagessen, als meine Mutter in die Kรผche kam, hinter ihr zwei Polizisten. Mein Vater eilte ihr entgegen, sprach aber nicht mit ihr. Meine Mutter ging an mir vorbei, sagte, dass sie letzte Nacht schlecht geschlafen und deswegen einen Schnaps getrunken hatte, dann verschwand sie den Rest des Tages im Schlafzimmer. Mein Vater sprach vor der Tรผr mit den Polizisten, dann kam auch er rein und zog sich ins Wohnzimmer zurรผck. Ich versuchte meinen Vater spรคter zu fragen, was los war, aber er sagte, es ginge mich nichts an. Meine Mutter sagt nur, dass alle รผbertreiben wรผrden und alles in Ordnung sei. Ich wusste nichts von der Existenz von Alkoholismus und dachte, dass meine Mutter wohl recht hatte, dass alles normal sei und ich zu Unrecht das Gefรผhl hatte, dass etwas nicht mit unserer Familie stimmte.

Erst spรคter ist der Groschen gefallen. Zum einen habe ich angefangen Teenie-Serien zu schauen, in denen Alkoholismus thematisiert wurde, zum anderen gab es Ereignisse, die ich mir nichts anders erklรคren konnte, wie die โ€žFlaschenfundeโ€œ. Wir waren gerade in eine andere Stadt gezogen, ich war vierzehn Jahre alt, da habe ich das erste Mal eine Flasche Mariakron hinter den Kissen auf meiner neuen Couch gefunden. Ich wusste in dem Moment nicht, was ich tun sollte, also ging ich zu meinem Vater und fragte ihn, ob er kurz in mein Zimmer kommen wรผrde. Ich zeigte auf das Kissen und die Flasche. Mein Vater sprach kein Wort, nahm die Flasche an sich und ging. Ich weiรŸ noch, wie ich dastand und รผberlegte, ob ich hinterhergehen und mit ihm reden sollte, aber mein Vater hatte mir mittlerweile oft genug klar gemacht, dass mich das Thema nichts anging, also machte ich den Fernseher an und sah das Vorabendprogramm. Statt darรผber zu reden, reihte ich mich in das Schweigen ein.

Irgendwann brach meine Oma das Schweigen. Wir waren gerade dabei in der Kรผche Sauerkraut herzustellen, als meine Mutter sagte, sie mรผsse kurz in den Keller. Meine Oma erwiderte, dass sie auch hier oben ihren Alkohol trinken kรถnne. Sie erzรคhlte, dass meine Mutter wohl schon kurz nach meiner Geburt angefangen hatte zu trinken, dass dies aber etwas sei, um das sich mein Vater Sorgen machen mรผsse und nicht ich. Ich nahm kurz darauf auch allen Mut zusammen und fragte meinen Onkel, der zum ersten Mal den Begriff โ€žPegeltrinkerinโ€œ fallen lieรŸ. Laut dem deutschen Suchtportal ist ein Pegeltrinker, oder Delta-Trinker, jemand, der permanent trinkt, um einen gewissen Alkoholpegel aufrecht zu erhalten. Meine Mutter trank also immer wieder รผber den Tag verteilt soviel Alkohol, dass sie sich damit gut fรผhlte. Warum meine Mutter angefangen hatte, wusste mein Onkel nicht genau, er vermutete, dass es an meinem Vater lag, was wohl naheliegend fรผr ihn war, da sich die beiden nicht leiden konnten. Auch er meinte, es sei nicht mein Problem und ich solle mich nicht damit beschรคftigen. Sowohl mein Vater als auch der Rest der Familie, gaben mir das Gefรผhl nicht darรผber reden zu dรผrfen. Es war Thema der Erwachsenen.

Ein paar Mal versuchte ich mit meiner Mutter zu sprechen, meist wenn sie sich mit meinem Vater gestritten hatte. Danach kam sie immer zu mir und klagte ihr Leid. Da ich in diesen Momenten das Gefรผhl hatte, dass wir ehrlich miteinander sprechen konnte, habe ich es einige Male angesprochen, doch sie meinte immer, dass das kein Problem mehr wรคre. Sie habe frรผher ab und an getrunken, weil die vielen Umzรผge sie mitgenommen hรคtten, aber das sei nun vorbei, wo sei Freundinnen gefunden habe. Ich wollte ihr jedes Mal glauben, wohl weil es leichter war.

Als ich verstanden habe, dass Alkoholismus nicht einfach von selbst aufhรถrt, dass Betroffene Therapien, meist einen Entzug, brauchen (Suchtportal) war ich schon รผber zwanzig und von Zuhause ausgezogen. Ich hatte selbst รผber die Jahre eine Essstรถrung entwickelt und war nach meinem Auszug immer wieder in Therapien, in denen ich auch รผber meine Mutter sprach. Zuerst musste ich mir helfen, also fuhr ich den Kontakt herunter, bis ich ihn schlieรŸlich fรผr ein paar Jahre vollstรคndig abbrach. Auf beides reagierten meine Eltern mit Schweigen. Als ich mich stark genug fรผhlte und den Kontakt wieder aufnahm, habe ich mir vorgenommen ehrlich zu sein, meine Mutter anzusprechen, doch ich habe es immer wieder aufgeschoben. Das Schweigen in unserer Familie fรผhlt sich wie eine Mauer an. 

Ich bin jetzt 37 Jahre alt. Meine Mutter ist seit รผber 30 Jahren Alkoholikerin.

Ich weiรŸ nicht, warum meine Mutter angefangen hat zu trinken. Vielleicht war es, weil ihre erste Ehe gescheitert ist oder sie in der Ehe mit meinem Vater so viel alleine war. Laut Stiftung Gesundheitswissen glauben viele Angehรถrige von Alkoholikern, dass sie eine Mitschuld haben. Ich glaube zwar nicht, dass ich Schuld daran habe, dass meine Mutter Alkoholikerin geworden ist, obwohl sie laut meiner Oma kurz nach meiner Geburt begonnen hat, aber ich gebe mir eine Teilschuld, dass sie es noch ist. All die Jahre des nicht Ansprechens, des Totschweigens hรคtte ich dafรผr nutzen kรถnnen, ihr zu helfen. Ich wรผnschte, ich hรคtte mehr getan, als nur auf Seiten von Drogenhilfen nach Antworten suchen und manchmal zaghaft das Thema zu streifen. Ich wรผnschte, ich hรคtte ihr ins Gesicht gesagt, wie viel Angst ich um sie habe und wie sehr sie mich verletzt hat. Ob das was geรคndert hรคtte, weiรŸ ich nicht, aber ich habe das Thema Schuld verinnerlicht und werde den Gedanken nicht los, dass ich ihr hรคtte helfen kรถnnen.

Einen Hoffnungsschimmer gibt es. Mein Vater hat kรผrzlich angefangen, mit mir darรผber zu reden. Ich glaube, es wird ihm zu viel, da meine Mutter immer verwirrter wird und kรถrperliche Ausfallerscheinungen hat. Sie leben noch in einem Haus zusammen, aber in getrennten Schlafzimmern und auch sonst leben sie eher nebeneinander her. Immerhin waren mein Vater und ich gemeinsam bei einer Therapeutin von der Suchtberatung des Diakonischen Werkes [KS1] in unserer Stadt, die uns ein paar Tipps geben konnte. Mein Vater hat zugestimmt keinen Alkohol mehr fรผr meine Mutter zu kaufen und ich habe meiner Mutter gesagt, dass sie meinen Sohn nur sehen darf, wenn sie nรผchtern ist.

Es ist bisher nur eine Art Flรผstern, dass sich zwischen uns abspielt, aber es ist besser als das Schweigen. Vielleicht wird daraus noch ein Gesprรคch, in dem es, statt um Schuldzuweisungen, darum geht, wie wir meiner Mutter helfen kรถnnen.


 [KS1]Die Diakonie hat verschiedene Suchtangebote. Macht es Sinn sie als Ganzes zu verlinken?

Inktober 52 – Prompt 47 bis 52

Statt dem klassischen Inktober nehme ich wieder am Inktober 52 teil. Ich zeichne also jede Woche ein Bild zu einem vorgegebenen Thema (Themen stehen im Titel).

Das Jahr ist um und auch Inktober 52 2022. Ich bin mit รผber der Hรคlfte der Zeichnungen (ingsgesamt) zufrieden. Ein paar, wie zB den Seestern, finde ich nicht schlecht aber langweilig. Richtig schiefgelaufen ist leider der Weihnachtsbaum. Ich habe es ein bisschen bearbeitet, aber man sieht den fetten Fleck am oberen Rand von einem gemeinen hinterhรคltigen Radiergummie. Ein paar andere waren Experimente, die schief gegangen sind. Aber das ist ok.

Weiter geht es mit Inktober 52 2023!

das neue jahr | Der Dienstag dichtet

Da ich ohne Druck kaum Gedichte schreibe, erklรคre ich den Dienstag zum Gedichtetag und verรถffentliche wรถchentlich ein Gedicht รผber etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschlieรŸen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Auch an alle Dienstagsdichter ein: Frohes Neues Jahr!

das neue jahr

behรคbig schรคlt sich das neue jahr aus seinem
schlafanzug. die weihnachtspfunde lassen seine
bewegungen noch ungelenk wirken. ausgiebig
gรคhnt es. streckt die glieder in alle richtungen.
der kaffee des vorgรคngers wurde ausgetrunken.
neuer ist zu ungesund, hat man beschlossen.
croissants gibt es auch keine mehr. zu viel fett
und zucker. selleriesaft steht da. dazu ein kleines
haferbrรถtchen mit chiasamen und extra vielen
unaussprechbaren superfoods. daneben liegt
ein heft, dass sich journal nennt. reinschreiben
soll es da, was jetzt alles besser ist. das neue
jahr seufzt. fรคngt ja gut an.

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Gute Vorsรคtze sind nie schlecht | Gedankenkritzelei

Da es mir bei Schwangere/Mama Gedanken SpaรŸ gemacht hat, einfach mal etwas zu einem Thema zu schreiben, ohne dass es eine Geschichte oder ein Gedicht ist, das Thema โ€žKindโ€œ aber nur endlich ist, dachte ich, ich erรถffne eine neue Rubrik und schreibe einmal pro Woche meine Gedanken auf. Wie persรถnlich das Ganze wird, keine Ahnung, mal sehen wie mutig ich bin.

Das wichtigste zuerst: Frohes Neues!
Ich hoffe, ihr hattet einen wundervollen Start ins neue Jahr.

Gute Vorsรคtze sind nie schlecht

Gefรผhlt macht sich jeder neue Vorsรคtze fรผrs Neue Jahr und gleichzeitig hรถrt man aus allen Ecken, dass das Quatsch ist und sowieso nichts bringt. Reihenweise Leute melden sich im neuen Jahr im Fitnessstudio an, nur um es dann nach drei Monaten wieder schleifen zu lassen, bis sie schlieรŸlich gar nicht mehr hingehen. Einige fangen Diรคten an, die sie bei der nรคchsten Party รผber Bord werfen. Andere wollen netter sein, bis sie Arschlรถchern begegnen, geduldiger bis sie in den Stadtverkehr kommen, Projekte umsetzen, die sie anfangen, aber nie hinwerfen, wenn sie auf Hรผrden stoรŸen. Und dann gibt es die Vorsรคtze und Plรคne, die halt einfach nicht klappen, weil Zeit, weil Geld, weil irgendwas eben dazwischenkommt.

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nachweihnachtsblues | Der Dienstag dichtet

Da ich ohne Druck kaum Gedichte schreibe, erklรคre ich den Dienstag zum Gedichtetag und verรถffentliche wรถchentlich ein Gedicht รผber etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschlieรŸen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

nachweihnachtsblues
die ganze ente ist gegessen. der glรผhwein
getrunken. nachtisch wurde vollstรคndig
verputzt. nach vielen nettigkeiten, wurden
auch alle streitthemen ausgetauscht. vom
baum ist der lack ab. darunter liegt nur noch
zerknรผlltes geschenkpapier. einiges streicht
man heimlich fรผr das nรคchste jahr wieder
glatt. in ein paar tagen erinnern nur noch
die dazu gewonnen kilos an den alljรคhrlichen nachweihnachtsblues.

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Stil | Gedankenkritzelei

Da es mir bei Schwangere/Mama Gedanken SpaรŸ gemacht hat, einfach mal etwas zu einem Thema zu schreiben, ohne dass es eine Geschichte oder ein Gedicht ist, das Thema โ€žKindโ€œ aber nur endlich ist, dachte ich, ich erรถffne eine neue Rubrik und schreibe einmal pro Woche meine Gedanken auf. Wie persรถnlich das Ganze wird, keine Ahnung, mal sehen wie mutig ich bin.

Stil

Am Ende des Jahres schreibe ich mir immer auf, was ich im nรคchsten Jahr erreichen will. Was immer wieder auf meiner Liste landet, ist der Wunsch meinen eigenen Stil zu finden – einen eigenen Kleidungsstil, einen Zeichenstil, einen Malstil bezogen auf meine Acrylbilder und natรผrlich einen Schreibstil. Irgendwie ist das meine Art, mich zu definieren, aber es ist auch ziemlich eigenartig, vor allem, weil ich immer unsicherer bin, wenn ich mich โ€žfestgelegtโ€œ habe.

Mein Zeichen- und Malstil haben sich irgendwie von selbst ergeben. Ich habe zwar viel mit Stilen herumexperimentiert, aber am Ende wurde ich durch meine eigenen Fรคhigkeiten und Leidenschaften begrenzt. Ich kann keine Portraits zeichnen, habe รผberhaupt keine Lust auf detaillierte Landschaften und Comiczeichnungen finde ich irgendwann langweilig. AuรŸerdem wollte ich, zumindest bei den Zeichnungen, dass es schnell geht, daher hat sich mein Sketchbuch-Stil einfach so entwickelt, wie er heute ist. Und er entwickelt sich sicher weiter. Mein Malstil im Acryl ist durch Zufall entstanden. Ich habe ein Bild versaut, รผbermalt und dann ist was Cooles entstanden. Mir macht die Technik so viel SpaรŸ, dass ich irgendwie dabeigeblieben bin.

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