Senryu |Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund
Lyrikfeder
Nachtwandlerin
Lindas x Stories

Mein erster Senryu. Fand ich irgendwie passend bei dem Thema und Anlass.

Senryu

CO2 Urlaub
die Welt atmet frei und grün
wir ärgern uns schwarz

zu spät | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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zu spät

damit sie alle aus dem winterlichen schlaf
aufwachen. ich halte meine fahne in den
wind. schreib ihren namen auf das dunkle
banner. mit einem hellen stift schreibe ich
gedanken in den wind. blut tropft in meine
augen. ich will blumen sähen, in ihre haare.
will, dass die follikel kleben. hauche leben
und  ernte tod. meine rufe verebben in dem
meereswind. auf dem höchsten alle türme
schreit einer wissend: aroganz. was nutzen
all die bunten stifte, langen reden. sie haben
sich die ohren zugeklebt und ich höre ihre
schreie. vielleicht sollte ich bis zum nächsten
frühling warten. vielleicht ist es dann zu spät.

 

Wir dichten schon 1 Jahr | Der Dienstag dichtet

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Mir ist am Wochenende aufgefallen, dass es den dichtenden Dienstag schon etwas über ein Jahr alt gibt. Krass! Ich hätte am Anfang nie gedacht, dass ich so lange durchhalte und vor allem nicht, dass ich so viele spannende Mitdichtende finde.
Also, hier ein fettes Danke an euch!

Stachelbeermond
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Ergänzt: Lindas x Stories

Ich freue mich auf jeden Dienstag, sowohl das Schreiben als auch das Lesen.
Hab mich dann auch gleich mal an ein neues Banner gemacht, um den Moment zu würdigen. Ihr könnt es gerne verwendet, wenn ihr Lust habt. Außerdem habe ich versucht irgendwie in Gedichtform zu packen, wie cool es eigentlich ist, dass einander Fremde über Gedichte zusammengekommen sind


tagnacht

die erste nacht hat dem tag das licht
geraubt. wir spazieren unbeleuchtet
über dunkle strände. vorbei an einem
schwarzen meer. ich höre schritte, ein
atmen. rieche süßes parfum, veilchen,
gebratenen speck. ohne die wärmende
sonne können die worte nicht fliegen.
wie schickst du sie zur mir. wie schicke
ich sie zurück. an andere. dein orange
ist mehr pink als meines. gerade glänzt
alles farblos in der tagnacht. vielleicht
müssen worte nicht sehen. vielleicht
können wir in unmarkierten schatten
worten stimmen geben.

das vergissdasnicht | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Ich habe Gestern spontan die Pause an der Arbeit genutzt, um ein Gedicht zu schreiben. Liegt da jetzt schön auf meinem Schreibtisch und ich habe Spätschicht bis 21 Uhr. Ergo: Gibt es dann also nächste Woche und jetzt ein Elfchen über Vergesslichkeit.


das vergissdasnicht

vergissdasnicht
synaptische irrwegsblüten
mit semidementer fahrigkeitspistille
ich sähe erinnerungsbotschaften in
entfallenheitshumus

mein atem | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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mein atem

mein atem fließt tidenartig meine
wirbelsäule hinab. die pars thoracia
knirschen. krachen. es hallt durch
meinen unterbauch. prallt ab von
illium, os pubis. schlucken. entgegen.
säuseln weiche sychondrosen über
hohen zeiten. singen durch die costae
in ein heben. ihr pfeifen entweicht aus
meinem mund. irgendwann steigt der
mond über den horizont. ich weiß nur
nicht. wann.

wenn ich mich entscheiden soll | Der Dienstag dichtet

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wenn ich mich entscheiden soll

wenn ich mich entscheiden soll. auf dem
blatt steht tautropfengroß ein einzelnes
wort. du bist ungesagt, unaussprechbar,
unbedingbar, unbedingt. meine natur
steht auf der oberen seite. ich unten bei
den adern. wie soll ich wenden, was ich
nicht drehen kann? kein wind weht, alles
steht still. infinitesimal klein. ich horche
in die gegenwärtige ferne. sag mir, wie
katalogisiert man das leben?

auf der letzten seite | Der Dienstag dichtet

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Religiöse Feste sind so eine Sache für mich. Ich fühle mich immer gedrängt etwas zuzustimmen, bei dem ich mich unwohl fühle. Ich schreibe „Frohe Ostern“ und meine „Habt schöne Tage, egal wie ihr sie nennt“. Wenn man mich zwingen will, werde ich sauer. Das Gedicht ist nach einem Gespräch entstanden. Ich will niemanden auf die Füße treten, aber ich war wütend, dass das andersherum nicht gilt.

auf der letzten seite

aus der schule weiß ich, glauben ist wichtiger. als das, was am ende steht. schlage ich die letzte seite auf, stehe da nicht ich. da steht du oder er oder sie. ihr. she. him. they. them. schlägt die letzte uhr, ist nicht wichtig, wer danach spricht. ich schweige auch in die leere.
will das mein weißes hemd befleckt ist. von der erfahrung, liebe, wut, mitfreude, erfahrung, sex, fluchen, lachen, weinen, stillen momenten und
lauten stunden. leben.
ich will fehler machen und falsch sein. werde mich nicht entschuldigen und nie schämen. will akzeptieren, verstehen, für jeden
kämpfen.
mein denken ist offen. ich umarme wut, hass, grausamkeit. in gehirnen ist manchmal alles anders. ich weiß. aber hier in diesem großen kalten
haus, in dem glauben wichtig ist,
bin ich nur wut.
will wie ein trotziges kind die wände einreißen und die letzten seiten befreien. ich. wir. du. she. him.
they. them. neben euch sitzen. ich möchte keinen glauben. ich will nur unter freien wolken liegen. in die sterne schauen. leben. wir sind zusammen
besonders. nur einmal.

schwarz auf weiß | Der Dienstag dichtet

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Ich war letzten Jahr gestresst von meinen Hobbies und habe beschlossen dieses Jahr alles etwas ruhiger angehen zu lassen, dh insbesondere habe ich Klavierspielen erst einmal ruhen lassen. Vorhin habe ich ein Stück gehört, dass ich gerne probieren würde und mich einfach hingesetzt und gespielt. Hier also ein sehr spontanes Gedicht.

schwarz auf weiß

meine finger schweben im vier viertel
achtel hunderstel takt. im allegro über
weiße stege und schwarze linien, zeilen.
seiten, nummern. deine gefühle sind a
tempo. so wie klare worte, die meine
eigenen sind. ich will lauter werden als
ff und leiser als pp. deine augen tanzen
hinter mir. ich sehe den ton. dolce. das
kalte metal brennt unter meinen füßen.
bronzen. yolante. ich suche nach dem
einen wahren klang. bis beim letzten ton
die schwarzen balken meine glieder ruhen
lassen. ich klinge in deinem lied stunden
nach. in die stille hinein. ein atmen.

katzenelfchen | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Diesmal fiel mir einfach absolut nichts ein. Mein Leben spielt sich gerade Zuhause ab und über das dumme Virus wollte ich nicht schreiben, also habe ich über das geschrieben, was ich gerade am meisten sehe: meine Katzen. Hier also zwei Katzenelfchen.
Ps.: Ja, ich bin bekloppt. Nein, dafür gibt es keine Heilung.

Scotty
hundertsternefell
funkelt launenhaft
springen durch deckensphären
eine planetennase leuchtet pink
universumswind

Yoda
beobachtungsaugen
starren kuschelvoll
aus schwarzen höhlen
dein wärmebrummen an mir
bettdeckenschwebend Weiterlesen „katzenelfchen | Der Dienstag dichtet“

eine komische zeit | Der Dienstag dichtet

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eine komische zeit

sanft züngelt die wärmende Kälte meine
beine hinauf. umkreist die leberflecke
auf der wade, streift die tattoowierung
entlang. bis zu den knien. ich schüttele
sie fort. es ist nicht so weit. später. hinter
meinen kniescheiben sprießen samen.
durchbrechen meine winterhaut. blut
fließt wie frische bäche in meine zellen.
eine weide verschüttelt ihr haupt. es
bleiben frische gräser an meinen füßen
kleben. der kies klingt wie totengesang.
vogelzwitschern. schmetterlingsflattern.
wurzeltreiben. ich warte und zucke mit
den schultern. eine komische zeit.