andernorts – Projektbeschreibung

anderenorts

andernorts
was passiert, wenn meine worte deine ohren
hören und meine geschichten deine gedanken
sind. wir wandern durch mondwälder, wenn
das himmelblau taghell von sternen erleuchtet
wird. hier. dort wo wir laufen, blühen weiße
rosen rot bemalt. weltentiefe schränke stehen
in dunklen zimmerecken. nur ein besonderer
schlüssel schließt die zugeknöpften träume auf.
wir gehen immer weiter. fantasien blühen am
wegesrand. den kopf in den wolken. ziehen wir
unser herz hinter uns her. sag mir. was wenn
wir über wurzeln durch den erdboden klettern,
in bildern wahrheiten finden, wenn wir nachts
in fremde welten fliegen und durch verzauberte
gärten springen. was wenn möglichkeiten nur
wünsche sind und wir sie ernten können. was
finden wir andernorts. wenn nicht das hier.

Es ist vollbracht! Alle Geschichten sind geschrieben und korrigiert. Alle Skizzen sind digitalisiert und überarbeitet.

Was genau ist dabei rumgekommen?
Ein Kurzgeschichtenband mit 22 Kurzgeschichten, die über Surreales das Reale ergründen
UND
ein Artbook mit Illustrationen, die diese Geschichten verbildlichen und ihnen weitere Ebenen geben.
(Sneak Peek siehe unten)

Wie geht es weiter?
Der vielleicht schwierigste Part. Ich habe großen Respekt vor dem Selfpublishing, daher will ich erst einmal versuchen, einen kleinen Verlag zu finden, der Lust hat, mit mir zusammenzuarbeiten. Dabei ist mir das gegenseitige Vertrauen und der Respekt viel wichtiger als die Größe des Verlags. Ich würde gerne jemanden finden, der Lust hat mit mir gemeinsam mein „Skizzenheft“ in ein Buch zu verwandeln. Wenn ihr also schon mal mit jemandem zusammengearbeitet habt, der für sowas zu haben ist, gerne Empfehlung dalassen.

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Der Killer | Writing Friday

writing-friday-2020

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Oktober ist der offizielle „fiese Twists Monat“. Wollte es nur gesagt haben. (Stellt euch an dieser Stelle ein böses Lachen vor.)

Thema: Jo ist frisch in ein neues Haus gezogen. Was sie nicht weiß: In diesem Haus lebte einmal ein Serienmörder. Beim Einzug wird ihr aber schnell klar, hier stimmt etwas nicht. Als sie dann zum ersten Mal den Keller betritt.

Der Killer

„Es gibt keine Monster. Es gibt keine Monster.“ Jo atmete bewusst ruhig als sie die Treppe in den Keller hinabstieg. Eigentlich hatte sie sich geschworen das unheimliche Kellergewölbe ihres neuen Hauses nur zu betreten, wenn ihre Freundin dabei war, aber die war nicht da und das Wasser wurde nicht warm. Wo stand der Boiler? Im Keller. Wer musste duschen, nachdem er den Flur und sich erfolgreich angemalt hatte? Sie – Jo, erwachsen, hatte immer noch Angst vor Kellern.

Schnell schaltete sie alle Lichter im Keller an, dann machte sie sich nervös auf die Suche nach dem Boiler. Ein dubioser Wandschrank unter der Treppe, erregte ihre Aufmerksamkeit. Ob das Mistding da drinnen war? Sie holte tief Luft, dann riss sie die Tür auf. Ihr Herz setzte einige Schläge aus, als ihr etwas vor die Füße fiel. Knochen! Jo schrie, dann rannte sie die Treppe hoch und schlug die Tür zu. Gänsehaut lief ihr in Strömen über den Rücken. Als es nun auch noch an der Tür schellte, dachte sie ihr Herz würde aussetzen.

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Herbst-Tanka | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund
Lyrikfeder
Nachtwandlerin
Lindas x Stories
La parole a été donnée à l’homme
Gedankenweberei
Myna Kaltschnee
Wortverdreher
Lebensbetrunken

Herbst-Tanka

das grau fährt über
ein rotgelbes farbenmeer
weiße segel ziehn
über dem horizontenmast
der herbst läutet die glocke

Inktober 1-4 | Bildhaftes

Ich mache mal wieder beim Inktober mit, dh. ich male jeden Tag im Oktober einen Sketch zu einem vorgegebenen Thema. Ist zwar stressig, macht aber irre Spaß, vor allem weil man auf Instagram so viele interessante Künstler kennenlernt.

Ich bin mit meinen ersten Zeichnungen relativ zufrieden (die Linien beim Radio hab ich verkackt…). Die Themen waren 1. Fish, 2. Wisp, 3. Bulky, 4. Radio.
Fish und Radio waren etwas zeitaufwendiger, aber die anderen beiden gingen. Ich denke mal, ich werde es weiterhin so halten, dass ich mal etwas Zeitintensiveres zeichne, mal nicht.

Das Geheimnis | Writing Friday

writing-friday-2020

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit „Er zog genüsslich das Messer aus ihrer Brust, wischte es ab und …“ beginnt.

Das Geheimnis

Er zog genüsslich das Messer aus ihrer Brust, wischte es ab und legte es beiseite. Dann fuhr er vorsichtig mit seinen Fingern in ihr Leib. Behutsam nahm er das kleine Herz in die Hand. Es war ein eigenartiges Gefühl, so als würde er das Leben an sich in der Hand halten. Für einen kurzen Moment glaubte er, es würde noch schlagen, doch den Gedanken schüttelte er ab. Seine Fantasie ging mit ihm durch. Sie war schon lange tot und von der Gefriertruhe selbst im Inneren eisig kalt. Nun löste er auch die Lunge langsam von der Wirbelsäule ab, um schließlich auch Niere und die restlichen Organe zu entfernen. Ordentlich legte er sie auf einem extra präparierten Tablett ab. Um sie würde er sich im Anschluss kümmern. Zum Schluss entfernte er Darmausgang und Darm. Aus irgendeinem Grund musste er an Zombiefilme denken. Er beschloss den Darm gleich zu entsorgen und stopfte ihn in einen schwarzen Sack. Aus den Augen, aus dem Sinn, dachte er sich.

Weiterlesen „Das Geheimnis | Writing Friday“

Neues aus dem Sketchbook | Bildhaftes

Ein letzte reguläres Sketchbook-Update bevor der Inktober losgeht. Viele der Zeichnungen sind für mein Artbook/Kurzgeschichten-Band. Allerdings eben nur Skizzen. Tatsächlich habe ich schon fast alle digitalisiert, die ihr hier seht und vor allem verwandelt. Leider kommt die Acrylmalerei gerade viel zu kurz. Im November starte ich wieder durch.

Wer sich fragt, was der Inktober ist. Hier ein Link: *Klick*

der name | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
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La parole a été donnée à l’homme
Gedankenweberei
Myna Kaltschnee
Wortverdreher
Lebensbetrunken

Das Gedicht kann am Ende positiv gelesen werden. Ich habe es für das Gedicht offen gelassen, es aber zunächst nicht so gemeint. Geschlechterrollen sind schwierig und irgendwie wünschte ich wir würden den Quatsch lassen.

der name
dass diese botschaft weggesperrt wird. ich
habe einen namen auf ein zettel geschrieben.
in der flasche aufs meer geschickt. in inneren
flammen verbrannt. wenn sie namen sagen
meinen sie konsequenzen. menschen sind
namen sind menschen. du reichst mir ein
blatt papier. klebst ihn mir auf den rücken.
wie engelsflügel reißen seine kanten ecken
in den wind. blut tropft auf seidiges gras.
nehme ich ein messer. löse es ab. es fließt
sedimentgestein. ich nehme einen meißel.
die flasche kommt zurück. der zettel fügt
sich zusammen. hier. ich schreie es hinaus
soll sie jeder hören. ich schreibe in den wind,
lasse stürme gesetze erbeben, orkane feste
muster brechen. namen haben konsequenzen.
meiner ist frau.

Lara strickt | Writing Friday

writing-friday-2020

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz „Von Natur aus war Lara eigentlich nicht so, doch…“ beginnt.

Ich habe die Geschichte „Lara strickt“ überarbeitet. Ihr könnt sie nun unter dem namen „Elisabeth strickt“ in meinem Buch „andernorts“ lesen:

ANDERNORTS

Gespräche mit Rüdiger – Vom Beweisen | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 39 + 40 beinhaltet die Worte „Pile“, „schlafen“ und „traurig“, gesponsert von Kommunikatz.

Rüdiger ist wieder da und diesmal hat er meinen Lieblingsphilosophen im Gepäck.

Gespräche mit Rüdiger – Vom Beweisen

Rüdiger landet elegant vor seinen vollen Fressnapf.

„Na du Streuner, ich habe endlich eine unfehlbare Küchenwaage gefunden. Ab jetzt kriegst du genau 100g Katzenfutter.“

Rüdiger sieht mich gleichzeitig entsetzt und traurig an. „Erstens: Ich bestimmte wieviel Hunger ich habe, nicht die Waage. Zweitens: Woher willst du wissen, dass sie unfehlbar ist?“

„Ich habe gestern die mitgebrachten Pilze verarbeitet und das erste Mal ist das Pilzragout was geworden. Sicher lag es an der Waage. Außerdem habe ich unterschiedliche Gewichte draufgelegt und es war immer EXAKT.“

„Das heißt nichts. Beweisen kannst du es nicht, nur widerlegen.“

„Klar. Wenn es immer funktioniert…“

Weiterlesen „Gespräche mit Rüdiger – Vom Beweisen | abc.etüden“

alleine blühen veilchen grau | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund
Lyrikfeder
Nachtwandlerin
Lindas x Stories
La parole a été donnée à l’homme
Gedankenweberei
Myna Kaltschnee
Wortverdreher
Lebensbetrunken

Ich finde Nähe kompliziert. Noch komplizierter ist es, das zu erklären – daher ein Gedicht.

alleine blühen veilchen grau
eine weiße fläche wie ein bettlaken
meine gedanken in deinen träumen.
fangen an zu brennen. aber es ist
frostig. roh. es ist stumpf. das kissen
liegt in der mitte. wir erdolchen es mit
federn, nackten knochen, blanker liebe.
all you need. ich falle von der kante
meiner wärmflasche. das verbrannte
gummi riecht nach zimt, dein atem
nach weihrauch. warum sind mauern
höher als bügelfalten. warum pocht
die sprungfeder dauernd gegen mein
herz. alleine blühen veilchen grau.