an meinen feind | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Berlin Autor
Lyrikfeder
Nachtwandlerin
Lindas x Stories
La parole a été donnée à l’homme
Gedankenweberei
Myna Kaltschnee
Wortverdreher
Lebensbetrunken
Vienna BliaBlaBlub
Heidimarias kleine Welt

Ich bin das diskutieren derzeit etwas leid und habe das Gefühl mit einem Prinzip zu reden, nicht mit Menschen. Hier also einfach mal wirrer Frustabbau.

an meinen feind
ich bin hier. ich bin nur hier. ich bin. und
in einigen momenten bin ich alle. wenn
du wüsstest, wie ich fühle, würdest du
vielleicht anders denken. sage ich. doch
ich weiß, dass du du bist. du bist. wenn
mein mitgefühl dein scheinbar kaltes
herz berührt. du liest es anders. hier.
manchmal, wenn ich versuche du zu
sein, will ich dich schlagen, will dir mein
mitgefühl einprügeln. es dir deine kehle
hinunterzwängen. zeigen, was wichtig ist.
ich bin hier. du bist da. ich bin. du bist.
wir ist. nicht. und du bleibst mein feind.

Rentier „Karlchen“ Rudolph und Engel Mandy | Writing Friday

writing-friday-2020

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Der Weihnachtsmann hat doch tatsächlich Corona. Jetzt muss Rudolf das Rentier die Geschenke ausliefern. Berichte von dieser Nacht – wie macht sich Rudolf?

Rentier „Karlchen“ Rudolph und Engel Mandy

„Niemand kauft dir den Weihnachtsmann ab. Du bist 163 cm groß und wiegst nicht viel mehr als der Chihuahua der Studiendekanin,“ sagte Mandy Wagner frustriert.

„Das kann man auch netter sagen. Danke.“ Karlchen, der eigentlich Karl-Mark Witterich hieß, zog einen Schmollmund. Im Kopf ging er seine Möglichkeiten durch, von Fatsuit bis Plateaustiefeln, aber nichts überzeugte ihn. „Sind echt alle in Quarantäne?“

„Japp. Die hatten Vorgestern, als du und ich nicht konnten, Kostümprobe und da unser lieber Weihnachtsmann Ronnie nun Corona positiv ist, sind sie jetzt alle raus. Die Wahrscheinlichkeit vier Stunden vor Start noch jemanden zu finden, ist auch null.“

„Aber es gibt noch dich und mich.“

„Super. Rentier Rudolph und Engel verteilen statt dem Weihnachtsmann die Geschenke“, Mandy lachte.

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Wie man schwanger zu sein hat | Schwangere Gedanken


Wie man schwanger zu sein hat

Da der Text über meine Gedanken über Abtreibung (HIER) so gut aufgenommen wurde, dachte ich, ich teile etwas mehr von meinen Gedanken während der Schwangerschaft.

Setzt euch hin und trinkt einen Tee, z.B. mit dem Namen die „Innere Ruhe“ oder „Harmonie“. Allerdings habe ich keine Ahnung, ob die helfen. Am besten ihr holt euch auch einen Keks und legt ihn vor euch.

Bereit? Gut!

Es gibt bestimmte Klischees zu schwangeren Frauen, wie sie zu fühlen und wie sie sich zu benehmen haben. Jeder ist mit Klischees konfrontiert, aber in so gehäufter Form gehen sie einem – und damit meine ich MIR – ziemlich auf den Sack.

Wie Schwangere für den Fötus/Embryo empfinden sollen

Zum einen, und das habe ich in dem vorhergehenden Text schon angedeutet, wird erwartet, dass man von Anfang an eine Beziehung zu dem kleinen Wesen ins sich aufbaut. Die habe ich nicht in der Form. Ich finde das Leben in mir viel zu abstrakt, vor allem, weil ich es kaum spüre. Jetzt, wo ich mehr Bauch bekomme, ist die Schwangerschaft an sich realer, aber das Leben in mir, noch schwer für mich zu fassen. Dementsprechend mache ich mir auch nicht ständig Sorgen, was der nächste Punkt ist.

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momente | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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EDIT: Timer falsch gesetzt. Hier also ein montägliches Dienstagsgedicht. 😇 Hab es ge-retimed. Nicht wundern.

Manchmal schreibe ich Gedanken/poetische Zeilen einfach irgendwo auf. Früher oder später landen sie in einem Gedicht oder ich lösche sie. Hier mal ein Gedicht, das nur aus solchen Gedanken besteht, die in den letzten 2 Jahren entstanden sind. Erst gestern fiel mir auf, wie ähnlich sie sind.

momente

dein schnurrbarthaaratem fließt meinen
arm hinunter. wogen von fellmomenten
ergießen sich in mein feierabendtief.

meine augen verfangen sich in ihren
fließmomenten. wie ein netz spannt sich
ruhe über meine aquariumsmeditation.

mein einundausatem ergießt sich in die
muskelfasern, in bewegungsmomenten
auf der matte unter den ganzbeimirfüßen.

die winterliche kaltluft streichelt meine
morgenbeine. klangmomente steuern
schritt um schritt weg vom alltagstrott.

Die Abfahrt | Writing Friday

writing-friday-2020

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Schreib eine Geschichte, die mit dem Satz „Sie fuhren mit dem Schlitten rasend schnell den Hügel hinab, ohne zu merken, das…“ beginnt.

Die Abfahrt

Sie fuhren mit dem Schlitten rasend schnell den Hügel hinab, ohne zu merken, dass sie sich die Gegend um sie herum veränderte. Links der Bauernhof der Marxens verlor einen Stall und eine Außenwand stürzte ein, nur um dann wie von magischer Hand verändert wieder dazustehen. Die Bäume um das Haus schrumpften, einige tauchten aus dem Nichts auf. Die Straße zum Hof wurde immer schmaler, bis sie wie ein breiter Trampelpfad aussah.

Dem Wald und der Siedlung auf der rechten Seite erging es ähnlich. Erst schrumpfte er, dann wuchs er wieder und verdrängte das erste Haus. Immer mehr Häuser fraß der Wald und bis sie mit dem Schlitten auf gerade Fläche ankamen, hatte er das ganze Wohngebiet verschlungen.

Weiterlesen „Die Abfahrt | Writing Friday“ →

03.12. – Geld wächst auf Bäumen | Adventüden

Gregor saß auf seiner Parkbank in einem Lichtermeer. Die Stadt hatte keine Kosten und Mühen gescheut, jeden Baum in dem Stadtgarten zu erleuchten. Tagsüber tummelten sich hier Spaziergänger und Kinder trafen sich auf dem kleinen Hügel für eine Schlittenfahrt. Erst ab zwanzig Uhr, entweder zum Abendbrot oder zur Prime Time, verschwanden die Menschen nach […]

03.12. – Geld wächst auf Bäumen | Adventüden

Lyrimo 29 und 30

Ich nehme dieses Jahr am lyrimo = Lyric Month teil. alles Wissenswerte dazu findet ihr auf diesem Blog: https://lyrimo.wordpress.com/

Die letzten beiden Gedichte vom Lyrimo. Mir hat der Monat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Ich habe viel rumprobiert und extrem viele tolle Gedichte gelesen. Das war eine wirklich inspirierende Zeit. Danke an die liebe Organisatorin. 🙂

Tag 29 – Blinde Begegnung
bis zur dunkelheit. wir sehen
uns nachts. die räume sind
unbeleuchtet. diastole.
systole. dein atem riecht
nach knoblauch. sind wir
dann fishermans friends? du
lachst höflich. sonnenklang.

Tag 30 – Kaffeesatz
der kaffee ist getrunken. die bohnen leer. nur noch der kaffeesatz erzählt von einer schönen zeit.

blumenmeer | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Berlin Autor
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Nachtwandlerin
Lindas x Stories
La parole a été donnée à l’homme
Gedankenweberei
Myna Kaltschnee
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Vienna BliaBlaBlub

Gedanken von meinem morgendlichen Arbeitsweg.

Haiku: blumenmeer

durch ein blumenmeer
der wind trägt kältewellen
die kristallwand wächst

Acrylic Drops | Impulswerkstatt

Dies ist ein Text zu der Impulswerkstatt von Myriade. Ziel ist es etwas Kreatives zu einem oder beiden vorgeschlagenen Bildern zu erstellen. Hier könnt ihr alles darüber lesen: *KLICK*

Die beiden aktuellen Bilder findet ihr hier: *KLICK*

Irgendwie habe ich ewig für das Bild gebraucht und bin immernoch nicht ganz zufrieden. Die schwarze Farbe gibt den Ganzen Ecken und Kanten, aber irgendwie fehlt noch der Wow-Effekt. Ich fürchte ich habe zu lange drauf geschaut und dann wollte das Licht nicht wie ich beim Fotografieren.
Links Stand Freitag. Rechts Stand jetzt.

Lyrimo Tag 22 bis 28

Ich nehme dieses Jahr am lyrimo = Lyric Month teil. alles Wissenswerte dazu findet ihr auf diesem Blog: https://lyrimo.wordpress.com/

Tag 22 – Quersumme

wenn ich uns beide addiere, sind wir keine summe mehr. unsere windschiefen geraden schneiden sich niemals und unsere binome können sich nicht verformeln. vielleicht sollte unsere querrsumme ein negatives vorzeichen bekommen.

Tag 23 – Schrödingers Box

wenn ich dich mit einem messer
öffne, sehe ich dein herz schlagen.
lunge, leber, niere, magen. blut,
muskeln. innerstes. innen. du
stirbst so offen. wenn ich dich
nicht öffne, weiß ich nichts. du
bist mehr als die summe deiner
organe. innen außen. und alles
zusammen.

Tag 24 – Ich sollte ein Buch schreiben

ich sollte gedanken an gedanken
knüpfen. wörter mit einander
verweben. sätze wie ein puzzle
zusammenbauen. sollte absätze
wie skulpturen formen und
kapitel wie ausstellungskonzepte
sorgfältig planen. stattdessen
sitze ich hier und schreibe nur
ein schnödes gedicht.

Tag 25 – Mundart

do rinn. meine klangwellen
fliegen in deine ohren. do
russ. und verlassen sie. bass
uff. sag ich. doch du verstehst
mich nicht. sprache ist krieg.

Tag 26 – Erasure von Schillers Bürgschaft

von den bergen. bäche, ufer,
strand. meere. ich kann die
stadt nicht erreichen. wie
rieselndes rauschen. stille.
und die sonne geht unter.

Tag 27 – klein und eckig

2 zieh nicht weiter. 4 ab ins
gefängnis. 6 eine karte. 3 du
gehst zurück auf start. 7 du
hörst auf zu spielen. die augen
zahlen, dein leben würfelt.

Tag 28 – Netzwerken

verbunden durch. gefangen
mit. wir sliden durch bytes
und seelenlose zeilen. aber
du bist mein freund. an
gestubbst. geliked durch.
und ich kenne dich nicht.