Der Leichenschmaus | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 16 +17 beinhaltet die Worte „Pfanne, glücklich, trennen“, gesponsert von Doro|Art.

Der Leichenschmaus

In diesem Moment hasste er die Küche mehr denn je. Das Geschirr musste gespült werden, die Pfanne geschrubbt, der Kühlschrank befüllt und die Krümel beseitigt werden. Und dann war da auch noch der Backofen mit dem verbrannten Kuchen, den sie hatte backen wollen. Sie war so glücklich gewesen, dass ihr das Rezept gelungen war. Hier und jetzt fühlte er sich noch einsamer, als auf dem Friedhof. Der Pastor hatte angeboten, mit ihm einen Kaffee trinken zu gehen, als Ersatz für den traditionellen Leichenschmaus, doch er hatte ablehnt.

Weiterlesen „Der Leichenschmaus | abc.etüden“

Schachmatt | Writing Friday

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Das etwas andere Spielbrett – Du landest als kleine Spielfigur auf dem Spielbrett deiner Wahl (Monopoly, Mensch ärgere dich nicht etc.) erzähle uns von diesem Abenteuer.

Ich habe einfach mal losgeschrieben, ohne zu wissen, worauf ich hinaus will. Beim Überarbeiten habe ich nur grobe Fehler korrigiert und den Rest so belassen. Nicht mein bester Text, aber spontanes Schreiben macht mir viel zu viel Spaß, als dass mcih Imperfektion dabei ärgern würde. 😉

Schachmatt

Das ist ein Traum, sage ich mir, als ich frierend auf diesem steinharten kalten Boden aufwache. Um mich herum stehen metergroße Statuen und blicken grimmig drein. Sie sehen aus wie die Gargoyle aus Horrorgeschichten. So, als könnten sie jeden Moment zum Leben erwachen. Ein Poltern lässt mich aufschrecken. Irgendwo hinter mir erklingen ein Schaben und Kratzen. Lautlos stehe ich auf und schleiche mich im Schatten dieser hässlichen Statuen an das Geräusch heran. Als ich es fast erreicht habe, höre ich nichts mehr. Ich beschließe dennoch nachzusehen, finde nur außer weiterer Statuen nichts.

Weiterlesen „Schachmatt | Writing Friday“

Nachtrag „Little J wächst“ | Bildhaftes

Da alles so schnell ging, habe ich die letzten Wachstumsbilder gar nicht gepostet. Am Ende waren es nur noch Melonen. Das letzte Bild wäre eine größere Wassermelone geworden, aber so lange wollte der Kleine ja nicht warten. Ich überlege schon, ob ich eine neue Serie anfange mit den Abenteuern des Little J*, aber dann etwas anders als diese Reihe. Mal schauen, ob mir was einfällt. Auf jeden Fall hat es mega Spaß gemacht, die Entwicklung des Kleinen so zu dokumentieren.

*Falls sich jemand fragt. Ich habe mich entschieden den Namen meines Sohnes nicht auf Social Media und meinem Blog zu benutzen. Er soll irgendwann selbst entscheiden, ob und wie er im Internet vertreten sein möchte. Wer neugierig ist, kann mir aber gerne eine Email schreiben. 😉

wie | Impulswerkstatt

Dies ist ein Text zu der Impulswerkstatt von Myriade. Ziel ist es etwas Kreatives zu einem oder beiden vorgeschlagenen Bildern zu erstellen. Hier könnt ihr alles darüber lesen: *KLICK*
Die aktuellen Bilder findet ihr hier: *KLICK*

Ich habe die vier vorgeschlagenen Bilder in einem Gedicht verknüpft. Irgendwie habe ich gleich dase Thema Natur bzw unsere Bezihung zu ihr darin gesehen.

wie

wie allein. ihr gesicht betrachtet uns
jeden tag. wir starren zurück. fahren
linien in ihre oberfläche. moleküle.
atome. wir kreisen in ihr. und sind
doch außenseiter.

wie gemeinsam. sitzt er zwischen ihr.
ihnen. flügelschlagen beflügelt ihn.
ohne abheben sitzt er auf leblosen
beton. ohne nachdenken, denkt er
in ihr. und ist doch kein teil.

wie getrennt. wir schwimmen nur im
fluss des lebens. bedeutungslos. wir
treiben hinab in unsere teile. zu ihr.
mikro. verschmilzen wir. und vergiften
ihre ursprungsmomente.

wie entfremdet. sie lebt in unserer
welt. läuft ungelenk. stolpert durch
unser erdachtes paradies. Fällt. sieht
sich um sich selbst um. und ist fremd
im eigenen land.

weil mein herz ein strand ist | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Organisatorisches: Wir haben 2 neue Dienstagsdichterinnen. Am Ende der Liste findet ihr ihre Links.

Eines der schlimmsten Gefühle meines Lebens habe ich letzte Woche erfahren müssen: die Angst ums Kind. Mittlerweile ist alles gut und wird stetig besser, aber dieses Gefühl bleibt dumpf zurück.

weil mein herz ein strand ist

weil mein herz ein strand ist. winzige
und riesige wellen rollen, schlagen.
schaumig, sandig. über mich. körnchen
um körnchen verschwinden der sand.
halt. muscheln kommen und gehen. ich
habe keine hände, mit denen ich halten
könnte. keine stimme, mit der ich rufen
könnte. stunde um stunde. minutenlang.
sekunden. schnell. werde ich kleiner. mein
mund voller palmen, ersticke ich an der zeit.

Weiterlesen „weil mein herz ein strand ist | Der Dienstag dichtet“

auf couchfarbenen wolken | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Nach ein paar turbulenten Tagen hatte ich den perfekten Moment der Ruhe. Ich genieße ihn noch und lese eure Gedichte Morgen in Ruhe.

auf couchfarbenen wolken

auf couchfarbenen wolken
nast ein gesicht über meine
offengelegte haut. hinterlässt
fluide gewordene atemzüge. in
meine poren. ich spüre dich
innen und außen. herz, haare,
niere, augen sind eins mit mir.
ohne eins zu sein. hier, jetzt,
vor vier tagen, morgen. immer.

Weiterlesen „auf couchfarbenen wolken | Der Dienstag dichtet“

Little J

Am Freitag Morgen hat mein kleiner Sohn das Licht der Welt erblickt.

Leider habe ich mich für eine ambulante Geburt entschieden, mit dem Ergebnis, dass wir Sonntag aus Sorge Little J ins Krankenhaus bringen mussten, weil halt doch nicht alles ok war. Die Blitzgeburt (nach einer Stunde im Kreissaal war er da) hat uns beide etwas zu sehr mitgenommen. Nun sind wir aber wieder fit und unsere kleine Familie wieder vereint. 😇

Da ich das wohl schläfrigste Kind der Welt erwischt habe, geht es hier auch wieder normal weiter. Echt jetzt, wir müssen Prince Sleep beim Essen immer wieder wecken und freuen uns, wenn er mal schreit. 😂

Der Geburtstag | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 14 + 15 beinhaltet die Worte „Sonnenhut, haltlos, massieren“, gesponsert vom Etüdenerfinder Ludwig Zeidler und Christiane selbst.

Spontane Eingebung dank Schlaflosigkeit.

Der Geburtstag

Heute hatte sein Großvater Geburtstag und die Sonne schien. Leider half das nicht bei seinen Kopfschmerzen. Vorsichtig massierte er seine Schläfen. Wie hatte sie nur jeden Tag diesen Sonnenhut tragen können? Bereits nach wenigen Minuten fühlte sich sein Kopf wie in einer Schraubzwinge an, dabei hatte er ihn nur locker aufgesetzt. Vielleicht lag es auch and er Perücke, die er trug.

„Schau mal, der Mann läuft in Frauenklamotten rum“, hörte er ein kleines Mädchen sagen und dann ein „Pst“ von der Mutter.

Weiterlesen „Der Geburtstag | abc.etüden“

warten | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

warten

warten. auf den frühling, sommer,
besseres wetter, dass die eisbahn
wieder öffnet, auf godot. heute
tanzen wir mit den füßen auf der
unsichtbaren ziellinie und warten
auf den startschuss. jetzt ist heute
ist vergangenheit. ich warte in den
tag hinein. und atme zukunft aus.

Weiterlesen „warten | Der Dienstag dichtet“

reise | Writing Friday

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Wenn du jetzt sofort auswandern könntest, wohin würde es dich ziehen? Wie würde dein Leben dort aussehen? Wärst du glücklicher?

Texte fallen mir gerade schwer, dafür Gedichte umso leichter. Hier also ein Gedicht, das die Frage etwas anders interpretiert.

reise

farben, nuancen, wissen, ideen, träume,
vorstellungen. ich packe meinen koffer.
bis der reißverschluss zerspringt. heute
geht er nur schwer auf und zu. in seinen
scharfen zähnen verkeilen sich fakten,
haken sich realitäten. ratsch. macht die
realität und ich tauche ein. manchmal
ist es nur ein schritt, eine einladung.
ein wunsch entfernt. manchmal ein
flug über niemandsmeeren tiefen. eine
große reise ohne weg. ich mache mich
auf ins mich. ich. meiner fantasie. sehe
auf der kehrseite nach. würde ich meinen
pass umschreiben, meine adresse ändern.
wären meine fantasien nur luftsprünge
und meinen gedanken ungedacht.