Eigenartige Bräuche rund um die Geburt | Schwangere Gedanken

Hier findet ihr die vorangegangenen Teile: Schwangere Gedanken

Setzt euch hin und trinkt einen Tee, z.B. mit dem Namen die „Innere Ruhe“ oder „Harmonie“. Allerdings habe ich keine Ahnung, ob die helfen. Am besten ihr holt euch auch einen Keks oder ein Osterei und legt ihn/es vor euch.

Bereit? Gut!

Eigenartige Bräuche rund um die Geburt

Auf meiner Reise durch das dicht bevölkerte Land YouTube bin ich, wie ich *hier* berichte auf einige Kuriositäten gestoßen, vor allem aber auf das Thema Bräuche. Was macht man üblicherweise, wenn man schwanger ist bzw. dann wenn das Kind da ist? Einen Brauch kennen die meisten und dieser ist auf YouTube interessanterweise kaum zu finden:

Pullerschnaps

Nachdem die Frau nun die Geburt überlebt hat und auf neuen Hormonwellen surft, darf der Mann sich betrinken. Gibt übrigens noch viele andere Namen dafür, z.B. Babybier, Pullerbier, Kindpinkeln, Kindpissen, Pissparty, Kindsbrunzen, Pinkelparty, Füßle baden, Pullerparty, Wieslfest, Rumpelschnaps. WTF! Meinen Recherchen zufolge (ja, ich war auf Wikipedia) entstand der brauch aus der Idee, dass der Umtrunk nachd er Geburt, dem Baby als Symbol beim Pipimachen hilft…ok. Daraus hat sich der heutige Brauch entwickelt, in dem anscheinend meist Väter Kurze trinken und aufs Baby anstoßen. Regional gibt es Unterschiede, ich beschreibe hier nur das nordhessische Modell. Ich finde es ein bisschen befremdlich ehrlich gesagt. Tatsächlich war ich aber mal auf so einer Feier. War eher ein kurzer Besuch an einem idyllischen Nachmittag mit Futtern und ohne Schnaps für mich, weil ich gefahren bin. Ist aber eben eine typisch deutsche Tradition, die ich jetzt weniger auf YouTube gefunden habe.

Dafür hier eine Kuriosität, die vor allem für jede Menge Fail-Videos sorgt:

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Für Karl | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Für Karl (2 Haiku)

an grauen tagen
ziehen wolken langsam durch
das traurigkeitstief

doch

in grünen inseln
finden wir erste zeichen
von hoffnungsblumen

https://karlswortbilder.wordpress.com/

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Ein fast perfekter Abend | Writing Friday

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Mir ist echt bis eben nichts eingefallen, aber letztendlich bei den Worten konnte ich nicht anders. Wer Probleme mit Gewalt hat, sollte besser nicht weiterlesen.

Thema: Schreibe eine Geschichte und lasse folgende Wörter mit einfließen: Flirten, Lächeln, durchschaut, großartig, hibbelig

Ein fast perfekter Abend

Erschrocken sog Tina die Luft ein. Es war nicht der Schmerz, der sie so schockierte, sondern die bloße Handlung an sich. Noch nie hatte ihr jemand eine Ohrfeige verpasst. Bereits jetzt ahnte sie, dass der perfekte Abend genau hier endete, dabei hatte er so großartig begonnen. Ein Lächeln, ein Augenzwinkern, ein zustimmendes Nicken. Normalerweise stellte sie sich etwas unbeholfen beim Flirten an, aber der große braunhaarige Typ an der Bar machte es ihr leicht. Ihre Schüchternheit schien ihn anzusprechen und so kam er an den Tisch zu ihr und ihren Freunden.

„Möchtest du den besten Cocktail der Stadt probieren?“ fragte er lachend. „Sorry, eine bessere Anmache ist mir nicht eingefallen. Ich heiße Michael, aber die meisten nennen mich Mick.“

Annais, Tinas beste Freundin grinste und gab Tina einen Rippenstoß. „Na los“, flüsterte sie ihr zu. Auch die anderen am Tisch nickten. Nur Finn sah etwas skeptisch aus. „Am besten ihr bleibt im Sichtfeld.“ Finn war immer überbesorgt, aber er hatte Recht, also setzten sich Mick und Tina an die Bar gegenüber von dem Tisch von Tinas Freunden.

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alles fließt | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Gerade bin ich viel mit mir alleine und irgendwie frage ich mich dann immer, wie ich eigentlich so bin. Den Titel habe ich ganz frech von Heraklit geklaut.

alles fließt

ich kratze ab, kratze sie ab. stück
für stück. schicht für schicht. an
ihren kanten ist sie rund, an ihren
rundungen scharf.

ich schwimme herum, um sie
drum herum. außen, am rand,
in der mitte. sie ist mehrfach
dimensional.

ich puzzle gemeinsam. setze mit
ihr stück an stück. am ende sagt
sie mir, dass sie nicht teilbar ist.
und ich ein mehr.

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Ich habe zu viele YouTube-Videos gesehen | Schwangere Gedanken

Hier findet ihr die vorangegangenen Teile: Schwangere Gedanken

Setzt euch hin und trinkt einen Tee, z.B. mit dem Namen die „Innere Ruhe“ oder „Harmonie“. Allerdings habe ich keine Ahnung, ob die helfen. Am besten ihr holt euch auch einen Keks und legt ihn vor euch.

Bereit? Gut!

Ich habe zu viele YouTube-Videos gesehen

Ich war interessiert daran, wie es anderen Schwangeren so geht, wie sie sich auf die Geburt vorbereiten etc.. In Corona-Zeiten hat man weniger Austausch, außerdem kann ich bei YouTube vorspulen, wenn mir die Erzählung zu detailreich wird. Eigentlich ein bombensicherer Plan, der leider einer Facette des menschlichen Naturells widerspricht: Der Neugierde.

Die Überemotionalen

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Das Pusteblumenmädchen

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz “Als Pusteblume hat man es nicht leicht…” beginnt.

Das Pusteblumenmädchen

„Als Pusteblume hat man es nicht leicht“, sagte Gamze und konzentrierte sich ganz darauf, dass ihre Samen nicht im Wind verstreut wurden. Sie spürte, wie ihre Wurzeln in der Erde nach Wasser suchten, wie dieser weiße Saft durch ihren Stängel floss und wie die Blätter sanft im Wind tanzten. Sie wollte mit aller Macht an ihren weißen flauschigen Samen festhalten, doch der Wind war unerbittlich.

„Sag mal klappt das bei dir?“, hörte sie die Stimme von Fredda neben sich.

„Bis du mich rausgerissen hast schon.“ Gamze öffnete die Augen und sah ihre Freundin wütend an.

„Was warst du denn?“, fragte diese unschuldig dreinschauend.

„Pusteblume, und du?“

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Vier Seelen | abc-etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 10 + 11 beinhaltet die Worte „Klassenkeile, schwammig, trödeln“, gesponsert von BerlinAuthor.

Ich glaube nicht an Seelen oder dergleichen, aber ich finde sie als Synonym für die Essenz eines Menschen oder eines Lebens perfekt. Irgendwie habe ich das versucht zusammenzufassen und entstanden sind vier kleine Texte.

Vier Seelen

Er kann nicht lügen und holt sich lieber Klassenkeile ab, als sie nicht zu verpfeifen. Wenn die Hose reißt ist das besser, als wenn seine ehrliche Seele zerbricht. Irgendwann mal wird er Polizist oder Politiker. Irgendwann wird Lügen etwas das er tun muss, um ehrlich zu bleiben. Irgendwann ist seine ehrliche Seele hinter Glas. Sie glänzt, aber sie zeigt sich nur ihm selbst und seinen Vertrauten.

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liberté égalité fraternité | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte geschrieben habe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

Am Samstag ist bei uns eine Covidioten-Demo. Statt dauerhaft deprimiert oder sauer deswegen zu sein, habe ich ein Gedichte geschrieben.

liberté égalité fraternité

ich sitze hinter trüben fenstern. sehe
deine worte wie flaggen schwenken.
freiheit. rufst du und schränkst meine
ein. gleichheit. und grenzt dich von mir
ab. brüderlichkeit. und zeigst mir, dass
wir nicht im gleichen land leben. freiheit
wirfst du in regnerischen wind. deine
angst gleich hinterher. gleichheit. und
passt die guilliotine auf uns beide an.
brüderlichkeit. und nimmst den letzten
schirm. wie eine flagge baut er mauern
um uns herum. im regen gibt es kein
wir. dein adams-ring hat einen bogen.
meiner mehr als drei.

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Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Berlin Autor
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Lindas x Stories
La parole a été donnée à l’homme
Gedankenweberei
Emma Escamila
Wortverdreher
Lebensbetrunken
Vienna BliaBlaBlub
Heidimarias kleine Welt
Traumspruch
Red Skies over Paradise
Your mind is your only limit

auf einem weißen blatt papier | Writing Friday

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Schreibe über deine größte Angst.

auf einem weißen blatt papier
auf einem weißen blatt papier. mit
dem pinsel in der hand sitze ich da.
die farben sind mir schon vor jahren
ausgegangen. meine augen kriechen
in die weichen fasern des nichts und
meine füße laufen, treten auf ewigen
spiralen. mein kopf liegt daneben.
das wort „wir“ habe ich zwischen
meine oberschenkel geschrieben.
die haut habe ich schon vor jahren
verloren. auf einem weißen blatt
papier ist nur platz für körnung.

Der Fötus und ich | Schwangere Gedanken

Hier findet ihr die vorangegangenen Teile: Schwangere Gedanken

Setzt euch hin und trinkt einen Tee, z.B. mit dem Namen die „Innere Ruhe“ oder „Harmonie“. Allerdings habe ich keine Ahnung, ob die helfen. Am besten ihr holt euch auch einen Keks und legt ihn vor euch.

Bereit? Gut!

Der Fötus und ich

Ich schrieb vor einer Weile, dass ich keine Beziehung zu dem Fötus in mir aufgebaut habe. Dies ist ein Update.

Die Ausgangslage

Ich hatte nie das Gefühl, dass da ein Fremdkörper in mir heranwächst, aber ich fand es skurril. Der Fötus fühlte sich immer wie ein Teil von mir an, aber sehr abstrakt. Am besten lässt es sich vielleicht mit der Beziehung zu den eigenen Organen beschreiben. Man spürt sein Herz, es ist Teil von einem, aber es ist irgendwie abstrakt, dass das kleine Ding einen am Leben hält. Dass da Leben in mir heranwächst, irgendwann Mama zu mir sagt (oder Mam, wie ich zu meiner), laufen lernt, zur Schule geht und vielleicht selbst mal auf die doofe Idee kommt Kinder zu kriegen, ist rational logisch, meine Emotionen hinkten da aber von Anfang hinterher. Vor allem am Anfang der Schwangerschaft sieht man zwar die körperlichen Veränderungen, aber spüren tut man das kleine Wesen nicht. Bei mir hat es eine ganze Weile gedauert, bis ich einen quersitzenden Pups von dem Fötus unterscheiden konnte. Nach zahlreichen Nieren-, Rippen- und Blasentritten, spüre ich aber sehr wohl das Leben in mir. Ich habe sogar mitbekommen, wie er sich umgedreht hat und manchmal sieht mein Bauch wie eine La Ola-Welle aus. Ich nenne ihn jetzt nicht mehr Monsterchen sondern „kleines Rumpel“.

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