Eigentlich heiße ich Katharina, aber jeder nennt mich Katha. Ich spreche mit Katzen, schaue halbnackten Menschen beim Ringen zu und verkleide mich zu Halloween. Außerdem schreibe ich gerne Krams und doodle so vor mich hin. Hier findet ihr, was ich so kritzele.
Es ist wieder lyrimo = Lyric Month!! Alles Wissenswerte dazu findet ihr auf diesem Blog: https://lyrimo.wordpress.com/
Tag 22 – Tier und Farbe glitzerbunt ist mein rabe. laut und unnachgiebig fliegt er, wo er will. wenn sich die tauben beschweren, sagt er nicht entschuldigung, sondern kackt ihnen auf den kopf
Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihram Ende.
Wie der Titel sagt, bin ich (am) Meer. Bin nur das allernötigste Online und lese eure Dienstagsgedichte dann Donnerstag nach.
ich bin meer
weicher sand kriecht meine beine hinauf. mit fingerspitzengefühl kitzelt er meine knie. ich lausche dem sandförmchenschlagen, dem windgekicher. atme gesalzene freiheit. wann sollte ich wo? wer wann gleich? wenn das wasser zurückkommt, sind wir nicht mehr hier, aber der abdruck unseres momentes bleibt. ich bin meer.
Es ist wieder lyrimo = Lyric Month!! Alles Wissenswerte dazu findet ihr auf diesem Blog: https://lyrimo.wordpress.com/
Tag 15 – Social Media bis das letzte fettpölsterchen und die letzte falte verschwunden. bis alles in beige und pampasgras ertrinkt. bis alle sehen, was sie glauben und nicht mehr glauben, was sie sehen.
Da es mir in meiner Reihe „Schwangere Gedanken“ so viel Spaß gemacht hat, mich über Klischees und Erwartungen an Schwangere aufzuregen, habe ich mir überlegt fortzufahren, denn auch an Mütter gibt es eine Reihe von unsinnigen Erwartungen. Hier findet ihr alle Texte zu dem Thema: *Klick*
So, ihr kennt das: Macht euch einen Tee, holt euch einen Keks und los geht’s.
Abstillzwang
Ich hatte ja schon davon berichtet, wieviel Druck auf Mütter ausgeübt wird bzw. wieviel Druck Mütter selbst auf sich ausüben, wenn es ums Thema Stillen geht. Jetzt ist Little J ein Jahr alt und ich habe festgestellt, dass es nicht nur einen Stillzwang gibt, sondern auch einen Abstillzwang.
Wie, du stillst noch? vs Wie, du stillst schon ab?
Die Empfehlung der WHO ist es in den ersten 6 Monaten ausschließlich zu stillen und empfohlen wird dann bis zum Alter von 2 Jahren, neben der Beikost, weiterzustillen. Wenn man sich abseits der WHO umhört, wird meist davon gesprochen, dass man zumindest „das erste Jahr vollkriegt“. Das steht im krassen Gegensatz zu der „Wie, du stillst noch?“-Frage, die man ab Monat neun von anderen hört. Übrigens nicht mal Männern, sondern Frauen. Warum die das als so eigenartig empfinden, wenn man nach Monat 9 weiterstillt, konnte mir aber keine erklären. „Hat man früher so gemacht“. Die entgegengesetzte Frage gibt es übrigens auch. In dem Fall meist von noch stillenden Müttern, wenn man erzählt, dass man „nur“ das erste Jahr vollmachen will.
Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.
Erfolgskaffee
Der Kaffee war längst kalt, als Juanita den Pinsel weglegte. Eigentlich hatte sie nur kurz einer plötzlichen Eingebung, einem Kreis im Zentrum des Bildes, folgen wollen, doch dann hatte sich der Kreis erweitert und Farbe war wie Adern über das Blatt geflossen. Immerhin hatte sie einmal vom Brötchen abgebissen und einen Schluck vom neuen Kaffee probiert. Köstlich war der eine Schluck gewesen. Jetzt war es zu spät, eine neue Tasse zu machen, aber Morgen würde sie ihm die verdiente Aufmerksamkeit schenken. Sie hatte ihn für zu viel Geld auf einem kleinen Mittelaltermarkt erstanden. Der Verkäufer hatte es als Wundermittel für Erfolg angepriesen und Juanita hatte beschlossen, dass sie das jetzt brauchte. Seit vier Monaten hatte sie nichts mehr verkauft und ihre Reserven schwanden.
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Tag 8 – Beziehungsweise wie eine parabel oder doch eine schiefe gleichung. deine gerade ist rund, dein sinus eckig. gestern noch hatte dein tangens leichte schlagseite. manchmal wünschte ich, ich könnte unsere formel lösen.
Tag 9 – Alltagsgegenstand blau rollt er daher. leicht und leise. zaubert buchstaben, worte, häckchen, und freitags langeweilezeichnungen.
Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihram Ende.
es drückt das wetter
es drückt das wetter. ein zucken geht über den himmel und die wolken fallen zu boden. manchmal, sagst du, sehe ich donner und rieche sonnenschein. ich kann dir deinen frosch nicht nehmen, aber seine grüne farbe in den wind halten. ach, weißt du. ich werde einfach auf hagelkörnern surfen und gefrorenen boden zum grillen nutzen. wenn sich unsere wetterfronten kreuzen, gebe ich dir meine hand. vielleicht nimmst du sie. vielleicht hälst du sie einen moment.
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Tag 1 – Zuversicht ich male lächeln mit worten in den flüchtigen wind. wenn die samen ankommen, wächst nicht immer eine blume, aber manchmal ein tragender baum.
Tag 2 – es klingelt an der Tür leise. ein gebimmel, dann ein klopfen. lauter. langsam wird die klinke hinuntergedrückt und kinderlachen strahlt wie sonnenlicht in herzensgänge.
Da ich kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihram Ende.
käfig
ein leises knistern geht durch das holz. sie haben den gartenzaun wie einen käfig angestrichen. es gibt vier ecken und eine wasserschale in der die vögel in freiheit baden. nach kleinstadtleben riecht es und dunklen geheimnissen. manchmal mischt sich eine note lüge dazu. ich bin schon vor einer weile gegangen. den käfig habe ich als foto gerahmt in meiner küche stehen.
Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 18 + 19beinhaltet die Worte „Giraffe, mondsüchtig, suchen“, gesponsert von Myriade.
Mondsüchtig
Herbert konnte nicht schlafen. Seit er in Rente war, wachte er jede zweite Nacht um Punk drei auf und fand bis um fünf Uhr nicht mehr in den Schlaf. Er hatte vieles ausprobiert, von mehr Sport und weniger Sport bis hin zu Medikamenten. Nichts half. Auch heute. Der Himmel war sternenklar, also beschloss er eine Weile auf dem Balkon den Nachthimmel zu bewundern.
„Na, auch mondsüchtig?“
Herbert zuckte zusammen. Eine junge Frau winkte von dem Balkon schräg unter seinem. Sie war vielleicht zwanzig und trug einen quietschgrünen Pyjama.