Da ich ohne Druck kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
Es gibt einen neuen Dienstagsdichter. Willkommen in der Runde piri von „Voller Worte“!
kalt ich wandle durch einen unbeheizten leeren raum. aus einem wald voller vogelgezwitschern und grüner bäume komme ich. von einem strand erfüllt von meeresrauschen und kinderlachen. aus einer stadt voller leben und schneller heiterkeit. hier ist es hauptsächlich leer. und leise. und unbeschreiblich kalt.
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Kollege von mir ist mit Herzinfarkt letzte Woche an der Arbeit zusammengebrochen und musste wiederbelebt werden. Bisher scheint alles wieder ok zu sein, zum Glück, aber es lässt mich nachdenken…
darüber hinaus
ein und ausatmen und weg. ich hole tief luft. bis ich es nicht mehr kann. renne so weit mich mein beine tragen. bis sie aus porzellan geworden zerbrechen. stemme die größten gewichte. kiloweise. bis mich eine herangeflogene feder zu boden wirft. ich rede, glaube, denke, hoffe, fantasiere. bis ein impuls in meinem nervenbahnen einen kurzschluss verursacht. ich liebe noch weit darüber hinaus.
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wie du
wie sich deine kleine unterlippe nach vorne schiebt, deine oberlippe überholt und mir zeigt, dass etwas aber so gar nicht ok ist wie du au sagst, wenn ich au sage und du dir die gleiche stelle festhälst, die mir weh tut, als würdest du meine schmerzen spüren wie du aufgeregt zu mir läufst und meinen zeigefinger in deine kleine hand nimmst, um mir etwas zu zeigen, aber auf dem weg vergisst, was es war und etwas anderes spannend wird wie du plötzlich anfängst zu weinen, bei etwas, was vor einer minute noch okay war und du überfordert auf meinen schoß kletterst wie du auf dem weg ins bett, deinen kleinen kopf auf meine schulter bettest und mir warm in den nacken atmest wie du mich angrinst, wenn ich dir sage, dass du deinen trinkbecher auf den tisch stellen sollst und ihn dann hinter dir fallen lässt wie du mama sagst, wenn papa dich ins bett bringt und ich den raum verlassen will wie du dich an mich kuschelst, wenn du einen albtraum hattest und deine gefühlt zwanzig arme und beine um mich schlingst wie du mich manchmal einfach beobachtest und wenn ich dich dann anlächle, zu mir kommst und mich umarmst
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sind sie einmal hier sind sie einmal hier. durch meinen kopf weht ein wind. böe um böe rufe ich deinen namen. schreibe meinen in den wind. ein blauer stift in roter farbe. und die bäume biegen sich. ein sturm. manchmal sind meine ängste lauter als deine windstillenden worte.
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da ze br da ze br. mamamama. da ba hn. lautes rufen, leises wispern. die zunge tanzt pirouetten in kleinem mund, um lautketten und klangkopien. unaufhaltsam bahnen sich töne durch den raum. manche prallen ab, andere bleiben. ein zufallstreffer. vor zurück dazwischen. mein blick hängt an deinen lippen. ich küsse deine stimme.
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Wir haben Zuwachs. Willkommen bei den Dienstagsdichter, Robert von „Lyrik trifft Poesie“!
statt frau aber du bist doch eine? fragen sie, wenn ich bei meinem namen zucke. bei den zuschreibungen, die sie machen. wenn sie frau sagen, meinen sie interessen, verhalten, bilder. aber ich bin anders gemalt. sie sollten mich leinwand nennen statt frau.
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freies blut
in mir, aus mir. mit mir. ich wische mein blut auf. verstecke heimlich die tropfen in meiner tasche. es ist die zeit im monat. ja ja die hormone. kreise sie im kalender ein. kartiert, kontrolliert, dann weggepackt. eine gesellschaft in angst vor ein paar tropfen blut. vielleicht sollten wir die hosen runterlassen. die straßen fluten und die abgeschlossenen badezimmer niederbrennen. doch dann wären wir natur. dann wären wir sichtbar. nicht das blut ist ekelhaft, sondern die freiheit.
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und dann brezele ich mich auf
und dann brezele ich mich auf. nehme mir ein muffintop, eine plunderhose. ziehe marzipanschuhe an und setze den schokoladenhut auf. mögen meine speckrollen deine urteile niederwalzen, meine reiterhosen dich niedertrampeln. versinken wirst du, in den tiefen beulen meiner cellulite. mein fettanteil wird deine skalen sprengen und meine masse dich wie ein schwarzes loch zermalmen. habe ich mitleid mit dir? nein. denn ich bin nicht die ursache. die habe ich eben beseitigt.
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Anscheinend versuche ich gerade einen Weltrekord im hintereinander-Kranksein zu brechen.
virenschwarm durch bazillenluftzüge mit bettbezügen tanzen ich wühle im imunsystem ausverkauft
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ist hier
ist hier. wir wuchern über baumstädte. in wohnhöhlen, nesthäuser hinein. übernehmen wege, brücken. wachsen bis in die entlegensten ecken der natürlichen. mensch holt sich. bis sich natur zurückholt. wann. vermutlich gerade. ohne dass sie etwas merken.