freies blut | Der Dienstag dichtet

Da ich ohne Druck kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.

freies blut

in mir, aus mir. mit mir. ich wische mein
blut auf. verstecke heimlich die tropfen
in meiner tasche. es ist die zeit im monat.
ja ja die hormone. kreise sie im kalender
ein. kartiert, kontrolliert, dann weggepackt.
eine gesellschaft in angst vor ein paar
tropfen blut. vielleicht sollten wir die hosen
runterlassen. die straßen fluten und die
abgeschlossenen badezimmer niederbrennen.
doch dann wären wir natur. dann wären wir
sichtbar. nicht das blut ist ekelhaft, sondern
die freiheit.

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18 Kommentare zu „freies blut | Der Dienstag dichtet

  1. Die Periode eine Sünde gegenüber Gott, weil sie anzeigt, dass kein Leben geschaffen wurde, das ist immer noch in vielen konservativen Religionskreisen aktuell, auch, dass Frauen in der zeit keine Kommunion empfangen sollten.
    Es wird wohl noch weitere Jahrhunderte dauern, bis das Thema überwunden ist.

    Ich finde es stark und legitim, dies auch in Gedichten anzusprechen

    Gefällt 1 Person

    1. Das habe ich noch nicht so erfahren. Bei meiner Mutter war es kein Thema, weil die es nichtmal gemerkt hat. Ich jann mir aber virstellen, dass es belastend ist, wenn die Hormone durchdrehen und niemand das hören will.

      Gefällt mir

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