Dieses Jahr | Writing Friday

writing-friday-2020

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Wofür bist du dieses Jahr besonders dankbar? Zähle mindestens drei Dinge auf und gehe näher auf sie ein.

Bei mir sind es keine Dinge, sondern vor allem Menschen für die ich dieses Jahr dankbar bin.

erstens
auch wenn es still ist, bin ich nicht allein. auch wenn wir
uns nur über bildraten sehen und über audiowellen hören,
weiß ich wer ihr seid.  wir sind uns nahe ohne in der nähe zu sein.

zweitens
ich kann mit dir zusammen und alleine sein, dabei bin ich nur
einsam, wenn du nicht da bist. dein geruch hängt dann wie 
ein versprechen in der luft und ich weiß, dass du zurückkommst.

drittens
wenn ich an dich denke bist du ein abstraktes muster, eine idee,
ein werden. ich spüre unsere gemeinsame zukunft. jetzt wohnst
du unter meinem herzen, irgendwann wohnst du direkt in ihm.

leise rieselt der puderzucker | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Berlin Autor
Nachtwandlerin
Lindas x Stories
La parole a été donnée à l’homme
Gedankenweberei
Myna Kaltschnee
Wortverdreher
Lebensbetrunken
Vienna BliaBlaBlub
Heidimarias kleine Welt
Traumspruch

INFO: Ich habe Lyrikfeder und Wortverzauberte aus der Liste geworfen, weil die Links nicht mehr funktionieren. Wenn ihr weiter mitmachen wollt, schickt mir doch mal bitte die Links zu euren aktuellen Sites.

Dieses Gedicht habe ich nach einem Impuls von lyrimo geschrieben. Mehr als 2 Weihnachtsgedichte pro Jahr sind nicht drinnen, also verbinde ich frecherweise die beiden Aktionen (plus wir haben entsprechenden Zuwachs bekommen. 😉 ).

leise rieselt der puderzucker

leise rieselt der puderzucker. fein,
flockig, zärtlich bedeckt er die
küchenlandschaft. nur in den
tiefsten tälern liegen schichten
aus mehl. lass uns mit den füßen
schneemänner bauen. nasen aus
marzipan, augen wie streusel. in
stürmen aus nelken, zimt und
spekulatius. lass uns tanzen. hier
im schein der backofensonne die
ganze welt vergessen.

unsere grenzen | Kritzelnews

Ich durfte für das neue ZUGETEXTET-Magazin ein Gedicht beisteuern. Da ich das Magazin sehr gerne lese, freut mich das insbesondere. Weitere tolle Gedichte außerhalb des Magazins findet ihr auf dem Blog: https://www.zugetextet.com/

Damit durfte ich bereits in zwei Gedicht-Bänden/Anthologien dieses Jahr auftauchen, und nächstes Jahr in einer weiteren Gedichtanthologie gleich mit 3 meiner Gedichte. Läuft.

Schokoladige Rache | Writing Friday

writing-friday-2020

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Ich habe noch keine Weihnachtshorrorgeschichte geschrieben. Wird sofort nachgeholt. Gruselfaktor ist so bei 3 von 5 Gruselpunkten.

Thema: Schreibe eine Geschichte und flechte folgende Wörter mit ein: Weihnachtskerze, Schneesturm, große Freude, Zuckerguss, rote Stiefel

Die Rache

Das Licht der Weihnachtskerze flackerte, als ein Windhauch durch das Zimmer ging. Katja zog die kuschelige Decke enger um sich. Anscheinend waren die Fenster immer noch nicht dicht, dabei hatte sie im Herbst neue Dichtungen einkleben lassen. Sie seufzte und nahm einen großen Schluck Orangentee. Lustlos blätterte sie im Buch, konnte sich aber nicht dazu bewegen zu lesen. Auf Fernsehen hatte sie auch keine Lust, überhaupt wirkte alles gerade trist und grau. Sie nahm sich den zehnten Weihnachtskeks und biss eine Ecke ab. Zuckerguss bröselte auf die Decke, aber auch das war ihr egal. Wieder blies Wind durch die Wohnung. Der Schneesturm, der die Stadt seit heute Mittag gefangen hielt, schien nochmals stärker geworden zu sein. Es pfiff um die Ecken, Bäume schlugen gegen Mauern und die Straßenlaternen quietschten. Perfektes Szenario für einen Horrorfilm. Nur doof, dass sie Horrorfilme hasste. Stattdessen hätte sie sich lieber in einem Weihnachtsfilm befunden, vielleicht würde sie dann endlich in Stimmung kommen. Sonst empfand sie große Freude, wenn sich die Feiertage näherten, aber dank der Pandemie war dieses Jahr alles anders.

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an meinen feind | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Berlin Autor
Lyrikfeder
Nachtwandlerin
Lindas x Stories
La parole a été donnée à l’homme
Gedankenweberei
Myna Kaltschnee
Wortverdreher
Lebensbetrunken
Vienna BliaBlaBlub
Heidimarias kleine Welt

Ich bin das diskutieren derzeit etwas leid und habe das Gefühl mit einem Prinzip zu reden, nicht mit Menschen. Hier also einfach mal wirrer Frustabbau.

an meinen feind
ich bin hier. ich bin nur hier. ich bin. und
in einigen momenten bin ich alle. wenn
du wüsstest, wie ich fühle, würdest du
vielleicht anders denken. sage ich. doch
ich weiß, dass du du bist. du bist. wenn
mein mitgefühl dein scheinbar kaltes
herz berührt. du liest es anders. hier.
manchmal, wenn ich versuche du zu
sein, will ich dich schlagen, will dir mein
mitgefühl einprügeln. es dir deine kehle
hinunterzwängen. zeigen, was wichtig ist.
ich bin hier. du bist da. ich bin. du bist.
wir ist. nicht. und du bleibst mein feind.

Rentier „Karlchen“ Rudolph und Engel Mandy | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Der Weihnachtsmann hat doch tatsächlich Corona. Jetzt muss Rudolf das Rentier die Geschenke ausliefern. Berichte von dieser Nacht – wie macht sich Rudolf?

Rentier „Karlchen“ Rudolph und Engel Mandy

„Niemand kauft dir den Weihnachtsmann ab. Du bist 163 cm groß und wiegst nicht viel mehr als der Chihuahua der Studiendekanin,“ sagte Mandy Wagner frustriert.

„Das kann man auch netter sagen. Danke.“ Karlchen, der eigentlich Karl-Mark Witterich hieß, zog einen Schmollmund. Im Kopf ging er seine Möglichkeiten durch, von Fatsuit bis Plateaustiefeln, aber nichts überzeugte ihn. „Sind echt alle in Quarantäne?“

„Japp. Die hatten Vorgestern, als du und ich nicht konnten, Kostümprobe und da unser lieber Weihnachtsmann Ronnie nun Corona positiv ist, sind sie jetzt alle raus. Die Wahrscheinlichkeit vier Stunden vor Start noch jemanden zu finden, ist auch null.“

„Aber es gibt noch dich und mich.“

„Super. Rentier Rudolph und Engel verteilen statt dem Weihnachtsmann die Geschenke“, Mandy lachte.

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Wie man schwanger zu sein hat | Schwangere Gedanken


Wie man schwanger zu sein hat

Da der Text über meine Gedanken über Abtreibung (HIER) so gut aufgenommen wurde, dachte ich, ich teile etwas mehr von meinen Gedanken während der Schwangerschaft.

Setzt euch hin und trinkt einen Tee, z.B. mit dem Namen die „Innere Ruhe“ oder „Harmonie“. Allerdings habe ich keine Ahnung, ob die helfen. Am besten ihr holt euch auch einen Keks und legt ihn vor euch.

Bereit? Gut!

Es gibt bestimmte Klischees zu schwangeren Frauen, wie sie zu fühlen und wie sie sich zu benehmen haben. Jeder ist mit Klischees konfrontiert, aber in so gehäufter Form gehen sie einem – und damit meine ich MIR – ziemlich auf den Sack.

Wie Schwangere für den Fötus/Embryo empfinden sollen

Zum einen, und das habe ich in dem vorhergehenden Text schon angedeutet, wird erwartet, dass man von Anfang an eine Beziehung zu dem kleinen Wesen ins sich aufbaut. Die habe ich nicht in der Form. Ich finde das Leben in mir viel zu abstrakt, vor allem, weil ich es kaum spüre. Jetzt, wo ich mehr Bauch bekomme, ist die Schwangerschaft an sich realer, aber das Leben in mir, noch schwer für mich zu fassen. Dementsprechend mache ich mir auch nicht ständig Sorgen, was der nächste Punkt ist.

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