Zivilisationsurlaub

ff

Ich mach bis Sonntag Zivilisationsurlaub. Aus aktuellem Anlass ein alter Text:

5 Tage Metal-Festival oder wie man Urlaub von der Zivilisation macht

Der tägliche Umgang mit unseren Mitmenschen ist geprägt von gewissen Umgangsformen. Damit meine ich nicht „Bitte“ und „Danke“ zu sagen, sondern ein gepflegtes Äußeres, Bier erst nach dem Feierabend und das Verbergen von körpereigenen Gasen in Gesellschaft. Auf Metal-Festivals kann man das alles gepflegt über Bord werfen.

Tag 1: Der erste Tag eines Festivals zählt kaum als Zivilisationsurlaub. Man ist noch einigermaßen sauber. Frauen tragen Make up, Männer sind rasiert. Das erste Bier gibt es erst nach dem Aufbau, bei Männern oft begleitet mit dem Verlust der Oberbekleidung. Abends finden die ersten Konzerte statt, doch im Zentrum der Aufmerksamkeit steht das Ankommen und Kennenlernen der Zeltnachbarn. Diese werden im Laufe des Festivals zu den besten Freunden oder, wenn sie eine schlechte Musikanlage oder einen schlechten Geschmack haben, zu den ärgsten Feinden. Außerdem gewöhnt man sich langsam wieder daran, wie laut so ein Rülps klingen kann. Weiterlesen „Zivilisationsurlaub“ →

Berlinericks | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.

Mit von der Partie sind
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkram
Schaut doch auch bei ihnen vorbei!

Ich war in Berlin und da dachte ich, ich bediene mich einer besonderen Form des Limericks: dem Berlinerick, erfunden von René (auf seinem Blog gibt es mehr: *klick*).

 

3 Berlinericks

1.
Der letzte Besuch war voll Regen,
deshalb begann ich den Wunsch zu hegen,
es noch einmal zu versuchen
und das schöne Berlin zu besuchen.
Diesmal bitte mit Sonne zugegen!

 

2.
Der erste Berliner Abend war
überschattet von einer Mückenschar.
Der zweite Tag war zu heiß,
mir rann nur so der Schweiß.
Ich verbrannte mich sogar.

3.
Am dritten Tag folgte die Heimreise,
bei 40 Grad, keine Klimaanlage, dummerweise.
Mit Berlin hab ich wohl kein Glück
dennoch komme ich zurück.
„Aller guten Dinge sind Drei“ sagt die Weise

Operation Froschkönig | Extraetüden

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Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Diesen Monat gibt es eine Extraetüde, d.h. man muss 5 Worte in 500 Wörter unterbringen. Aus folgenden 6 Wörtern kann gewählt werden: „Froschkönig“, „trüb“, „helfen“, „Abweichung“, „unabwendbar“ und „verengen“.

Ich bin mir nicht einmal sicher, wie diese Geschichte zustande gekommen ist. Ich hatte keinen Hunger in der Mittagspause und keine Lust zu lesen…

 

Operation Froschkönig

„Der Froschkönig ist am Brunnen.“

PJ konnte von seinem Posten den Ballsaal und die angrenzenden Räume überwachen. Gleichzeitig war er versteckt genug, um nicht entdeckt zu werden. Er beobachtete seine Kollegen. Eine kleine Abweichung und ihr Plan wäre nicht mehr umsetzbar.

„Der Prinz rollt die Kugel.“

„Die Märchenprinzessin fängt die Kugel.“

Zu dem Mann im Sakko, den PJ seit zwei Stunden beobachtete, gesellte sich eine aufreizend gekleidete Frau – die Märchenprinzessin, MJ genannt. Offensichtlich verwickelte MJ den Mann im Sakko in ein Gespräch, als ein Kellner den Raum betrat – der Prinz, JD genannt. Er stolperte und leerte ein Glas Sekt über den Mann im Sakko.

MJ tat zunächst erschrocken, dann begann sie dem Mann zu helfen sein Sakko auszuziehen. JD eilte derweil davon, um Tücher zu holen, wie er behauptete und schließlich verschwand MJ, um selbst Tücher zu holen, da Kellnern nicht zu trauen war. Weiterlesen „Operation Froschkönig | Extraetüden“ →

Julia und Romeo | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Ich dachte, ich probiers diesen Freitag mal mit Shakespeare.

Thema: “Julia wollte das alles nicht, doch nun steckte sie zu tief mit drin.” Wie geht die Geschichte weiter?

Julia wollte das nicht, doch nun steckte sie zu tief mit drin. Eigentlich, wenn man es genau nahm, steckten sie und Romeo fest.  Es war nicht das erste Mal in den letzten Jahren und es war auch nur ein Symptom ihr sich langsam den Abgrund hinunterrollenden Beziehung.

Wenn sie ehrlich zu sich war, sah sie keine Zukunft mehr für sie beide. Julia seufzte.

„Was denn nun schon wieder?“ Romeo legte seinen Kopf schief. „Ist jetzt nicht nur meine Schuld.“

„Wie bitte?“ Julias Augen verengten sich und schnaubte verächtlich. „Wer hat sich denn hier so gehen lassen?“

„Das mit hat mit  ‚sich gehen lassen gar‘ nichts zu tun.“

„Und wie nennst du deinen Speckwanst dann?“ Weiterlesen „Julia und Romeo | Writing Friday“ →

Die Masken | Telling Pictures meets Horror

Horrorstories

Dies ist ein Text zu der Aktion „Telling Pictures“ von Caymon. Ziel ist es bis zum 31.06. eine Geschichte zu einem der vorgegebenen Bilder zu schreiben. Ich habe mich entschieden eine Horrorgeschichte aus der Aufgabe zu machen und zu folgendem Bild geschrieben *klick*. Viel Spaß beim Gruseln. 😉

Die Masken

Martina zog den nächsten Papierfetzen durch den Kleister, dann nahm sie den getränkten Schnipsel und klebte ihn auf die Form. Langsam und gekonnt glättete sie die Oberfläche. Noch ein bis zwei Papierfetzen auf die Wange, dann hatte die Maske ihre richtige Form. Zum Abschluss pinselte sie vorsichtig etwas Kleister über alle Enden, dann war auch diese Maske fertig.

Die sechzigste. Was hatte sie sich nur bei diesem Kunstprojekt gedacht? Hätte sie nicht wie ihre Atelierkollegin einfach etwas aus Kunststoff formen können? Nein, es mussten wieder diese Masken sein, die sich durch ihren künstlerischen Werdegang zog, wie sie die Papierschnipsel durch den Kleister.

Martina erschrak als sie ein leises Lachen hinter sich hörte und drehte sich schnell um, doch dort war nichts. Sie atmeten tief durch. Anscheinend war sie überarbeitet und dreht langsam durch.  Kein Wunder, es war 2 Uhr nachts und sie arbeitete bereits seit dreizehn Stunden. Die Masken, die sie eben gefertigt hatte, würden die letzten sein. Sie musste sie noch bemalen, dann hatte sie genug, um ihre Installationen anzufertigen. Aber nun musste sie sie erst einmal trocknen lassen. Weiterlesen „Die Masken | Telling Pictures meets Horror“ →

Sprachbilder | Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.

Mit von der Partie sind
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkram
Schaut doch auch bei ihnen vorbei!

Diesmal gibt es ein altes Gedicht, das ich ausgekramt und überarbeitet habe. Die Wörter habe ich nicht verändert, nur den Rhythmus.

 

Sprachbilder

kreisen deine
Lippen ein, umfliegen deine
Stimmcollagen

farbig, buntvereint

schwirren
4-Takt-Blumen durch
belebte Fantasien und

mein Herz springt
Beatnovellen, färbt die
Welt im Ton dazu

Verhinderter Superheld | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Du kannst plötzlich fliegen. Würdest du jemandem davon erzählen? Was tust du mit dieser neuen Fähigkeit?

Ich weiß jetzt auf jeden Fall wie sich Superhelden fühlen. Nicht, dass ich Menschen rette, aber ich habe Superkräfte und ich bin maskiert. Das mit dem Menschenretten ist übrigens ziemlich bescheuert, das mit dem Maskieren auch. Aber vielleicht sollte ich meine Geschichte einfach von vorne beginnen.

Vor gut einem Monat bin ich an einer Chemiefabrik vorbeigefahren. Gerade als ich maximal nahe an dem Gebäude vorbeifuhr, ist es explodiert. Mein Wagen überschlug sich mehrfach, aber durch ein Wunder überlebte ich als Einziger im näheren Umfeld. Ja, ich weiß Klischee. Ich wünschte auch es wäre anders passiert.

Nachdem ich wieder einigermaßen gesundet war, stellte ich fest, dass ich eine neue Fähigkeit erlangt hatte: Ich konnte fliegen. Weiterlesen „Verhinderter Superheld | Writing Friday“ →

Das falsche Königreich | abc.etüden 25+26

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 25+26 beinhaltet die Worte „Froschkönig“, „trüb“ und „helfen“, gesponsort von viola-et-cetera.

Eigentlich wollte ich kein Märchen schreiben, aber dann überkam es mich doch. 😉

Das falsche Königreich

Der Froschkönig war überrascht, als er einen dicken Schmatzer auf sein Froschmaul bekam. Er schüttelte sich und im nächsten Moment landete er hart auf dem Boden. Als er an sich hinunter sah, erschrak er. Was war denn das? Lange weiße dürre Beine? Wo waren seine schönen Froschschenkel hin?

„Ein Prinz!“ schrie die Prinzessin.

„Quak!“ schrie der Froschkönig und schlug sich die Hände vor den Mund, als er eine fremde Stimme aus seinem Maul sprechen hörte.

Ungelenk stand er auf und wollte in seinen Brunnen zurück, doch er war zu groß. Frustriert schaute er nach unten und erspähte sein Spiegelbild im trüben Wasser. Wie Schuppen fiel es ihm von den Augen oder besser gesagt wie Froschhaut. Er war einmal ein Prinz gewesen, ein arroganter Egoist, den eine Zauberin in einen Frosch verwandelt hatte. Weiterlesen „Das falsche Königreich | abc.etüden 25+26“ →

Kein und Aber| Der Dienstag dichtet

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Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.

Mit von der Partie sind
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkram
Schaut doch auch bei ihnen vorbei!

Wer diese Woche bei mir tiefen Sinn sucht, sucht falsch. 😉 Ich hatte Lust mit Sprache zu jonglieren und ein wenig Spaß zu haben.

Kein und Aber

Als Kein und Aber aus
dem Paradies vertrieben
wurden, schrie niemand

Die Schlange war‘s!

dabei lauerte bereits
eine evaeske Figur verführerisch
gekleidet am Rand der
Pforte und winkte mit

reißerischen Ausnahmen

Hallo Zukunfts-Ich | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Schreibe einen Brief an dein 80-jähriges Ich.

Hallo Zukunfts-Ich,

dies ist eine kleine Erinnerung aus der Vergangenheit. Ich hoffe, du hast bereits ein paar Bücher veröffentlicht und ein einige Fellnasen angesammelt. Wenn nicht starte JETZT !!

Denk an das Ziel: Ich will eine krimischreibende Katzenlady werden. Dazu gehören mindestens 3 veröffentlichte Krimis und 6 Katzen…besser mehr! Von Beidem!

Falls du Ideen für Krimis brauchst:

  • Der Gärtner war es – nach 2050 glaubt sicher niemand mehr, dass er es war
  • Jemand wird mit Pinselreiniger ermordet – manchmal muss man zu seinen Anfängen zurückkehren
  • Wrestling-Krimi – gibt es noch nicht und da kennen wir uns aus

Falls du beim Krimischreiben immer noch so schlecht bist, hier ein paar Horrorideen (eine horrorschreibende Oma hat auch irgendwie was): Weiterlesen „Hallo Zukunfts-Ich | Writing Friday“ →