To-Do-Liste zur Entsorgung von Friedrich Eikel | Writing Friday KW 12

* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite. *

Ich habe mal versucht eine Geschichte über eine To-Do-Liste zu erzählen.

Thema: Du hast gerade einen Mord begangen und musst die Leiche loswerden. Wie gehst du vor?

To-Do-Liste zur Entsorgung von Friedrich Eikel

  1. Gläser und Flakon mit Gift in den leeren!! Geschirrspüler räumen und anstellen
  2. Leiche in Autoplane aus Garage wickeln, dann hinter Couch verstauen
  3. Gläser und Flakon in Glascontainer entsorgen
  4. Einkaufen:
    – Overall, Handschuhe, Autoplane (Ersatz) aus Baumaxx
    – Säge aus Heimwerker Laden
    – 30x Rohrreiniger aus je 5x untersch. Supermärkten/Drogerien – mind. 4 Ortsteile
    – Würstchen und Ketchup aus einem der Supermärkte
    – Teelichter und Kleinkram aus Ikea
  5. Mutter anrufen und erzählen, dass ich im Ikea war, stundenlang nach einem Regal gesucht habe und stattdessen nur Kleinkram gekauft habe (Alibi!)
  6. Overall und Handschuhe anziehen
  7. Badezimmer frei räumen und Leiche in Badezimmer bringen
  8. Kopf absägen – der wird am längsten dauern
  9. Metalleimer aus der Kammer mit Rohrreiniger füllen
  10. Kopf hinzutun und Deckel schließen
  11. Indisch mit viel Curry kochen – bis der Geruch im ganzen Haus ist
  12. Restlichen Körper auseinandersägen
  13. Weitere Metalleimer aus Garage holen und Körperteile hinzugeben
  14. Erste Fuhre gebrauchten Rohrreiniger in Toilette/Badewanne abgießen (50/50 damit die Rohre nicht beschädigt werden)
  15. So weiter verfahren bis alle Leichenteile weggegossen werden können
  16. Abdeckplane, Overall und Handschuhe zersetzen und wegkippen
  17. Eimer und Badezimmern putzen
  18. Grillen und dabei restliche Kleidung, Putztücher sowie To-Do-Liste verbrennen.
  19. Stelle als Abteilungsleiter übernehmen und bei Antrittsrede jahrelange Freundschaft zu Friedrich betonen

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Mandala 2 | Bildhaftes

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Mandalas und ich werden doch keine Freunde. Das Entwerfen hat Spaß gemacht, aber das Umsetzen hat mich frustriert. Damit es wirklich ordentlich wird, müsste ich alles genau vermessen – und irgendwie ist Kunst für mich nicht ordentlich.

Dann probiere ich es jetzt nochmal mit den Pflanzen, die Scabiosa zu zeichnen hat mir wirklich Freude bereitet.

„Die Krux mit dem laut Lesen“ | Writing Friday KW 11

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* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite. *

Ich hatte gestern Lust mal wieder etwas Witzigeres zu schreiben und dachte mir, dass sich Zeitreisen dazu eignen.

Thema: Du bist durch die Zeit gereist und im Jahr 2819 gelandet, berichte davon.

Ich hielt das Buch umklammert und meine Augen fest geschlossen, bis das Surren endete. Ein kühler Windhauch umkitzelte meine Beine und ich merkte wie Wasser durch meine Sneakers sickerte. Doch eigentlich konnte das nicht sein, schließlich stand ich im Haus meiner Großmutter. Ich atmete tief durch, dann öffnete ich langsam meine Augen.

Statt dem Lesezimmer meiner Großmutter sah ich einen Baum und eine Wand. In der Ecke konnte man noch die Reste des Wandschrankes erahnen, dahinter nichts als Ruinen. Ich stand in einer großen Kuhle, die voll Wasser gelaufen war und stieg erstmal auf einen Geröllhaufen, der wohl aus den Resten der Außenwand bestand. Von dort konnte ich etwas höher kraxeln, um einen Überblick zu gewinnen. Das Buch hielt ich fest umklammert. Auf etwa der Höhe des ersten Stockes hörte der Steinhaufen auf. Ich sah mich um.

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„Edmund“ | abc.etüden 10+11

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*Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 10.11 beinhaltet die Worte „Nieselregen“, „weich“ und „irren“.*

Irgendwie fehlen mir derzeit ein wenig die Ideen bzw. ich brauche mehr Zeit um eine Idee zu haben. Ich weiß nichtmal mehr wie ich auf Edmund kam, aber irgendwie wollte ich was über „irre sein“ schreiben und dann ist er in meinem Kopf entstanden.

Ich habe die Geschichte „Edmund“ überarbeitet. Ihr könnt sie nun in meinem Buch „andernorts“ lesen:

ANDERNORTS

Legendenumwoben | Writing Friday KW 10

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* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite. *

Ich bin derzeit leider etwas uninspiriert, was die Writing Friday-Aufgaben angeht, aber ich habe die Nacht doof geschlafen und schwupps hatte ich eine Idee. Hier als meine schlafdeprivierte Version zu folgenden…

Thema: Beschreibe so genau wie möglich ein altes verlassenes Haus, dass sich in einer Moorlandschaft befindet. Versuche dabei folgende Wörter mit in deinen Text einzubauen: Kaffeebohnen, rubinrot, Familiengeheimnis und versunken.

In einer nordwestdeutschen Moorlandschaft steht ein kleines altes Haus, um das sich allerlei Legenden ranken. Die meisten sind gruselig und werden gerne bei Zeltlagern erzählt.

Meistens geht es um ein Familiengeheimnis und die Geister, die dort noch wandeln. Man erzählt sich von großen rubinroten und kleinen zitronengelben Augen, die nachts aus dem Fenster schauen. Von dem Duft von Kaffeebohnen am frühen Morgen und dem von schwarzen bitteren Tee bei Nacht. Wenn der Wind nachts pfeift, erzählt man, kann man das Gejammere der Verstorbenen hören und manchmal das Weinen von einem Baby.

Nachts sieht dieses Haus wirklich gruselig aus, doch tagsüber macht es eher einen traurigen Eindruck. Weiterlesen „Legendenumwoben | Writing Friday KW 10“

„Ekel“ | Writing Friday KW8

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* Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite. *

Ich hab die Aufgabe mal wörtlich genommen und erzähle von einem Albtraum. Er heißt Ekel und hat ein angeknackstes Selbstbewusstsein.

Thema: Erzähle von einem Albtraum.

Ekel war traurig. Niemand wollte sich seine Erfolgsgeschichten anhören. Angst, Verlust, Langsam und Nackt erzählten am laufenden Band von ihren Abenteuern, aber wenn er anfing, gingen alle weg. Er war der Schwächste der fünf Albträume und hätte gerne über seine wenigen Erfolgserlebnisse berichtet. Wie das eine Mal, als er es schaffte einer Frau das Rauchen abzugewöhnen, weil sie nachts davon träumte, wie sie stark gealtert von ihrer eigenen schleimigen-schwarzen Lunge verfolgt wurde.

Heute Nacht war er der letzte der Albträume, der vom Sandmann ausgeschickt wurde. Er hatte keinen straffen Zeitplan, denn der Sandmann setzte ihn nur sehr selten ein. In einer Stunde hatte er seinen ersten Auftrag. Statt wie sonst die Zeit bis dahin zu nutzen, Ideen zu sammeln, besuchte er die andern Albträume bei ihrer Arbeit. Das hatte er schon sehr lange nicht mehr getan, aber vielleicht half es, wenn er Interesse an ihrer Arbeit bekundete, dass sie auch seine anfingen wertzuschätzen. Weiterlesen „„Ekel“ | Writing Friday KW8“

„Das Buch“ | abc.etüden 8+9

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Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 08.09 beinhaltet die Worte „Lesezeichen“, „altersschwach“ und „hüpfen“.

Diesmal hatte ich relativ schnell eine Idee und eine langweilige Mittagspause. Erst wollte ich ein Buch etwas erzählen lassen und dann ist irgendwie etwas ganz anderes daraus geworden.

„Das Buch“

Das Eingangsschild hüpfte auf und ab als der Bibliothekar seine Bibliothek betrat. Aus zahlreichen alten Kerzenleuchtern strömte Licht. Schon vor Jahren waren die Wachskerzen durch künstliche Kerzen ersetzt worden. Jetzt hingen Leitungen am Schaft der Leuchter und spannten sich über die Decke. Das war nicht perfekt, aber moderne Lampen hätten den Charme der alten Bibliothek zerstört. Weiterlesen „„Das Buch“ | abc.etüden 8+9“