Eigentlich heiße ich Katharina, aber jeder nennt mich Katha. Ich spreche mit Katzen, schaue halbnackten Menschen beim Ringen zu und verkleide mich zu Halloween. Außerdem schreibe ich gerne Krams und doodle so vor mich hin. Hier findet ihr, was ich so kritzele.
Statt dem klassischen Inktober nehme ich wieder am Inktober 52 teil. Ich zeichne also jede Woche ein Bild zu einem vorgegebenen Thema (Themen stehen im Titel).
Das Jahr ist um und auch Inktober 52 2022. Ich bin mit über der Hälfte der Zeichnungen (ingsgesamt) zufrieden. Ein paar, wie zB den Seestern, finde ich nicht schlecht aber langweilig. Richtig schiefgelaufen ist leider der Weihnachtsbaum. Ich habe es ein bisschen bearbeitet, aber man sieht den fetten Fleck am oberen Rand von einem gemeinen hinterhältigen Radiergummie. Ein paar andere waren Experimente, die schief gegangen sind. Aber das ist ok.
Da ich ohne Druck kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
Auch an alle Dienstagsdichter ein: Frohes Neues Jahr!
das neue jahr
behäbig schält sich das neue jahr aus seinem schlafanzug. die weihnachtspfunde lassen seine bewegungen noch ungelenk wirken. ausgiebig gähnt es. streckt die glieder in alle richtungen. der kaffee des vorgängers wurde ausgetrunken. neuer ist zu ungesund, hat man beschlossen. croissants gibt es auch keine mehr. zu viel fett und zucker. selleriesaft steht da. dazu ein kleines haferbrötchen mit chiasamen und extra vielen unaussprechbaren superfoods. daneben liegt ein heft, dass sich journal nennt. reinschreiben soll es da, was jetzt alles besser ist. das neue jahr seufzt. fängt ja gut an.
Da es mir bei Schwangere/Mama Gedanken Spaß gemacht hat, einfach mal etwas zu einem Thema zu schreiben, ohne dass es eine Geschichte oder ein Gedicht ist, das Thema „Kind“ aber nur endlich ist, dachte ich, ich eröffne eine neue Rubrik und schreibe einmal pro Woche meine Gedanken auf. Wie persönlich das Ganze wird, keine Ahnung, mal sehen wie mutig ich bin.
Das wichtigste zuerst: Frohes Neues! Ich hoffe, ihr hattet einen wundervollen Start ins neue Jahr.
Gute Vorsätze sind nie schlecht
Gefühlt macht sich jeder neue Vorsätze fürs Neue Jahr und gleichzeitig hört man aus allen Ecken, dass das Quatsch ist und sowieso nichts bringt. Reihenweise Leute melden sich im neuen Jahr im Fitnessstudio an, nur um es dann nach drei Monaten wieder schleifen zu lassen, bis sie schließlich gar nicht mehr hingehen. Einige fangen Diäten an, die sie bei der nächsten Party über Bord werfen. Andere wollen netter sein, bis sie Arschlöchern begegnen, geduldiger bis sie in den Stadtverkehr kommen, Projekte umsetzen, die sie anfangen, aber nie hinwerfen, wenn sie auf Hürden stoßen. Und dann gibt es die Vorsätze und Pläne, die halt einfach nicht klappen, weil Zeit, weil Geld, weil irgendwas eben dazwischenkommt.
Da ich ohne Druck kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
nachweihnachtsblues die ganze ente ist gegessen. der glühwein getrunken. nachtisch wurde vollständig verputzt. nach vielen nettigkeiten, wurden auch alle streitthemen ausgetauscht. vom baum ist der lack ab. darunter liegt nur noch zerknülltes geschenkpapier. einiges streicht man heimlich für das nächste jahr wieder glatt. in ein paar tagen erinnern nur noch die dazu gewonnen kilos an den alljährlichen nachweihnachtsblues.
Da es mir bei Schwangere/Mama Gedanken Spaß gemacht hat, einfach mal etwas zu einem Thema zu schreiben, ohne dass es eine Geschichte oder ein Gedicht ist, das Thema „Kind“ aber nur endlich ist, dachte ich, ich eröffne eine neue Rubrik und schreibe einmal pro Woche meine Gedanken auf. Wie persönlich das Ganze wird, keine Ahnung, mal sehen wie mutig ich bin.
Stil
Am Ende des Jahres schreibe ich mir immer auf, was ich im nächsten Jahr erreichen will. Was immer wieder auf meiner Liste landet, ist der Wunsch meinen eigenen Stil zu finden – einen eigenen Kleidungsstil, einen Zeichenstil, einen Malstil bezogen auf meine Acrylbilder und natürlich einen Schreibstil. Irgendwie ist das meine Art, mich zu definieren, aber es ist auch ziemlich eigenartig, vor allem, weil ich immer unsicherer bin, wenn ich mich „festgelegt“ habe.
Mein Zeichen- und Malstil haben sich irgendwie von selbst ergeben. Ich habe zwar viel mit Stilen herumexperimentiert, aber am Ende wurde ich durch meine eigenen Fähigkeiten und Leidenschaften begrenzt. Ich kann keine Portraits zeichnen, habe überhaupt keine Lust auf detaillierte Landschaften und Comiczeichnungen finde ich irgendwann langweilig. Außerdem wollte ich, zumindest bei den Zeichnungen, dass es schnell geht, daher hat sich mein Sketchbuch-Stil einfach so entwickelt, wie er heute ist. Und er entwickelt sich sicher weiter. Mein Malstil im Acryl ist durch Zufall entstanden. Ich habe ein Bild versaut, übermalt und dann ist was Cooles entstanden. Mir macht die Technik so viel Spaß, dass ich irgendwie dabeigeblieben bin.
Früher war mehr Lametta«, sagte Opa Hoppenstedt, und Karin schaltete ihren Fernseher aus. Nicht mal das Weihnachtsprogramm konnte sie dieses Jahr in Stimmung bringen. Sie hatte alles versucht, vom Keksebacken über Weihnachtsputz bis hin zu schnulzigen Weihnachtsliedern. Dieses Jahr Weihnachten war alles scheiße. Letzten Monat hatte ihre Freundin sie verlassen, dann hatte ihr Arbeitgeber ihr […]
Da ich ohne Druck kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
kling
wie ein nimmersatt durch regale, über tische, bänke, schränke. wie ein sturm durch ein buntblinkendes überdekoriertes kaufhaus. der tannenbaum trällert. teddys lachen, zwerglein schauen lüstern, ein hase hat sich wohl in dem weihnachtsgetumelt verirrt. dabei hat hier sicher niemand eier. und währenddessen sitze ich zuhause und freue mich konsumkritisch, dass dhl in vier stationen bei mir ist. drei. zwei. eins. kling kässlein klingelingeling, kling kässlein kling.
Da es mir bei Schwangere/Mama Gedanken Spaß gemacht hat, einfach mal etwas zu einem Thema zu schreiben, ohne dass es eine Geschichte oder ein Gedicht ist, das Thema „Kind“ aber nur endlich ist, dachte ich, ich eröffne eine neue Rubrik und schreibe einmal pro Woche meine Gedanken auf. Wie persönlich das Ganze wird, keine Ahnung, mal sehen wie mutig ich bin.
Kinder großziehen ist auch manchmal langweilig
Auch wenn die neue „Textreihe“ nicht nur übers Mama-Sein sein soll, muss ich doch nochmal etwas zu dem Thema loswerden, dass mir seit einiger Zeit im Kopf herumspukt und diese Woche wieder aktuell geworden ist:
Kinderhaben wird von anderen Eltern meist als sehr stressig beschrieben.
Nun gibt es Stress in unterschiedlicher Form. Die emotionale Seite ein Kind großzuziehen empfinde ich auch oftmals als stressig, zum Beispiel, wenn mein Sohn krank ist oder, wenn ich nicht weiß, wie ich mich ihm gegenüber in bestimmten Situationen verhalten soll. Zeitlichen Stress finde ich hingegen weniger belastend. Es kann kurzzeitig auch mal stressig werden, wenn wir weggehen wollen, gerade den Schneeanzug anhaben und er dann nochmal kacken muss, aber zum Glück ist ein Kind eine super Ausrede, wenn man zu spät kommt. Trotzdem ist das ein anderer Stress, als der den ich mir vorgestellt habe.
Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.
Thema: Der Weihnachtsmann ist in Wirklichkeit eine Frau – berichte wie es ihr mit der Tatsache geht, dass sie ständig für einen Mann gehalten wird.
WeihnachtsFRAU Gisela setzte sich an ihren Schreibtisch und schrieb eine eigene Liste, nachdem sie den ganzen Tag die Listen anderer gelesen hatte. Sie war müde, genervt, nein, eigentlich war sie sauer. Nach Jahrzehnten musste sie diesen Marketing-Fehler aus der Welt räumen, schließlich konnten in 2022 auch Frauen Führungsrollen übernehmen. Sie schrieb.
Gründe, warum der Weihnachtsmann eine Frau sein muss
Da ich ohne Druck kaum Gedichte schreibe, erkläre ich den Dienstag zum Gedichtetag und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben. Die Liste der bisherigen Dienstagdichter findet ihr am Ende.
Kind hat RSV und ich bin alleine. Ich lese Morgen eure Gedichte.
winterruhe
träge hängt der schnee am fenster. pappig. kalt. lächeln die eiskristalle müde. in ihren zacken hat sich die winterruhe gesammelt. tropft an der dichtung vorbei. gemächlich auf die fensterbank. ein see aus ruhe schwappt ins zimmer, bis er die bewohner ertränkt und für ewige stille sorgt.