Feliversum 10 | abc.etüden 47+48

feliversum

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 47+48 beinhaltet die Worte „Unbehaustheit“, „schwermütig“ und „haschen“, gesponsert von Red Skies over Paradise.

Ich versuche mich derzeit an einer Etüdenfortsetzungsgeschichte. Hier alle Teile auf einen Blick: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8, Teil 9

Abschlussworte: Ich habe doch tatsächlich ein Ende gefunden. Dass die Geschichte so endet, habe ich am Anfang nicht gedacht. Ich habe mich durch die vorgegebenen Worte leiten lassen. Ob ich irgendwann mal eine Fortsetzung schreibe, weiß ich noch nicht, aber irgendwie hab ich die Geschichte lieb gewonnen, also ist es sehr wahrscheinlich. Lange Rede kurzer Sinn:

Teil 10 – Das Ende

Marie fühlte sich leer und schwermütig. Sie hatte das Gefühl, dass alles, was sie über die Welt wusste falsch war. Bisher dachte sie, Zeit sei das, was sie auf ihrer Uhr ablesen konnte und nicht ein ganzen Konstrukt an Paralleluniversen.

„Kannst du hinter die Unzeit reisen? Zum Beispiel in das Jahr 1500?“

„Nein. Das ist ein anderer Begriff von Zeit. Ich weiß nicht, ob du den Zusammenhang zwischen wesensgebundener und massegebundener Zeit verstehst. Ihr Menschen habt das noch nicht entdeckt.“

„Warum habe ich noch nie davon gelesen, wenn schon andere Menschen zeitreisen konnten?“

„Die meisten, wurden von den Krähen gehascht und in die Unzeit gestoßen, die anderen für verrückt erklärt.“

„Gibt es aktuell noch Menschen, die Zeitreisen können?“

Eine Krähe kreiste über den Innenhof. Der Hundemann sprang auf.

„Such dir eine Uhr und lege sie niemals ab. Vergiss das Zeitreisen oder du wirst in der Unzeit landen.“

Der Hundemann lief zum Tor, das vom Innenhof führte.

„Was ist wenn ich ein Zeitreiser werden will?“

„Das ist zu gefährlich und du bist zu jung.“

Mittlerweile kreisten über dem Innenhof eine ganze Schar Krähen. Als Marie erneut zu dem Hundemann sah, war er verschwunden. Die schwarze Katze streifte um Maries Beine.

„Kein Angst. Unser Deal steht. Vielleicht kannst du mir noch nützlich sein.“

Marie ging in ihre Wohnung und suchte nach ihrer Uhr. Ihr Entschluss stand fest:  Sie würde das mit dem Zeitreisen erst einmal sein lassen. Dazu hatte sie zu viel Angst vor dieser Unbehaustheit und davor in der Unzeit zu landen, aber sie würde versuchen andere Menschen zu finden, die auch Zeitreisen konnten.

Alle Wesen in einer Zeit? Wenn der Mensch nicht mehr das „intelligenteste“ Wesen auf der Welt wäre, vielleicht wäre die Welt eine bessere – eine ohne Krieg und Umweltzerstörung. Marie lächelte bei der Vorstellung.

 

16 Gedanken zu “Feliversum 10 | abc.etüden 47+48

  1. Hunde sind immer so – absolut. Tu dieses, vergiss jenes. Wuff, wuff. Ich weiß schon, warum auf meinem Schoß ein schnurrender Fellträger pennt. 😉
    Dass sich alle empfindenden Wesen verstehen könnten? Ja, vielleicht wäre die Welt dann besser. Aber ehrlich gesagt, glaube ich, dass wir (Menschen) das nicht zulassen würden, unsere Vormachtstellung aufzugeben. Auch ein Stoff für ein Buch …
    Liebe Grüße
    Christiane

    Gefällt 2 Personen

  2. Der Mensch ist wahrscheinlich das verblendeste Wesen auf der Welt. Selbst wenn es ihm in seiner Verblendung „gelänge“ alles Leben auszulöschen, so zeigte sich die Intelligenz der „Schöpfung“ und nach einer kleinen jahrmillionen Wartezeit erblühte dieser Planet erneut. Auch eine Form der Unbehaustheit: verloren in der Zeit. Danke, liebe Grüße, Bernd

    Gefällt 1 Person

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