unser wetter ist durcheinander | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund

Nach den Ereignissen der letzten Tage, bin ich irgendwas zwischen wütend auf und an der Menschheit zweifelnd…

unser wetter ist durcheinander

unser wetter ist durcheinander
geraten. ein wind bläst seidig
durch meine strohenen haare
und ich brülle. entgegen ihren
hagel. why. so fkn scared. ich
rede altgriechisch. der regen
kommt aus toten ländern. die
letzten sauren tropfen einer
prähistorischen gewitterfront.
ich will ein zeichen setzen und
verteile bohnen an die letzten
windspiele. lasst uns uralte
stürme neu begraben.

Tortentraum | Der Dienstag dichtet

Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
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Tortentraum

ihr messer dreht sich in seinem
kopf. herum. das rechte ohr wird
angeschnitten. sahne tropft aus
seiner nase. der innenguss bröselt
auf den boden. unschuldscreme
und gutmütigstreusel. der boden
ist glatt. die schädelplatte eine
rutschpartie. sie dreht weiter. bis
zum butterherz. da. die schichten
verschwimmen. es splittert. löst
sich die marzipanschnittstelle auf.
er wird überleben. wenn er flieht.
wenn sie das messer einstecken
kann. morgen. ja. morgen.

Kopfstürme | Der Dienstag dichtet

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Selbstverfreilich ein Sturmgedicht, wobei nur halb, der andere Teil behandelt eine kleine Schreibblockade, die ich habe.
Mal gespannt wieviele aus unserer illustren Runde auch das Sturmthema aufgreifen. 😉

Kopfstürme
tragen Gedankenwolken
blitzschnell und donnerklar
Regenworte verfangen sich im
Papierleerraum

wie es war | Der Dienstag dichtet

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und Ein Blog von einem Freund

wie es war

an einem montagfrühmorgen im
langen februargrau verfärbt sich
das froschgrün gelbkaroblau und
hüpft davon. quakend. bleibt mein
malkasten farbenfroh. nur anders.
verkehrtherum. ich drehe mich im
kreis. links. senkrecht. quer. kreuz
waagerecht. rechts. ich strauchle.

das flamingopink wirkt als würde
das schwarz bluten. zinnoberrot.
meine zeit dreht sich, meine welt
steht kopf. läuft. an mir vorbei. das
orange aufmerksam ins blaue. es
spannt die segel. holt den anker
ein. mit einem taschentuch stehe
ich neben einem unentschlossenen
gelb und winke. geh doch. geh. ich
betrachte das ruhige farbenmeer.
warum kann nicht alles bleiben
wie es war?

大嵐 | Der Dienstag dichtet

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Ich lerne gerade Japanisch und wollte es mal mit einem „echten“ Haiku probieren. Der Haiku ist im originalen Rhythmus (5/7/5) und in Hiragana geschriebe, darunter die Laute und darunter die Bedeutung. Der Titel ist Kanji für das, was in Hiragana in der ersten Zeile steht (Taifun, heftiger Sturm) . Keine Ahnung, ob das erlaubt ist, aber es sieht cool aus. 😅

大嵐 / Taifun

おおあらしあめがこみ なみのおと
[ō arashi・ame ga komi iru・nami no oto]

wirbelsturm
es regnet herein
der klang von wellen

alltagsleeren| Der Dienstag dichtet

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Das Gedicht beschreibt mehrere Gefühle. Irgendwie geht es um neue Wochen und Montage und vor allem den ersten Montag nach einem Urlaub.

alltagsleeren

orangen. sagt das raumschiff und fliegt
davon. in ein weltall voller ungenutzer
möglichkeiten. die sterne blicken durch
ihre milchigen augen. ein quasar blinzelt
in das sonnenviolett eines weißen riese.
sein mund ist riesig, alles verschlingend,
alles vernichtend. ein happen und alles
ist das millionste eines milliarstels. wie
unheimlich. faszinierend unvorstellbar.
die nacht ist farblos. ey los. sage ich und
schnappe mir meinen satelliten. graue
schärfe polstert meinen steinigen flug in
die ungewissheit der neuen alltagsleeren.

im schneefall | Der Dienstag dichtet

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und neu dabei die Wortverzauberte

Ein Hallo vom fast-Ende der Welt. Nordlichter gab es noch keine, aber jede Menge Schnee. Daher hier, wie versprochen, ein Schnee-/Norwegen-/Urlaubsgedicht.

im schneefall

flocken singen über mir. die landschaft
tanzt. tanzt. tanzt. im abendrot und im
morgengrau spinnt eine zwischenwelt
ihre bühnenstücke. ich schwebe in den
kristallen. riesele über wellenberge und
schneeverwindungen. hier. da. draußen
ist mein herz lebendig. frei. die spuren
im weiß liegen über einer brennenden
erde. vergessen. verschwindend. klein
sind sie. und. wann kommt? nicht jetzt.

Erkältungsblues II | Der Dienstag dichtet

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und neu dabei die Wortverzauberte

Mein Jahr fängt gut an. Ich habe eine richtig böse Erkältung, schön mit Fieber und allem, seit 7 Tagen und jetzt auch noch eine bakterielle Bindehautentzündung. Daher gibts jetzt Teil 2 zu meinem Erkältungsblues-Elfchen.

Erkältungsblues
allmorgendliches Abendhusten
das Fieberthermometer piepst
ein zerzaustes Rotnasauge stöhnt
„Frohsneues“

worte | Writing Friday

writing-friday-2020

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Heute dichtet mal der Writing Friday. Ich will dieses Jahr endlich mein Buch beenden. Das Gedicht erklärt mein Ziel und Plan erwas abstrakt.

Thema: Erzähle von einem Vorsatz für 2020. Wieso willst du dieses Ziel erreichen?  Wie sieht dein Plan aus?

 

worte
meine worte fließen beflügelt aus
gewundenen pfaden. ich schwebe
in der zwischenwelt. unterwelt. mein
herz formt sandengel. der hartkörnige
boden wird verwischt durch weiche
wellen. ich muss beide abschnitte
begehen. schritt. schlurfen. kriechen.
rennen. ich stürme zögerlich in eine
ungewissheit. unperfektheit begegnet
einem urteil. muschelworte zittern.
perlen tanzen. dieses jahr wird ihrs.

ich sende sterne | Der Dienstag dichtet

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Werner Kastens
Findevogel

Natürlich gibt es heute ein weihnachtliches Gedicht. Ich hätte gerne ein festliches Elfchen oder so geschrieben, aber das hat sich falsch angefühlt. Also gibt es von mir wieder etwas verwirrend Zweideutiges mit guten Absichten.

Habt schöne Feiertage – egal wie, mit wem und unter welchem Namen!

 

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ich sende sterne

stille. leise rieseln nette worte aus
feiertagswolken. meine stimme
ist schwarz und weiß und golden.
glänzend. meine haut überzogen
von gepanzerter wolle. wandernd
seh ich rastlose, ratlose, weise und
solche, die nur lächeln wollen. hier.
jetzt. damals. und ich dazwischen.
ich kann nur schenken. worte aus
wolken. gewünschtes kommt aus
dem unisversum. ich sende sterne.