Das Nachtlicht | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 45 + 46 beinhaltet die Worte „Nachtlicht“, „liebllich“ und „teilen“, gesponsert von Gedankenflut.

Das Nachtlicht

Die Bank am Rande des Parks war unbequem, aber das kümmerte ihn nicht. Besser als auf der Couch zu sitzen und sich Vorwürfe anzuhören. Er sippte an dem lieblichen Wein, ließ ihn in seinem Mund kreisen und schluckte ihn dann herunter. Das hatte er bei einer Weinprobe gelernt. Er war sich nicht sicher, was es brachte, aber er fühlte sich dadurch kultureller.

Er sah zu dem Fenster ihrer Wohnung hoch. In jedem bis auf einem Zimmer brannte das Licht. Was sie wohl gerade machte? Seine Sachen packen? Ihre?

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An mein Zukunfts-Ich | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Schreibe einen Brief an dein Ich in 10 Jahren.

Hallo Zukunfts-Ich,

erst das wichtigste: Gibt es in zehn Jahren schon Zeitreisen, wenn ja erscheine

JETZT.

Schade, hätte ja sein können. Dann reden wir mal Tacheles:

Erstens. Ich will dir nochmal ins Gedächtnis rufen, dass du eine coole Mutter werden wolltest. Dein Sohn ist jetzt 9 Jahre alt und da ist noch Potential die verstaue Erziehung geradezurücken. Scherz! Du hast dir vorgenommen, ihm zu helfen selbstständig zu werden, aber gleichzeitig ihm immer wieder zu bestätigen, dass du für ihn da bist. Das traue ich dir sogar zu. Was ich aber befürchte: Du versucht zu sehr die Fehler deiner Eltern nicht zu wiederholen. Scheiß Idee. Zum einen bringt der Vergleich mit anderen, ob negativ oder positiv, nie etwas und zum anderen geht sowas immer nach hinten los. Also hör auf mit dem Mist!

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Coraline | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Grauer, kalter Regentag. Zu welchem Buch greifst du? Stelle es kurz vor und mache ein Foto davon.

Ich bin nicht gut im Rezensionen schreiben und das letzte Buchgedicht hat mir viel Spaß gemacht, daher wieder eine Gedichtrezension…oder Resezensionsgedicht…hat jm. ein gutes Wort dafür? 😉 Hier auf jeden Fall mein Schlechtwetter-Buch:

Coraline

ein o ist ein a ist ein o. du wanderst durch
ein großes Haus. abenteuer erstrecken sich
vom ersten stock bis in den dachstuhl. und
dazwischen eine tür. geh nicht hindurch.
verschwunden. nicht die verantwortung. die
wartet bei den knöpfen. dort. hier dazwischen.
geister warnen und eine andere verlangt dein
augenlicht. du rennst der zeit davon. entgegen.
über mauern. list, tücke, freunde. manchmal
ist das abenteur größer als du selbst und
manchmal ist am ende wieder ein o ein a
und ein a ein o.

„Coraline discovered the door a little while after they moved into the house….“

When Coraline steps through a door to find another house strangely similar to her own (only better), things seem marvelous. But there’s another mother there, and another father, and they want her to stay and be their little girl. They want to change her and never let her go. Coraline will have to fight with all her wit and courage if she is to save herself and return to her ordinary life.

Gespräche mit Rüdiger – Impera-was? | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 43 + 44 beinhaltet die Worte „Schmutzfink“, „fabelhaft“ und „mopsen“, gesponsert von mutiger leben.

Diesmal widme ich mich Kants Kategorischen Imperativ. Zumindest habe ich versucht ihn in 300 Zeichen runterzubrechen. Ursprünglich wollte ich was zu Hannah Ahrend machen, aber der muss ich wohl mal eine Doppeletüde widmen.

Gespräche mit Rüdiger – Impera-was?

„Rüdiger, du Schmutzfink saust alles ein“, brülle ich dem ungehobelten Kater entgegen, der schlammverschmiert in der Küche sitzt.

„Du kannst mir deine Maxime nicht aufzwingen.“

„Bitte was?“

„Ich meine, dass wir den kategorischen Imperativ nicht als gemeinsames Prinzip nutzen können.“

„Impera-was?“

„Dieses universelle Prinzip nach Immanuel Kant.“

„Du meinst diesen fabelhaften Satz: Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg auch keinem anderen zu?“

„Nein, das ist die Goldene Regel. Bei der geht es darum Dinge zu vermeiden, die du als schlecht empfindest.“

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zwischen blauen glanzseiten | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Stelle uns ein Buch vor, dass dich das Grauen gelernt hat.

Ich bin niemand der gerne Buchrezensionen schreibt, daher gibt es von mir zu dem Thema ein Gedicht. Mich hat auch nicht nur ein Werk das Grauen gelehrt, sondern eine Heftreihe, die ich als Teenager gelesen habe: Mystery von Cora

zwischen blauen glanzseiten

rote augen funkeln eine straße hinunter.
ein jaulen in der nacht. von überall die
geister. in der ferne schreit ein käuzchen.
ein schmerzensschrei. die tür knarzt und
die knochen klappern. wer bin ich, wer
ruft mich, wer bist du? ich laufe zwischen
seiten. sehe wesen. klein, groß, unmöglich,
unsichtbar. mehr hier als dort und mehr
dort als hier. anderswo. ich schwebe in
der mitte. über meiner decke wabert all
das grauen zwischen schwarzen zeilen.
unter meiner decke existiere nur ich. und
das versprechen, dass all die schrecken
zwischen blauen glanzseiten sicher und
auf ewig veschlossen sind.

Franky und Dracu | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Ich habe die Szene ein wenig wie ein Theaterstück geschrieben, weil ich es mal probieren wollte. Ist allerdings inhaltlich ein wenig in eine andere Richtung gegangen als erwartet.
Thema: Graf Dracula kriegt Besuch von Frankenstein, berichte davon. Welche Pläne schmieden sie? Worüber diskutieren Sie?

Franky und Dracu

Graf Dracula, auch Dracu genannt (nur von Freunden, Fremde werden bei Verwendung gebissen)
Frankenstein, auch Franky genannt (würde ihn auch nicht stören, wenn man ihn Monster nennt)

Ein Hinterhof. Es dämmert. Die Straßenlaterne flackert.

Franky: Wir könnten ihnen nachts heimlich die Kehlen aufschlitzen.

Dracu: Das ist nicht so mein Stil. Ich nutze lieber meine scharfen Zähne.

Franky rollt mit den Augen.

Franky: Dann auch das. Wir müssen nur ungesehen ins Haus kommen.

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Die Prophezeiung | Impulswerkstatt

Dies ist ein Text zu der Impulswerkstatt von Myriade und Frau Flumsel. Ziel ist es etwas Kreatives zu einem oder beiden vorgeschlagenen Bildern zu erstellen. Hier könnt ihr alles darüber lesen: *KLICK*

Die Prophezeiung

Er kniete vor der Tafel nieder und sprach ein kurzes Gebet, dann warf er sie in das letzte Feuer der Nacht. Heute war es soweit. Diese Nacht hatte er mit seinem Volk gefeiert und heute machte er sich auf dem Weg, um sich dem Biest zu stellen. Er würde es besiegen, doch ob er dafür sein Leben lassen musste, wusste er nicht. Es war unbedeutend. Viel wichtiger war, dass er die Prophezeiung erfüllte und sein Volk rettete. Mit Stolz und Liebe blickte er auf die ruhigen Häuser, dann machte er sich auf den Weg. Der Himmel war wolkenverhangen und am Horizont sah er Blitze. Donner grollte und kündigte die Ankunft des Biestes an. „Götter steht mir bei“, flüsterte er.

Es dauerte zwei Stunden, dann war er am Meer angekommen. Schon von weitem sah er den Stein, der die Stelle markierte, an der das Biest erscheinen würde. Mit Schild und Schwert stand er bereit und wartete. Das Gewitter zog langsam vorbei. Es regnete, hörte wieder auf, fing wieder an, dann verzogen sich die Wolken. Die Mittagssonne wärmte ihn. Langsam schmerzten seine Beine und er setzte sich in den Sand. Vielleicht würde das Biest später erscheinen. Die Priester hatten nur gesagt, er solle in den frühen Morgenstunden aufbrechen und nicht, dass es in den frühen Morgenstunden erscheinen würde.

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Das Schokoweihnachtsmannmassaker | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Normalerweise hasse ich so lange Komposita, aber hier muss das einfach mal sein. Falls jemand den Eindruck hat, ich finde die Weihnachtssüßigkeiten in den Supermärkte super nervig, könnte da was Wahres dran sein.

Thema: Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter ein: Blut, Mordpläne, Spinnweben, schaurig, Schock

Das Schokoweihnachtsmannmassaker

Katja schlich durch die Gänge, wie jemand der Mordpläne schmiedete. Sie sah sich verstohlen um, dann griff sie in das Regal mit den Schokoweihnachtsmännern und ließ ihre Beute unter den anderen Einkäufen verschwinden. Es war Oktober, viel zu früh für den Kram, aber ihr inneres Kind wollte das Knacken hören, wenn sie in die Schokolade biss und die diebische Freude fühlen, wenn sie die Alufolie immer weiter hinunterzog. Peinlich war es ihr trotzdem. Beim Bezahlen legte sie den Schokoweihnachtsmann unter das Klopapier und sinnierte die Wartezeit darüber, ob eine Großpackung Klopapier zu kaufen heutzutage nicht verwerflicher war, als einen Schokoweihnachtsmann im Oktober.

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Nur ein Stern | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 41 + 42 beinhaltet die Worte „Landvermesser“, „undankbar“ und „aussetzen“, gesponsert von Werner Kastens.

Nur ein Stern

Statt Sterne zu kartieren und das Weltall zu vermessen, war er Landvermesser geworden. Das war bodenständiger, hatte er sich eingeredet, nur um nicht zugeben zu müssen, dass er Angst vor den Weiten des Alls hatte. Mittlerweile war er zu alt um umzuschulen, außerdem wollte er nicht undankbar erscheinen, schließlich hatte seine jetzige Fima sein Studium finanziert.

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Der Killer | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Oktober ist der offizielle „fiese Twists Monat“. Wollte es nur gesagt haben. (Stellt euch an dieser Stelle ein böses Lachen vor.)

Thema: Jo ist frisch in ein neues Haus gezogen. Was sie nicht weiß: In diesem Haus lebte einmal ein Serienmörder. Beim Einzug wird ihr aber schnell klar, hier stimmt etwas nicht. Als sie dann zum ersten Mal den Keller betritt.

Der Killer

„Es gibt keine Monster. Es gibt keine Monster.“ Jo atmete bewusst ruhig als sie die Treppe in den Keller hinabstieg. Eigentlich hatte sie sich geschworen das unheimliche Kellergewölbe ihres neuen Hauses nur zu betreten, wenn ihre Freundin dabei war, aber die war nicht da und das Wasser wurde nicht warm. Wo stand der Boiler? Im Keller. Wer musste duschen, nachdem er den Flur und sich erfolgreich angemalt hatte? Sie – Jo, erwachsen, hatte immer noch Angst vor Kellern.

Schnell schaltete sie alle Lichter im Keller an, dann machte sie sich nervös auf die Suche nach dem Boiler. Ein dubioser Wandschrank unter der Treppe, erregte ihre Aufmerksamkeit. Ob das Mistding da drinnen war? Sie holte tief Luft, dann riss sie die Tür auf. Ihr Herz setzte einige Schläge aus, als ihr etwas vor die Füße fiel. Knochen! Jo schrie, dann rannte sie die Treppe hoch und schlug die Tür zu. Gänsehaut lief ihr in Strömen über den Rücken. Als es nun auch noch an der Tür schellte, dachte sie ihr Herz würde aussetzen.

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