Dieses Jahr | Writing Friday

writing-friday-2020

Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Wofür bist du dieses Jahr besonders dankbar? Zähle mindestens drei Dinge auf und gehe näher auf sie ein.

Bei mir sind es keine Dinge, sondern vor allem Menschen für die ich dieses Jahr dankbar bin.

erstens
auch wenn es still ist, bin ich nicht allein. auch wenn wir
uns nur über bildraten sehen und über audiowellen hören,
weiß ich wer ihr seid.  wir sind uns nahe ohne in der nähe zu sein.

zweitens
ich kann mit dir zusammen und alleine sein, dabei bin ich nur
einsam, wenn du nicht da bist. dein geruch hängt dann wie 
ein versprechen in der luft und ich weiß, dass du zurückkommst.

drittens
wenn ich an dich denke bist du ein abstraktes muster, eine idee,
ein werden. ich spüre unsere gemeinsame zukunft. jetzt wohnst
du unter meinem herzen, irgendwann wohnst du direkt in ihm.

Schokoladige Rache | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Ich habe noch keine Weihnachtshorrorgeschichte geschrieben. Wird sofort nachgeholt. Gruselfaktor ist so bei 3 von 5 Gruselpunkten.

Thema: Schreibe eine Geschichte und flechte folgende Wörter mit ein: Weihnachtskerze, Schneesturm, große Freude, Zuckerguss, rote Stiefel

Die Rache

Das Licht der Weihnachtskerze flackerte, als ein Windhauch durch das Zimmer ging. Katja zog die kuschelige Decke enger um sich. Anscheinend waren die Fenster immer noch nicht dicht, dabei hatte sie im Herbst neue Dichtungen einkleben lassen. Sie seufzte und nahm einen großen Schluck Orangentee. Lustlos blätterte sie im Buch, konnte sich aber nicht dazu bewegen zu lesen. Auf Fernsehen hatte sie auch keine Lust, überhaupt wirkte alles gerade trist und grau. Sie nahm sich den zehnten Weihnachtskeks und biss eine Ecke ab. Zuckerguss bröselte auf die Decke, aber auch das war ihr egal. Wieder blies Wind durch die Wohnung. Der Schneesturm, der die Stadt seit heute Mittag gefangen hielt, schien nochmals stärker geworden zu sein. Es pfiff um die Ecken, Bäume schlugen gegen Mauern und die Straßenlaternen quietschten. Perfektes Szenario für einen Horrorfilm. Nur doof, dass sie Horrorfilme hasste. Stattdessen hätte sie sich lieber in einem Weihnachtsfilm befunden, vielleicht würde sie dann endlich in Stimmung kommen. Sonst empfand sie große Freude, wenn sich die Feiertage näherten, aber dank der Pandemie war dieses Jahr alles anders.

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Rentier „Karlchen“ Rudolph und Engel Mandy | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Thema: Der Weihnachtsmann hat doch tatsächlich Corona. Jetzt muss Rudolf das Rentier die Geschenke ausliefern. Berichte von dieser Nacht – wie macht sich Rudolf?

Rentier „Karlchen“ Rudolph und Engel Mandy

„Niemand kauft dir den Weihnachtsmann ab. Du bist 163 cm groß und wiegst nicht viel mehr als der Chihuahua der Studiendekanin,“ sagte Mandy Wagner frustriert.

„Das kann man auch netter sagen. Danke.“ Karlchen, der eigentlich Karl-Mark Witterich hieß, zog einen Schmollmund. Im Kopf ging er seine Möglichkeiten durch, von Fatsuit bis Plateaustiefeln, aber nichts überzeugte ihn. „Sind echt alle in Quarantäne?“

„Japp. Die hatten Vorgestern, als du und ich nicht konnten, Kostümprobe und da unser lieber Weihnachtsmann Ronnie nun Corona positiv ist, sind sie jetzt alle raus. Die Wahrscheinlichkeit vier Stunden vor Start noch jemanden zu finden, ist auch null.“

„Aber es gibt noch dich und mich.“

„Super. Rentier Rudolph und Engel verteilen statt dem Weihnachtsmann die Geschenke“, Mandy lachte.

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Wie man schwanger zu sein hat | Schwangere Gedanken


Wie man schwanger zu sein hat

Da der Text über meine Gedanken über Abtreibung (HIER) so gut aufgenommen wurde, dachte ich, ich teile etwas mehr von meinen Gedanken während der Schwangerschaft.

Setzt euch hin und trinkt einen Tee, z.B. mit dem Namen die „Innere Ruhe“ oder „Harmonie“. Allerdings habe ich keine Ahnung, ob die helfen. Am besten ihr holt euch auch einen Keks und legt ihn vor euch.

Bereit? Gut!

Es gibt bestimmte Klischees zu schwangeren Frauen, wie sie zu fühlen und wie sie sich zu benehmen haben. Jeder ist mit Klischees konfrontiert, aber in so gehäufter Form gehen sie einem – und damit meine ich MIR – ziemlich auf den Sack.

Wie Schwangere für den Fötus/Embryo empfinden sollen

Zum einen, und das habe ich in dem vorhergehenden Text schon angedeutet, wird erwartet, dass man von Anfang an eine Beziehung zu dem kleinen Wesen ins sich aufbaut. Die habe ich nicht in der Form. Ich finde das Leben in mir viel zu abstrakt, vor allem, weil ich es kaum spüre. Jetzt, wo ich mehr Bauch bekomme, ist die Schwangerschaft an sich realer, aber das Leben in mir, noch schwer für mich zu fassen. Dementsprechend mache ich mir auch nicht ständig Sorgen, was der nächste Punkt ist.

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Die Abfahrt | Writing Friday

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Thema: Schreib eine Geschichte, die mit dem Satz „Sie fuhren mit dem Schlitten rasend schnell den Hügel hinab, ohne zu merken, das…“ beginnt.

Die Abfahrt

Sie fuhren mit dem Schlitten rasend schnell den Hügel hinab, ohne zu merken, dass sie sich die Gegend um sie herum veränderte. Links der Bauernhof der Marxens verlor einen Stall und eine Außenwand stürzte ein, nur um dann wie von magischer Hand verändert wieder dazustehen. Die Bäume um das Haus schrumpften, einige tauchten aus dem Nichts auf. Die Straße zum Hof wurde immer schmaler, bis sie wie ein breiter Trampelpfad aussah.

Dem Wald und der Siedlung auf der rechten Seite erging es ähnlich. Erst schrumpfte er, dann wuchs er wieder und verdrängte das erste Haus. Immer mehr Häuser fraß der Wald und bis sie mit dem Schlitten auf gerade Fläche ankamen, hatte er das ganze Wohngebiet verschlungen.

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03.12. – Geld wächst auf Bäumen | Adventüden

Gregor saß auf seiner Parkbank in einem Lichtermeer. Die Stadt hatte keine Kosten und Mühen gescheut, jeden Baum in dem Stadtgarten zu erleuchten. Tagsüber tummelten sich hier Spaziergänger und Kinder trafen sich auf dem kleinen Hügel für eine Schlittenfahrt. Erst ab zwanzig Uhr, entweder zum Abendbrot oder zur Prime Time, verschwanden die Menschen nach […]

03.12. – Geld wächst auf Bäumen | Adventüden

Die gefährliche Mission | Writing Friday

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Die gefährliche Mission

Thema: Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz „Wir hatten es geschafft. Endlich konnten wir nun…“ beginnt.

Wir hatten es geschafft. Endlich konnten wir diese Schneewüste hinter uns lassen. Tagelang hatten wir nur diese weißen Flächen gesehen und das Knarzen des Schnees unter unseren Füßen gehört.

„Riechst du ihn schon?“

„Was denn?“, fragte Anna mit einem Zittern in der Stimme. Die Kälte hatte ihr stark zugesetzt. Ihre Haut war spröde und ihre Lippen rau.

„Den Frühling natürlich“, rief ich lachend, als mich eine kalte Windböe erfasste und mir beinahe die Kapuze vom Kopf wehte.

„Du spinnst!“ Anna lachte, dann wurde sie wieder ernst und sah nach oben. „Erst einmal müssen wir die Berge erklimmen und ich fürchte, da oben wird es wieder kälter.“

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Gespräche mit Rüdiger – Tierethik | abc.etüden

Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 47 + 48 beinhaltet die Worte „Quelle, griesgrämig, stöbern.“, gesponsert von Café Weltenall.

Rüdiger beendet das Jahr der „normalen“ Etüden. Freut sich noch jemand wie bolle auf die Adventüden?

Gespräche mit Rüdiger – Tierethik

Rüdiger läuft an seinem Napf vorbei und setzt sich griesgrämig dreinschauend auf den Esstisch. Ich weiß, dass er weiß, dass er das nicht soll. Also gehe ich davon aus, dass es was Ernstes ist.

„Was ist passiert?“, frage ich besorgt.

Rüdiger schnaubt. „Menschen sind der Quell allen Übels.“

„Und warum das?“

„Singer hatte Recht. Ihr seid verdammt Speziezisten! Und bevor du fragst, was das ist: Ihr habt eine Haltung der Vorgenommenheit zugunsten der Interessen der Mitglieder eurer Spezies gegenüber denen von anderen.“

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Über Abtreibung oder Komische Gedanken in der Schwangerschaft | Writing Friday

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Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.

Triggerwarnung: Wie der Titel schon sagt, schreibe ich über Abtreibung.

Thema: Schreibe eine Geschichte und flechte darin die folgenden Wörter mit ein: Salbei, Aufmerksamkeit, etwas daneben, Hormone, ein Versuch

Über Abtreibung oder Komische Gedanken in der Schwangerschaft

Setzt euch hin und trinkt einen Tee, zum Beispiel Kamille, Salbei oder irgendwas Beruhigendes. Es gibt Teesorten, die „Innere Ruhe“ oder „Harmonie“ heißen, allerdings habe ich keine Ahnung, ob die helfen. Am besten ihr holt euch auch einen Keks und legt ihn vor euch.

Bereit? Gut!

Dies ist ein Versuch ein komplexes Thema aufzugreifen, ohne in eine Diskussion einzusteigen. Wenn man es also genau nimmt, ist das nur meine Meinung, die auf persönlichem Empfinden fußt – daher auch die flapsige Art des Textes. Es soll niemand auf die Idee kommen, dass es sich hier um einen Artikel, eine wissenschaftliche Abhandlung oder, noch schlimmer, einen politisch motivierter Text handelt.

Wer sich bei dem Thema schnell auf die Füße getreten fühlt, sollte hier aufhören zu lesen, den Tee weitertrinken und dazu ein gutes Buch lesen. Hab gehört Goethe hilft bei sowas. Nun aber zum Thema Abtreibung, dem Partythema Nummer 1.

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