Dies ist ein Text zu der Impulswerkstatt von Myriade. Ziel ist es etwas Kreatives zu einem oder beiden vorgeschlagenen Bildern zu erstellen. Hier könnt ihr alles darüber lesen: *KLICK* Die aktuellen Bilder findet ihr hier: *KLICK*
Für mich haben alle vier Bilder etwas mit Bewegung zu tun und da ich gerade ein Buch über aktives Faulsein lese, habe ich versucht den vier Bildern unterschiedliche mentale Einstellungen/Zustände zuzuordnen.
in bewegung
manchmal. ich fließe. bewege mich der sonne entgegen. bewusst. mein verstand ist glasklar. mein körper kristallscharf. wenn ich die luft teile, bleiben kleine partikel an meinem sein hängen. ich verweile. in der ruhe. und schaffe mir durch klarheit neues bewusstsein. manchmal.
Da es mir in meiner Reihe „Schwangere Gedanken“ so viel Spaß gemacht hat, mich über Klischees und Erwartungen an Schwangere aufzuregen, habe ich mir überlegt fortzufahren, denn auch an Mütter gibt es eine Reihe von unsinnigen Erwartungen. Falls btw. jm. ein besserer Titel einfällt, nur her damit.
So, ihr kennt das ja: Macht euch einen Tee, holt euch einen Keks und los geht’s.
Die Sache mit der Traumgeburt
Den Monat vor der Geburt meines Sohnes habe ich begonnen, mir aus Neugierde Geburtsberichte durchzulesen bzw. auf YouTube anzusehen. Dabei ist mir vor allem eines aufgefallen: das Wörtchen Traumgeburt.
Traumgeburt, die Nicht der Zeitraum der Wehen oder das Nicht-Vorhandensein von Geburtsverletzungen machen die Traumgeburt zur Traumgeburt, sondern das maximal „Natürliche“. Laut den Damen, die diesen Begriff prägen, soll eine Traumgeburt ohne Schmerzmittel auskommen, am besten Zuhause sein, noch besser in der Badewanne nur mit einer Hebamme stattfinden. Irgendwie schwebt da so eine „die Frau im Teich zieht sich das Baby selbst raus“-Romantik mit. Natürlich definiert so nicht jede Frau dieses Wort, für einige beschreibt es nur die Idealvorstellung, wie die Geburt ablaufen soll, aber auch das finde ich problematisch.
Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 18 + 19beinhaltet die Worte „Korsett, rechtsdrehend, dampfen“, gesponsert vom Bodenlosz Archiv.
Die Tanzende
Sie hält ihren Kopf gerade und zur Seite gedreht. Ein Lächeln umspielt ihre Lippen, aber in ihrem starren Blick kann man die endlose Langeweile ablesen. Das Kleid, das sie trägt, ist rosa und ihr auf den Leib geschnitten. Es ist so eng, dass es sich wie ein Korsett anfühlt. Selbst der abstehende Rock ist steif. Sie würde das Kleid gerne abstreifen, genau wie ihre Schuhe, die fest verankert sind. Ihre Füße werden von ihnen unnatürlich gerade gehalten, durchgestreckt, mit perfektem Spann. Wie einbetoniert stehen sie seit Jahrzehnten da, verschmolzen mit dem sich immer rechstdrehenden Sockel. Wie es wohl wäre sich links zu drehen? Wie es wohl wäre eine andere Melodie zu hören? Manchmal wünscht sie sich, dass der Antrieb in Feuer aufgehen würde. Rauch würde sich bilden und es so aussehend lassen, als würden ihre Füße dampfen. Ein realistisches Szenario noch so vielen Jahren des ewigen Drehens. Wenn sie stillsteht, genießt sie die Ruhe. Dann träumt sie davon sich frei zu tanzen. Sie würde alles von sich werfen und sich nackt der Bewegung hingeben. Zu ihrem eigenen Song, den niemand hört.
Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 16 +17beinhaltet die Worte „Pfanne, glücklich, trennen“, gesponsert von Doro|Art.
Der Leichenschmaus
In diesem Moment hasste er die Küche mehr denn je. Das Geschirr musste gespült werden, die Pfanne geschrubbt, der Kühlschrank befüllt und die Krümel beseitigt werden. Und dann war da auch noch der Backofen mit dem verbrannten Kuchen, den sie hatte backen wollen. Sie war so glücklich gewesen, dass ihr das Rezept gelungen war. Hier und jetzt fühlte er sich noch einsamer, als auf dem Friedhof. Der Pastor hatte angeboten, mit ihm einen Kaffee trinken zu gehen, als Ersatz für den traditionellen Leichenschmaus, doch er hatte ablehnt.
Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.
Thema: Das etwas andere Spielbrett – Du landest als kleine Spielfigur auf dem Spielbrett deiner Wahl (Monopoly, Mensch ärgere dich nicht etc.) erzähle uns von diesem Abenteuer.
Ich habe einfach mal losgeschrieben, ohne zu wissen, worauf ich hinaus will. Beim Überarbeiten habe ich nur grobe Fehler korrigiert und den Rest so belassen. Nicht mein bester Text, aber spontanes Schreiben macht mir viel zu viel Spaß, als dass mcih Imperfektion dabei ärgern würde. 😉
Schachmatt
Das ist ein Traum, sage ich mir, als ich frierend auf diesem steinharten kalten Boden aufwache. Um mich herum stehen metergroße Statuen und blicken grimmig drein. Sie sehen aus wie die Gargoyle aus Horrorgeschichten. So, als könnten sie jeden Moment zum Leben erwachen. Ein Poltern lässt mich aufschrecken. Irgendwo hinter mir erklingen ein Schaben und Kratzen. Lautlos stehe ich auf und schleiche mich im Schatten dieser hässlichen Statuen an das Geräusch heran. Als ich es fast erreicht habe, höre ich nichts mehr. Ich beschließe dennoch nachzusehen, finde nur außer weiterer Statuen nichts.
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Ich habe die vier vorgeschlagenen Bilder in einem Gedicht verknüpft. Irgendwie habe ich gleich dase Thema Natur bzw unsere Bezihung zu ihr darin gesehen.
wie
wie allein. ihr gesicht betrachtet uns jeden tag. wir starren zurück. fahren linien in ihre oberfläche. moleküle. atome. wir kreisen in ihr. und sind doch außenseiter.
wie gemeinsam. sitzt er zwischen ihr. ihnen. flügelschlagen beflügelt ihn. ohne abheben sitzt er auf leblosen beton. ohne nachdenken, denkt er in ihr. und ist doch kein teil.
wie getrennt. wir schwimmen nur im fluss des lebens. bedeutungslos. wir treiben hinab in unsere teile. zu ihr. mikro. verschmilzen wir. und vergiften ihre ursprungsmomente.
wie entfremdet. sie lebt in unserer welt. läuft ungelenk. stolpert durch unser erdachtes paradies. Fällt. sieht sich um sich selbst um. und ist fremd im eigenen land.
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Spontane Eingebung dank Schlaflosigkeit.
Der Geburtstag
Heute hatte sein Großvater Geburtstag und die Sonne schien. Leider half das nicht bei seinen Kopfschmerzen. Vorsichtig massierte er seine Schläfen. Wie hatte sie nur jeden Tag diesen Sonnenhut tragen können? Bereits nach wenigen Minuten fühlte sich sein Kopf wie in einer Schraubzwinge an, dabei hatte er ihn nur locker aufgesetzt. Vielleicht lag es auch and er Perücke, die er trug.
„Schau mal, der Mann läuft in Frauenklamotten rum“, hörte er ein kleines Mädchen sagen und dann ein „Pst“ von der Mutter.
Dies ist ein Text zu der Aktion „Writing Friday“ von Elizzy. Jeden Freitag wird zu einem der vorgegebenen Themen veröffentlicht. Die aktuellen Themen und eine Liste aller Teilnehmer findet ihr auf Elizzy’s Seite.
Thema: Wenn du jetzt sofort auswandern könntest, wohin würde es dich ziehen? Wie würde dein Leben dort aussehen? Wärst du glücklicher?
Texte fallen mir gerade schwer, dafür Gedichte umso leichter. Hier also ein Gedicht, das die Frage etwas anders interpretiert.
reise
farben, nuancen, wissen, ideen, träume, vorstellungen. ich packe meinen koffer. bis der reißverschluss zerspringt. heute geht er nur schwer auf und zu. in seinen scharfen zähnen verkeilen sich fakten, haken sich realitäten. ratsch. macht die realität und ich tauche ein. manchmal ist es nur ein schritt, eine einladung. ein wunsch entfernt. manchmal ein flug über niemandsmeeren tiefen. eine große reise ohne weg. ich mache mich auf ins mich. ich. meiner fantasie. sehe auf der kehrseite nach. würde ich meinen pass umschreiben, meine adresse ändern. wären meine fantasien nur luftsprünge und meinen gedanken ungedacht.
Setzt euch hin und trinkt einen Tee, z.B. mit dem Namen die „Innere Ruhe“ oder „Harmonie“. Allerdings habe ich keine Ahnung, ob die helfen. Am besten ihr holt euch auch einen Keks oder ein Osterei und legt ihn/es vor euch.
Bereit? Gut!
Eigenartige Bräuche rund um die Geburt
Auf meiner Reise durch das dicht bevölkerte Land YouTube bin ich, wie ich *hier* berichte auf einige Kuriositäten gestoßen, vor allem aber auf das Thema Bräuche. Was macht man üblicherweise, wenn man schwanger ist bzw. dann wenn das Kind da ist? Einen Brauch kennen die meisten und dieser ist auf YouTube interessanterweise kaum zu finden:
Pullerschnaps
Nachdem die Frau nun die Geburt überlebt hat und auf neuen Hormonwellen surft, darf der Mann sich betrinken. Gibt übrigens noch viele andere Namen dafür, z.B. Babybier, Pullerbier, Kindpinkeln, Kindpissen, Pissparty, Kindsbrunzen, Pinkelparty, Füßle baden, Pullerparty, Wieslfest, Rumpelschnaps. WTF! Meinen Recherchen zufolge (ja, ich war auf Wikipedia) entstand der brauch aus der Idee, dass der Umtrunk nachd er Geburt, dem Baby als Symbol beim Pipimachen hilft…ok. Daraus hat sich der heutige Brauch entwickelt, in dem anscheinend meist Väter Kurze trinken und aufs Baby anstoßen. Regional gibt es Unterschiede, ich beschreibe hier nur das nordhessische Modell. Ich finde es ein bisschen befremdlich ehrlich gesagt. Tatsächlich war ich aber mal auf so einer Feier. War eher ein kurzer Besuch an einem idyllischen Nachmittag mit Futtern und ohne Schnaps für mich, weil ich gefahren bin. Ist aber eben eine typisch deutsche Tradition, die ich jetzt weniger auf YouTube gefunden habe.
Dafür hier eine Kuriosität, die vor allem für jede Menge Fail-Videos sorgt:
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Mir ist echt bis eben nichts eingefallen, aber letztendlich bei den Worten konnte ich nicht anders. Wer Probleme mit Gewalt hat, sollte besser nicht weiterlesen.
Thema: Schreibe eine Geschichte und lasse folgende Wörter mit einfließen: Flirten, Lächeln, durchschaut, großartig, hibbelig
Ein fast perfekter Abend
Erschrocken sog Tina die Luft ein. Es war nicht der Schmerz, der sie so schockierte, sondern die bloße Handlung an sich. Noch nie hatte ihr jemand eine Ohrfeige verpasst. Bereits jetzt ahnte sie, dass der perfekte Abend genau hier endete, dabei hatte er so großartig begonnen. Ein Lächeln, ein Augenzwinkern, ein zustimmendes Nicken. Normalerweise stellte sie sich etwas unbeholfen beim Flirten an, aber der große braunhaarige Typ an der Bar machte es ihr leicht. Ihre Schüchternheit schien ihn anzusprechen und so kam er an den Tisch zu ihr und ihren Freunden.
„Möchtest du den besten Cocktail der Stadt probieren?“ fragte er lachend. „Sorry, eine bessere Anmache ist mir nicht eingefallen. Ich heiße Michael, aber die meisten nennen mich Mick.“
Annais, Tinas beste Freundin grinste und gab Tina einen Rippenstoß. „Na los“, flüsterte sie ihr zu. Auch die anderen am Tisch nickten. Nur Finn sah etwas skeptisch aus. „Am besten ihr bleibt im Sichtfeld.“ Finn war immer überbesorgt, aber er hatte Recht, also setzten sich Mick und Tina an die Bar gegenüber von dem Tisch von Tinas Freunden.