Operation Froschkönig | Extraetüden

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Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Diesen Monat gibt es eine Extraetüde, d.h. man muss 5 Worte in 500 Wörter unterbringen. Aus folgenden 6 Wörtern kann gewählt werden: „Froschkönig“, „trüb“, „helfen“, „Abweichung“, „unabwendbar“ und „verengen“.

Ich bin mir nicht einmal sicher, wie diese Geschichte zustande gekommen ist. Ich hatte keinen Hunger in der Mittagspause und keine Lust zu lesen…

 

Operation Froschkönig

„Der Froschkönig ist am Brunnen.“

PJ konnte von seinem Posten den Ballsaal und die angrenzenden Räume überwachen. Gleichzeitig war er versteckt genug, um nicht entdeckt zu werden. Er beobachtete seine Kollegen. Eine kleine Abweichung und ihr Plan wäre nicht mehr umsetzbar.

„Der Prinz rollt die Kugel.“

„Die Märchenprinzessin fängt die Kugel.“

Zu dem Mann im Sakko, den PJ seit zwei Stunden beobachtete, gesellte sich eine aufreizend gekleidete Frau – die Märchenprinzessin, MJ genannt. Offensichtlich verwickelte MJ den Mann im Sakko in ein Gespräch, als ein Kellner den Raum betrat – der Prinz, JD genannt. Er stolperte und leerte ein Glas Sekt über den Mann im Sakko.

MJ tat zunächst erschrocken, dann begann sie dem Mann zu helfen sein Sakko auszuziehen. JD eilte derweil davon, um Tücher zu holen, wie er behauptete und schließlich verschwand MJ, um selbst Tücher zu holen, da Kellnern nicht zu trauen war. Weiterlesen „Operation Froschkönig | Extraetüden“

Das falsche Königreich | abc.etüden 25+26

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 25+26 beinhaltet die Worte „Froschkönig“, „trüb“ und „helfen“, gesponsort von viola-et-cetera.

Eigentlich wollte ich kein Märchen schreiben, aber dann überkam es mich doch. 😉

Das falsche Königreich

Der Froschkönig war überrascht, als er einen dicken Schmatzer auf sein Froschmaul bekam. Er schüttelte sich und im nächsten Moment landete er hart auf dem Boden. Als er an sich hinunter sah, erschrak er. Was war denn das? Lange weiße dürre Beine? Wo waren seine schönen Froschschenkel hin?

„Ein Prinz!“ schrie die Prinzessin.

„Quak!“ schrie der Froschkönig und schlug sich die Hände vor den Mund, als er eine fremde Stimme aus seinem Maul sprechen hörte.

Ungelenk stand er auf und wollte in seinen Brunnen zurück, doch er war zu groß. Frustriert schaute er nach unten und erspähte sein Spiegelbild im trüben Wasser. Wie Schuppen fiel es ihm von den Augen oder besser gesagt wie Froschhaut. Er war einmal ein Prinz gewesen, ein arroganter Egoist, den eine Zauberin in einen Frosch verwandelt hatte. Weiterlesen „Das falsche Königreich | abc.etüden 25+26“

Animalisch | abc.etüden 23+24

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Dies ist ein Text zu den abc.etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 23+24 beinhaltet die Worte „Abweichung“, „unabwendbar“ und „verengen“, gesponsort von Werner Kastens.

Ich bin kein MMA-Fan, aber manchmal sehe ich es ganz gerne. Einige Kämpfe schockieren mich. Das hier ist die Verarbeitung von einem, den ich besonders heftig fand.

Animalisch

Der Gong ertönte, dann herrschte gebannte Stille. Die Augen seines Gegners verengten sich und er ging in Bereitschaft. Er selbst ließ sich noch Zeit. Damit zeigte er seinem Gegner, dass er ihn nicht ernst nahm. Bewusst langsam hob er die Arme, spannte seine Muskeln an. Sein Sieg war unabwendbar.

Sie tänzelten umeinander, ohne dass einer in den ersten zehn Sekunden angriff. Eine Ewigkeit im Oktagon. Er hatte Zeit. Sein Gegner funkelte kurz mit den Augen, gleich würde er links zuschlagen, wie er es immer tat. Weiterlesen „Animalisch | abc.etüden 23+24“

Sein einfachster Fall | abc.etüden 20+21

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Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 21+22 beinhaltet die Worte „Malkasten“, „gleitend“ und „torpedieren“, gesponsort von Team dergl.

Ich wollte mal einen Krimi schreiben, da ich das aber noch nie gemacht habe und die 300 Wörtergrenze für das Vorhaben zu mutig war, kam irgendwie ein vollkommen skurriler Text raus. Ich mag ihn irgendwie trotzdem, auch wenn er recht abgehakt und antiklimaktisch ist.

Sein einfachster Fall

„Mit einem Pinsel? Wollen sie mich verarschen?“

„Nein, Herr Kommissar. Der Malkasten lag noch daneben.“ Der Praktikant schwitzte.

„War nicht die Todesursache, sieht aber spektakulär aus, wie der so in seinem Schädel steckt.“

Hinter Kommissar Wagner trat die Gerichtsmedizinerin. „Da hat wohl einer den Batman-Film zu oft gesehen. Gestorben ist er vermutlich durch das gewaltvolle Einflößen von Pinselreiniger. Das Loch für den Pinsel hat der Mörder wohl mit etwas Spitzem vorgebohrt und dann den Pinsel reingesteckt. Ich hoffe, nachdem unser Opfer tot war. Näheres dann nach meiner Untersuchung.“ Weiterlesen „Sein einfachster Fall | abc.etüden 20+21“

Vergangenheitsaugen | abc.etüden 19+20

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Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 19+20 beinhaltet die Worte „Katzenauge“, „kurios“ und „balancieren“, gesponsort von mir.

Ich habe kürzlich für einen Artikel zum Thema Karrierewechsel recherchiert. Viele Wechsel haben sich einfach so ergeben, andere mussten erst ihre Perspektive wechseln. Ich glaube es würde vielen Menschen gut tun, ihr heutiges Leben aus Vergangenheitsaugen zu betrachten. Das hat mich zu diesem kleinen Text inspiriert.

Vergangenheitsaugen

Der Arzt sagte Karl, er hätte Burn-Out, aber Karl glaubte nicht daran. Die Symptome fand er kurios nicht beunruhigend. Er war erst 29 Jahre alt und sein Leben lief gut. Ihm war einfach etwas schwindelig und die Luft fühlte sich manchmal schwerer. Also arbeitet er bis er gar keine Luft mehr bekam.

Als er zum zweiten Mal von der Arbeit mit dem Krankenwagen abgeholt wurde, bat ihn sein Chef sich um seine Gesundheit zu kümmern. Karl nahm sich den Urlaub, den er seit zwei Jahren gesammelt hatte und beschloss seine Eltern endlich zu besuchen. Weiterlesen „Vergangenheitsaugen | abc.etüden 19+20“

Katzenaugen bringen Glück | abc.etüden 19+20

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Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 19+20 beinhaltet die Worte „Katzenauge“, „kurios“ und „balancieren“, gesponsort von mir.

Für die eigenen Wörter was schreiben ist kompliziert, vor allem weil ich beim Ausdenken nicht daran gedacht habe, wie ich die selbst verwerten könnte, sondern nur Wörter gesucht haben, die viele Assoziationen zulassen.

Katzenaugen bringen Glück

Ich habe die Geschichte „Katzenaugen bringen Glück“ überarbeitet. Ihr könnt sie nun unter dem Titel „Katzenauge“ in meinem Buch „andernorts“ lesen:

ANDERNORTS

„Nachts im Park“ | abc.etüden 17+18

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*Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 17.18 beinhaltet die Worte „Kartoffel“, „anzüglich“ und „bevormunden“, gesponsort von Agnes Podczeck .*

Mal wieder eine kleine Horrorgeschichte, die allerdings nicht so super gruselig ist. Nach der Idee, wie ich eine Kartoffel unterbringe, hat der Text ein Eigenleben entwickelt und ist irgendwie in die Richtung gedriftet.
Wer nach dem Lesen wissen möchte, was es mit der Kartoffel auf sich hat: https://de.wikipedia.org/wiki/Kartoffelbefehl (siehe Grabstein).

Nachts im Park

Luise stolperte über eine Kartoffel. Ihre Angst wich einen Moment der Überraschung. Was zur Hölle machte eine Kartoffel mitten auf dem Weg?

Tap tap, tap tap.

Sie hatte keine Zeit Nachforschungen anzustellen, dieser seltsame Typ war noch hinter ihr. Ursprünglich wollte sie mit ihrem Freund romantisch durch Park Sanssouci zu spazieren, doch das hatte sich nach einem fiesen Streit erledigt. Da sie sich nicht durch die Umstände bevormunden lassen wollte, hatte sie beschlossen, trotzdem durch den Park zu laufen. Wenigstens ein paar hübsche Bilder würden das in Mondlicht getauchte Schloss und die wundervollen Gärten ergeben. Weiterlesen „„Nachts im Park“ | abc.etüden 17+18″

„Henry wartet“ | abc.etüden 14+13

*Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 14.15 beinhaltet die Worte „Tulpenzwiebel“, „kurzweilig“ und „auferstehen“.*

Wenn schon das Wort auferstehen vorkommt, muss ich ja was aus dem Bereich Horror schreiben. Ist allerdings eher humorvoll als gruselig geworden.

Henry wartet

Henry saß seit drei Stunden vor Etienne Schnabels Grab und wartete. Davon abgesehen, dass der Name fürchterlich klang, war Etienne der perfekte Kandidat für den offenen Posten. Jung, drahtig, bisschen dumm mit einem furchtbar langweiligen Leben.

Nur Pünktlichkeit war wohl nicht sein Ding. Immerhin war das Buch, das Henry gerade las kurzweilig. Es handelte von einem Teenagermädchen, das sich in einen Vampir verliebte. Wünschenswert. Wenn sie noch Teenager waren, konnte man sie gut heranziehen und später wandeln. Das hatte er die letzten Jahrhunderte mehrfach getan, und die meiste Zeit hatten sich seine Bediensteten als passabel erwiesen.
Etienne war eine Notfalleinstellung, weil sein vorheriger Bediensteter vorgestern einer nicht richtig angebrachten Gardinenstange zum Opfer gefallen war.

Gerade wollte er weiterlesen, da bewegte sich die Erde und Henry sah, wie sich Finger durch die obere Schicht Erde gruben. Kurz darauf folgte ein schmutziges Gesicht, das panisch nach Luft schnappte und eine Tulpenzwiebel ausspuckte. Die Erde vom Nachbargrab war wohl vor kurzem besäht worden. Ups.

Nach und nach grub Etienne sich frei und legte sich dann keuchend neben das Grab.

„Willkommen in der Welt der Nacht oder so. Ich habe dich gemacht, das heißt du bist mein Bediensteter. Hey, dafür kannst du ewig leben, vorausgesetzt du machst keine Dummheiten oder verärgerst mich.“

Etienne sah ihn weiterhin panisch an. Hach. Henry erinnerte sich nostalgisch, wie er damals auferstanden. Er hatte sich befreit und so beschissen gefühlt.

Henry reichte dem Neuen einen Wodka-Blut-Cocktail. „Prost! Wird besser. Jetzt brauchst du erst einmal einen gescheiten Namen. Wie wäre es mit Ludwig oder Franz? Hab gehört altdeutsche Namen sind voll im Trend.“

„Allein/einsam“ | Extraetüden

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*Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Diesen Monat gibt es eine Extraetüde, d.h. man muss 5 Worte in 500 Wörter unterbringen. Aus folgenden 6 Wörtern kann gewählt werden: „Nieselregen“, „weich“, „irren“, „beißen“, „verdorben“ und „Café“.*

Ich habe Gestern einen Text über Einsamkeit gelesen, das hat mich inspiriert. Eigentlich sollte es eine Geschichte werden, aber ich konnte mich nicht für einen Protagonisten entscheiden. Jetzt gibt es acht Positionen.

Der schmale Grat zwischen allein und einsam

Vor, zurück, vor, zurück, vor und hops. Sie landet im weichen Gras und rollt sich zur Seite. Die Schaukel schwingt noch eine Weile nach. Vor, zurück, vor, zurück. Ruhe.

Der Kaffee dreht sich im Kreis und zieht langsam den Michschaum hinter sich her. Sein Löffel berührt den Tassenrand. Kling. Das Café ist voll. Er beginnt zu lesen.

Sein Zimmer ist gefüllt mit allem, was er liebt. Ein Film flimmert im TV. Er bemüht sich seinen Atem zu beruhigen. Aus und ein und aus und ein und aus. Er sitzt hier, die Anderen sind draußen.

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„Der Tanz“ | abc.etüden 12+13

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*Dies ist ein Text zu den abc.Etüden von Christiane. Ziel ist es 3 Worte in 300 Zeichen unterzubringen. Die Schreibeinladung für die Wochen 12.13 beinhaltet die Worte „Café“, „verdorben“ und „beißen“.*

Zuerst habe ich kein Thema gefunden und dann bin ich bin irgendwie über das Lesen eines Artikels über die Café-Concerts bei diesem Text gelandet.

Der Tanz

Wenn wir an Tanz denken, denken wir in Adjektiven. Tanz ist klassisch beim Walzer im Tanzsaal, traditionell beim Butoh im Tempel, verdorben beim Cancan in den Café-Concerts, spirituell beim Regentanz ums Feuer, betörend beim Bauchtanz in der Disko, ausgelassen beim Samba im Karneval in Rio.

Als der Tanz geboren wurde, wollte er aber nur ein Adjektiv sein: frei.

Frei von Vorschriften, frei von Zielen, Mustern oder Zuweisungen. Er wollte eine Bewegung sein, die nicht eine bestimmte Aufgabe erfüllt, eine Bewegung um ihrer Bewegung willen. Weiterlesen „„Der Tanz“ | abc.etüden 12+13″