
Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund
eine komische zeit
sanft züngelt die wärmende Kälte meine
beine hinauf. umkreist die leberflecke
auf der wade, streift die tattoowierung
entlang. bis zu den knien. ich schüttele
sie fort. es ist nicht so weit. später. hinter
meinen kniescheiben sprießen samen.
durchbrechen meine winterhaut. blut
fließt wie frische bäche in meine zellen.
eine weide verschüttelt ihr haupt. es
bleiben frische gräser an meinen füßen
kleben. der kies klingt wie totengesang.
vogelzwitschern. schmetterlingsflattern.
wurzeltreiben. ich warte und zucke mit
den schultern. eine komische zeit.


