
Da ich kaum Gedichte schreibe, habe ich den Dienstag zum Gedichte-Tag erklärt und veröffentliche wöchentlich ein Gedicht über etwas, das mich gerade bewegt.
Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen. Einfach einen Kommentar schreiben.
Mit von der Partie sind bisher
Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund
Lyrikfeder
Nachtwandlerin
Lindas x Stories
La parole a été donnée à l’homme
Gedankenweberei
Ich bin nicht sonderlich gut im Warten, vor allem wenn es um etwas mir wichtiges geht. Das Gedicht ist vielleicht etwas überdramatisch, aber ich hasse es wirklich zu warten. 😉
und die uhr zeigt zehn nach zehn
und die uhr zeigt zehn nach zehn. ich
bin unwissend. im ungewissen. meine
zehen wühlen im minutensand, meine
ballen pressen stundengras platt. und
meine gedanken streifen über große
zeitenmeere. die möwe über mir lacht.
worauf ich warte? ich frage sie. ich will,
dass mir flügel wachsen, federn meinen
körper schmücken. will mich erheben
können über zeiträume und raumzeiten.
die wellen plätschern. und ich warte auf
das boot. zwei münzen habe ich dabei,
ein leben und keine geduld. es soll früher
sein, oder später, aber nicht jetzt. die
uhr zeigt fünfzehn nach zehn. es tickt.

